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Der Gletscher-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi

CHECKER WELT24:12 1,2 Mio. Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 195 Zeilen
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  1. Untertitelung: BR 2014 (Titelsong) - Achtung! Hier kommt Checker Tobi.
  2. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. Der, der immer fragt. Der die Action mag.
  3. Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy.
  4. Der, der ständig rennt. Der, der niemals pennt. Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt.
  5. Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi! Hey Leute, ihr glaubt nicht, wo ich gerade steh.
  6. In 3000 m Höhe und unter mir, der Gletscher. Guckt mal. Krass.
  7. Seht ihr mich? Hier bin ich. Heftig, wie riesig der ist. Voll cool.
  8. Darum geht's heute: um Gletscher. Gletscher sind riesige Eismassen,
  9. die sich aus dem Gebirge ins Tal wälzen. Sie können kilometerlang sein, ihr Eis kann Hunderte Meter dick sein.
  10. Gletscher sehen nicht nur toll aus, sie sind auch superwichtig für unseren Planeten.
  11. Ihre Eismassen formten über Jahrhunderte unsere Landschaft. Ohne Gletscher gäbe es viele unserer Täler und Seen nicht.
  12. Gletscher sind auch riesige Süßwasserspeicher und so eine Art Fieberthermometer unseres Planeten.
  13. Wenn die Gletscher schmelzen, zeigt uns das, dass es auf unserem Planeten dauerhaft zu warm ist.
  14. Dann besteht die Gefahr, dass sie eines Tages ganz verschwinden. Und das wäre nicht so gut.
  15. Ich check heute, warum das so ist und warum Gletscher so wichtig sind. Dafür erforsche ich einen Gletscher in 3000 m Höhe,
  16. schau mir das Gletschereis mal ganz genau an und ich seile mich in eine tiefe Gletscherspalte ab.
  17. Also, Steigeisen anschnallen und los geht's. Hier kommt:
  18. Und jetzt die Checker-Fragen: Das check ich für euch.
  19. Ich will heute ins Hochgebirge, genauer gesagt auf den Theodul-Gletscher in der Schweiz.
  20. Damit ich ins Gletschereis komme, muss ich mit dem Helikopter fliegen. Das ist mein Bergführer: Andi. Und das ist unser Pilot: Jan.
  21. Wir fliegen auf den Gletscher? Jawohl, auf den Gletscher, wir landen auf dem Eis.
  22. Wichtig ist, dass ihr nahe am Helikopter bleibt, bis ich weg bin. Auf keinen Fall hochlaufen.
  23. Wenn ansteigendes Gelände ist, auf dem Eis, kommt man dem Rotor sehr nahe, das wäre gefährlich.
  24. Ihr müsst nahe beim Helikopter bleiben, bis der Helikopter wieder weg ist.
  25. Hast du das schon mal gemacht? Bist du schon mal mit so einem Teil geflogen?
  26. Ja, klar. Schon. Wie ist das so? Na, wirst du gleich erfahren. Vielen Dank auch.
  27. Der hat leicht reden. Ich bin noch nie Helikopter geflogen.
  28. Krass, wir heben ab. Und los geht's.
  29. Das Ding kann über 270 km/h schnell fliegen. Wir schrauben uns heute hoch auf 3000 m.
  30. Für unseren Heli aber kein Problem, der schafft auch über 6000 m. Gleich sehen wir den Gletscher.
  31. Das, was da weiß anfängt, das ist Gletscher? Das ist Eis, ja.
  32. Krass, guckt mal, wie toll das aussieht. Das Eis ist im Sommer
  33. durch Steine und Staub stellenweise grau gefärbt. Siehst du die Gletscherspalten? Wo?
  34. Vorne, die ganzen Risse sind Gletscherspalten. Wie faltige Haut sieht das aus.
  35. Guckt mal, von nah kann man noch besser sehen, wie tief die Spalten ins Eis gehen.
  36. Wo sollen wir da landen? Wo gehen wir hin? Wieso musst du mich anseilen?
  37. Weil's sicherer ist. Wo willst du mit mir hin? Hier über den schmalen Grad.
  38. Da willst du drüberlaufen? Ja, klar. Da rutscht man doch runter. Nein, dafür hast du Steigeisen an.
  39. Damit ich sicher stehe, aber doch nicht, damit ich über so ein schmales Feldchen laufe.
  40. Auf der Straße läufst du doch auch auf einem halben Meter. So, gehen wir.
  41. Ey, mach die Leine ab jetzt. Guck, so wird das aussehen. Ah. Wie soll ich dahin kommen? Mit einem großen Schritt.
  42. Das geht richtig runter hier. Wenn ich jetzt falle, dann zieht's dich doch mit runter?
  43. Nein, dann halt ich dich. Ach so, weil du der Muskelmann bist. Du stürzt nicht wirklich.
  44. Ich hab dich so eng, dass ich spür, was du machst. Wenn du nur ein bisschen das Gleichgewicht verlierst,
  45. kann ich dich gleich halten. Boah, geschafft!
