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Der Islam-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi

CHECKER WELT24:34 5,2 Mio. Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 187 Zeilen
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  1. * Titelsong: Checker Tobi * # Achtung! Hier kommt Checker Tobi.
  2. # Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. # Der, der immer fragt. Der die Action mag.
  3. # Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt. # Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy.
  4. # Der, der ständig rennt. Der, der niemals pennt. # Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt.
  5. # Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi! Untertitelung: BR 2016
  6. Hi Leute. Ich habe 19 Stunden nichts gegessen und getrunken. Ich habe gefastet.
  7. So wie gläubige Muslime im Fastenmonat Ramadan. Heute ist der erste Tag des Ramadan.
  8. Hier findet das große Fastenbrechen statt. D.h: Nach 20 Stunden dürfen die Fastenden endlich wieder essen.
  9. Stellt euch vor, was für einen Hunger ich habe. Deshalb mische ich mich da drunter.
  10. Ach so, heute geht's um den Islam. Der Islam ist nach dem Christentum die zweitgrößte Religion der Welt.
  11. 1,5 Milliarden Gläubige gibt es weltweit. Die heißen Muslime und Muslimas.
  12. Das Wort Islam ist arabisch und bedeutet "Hingabe". Muslime glauben, wie Juden und Christen, an Gott.
  13. Der heißt im Islam Allah. Auch der Islam hat ein heiliges Buch: den Koran.
  14. Darin steht, wie man sich als gläubiger Muslim verhalten soll. In Deutschland leben ca. 4 Mio. Muslime,
  15. viele mit türkischen Wurzeln. Einige davon treffe ich heute.
  16. Mit Merve check ich, was im Koran steht, und wir besuchen eine Moschee. Das ist das Gebetshaus der Muslime.
  17. Und ich mache mit beim ersten Tag des Ramadan. Da heißt's dann für mich: Nichts essen und trinken.
  18. Mal kucken, wie ich das hinbekomme. Also, alle bereit? Hier kommt:
  19. Und jetzt: Die Checker-Fragen. Das check ich für euch.
  20. Los geht's in Velbert bei Essen. Hier wohnt Merve mit ihrer Familie. Hallo. Hallo. Hi Tobi, komm rein.
  21. Dazu gehören Papa Hasan, Mama Sayime, Bruder Seyit und Schwester Gözde.
  22. Merve ist gläubige Muslima und zeigt mir, wie sie lebt. Was zeigst du mir jetzt? Ich zeige dir unser heiliges Buch.
  23. Unseren Koran. Das, was den Christen die Bibel ist. Genau. Die ist bei euch rosa.
  24. Nein, ist sie nicht. Ich habe sie mir auf Rosa ausgesucht, weil rosa zu meinen Lieblingsfarben gehört und es mir mehr Spaß macht,
  25. darin zu lesen. Du schlägst sie von hinten auf? Genau.
  26. Normalerweise hältst du ein Buch ja so und machst so auf. Genau. Tust du aber nicht.
  27. Wir schlagen von hinten nach vorne auf und lesen von rechts nach links. Ahh. Also du liest die letzte Seite zuerst und von rechts nach links,
  28. statt von links nach rechts. Genau so ist es. Das hier kannst du lesen? Was ist das für eine Schrift.
  29. Arabisch. Wir Muslime lernen arabisch zu lesen. Damit wir Koran lesen können.
  30. Den Koran gibt es auch in übersetzter Form. Auch auf Deutsch.
  31. Was steht da drin? Z.B: Wie ein Moslem sich zu verhalten hat.
  32. Dazu gehören die fünf Säulen des Islam. Das habe ich schon mal gehört. Ist eine Checker-Frage.
  33. Die wichtigen Regeln, nach denen ein Moslem sich richten soll. Das erste ist das Glaubensbekenntnis. Shahada genannt.
  34. Es lautet: Aschhadu an lā ilāha ill allāh Aschhadu anna muhammadan rasūlu.
  35. Das klingt toll. Ich habe nichts verstanden. Was heißt das? Es gibt nur einen Allah.
  36. Muhammed ist sein Gesandter. Allah ist Gott, oder? Gott, ja.
  37. Und wer ist Mohammed. Mohammed ist sein Prophet. Mohammed vor ca. 1450 Jahren gelebt. Hier in Mekka.
  38. Einer Stadt in Arabien. Er war Händler und kannte andere Religionen.
  39. Z.B. Christentum und Judentum. Die gab's da schon. Mohammed hat sich oft auf den Berg Hira zum Meditieren zurückgezogen.
  40. Auf dem Berg soll ihm ein Engel erschienen sein: Erzengel Gabriel. Gabriel hat Mohammed bedrängt und gesagt: lies.
  41. Aber Mohammed konnte nicht lesen. Also hat er sich gemerkt, was Gabriel ihm gesagt hat:
  42. Dass es nur einen Gott gibt und dass Mohammed sein Prophet ist. Also der, der den Menschen die Lehren Gottes näher bringen soll.
  43. In seinem Leben soll er viele Offenbarungen gehabt haben. Z.B: wie man zu leben hat
  44. und anderes, das er sich auswendig gemerkt hat. Seine Anhänger haben es aufgeschrieben, in der Sprache,
  45. in der Gabriel gesprochen haben soll: Arabisch. So entstand der Koran.
  46. Es ist das Ziel vieler Gläubigen, den Koran gut, oder sogar auswendig zu kennen.
  47. Die erste Säule des Islam ist das Glaubensbekenntnis. Es gibt nur einen Gott und Mohammed ist sein Gesandter.
  48. Jetzt frage ich Merve nach den anderen vier Säulen. Zweite Säule? Das Zweite ist, dass man betet.
  49. Fünfmal täglich muss ein Moslem beten. Bevor die Sonne aufgeht, einmal mittags, dann nachmittags,
  50. abends und nachts. Ehrlich? Fünfmal am Tag? Fünfmal am Tag.
  51. Die dritte Säule ist das Fasten. Einmal im Jahr, im Ramadan,
  52. essen die Muslime von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts. Was das bedeutet, sehen wir später.
  53. Die vierte Säule ist: Almosen geben. Jeder Wohlhabende soll Bedürftigen und Armen etwas abgeben.
  54. Und was ist die fünfte Säule? Das ist die Pilgerfahrt nach Mekka.
  55. Muslime sollen einmal im Leben eine Pilgerfahrt machen. Nach Mekka, das ist unser heiliger Ort.
  56. Mekka kennen wir schon. Das ist die Geburtsstadt Mohammeds. Millionen von Menschen reisen dahin.
  57. In Mekka steht ein würfelförmiges Bauwerk. Die Kaaba. Das heiligste Gebäude im Islam.
  58. Während ihrer Pilgerfahrt umrunden die Muslime die Kaaba siebenmal. Die fünf Säulen sind das Glaubensbekenntnis,
  59. Beten, Fasten, Almosen geben, und die Pilgerreise. Dein Zimmer? Das teile ich mit meiner Schwester.
  60. Und mit dem Teddybären. Genau, mit dem Teddybären. * Ei Ruf ertönt. *
  61. Was ist das? Das ist unser Gebetsruf. Dein Handy ruft dich?
  62. Genau. Das ist die Einladung zum Beten. Okay. Wir beten ja fünfmal am Tag.
  63. Dann machen wir die Waschung, nach der ich mich ankleiden muss. Dann kann ich beten. Was meinst du mit Waschung?
  64. D.h., die Hände werden gewaschen. Der Mund ausgespült und das ganze Gesicht gewaschen.
  65. Dann die Arme und die Füße. Echt? Dann darf ich beten.
  66. Das machst du fünfmal am Tag? Warum? Was bedeutet das? Wir reinigen uns, bevor wir mit Allah kommunizieren.
  67. Okay. Wir wollen ihm "sauber" begegnen. Was wäre, wenn du nach der Waschung in Dreck fällst?
  68. Musst du dann von vorne anfangen? Nein. Ich muss die nächste Waschung machen, wenn ich auf dem Klo war,
  69. wenn ich irgendwo blute ... Okay. ... und wenn ich pupse.
  70. Wirklich? Ja. Dann muss ich die Waschung erneut machen.
  71. Warte mal, du bist gerade fertig zum Beten, dann rutscht dir ein Pups raus und du musst von vorne anfangen?
  72. Genau so ist es. Weil du nicht mehr rein bist. Zum Beten legt sie ein Gewand an,
  73. das die Knöchel und Handgelenke bedeckt. Außerdem bindet sie sich ein Kopftuch um.