  46. Wir wollen den Gletscher runter bis zu seinem Ende wandern, bis das Eis aufhört.
  47. Wahnsinn, guckt mal, das sieht aus wie eine Wüste aus Eis. Wie weit wir kommen, seht ihr gleich.
  48. Jetzt eine Frage an euch. Alter, ist das kalt hier.
  49. Checkt mal, ob ihr die Antwort entdeckt. Die Lösung gibt's zum Schluss.
  50. Weiter geht's den Gletscher runter. Was für eine Aussicht! Das sind alles Gletscher, oder was? Ja, genau.
  51. Ja, da siehst du schön, wo der Gletscher anfängt, an den Berggipfeln, wo das Nährgebiet des Gletschers ist.
  52. Alles, was weiß ist, ist Schnee, das ist das Nährgebiet. Da wächst er nach unten, wo es so gräulich wird,
  53. da siehst du noch das Zehrgebiet. Also Nährgebiet, da wächst der Gletscher, ganz oben.
  54. Zehrgebiet, da läuft er aus und wächst nicht mehr nach, sondern schmilzt wahrscheinlich. Genau.
  55. So entstehen Gletscher: Oben in den Bergen ist es so kalt, dass es auch im Sommer schneit.
  56. Der Schnee bleibt liegen und darauf landet immer neuer Schnee. Die oberen Schneemassen pressen die unteren zusammen
  57. und die verwandeln sich dadurch in so eine Art Schnee-Eis oder Firn. Noch mehr Schnee fällt oben drauf
  58. und der Firn wird noch fester zusammengepresst und wird zu Eis. Irgendwann ist die Eisschicht so schwer, dass sie ins Tal fließt.
  59. Auch wenn man das nicht sieht, kann der Gletscher sich bis zu mehrere Meter pro Tag nach unten bewegen.
  60. Unten ist es wärmer und das Eis schmilzt. Oben fällt neuer Schnee und wird wieder zu Eis.
  61. Unten im Zehrgebiet zehrt also die Wärme den Gletscher auf. Oben, im Nährgebiet, ernährt er sich von neuem Schnee.
  62. So bewegt er sich quasi diesen Berg runter? Ja, das ganze Tal hier so runter
  63. und hier unten siehst du nachher dann die Gletscherzunge. Die Zunge ist das Ende des Gletschers.
  64. Die sieht ein bisschen wie eine Zunge aus. Da hört der Gletscher dann auf.
  65. Also ist die Gletscherzunge von unserem Berg das da unten? Ja, da vor dem See. Unter dem Geröll ist auch Gletscher.
  66. Es ist nicht nur das Weiße. Da ist auch das Gletscher-Tor.
  67. Es bildet sich ein Tor, eine Eishöhle, und da fließt das Wasser, das im Gletscher schmilzt, raus.
  68. So sieht das Tor von unten aus. Da fließt das Schmelzwasser des Gletschers raus.
  69. Unter dem Geröll ist Eis. Aus der Nähe kann man es besser erkennen.
  70. Die Felsen und Steine, die der Gletscher mit ins Tal schleift, nennt man Moränen.
  71. Das Geröll, das sich an der Seite ablagert, heißt Seitenmoräne. Treffen zwei Gletscher aufeinander, entsteht eine Mittelmoräne.
  72. Das Eis hat viel Kraft, wenn es ins Tal fließt. Was diese Kraft mit der Landschaft anstellt, darum geht es jetzt.
  73. Auf der Erde gibt es immer wieder Zeiten, in denen es Hunderttausende Jahre lang kalt ist.
  74. Die letzte Eiszeit in Europa begann vor etwa 110.000 Jahren und endete vor knapp 12.000 Jahren.
  75. Damals lagen riesige Gebiete unter gigantischen Eisblöcken, richtige Riesengletscher waren das.
  76. Z.B. hier in den Alpen. Und hier in Nordeuropa. Einen Riesengletscher könnt ihr euch so vorstellen.
  77. Die fließen im Schneckentempo ins Tal. Die riesigen Eismassen haben so ein Gewicht,
  78. dass sie Felsspitzen abschleifen können. Sie schieben Mengen an Geröll vor sich her.