  74. Ihren Gebetsteppich breitet sie Richtung Mekka aus. Wo das liegt, sieht Merve auf einer App.
  75. Immer dort, wo die kleine Kaaba ist, liegt Mekka. Es darf niemand vor mir stehen. Wenn ich hier stehe, geht das nicht?
  76. Nein. Stehe ich im Weg? Genau. Entschuldigung. Dann lasse ich das.
  77. Merve dürfte nicht in Gegenwart von Männern beten. Drum zeigt sie mir hier nur, wie das aussieht.
  78. Nach dem Gebetsruf hat Merve bis zum nächsten Ruf Zeit, um zu beten. Wenn sie's nicht schafft, kann sie das Gebet später nachholen.
  79. Was ich mich ja frage: Warum trägt Merve beim Beten ein Kopftuch, sonst aber nicht?
  80. Wieso machst du das so? Es ist jedem selbst überlassen, ob man eins tragen will.
  81. Ich trage keins, weil es andere abschreckt, wenn ich eins trage. Damit es den Menschen nicht schwer fällt, mich auf der Straße
  82. nach etwas zu fragen, trage ich kein Kopftuch. Das mit dem Kopftuch ist kompliziert.
  83. Im Islam tragen nur Frauen eins. Manche verhüllen sich komplett, so wie die hier.
  84. In Deutschland finden das nicht alle gut, dass sich nur Frauen verhüllen sollen.
  85. Oder sie finden, dass ein Kopftuch fremd aussieht. Weil Merve nicht will,
  86. dass gleich jeder irgendwas denkt, trägt sie keins. Das wieder finden viele streng gläubige Muslime nicht toll.
  87. Es ist in Deutschland ganz schön schwierig, es allen recht zu machen. Für Merve ist es eine Sache zwischen ihr und Gott.
  88. Ich glaube daran, dass Allah so barmherzig ist, dass er es mir nicht übel nimmt, dass ich keins trage.
  89. Und jetzt eine Frage an euch. Checkt mal, ob ihr die Antwort entdeckt.
  90. Die Lösung gibt's zum Schluss. Beten können Muslime überall,
  91. besonders wertvoll sind die Gebete in der Moschee, dem muslimischen Gebetshaus.
  92. Erkennt man an so einem Turm, dem Minarett. Auf das von der Moschee in Wülfrath steigen wir mal rauf.
  93. Wow, ist toll hier oben. Ja. Was passiert auf einem Minarett.
  94. Von hier oben wird zum Gebet gerufen. Das bedeutet?
  95. Dass der Muezzin hier fünfmal am Tag hoch kommt. Ein Muezzin? Genau.
  96. Das war eine Checker-Frage. Ein Muezzin ist der, der auf das Minarett kommt und zum Gebet ruft.
  97. Sodass es jeder hören kann. Wir wissen Bescheid, dass wir kommen müssen.
  98. Das ist das, was wir vorhin auf deinem Handy gehört haben. Genau.
  99. Ein bisschen wie der Kirchturm, bei dem die Glocke läutet und einlädt, in die Kirche zu kommen.
  100. Das passiert hier in der Moschee? Nein, hier leider nicht. Aber in der Türkei wird das fünfmal täglich gemacht.
  101. Und das klingt dann so. Oft kommt der Ruf heutzutage auch vom Tonband. In Deutschland ist der Ruf erlaubt,
  102. die meisten Moscheen verzichten aber darauf. Das Minarett zeigt dann einfach: Hier steht eine Moschee.
  103. Kann ich auch etwas runter rufen. Klar. Was denn? Wie wäre es mit: Hallo Wülfrath.
  104. Gute Idee. Machen wir zusammen. Auf drei. Ein, zwei, drei: Hallo Wülfrath!
  105. Das war super. Die kommen gleich alle in die Moschee. Ein Muezzin ruft die Muslime fünfmal am Tag vom Minarett aus zum Gebet.
  106. Jetzt schauen wir uns die Moschee mal von innen an. Dafür ziehen wir die Schuhe aus und Merve bindet ihr Kopftuch um.