  79. Runter ins Tal. Da türmen sie sie zu Hügeln auf. Wenn der Gletscher zurückgeht, bleiben die Hügel bestehen.
  80. Wissenschaftler nennen sie Endmoräne. Die können Hunderte Meter hoch werden.
  81. Man kann sie heute noch sehen. Z.B. im Voralpenland.
  82. Da sind die aber längst bewachsen. Nach der Eiszeit ging der Riesengletscher zurück.
  83. Das Gletschereis hatte über Jahrtausende so viel Gestein mitgeschleppt und abgetragen,
  84. dass Gebirgstäler entstanden. In manchen Furchen und Vertiefungen sammelte sich Wasser.
  85. Viele Seen gäbe es ohne den riesigen Gletscher der Eiszeit nicht. In der Eiszeit schoben Gletscher Gesteinsmassen vor sich her.
  86. Als das Eis schmolz, blieben Hügel, Täler und Seen übrig. Rund 5000 Gletscher gibt es in den Alpen,
  87. 200.000 auf der ganzen Welt. Doch seit einiger Zeit schmelzen sie sehr stark ab.
  88. Sehr gut beobachten kann man das an einem Gletscher, den ich mir jetzt genauer ansehe: Dem Rhonegletscher in der Schweiz.
  89. Das ist Jogy. Er ist Klimaforscher am Paul-Scherrer-Institut und weiß viel über Gletscher und über deren Verschwinden.
  90. Das Wasser da, kommt das alles vom Gletscher? Ja, das ist das Schmelzwasser, das vom Gletscher abfließt.
  91. Den See gibt's erst seit zehn Jahren. Vor 100 Jahren ist der Gletscher hier über die Kante gelaufen.
  92. Seit Kurzem haben sich der See und der Bach geformt, weil die Felsstufe da war.
  93. Wenn hier Eis war vor 100 Jahren, wie weit ging der Gletscher runter? Der ist über die Kante geflossen,
  94. fast bis zu den Bäumen, die du da siehst. Zum Vergleich: So sah der Gletscher vor über 100 Jahren aus.
  95. Und heute so. Warum ist das passiert? Checker-Frage an Jogy.
  96. Die Gletscher sind wie ein Thermometer. Die reagieren sensibel darauf, wie warm es ist auf der Erde.
  97. So sind die Gletscher über Jahrtausende gewachsen und geschrumpft.
  98. Der Prozess ist immer passiert, es wurde mal wärmer, mal kälter. Jetzt gerade gehen die Gletscher ganz schnell zurück.
  99. Unser Klima erwärmt sich sehr schnell. Denn der Mensch verändert das Klima. Das ist die Klima-Erwärmung.
  100. Es sind v.a. die Abgase, die wir produzieren, wenn wir Öl verbrennen, Benzin,
  101. all das benützen mit unseren Autos, mit unseren Fabriken. Die Abgase steigen in die Luft und bilden eine Art Gewächshaus.
  102. Das Sonnenlicht fällt rein und dadurch, dass mehr von diesen Abgasen in der Luft sind,
  103. kann das Sonnenlicht nicht so gut ins All zurückgehen, es bleibt in der Erde gefangen.
  104. Dadurch erhitzt es die Erde mehr, deswegen nennt man's auch Treibhauseffekt.
  105. Nicht nur Autos und Fabriken, sondern auch Flugzeuge und die vielen Kühe durch ihre Pupse geben Gase in die Luft ab,
  106. die über der Erde eine Art Kuppel bilden. Eines dieser Gase nennt man CO2.
  107. Durch die Gaskuppel kommen Sonnenstrahlen auf die Erde und wärmen sie auf.
  108. Die Wärme der Erde strahlt nach oben, kommt da aber nicht mehr durch die Gaskuppel durch.
  109. Die Wärme bleibt in der Kuppel und heizt den Planeten auf. Das passiert nicht von heute auf morgen,
  110. aber in den letzten Jahren immer schneller. Durch die Klimaerwärmung bleibt auf dem Gletscher
  111. immer weniger Schnee liegen und es bildet sich weniger Eis. Unten schmilzt immer mehr Eis weg.
  112. So verschwindet der Gletscher nach und nach ganz. In weniger als 100 Jahren könnte es
  113. keine Gletscher mehr in den Alpen geben. Was passiert, wenn alle Gletscher auf der Welt schmelzen, check ich.
  114. Die größten Gletscher der Welt liegen nicht bei uns in den Alpen, sondern z.B. hier, in der Antarktis oder hier in Grönland.