  107. Eine Moschee betritt man immer mit dem rechten Fuß zuerst. Der Imam steht hier vorne vor der Gebetsnische.
  108. Da fängt er an zu beten. Ganz alleine steht er da. Was ist ein Imam. Der Vorbeter.
  109. Der betet vor und wir beten nach. In einer vollen Moschee sieht das dann so aus:
  110. Besonders feierlich ist das Freitagsgebet. In den großen Moscheen, kommen Tausende Menschen zusammen.
  111. Aber: Männer und Frauen beten getrennt. Wir treffen jetzt den Imam, Herrn Schahin.
  112. Und den Vorsteher der Gemeinde, Herrn Karaman. Wie viele Imame kommt Herr Schahin aus der Türkei
  113. für einige Jahre nach Deutschland und spricht kaum Deutsch. Merve übersetzt.
  114. Wenn ein Imam die Gemeinde anleitet, dann ist er ja wahrscheinlich ein richtiger Koranexperte.
  115. Können Sie den gesamten Koran auswendig? Den kann er auswendig.
  116. Komplett alles? Wirklich? Das ist nicht schlecht. Respekt.
  117. Kann ich mal was hören? Haben Sie eine Lieblingsstelle? * Er rezitiert. *
  118. Mit dem Gebet bittet Herr Schahin Allah um Hilfe und Gnade. Ähnlich wie Christen mit dem Vaterunser.
  119. Toll. Danke. Warum klang das so speziell? Wie gesungen.
  120. Muss man ein guter Sänger sein, wenn man Imam werden will? Das wird nicht vorgesungen,
  121. sondern der Koran wird mit dieser Betonung gelesen. Allah sagt sozusagen:
  122. Indem ihr im Koran lest, sollt ihr eure Stimme verschönern. Okay. Das hat man gehört.
  123. Wenn man daraus liest, klingt das wie Gesang. Einmal im Jahr ist Ramadan, Fastenmonat.
  124. Da dürfen Muslime von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts essen oder trinken.
  125. Ich verbringe morgen mit Merve den ersten Tag des Ramadan und faste. Ich muss dafür früh aufstehen. Bis gleich.
  126. * Schnarchen * Mhh.
  127. Was denn? Ach so, stimmt. Es ist Ramadan. Ich habe gesagt, dass ich mitfaste.
  128. Ich muss frühstücken gehen. Leute, es ist jetzt 2.30 Uhr nachts, oder morgens, wie man's nimmt.
  129. Ich bin hundemüde und habe drei Stunden geschlafen. Jetzt bin ich mit Merve verabredet, zum Frühstücken.
  130. Obwohl es mitten in der Nacht ist. In einer Stunde beginnt der Ramadan, dann ist Fasten angesagt.
  131. 18 Stunden. Bis am Abend die Sonne untergegangen ist und wir das Fasten brechen dürfen.
  132. Ich kuck mal zu ihr rein. Bestimmt pennt sie noch und macht nicht auf.
  133. Ja, sieht so aus. * Türsummer ertönt. *
  134. Bis zur Dämmerung ist's nicht mehr lang. Ab 3.30 Uhr in der Nacht ist Schluss mit essen und trinken.
  135. Tagsüber gibt's dann nix mehr. Einen ganzen Monat lang. Was heißt Guten Appetit auf Türkisch?
  136. Afiyet olsun. Afiyet olsun. Afiyet olsun.
  137. Es gibt auch in anderen Religionen eine Fastenzeit. Im Christentum auch.
  138. Die Christen erinnern damit an das Fasten Jesu. Warum Muslime fasten, klär ich jetzt.
  139. Checker-Frage. Damit wir wissen, wie es ärmeren Leuten geht,
  140. die nicht so viel Essen haben wie wir hier. Okay, das finde ich schön.
  141. Wenn es 3.30 Uhr ist und wir fertig sein müssen, dann darf bis zum Fastenbrechen in 18 Stunden nichts in deinen Mund?
  142. Genau. Kein Kaugummi ... gar nichts? Genau. Gar nichts. Kein Wasser. Kein Kaugummi. Kein Bonbon.
  143. Wenn es regnet, darf man keine Tropfen schlucken. Muss man schon.
  144. Man soll nicht extra mit offenem Mund sprechen. Genau, das soll man nicht.
  145. Dann trinken wir lieber jetzt noch ordentlich Wasser, gleich dürfen wir ja nicht mehr.
  146. Eine Minute. Vielen Dank. Wir sehen uns später. Gute Nacht.
  147. Gute Nacht. Ich leg mich noch mal schlafen. * Schnarchen *
  148. Was denn? Mann, das ist echt zu früh für mich.
  149. Merve studiert noch. Sie wird Bauingenieurin und ist oft mit ihrem Chef auf der Baustelle.
  150. Wenn es richtig heiß ist, ist die Arbeit dort für Fastende super anstrengend.
  151. Auch für mich ... Weil nichts trinken ungesund werden kann
  152. müssen Schwangere, Alte, Kinder und Kranke nicht fasten. Am Nachmittag geht's zur Uni von Merves Schwester.