  115. Wenn diese Gletscher verschwinden, haben wir auf der Erde ein Problem.
  116. Dann steigt der Meeresspiegel so sehr, dass ganze Städte überschwemmt werden.
  117. Stellt euch vor, der Eisblock ist unser Gletscher. Das ist ein gigantischer gefrorener Wasserspeicher.
  118. Normalerweise schmilzt der langsam ab und fließt gemächlich in unser Meer hier.
  119. Da drin hab ich jetzt die gleiche Menge Wasser, die wir vorhin in unserem Gletscher hatten,
  120. nur nicht mehr als Eis. Was glaubt ihr, passiert mit unserer Insel,
  121. wenn ich das alles auf einmal in unser Meer kippe? Probieren wir es aus.
  122. Insel komplett überschwemmt. Schmelzen die Gletscher durch die Klimaerwärmung zu schnell ab,
  123. gibt's krasse Überschwemmungen, auf die sich die Menschen nicht schnell genug vorbereiten können.
  124. Durch den Treibhauseffekt erwärmt sich die Erde. Auf den Gletschern bildet sich weniger Eis, als unten wegschmilzt.
  125. Die Gletscher verschwinden. Weiter geht's, rauf auf den Rhonegletscher.
  126. Ganz schön dreckig hier das Eis. Und ich brauch mal neue Steigeisen. Oben sägt das Team vom Paul-Scherrer-Institut
  127. Proben aus dem Eis. Ich frag mal, warum. Erklär mir mal, warum ihr so Vierecke ins Eis sägt.
  128. Wir wollen uns die Oberfläche vom Gletscher anschauen und verstehen, wie die Farben und Ablagerungen
  129. auf der Oberfläche das Schmelzen vom Gletscher beeinflussen. Was kann die Farbe der Oberfläche mit dem Schmelzen zu tun haben?
  130. Wenn du eine schwarze Jacke anhast, schwitzt du viel, weil das Licht und die Energie von der Sonne absorbiert werden.
  131. So hat der Gletscher "das dunklere Kleid" an, nimmt mehr Energie auf, wird wärmer und schmilzt schneller.
  132. Was ist das schwarze Zeug? V.a. Staub aus der Umgebung.
  133. Ein großer Teil ist wohl Ruß, der aus Fabriken und Autos kommt und über die Luft hierher getragen wird,
  134. abschneit oder abregnet und das sammelt sich. Weil der Gletscher das auf seiner Oberfläche hat
  135. und dunkler wird, erhitzt die Sonne den Gletscher mehr und er schmilzt schneller.
  136. Ich nehm auch eine Probe mit der Killersäge. Na gut, ist eine Mini-Elektrosäge.
  137. Hat aber auch einen Sinn, denn wenn die mit Benzinmotor laufen würde, könnten ihre Abgase unsere Probe verfälschen.
  138. Ich hämmer uns ein schönes Viereck aus dem Eis. Das sind wahrscheinlich mehrere Stücke,
  139. wir nehmen jetzt mal, was wir haben. Du machst das mit Handschuhen,
  140. damit du keine Veränderung an der Probe vornimmst? - Exakt. Es ist auch gut, dass das Ding gerade
  141. nicht in die Probe reingerutscht ist. Mach mal ganz fest zu. Meine erste Gletscherprobe.
  142. Sollte ein Stück sein, ein großes Viereck, aber geht, glaub ich, auch.
  143. Im Labor schmelzen die Wissenschaftler meine Eisprobe. Im Wasser sind die Stoffe von der Eisoberfläche gelöst.
  144. Spezialmaschinen analysieren, welche Stoffe dazu beitragen, dass der Gletscher schneller schmilzt.
  145. Die Forscher untersuchen nicht nur Eis von der Oberfläche. Sie bohren tief ins Gletschereis rein.
  146. So wie hier, auf 4600 m Höhe. Mehrere Hundert Meter tief können sie bohren
  147. und holen Eis hoch, das z.T. Jahrtausende alt ist. Um das Alter des Eises zu bestimmen, haben die Forscher einen Trick.
  148. Staub, der mit Regen, Schnee, Wind etc. auf den Gletscher kommt, ist im Eis sichtbar.
  149. Im Sommer landet mehr Staub auf dem Gletscher als im Winter. So können die Forscher zurückzählen.
  150. Ein Ring mit mehr Staub, ist ein Sommer, zehn Ringe sind zehn Sommer, also zehn Jahre.
  151. Wenn die Forscher wissen, wie alt das Eis ist, können sie z.B. berechnen,
  152. wie viel Dreck, Ruß und Staub vor 500 Jahren im Eis waren und wie viel vor 100 Jahren und ob's mehr geworden ist.
  153. Auch wie viel CO2 im Eis ist, kann man bestimmen und wie viel mehr es geworden ist.
  154. Und sie können sehen, wie warm oder kalt es auf der Erde vor Tausenden von Jahren war.
  155. Also lange, bevor die Menschen das Thermometer erfunden haben. Das hilft z.B. dabei, zu berechnen,
  156. in welchem Tempo sich unsere Erde erwärmt. Ich bin wieder mit Andi auf dem Theodul-Gletscher.
  157. Ich will es ja schaffen, den ganzen Gletscher bis zum Ende hinunterzusteigen.
  158. Das Problem: Es wird immer steiler und die Gletscherspalten immer tiefer.
  159. Da geht's richtig rein. Gute 15 m und weiter links geht's sicher noch tiefer, gute 20 m.
  160. Aber woher kommen diese Riesengräben im Eis? Unterm Gletscher wird eine Kuppe sein, ein Geländeübergang,
  161. und da muss der Gletscher sich im Gelände anpassen. Durch die Schwerkraft wird er nach unten gezogen
  162. und über dem Übergang muss er auf der Kante aufreißen, damit er weiterfließen kann.
  163. Das kann man sich ungefähr so vorstellen: Wenn der Gletscher über eine Kuppe fließt,
  164. kann sich das Eis nicht so schnell anpassen und bricht an der Oberfläche auf.
  165. Andi meint, er könnte mich da runter abseilen und mich dabei von oben sichern. Oh Mann.
  166. Soll ich das wirklich machen? Aber er hat gesagt, er passt auf. Meinst du nicht, das macht vielleicht ein bisschen Spaß?
  167. Ach komm, lass mich doch da runter. Komm sag ja, okay super. Dann mach ich's.
  168. Wird's doch noch was. Stark. Solche Eis-Schrauben werden auch beim Eisklettern verwendet.
  169. Sie können mehrere Hundert Kilo locker halten, sagt zumindest Andi, hoffentlich. Gut.
  170. Gucken wir mal, wie tief das da runtergeht. Oh Gott.
  171. Geschafft. Gut gemacht. Danke.
  172. Überall um mich rum Eis. Da oben ist unser Kameramann, wink mal. Jawohl.
  173. Da unten ist eine Höhle. Ja. Da geht's rein.
  174. Das guck ich mir genauer an. Langsam. Alles sehr brüchig hier.
  175. Da unten geht's locker noch mal 100 m weiter rein, aber das trau ich mich echt nicht.
  176. Vor allem: oben drüber nur Eis. Hier geht's für mich nicht weiter.
  177. Im Inneren können Gletscherhöhlen so aussehen wie die hier, im Stubaier Gletscher in Österreich.
  178. Die können sich kilometerlang durch den Gletscher ziehen. Sie entstehen z.B., wenn auf eine Gletscherspalte neuer Schnee fällt,
  179. der wieder zu Eis wird und so ein Dach bildet. Auf geht's zurück. Unter dem Schnee könnte es überall tief runtergehen.
  180. Andi kann mich nicht an der Wand hochziehen, deswegen muss ich mich auf der anderen Seite
  181. mit den Eispickeln hochziehen und Andi kommt mir entgegen. Tobi. Entschuldigung, geschafft.
  182. Gletscherspalten entstehen, wenn die Eisdecke des Gletschers über eine Kuppe fließt
  183. und dabei aufbricht. Letzte Station unserer Gletscherreise: Das Gletschertor.
  184. Ich bin so platt, ich muss mich erst mal abkühlen. Und jetzt, die Antwort auf die Mitmachfrage.
  185. Ich wollte von euch wissen: Habt ihr die Antwort entdeckt? Richtig ist B.
  186. Moränen sind Geröllmassen, die der Gletscher ins Tal trägt. Das kann er, weil sich das Gletschereis immerzu bewegt,
  187. teilweise sogar mehrere Meter pro Tag. Übrigens: der aalartige Fisch heißt nicht Moräne, sondern Muräne.
  188. Na, Leute, seht ihr mich? Ne, nicht da drüben. Leute, da auch nicht. Hey, hier bin ich.
  189. So, ich sag schon mal Tschüss, bis zum nächsten Mal und ich geh jetzt mal weiter den Berg runter. Tschau.
  190. Sieht rutschig aus. Wie komm ich denn jetzt da ... Ah! Alles gut, nix passiert. Au.
  191. (Titelsong) - Achtung! Hier kommt Checker Tobi. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy.
  192. Der, der immer fragt. Der die Action mag. Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt.
  193. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. Der, der ständig rennt. Der, der niemals pennt.
  194. Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt. Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi!
  195. Untertitelung: BR 2014

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