  153. Die muss mit leerem Bauch studieren und in der Kantine dürfen nur die anderen essen.
  154. Wir haben seit 13 Stunden nichts gegessen und getrunken. Langsam wird es richtig anstrengend.
  155. Ich hab so Hunger. Ich bin müde, unkonzentriert und schlecht gelaunt. Alle essen um einen rum, es ist echt anstrengend.
  156. Ihr müsst gar nicht so kucken. Ihr sitzt da die ganze Zeit und seid am Mampfen. Unfassbar.
  157. Das ist so gemein. Wo kommt bei euch die Freude daran her.
  158. Sobald wir abends am Tisch sitzen, macht es Spaß. Dann wissen wir wirklich, wie wichtig Essen ist.
  159. Daher ist es um so schöner zu sehen, ich habe noch sechs Stunden und dann kann ich essen.
  160. Auch die Vorbereitungen vorm Essen machen Spaß. Du hast das so gesagt, oder haben wir noch sechs Stunden?
  161. Wir haben noch sechs Stunden. Immer noch? Wir fasten seit 13 Stunden.
  162. Ich dachte, Ahhh. Sechs Stunden.
  163. Oh Mann. Das Fasten erinnert Muslime, wie wertvoll Essen und Trinken sind.
  164. Fast geschafft. Noch zwei Stunden. Am Abend backen wir für das Fastenbrechen.
  165. Aber, Teig naschen ist nicht. Das Fastenbrechen feiert Merve nicht in der Wülfrather Moschee,
  166. sondern in einer kleinen, direkt in ihrem Wohnort Velbert. Was passiert danach? Ist dann Schluss bis zum nächsten Jahr?
  167. Nein. Wir werden nach diesen 30 Tagen eine riesen Feier haben. Eine riesen Feier? Genau.
  168. Wir werden vier Tage lang, mit den Erwachsenen, das Zuckerfest feiern. Ist ja krass.
  169. Es wird vier Tage nur Süßes gegessen. Ehrlich? Ihr fastet 30 Tage und dann gönnt ihr euch vier Tage was.
  170. Dann ist der Ramadan vorbei. Dann müssen wir ein Jahr warten bis zum Fasten.
  171. Beim Zuckerfest besucht man auch Verwandte und feiert mit ihnen. Es ist eines der wichtigsten Feste. Wie bei den Christen Weihnachten.
  172. Bevor jetzt das Fastenbrechen beginnt, betet der Imam. * Imam rezitiert. *
  173. Jetzt kannst du anfangen. Ist das toll.
  174. Das macht mich richtig glücklich. Heute hab ich gecheckt, wie viel wir täglich so essen,
  175. ohne richtig drüber nachzudenken. Eine super Erfahrung für mich. Merve. Ich wollte sagen, es war richtig toll.
  176. Vielen Dank fürs Mitmachen-Lassen und Einladen. Das war eine tolle Erfahrung. Auch das Fasten. Danke.
  177. Bitte, Tobi. Du bist immer willkommen. Vielen Dank. Super.
  178. In ein paar Stunden steht Merve wieder auf, und fastet weiter. Hier noch die Antwort auf die Mitmachfrage.
  179. Habt ihr die Antwort vorhin gecheckt? Schaut mal. Der Imam steht hier vorne. Was ist ein Imam?
  180. Ein Imam ist der Vorbeter. Also, richtig war Antwort C.
  181. Ich habe echt noch Hunger. Ich habe doch nichts gegessen. Ich esse das hier noch auf.
  182. Und ihr macht's gut. Bis zum nächsten Mal. Hey. Das ist meins. Du hast den ganzen Tag lang gegessen.
  183. Untertitelung: BR 2016 # Achtung! Hier kommt Checker Tobi.
  184. # Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. # Der, der immer fragt. Der die Action mag.
  185. # Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt. # Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy.
  186. # Der, der ständig rennt. Der, der niemals pennt. # Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt.
  187. # Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi!