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Der Wolken-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi

CHECKER WELT24:22 1 Mio. Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 229 Zeilen
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  1. . Untertitelung: BR 2022
  2. * Titelsong: Checker Tobi * ♪ Achtung! Hier kommt Checker Tobi.
  3. ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. ♪ Der, der immer fragt. Der die Action mag.
  4. ♪ Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt. ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy.
  5. ♪ Der, der ständig rennt. Der, der niemals pennt. ♪ Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt.
  6. ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi! ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi!
  7. Und jetzt das Wetter mit Checker Tobi. Danke. Liebe Zuschauer, uns erwarten sommerliche Temperaturen
  8. und schönes ... Freunde, das ist die falsche Karte.
  9. Wir hatten doch gesagt gutes Wetter. Nicht so ...
  10. Klar, Wolken und Regen und macht doch gleich noch ein Gewitter dazu. Aber Meteorologen, also die Leute, die das Wetter erforschen,
  11. sagen, Sonnenschein ist das langweiligste Wetter. Wolken sind viel spannender.
  12. Ob das wirklich so ist, finden wir raus. Denn genau darum geht es heute, um Wolken.
  13. Kann ich noch ein bisschen Sonne haben? Jetzt ein bisschen ...
  14. Danke für nichts. Wolken finde ich superspannend.
  15. Sie bedecken mehr als die Hälfte unserer Erdoberfläche und nehmen die unterschiedlichsten Formen an.
  16. Manche Wolken sehen aus wie zarte Federn, andere sind mehrere Kilometer hoch.
  17. Wieder andere bringen die fürchterlichsten Unwetter mit. Wenn ich Wolken sehe, dann stelle ich mir immer vor,
  18. wie ich von einer Wolke zur nächsten hüpfe, mich reinfallen lasse und es sich anfühlt wie Lammwolle.
  19. Aber was so weich aussieht, ist nichts anderes als winzige Wasser-Tröpfchen.
  20. Solche Gewitter-Wolken enthalten zwischen 20 und 100 Millionen Tonnen Wasser.
  21. Ich versuche heute, Wolken so nah wie möglich zu kommen und fahre dafür auf Deutschlands höchsten Berg, die Zugspitze.
  22. Dort checke ich mit Inga, wie Wolken entstehen. Mit der Meteorologin Gudrun finde ich heraus,
  23. welche Wolke welches Wetter mitbringt. Mit Anna baue ich mein eigenes Wolkenparadies.
  24. Also, seid ihr bereit? Dann kommt hier:
  25. Und jetzt die Checkerfragen. Das checke ich für euch.
  26. Heute fahre ich auf die Zugspitze, den höchsten Berg Deutschlands. Der Gipfel ist in fast 3000 Metern Höhe.
  27. Da oben ist man den Wolken ganz nah. Da bin ich mit Inga verabredet.
  28. Sie arbeitet auf der Forschungsstation Schneefernerhaus, die gleich unter dem Gipfel der Zugspitze liegt.
  29. Hallo, Inga. - Servus, Tobi. Hier oben erforschen Meteorologen unser Klima und das Wetter.
  30. Und dazu gehören auch die Wolken. Der perfekte Ort also für meine erste Checkerfrage.
  31. Wow, das ist eine tolle Aussicht. Super, gell? Schau, dahinten.
  32. Da kommen schon ein paar Wolken. Ungefähr auf der gleichen Höhe wie wir gerade.
  33. Ja. Wir sind ungefähr auf 2600 Meter Höhe, knapp unterhalb vom Zugspitzgipfel.
  34. Tatsächlich ist es schon so, dass wir Glück haben mit dem Wetter, denn oft steht man hier auch mitten in der Wolke drin.
  35. Dann sieht man gar nichts, alles ist weiß. Wie fühlt sich das an?
  36. Es ist nass. Eine Wolke besteht aus Wasserdampf.
  37. Also nur Wasser, kleinste Tröpfchen, die quasi in der Luft schweben. Das sehen wir uns im Kleinen an.
  38. Dafür brauchen wir eine Kochplatte und einen Topf. Wir haben unten gelernt, dass eine Wolke aus Wasser-Tröpfchen besteht.
  39. Das heißt, wir brauchen als Allererstes Wasser. Wasser habe ich hier.
  40. Sag stopp. Stopp.
  41. Das heißt, wir bilden uns hier einen kleinen Minisee. Wir sehen schon dahinten, da sind schon Wolken entstanden.
  42. Auch das Wasser in den Wolken kommt irgendwie aus dem See, aus dem Fluss.
  43. Man spricht dann von Verdunsten. Für den Verdunstungsprozess benötigt man Wärme.
  44. Die Wärme bekommen wir, was wir hier gerade gut spüren ... ... von der Sonne. Die strahlt auf uns runter.
  45. Genau. Die Sonne fängt an, das Wasser, das wir in den Seen und Flüssen haben, zu verdunsten.
  46. Sie verdunstet auch unser Wasser hier aus dem kleinen See raus. Aber wir wollen das beschleunigen.
  47. Sonst dauert das viel zu lange. Deswegen machen wir die Herdplatte an
  48. und fügen zusätzlich Energie, Wärme hinzu. In unserem Topf passiert also Folgendes:
  49. Wasser besteht aus vielen kleinen Wasserteilchen, den sog. Wassermolekülen.
  50. Je wärmer es denen in unserem Topf wird, desto stärker beginnen sie, sich zu bewegen.
  51. Sie brauchen jetzt mehr Platz und steigen nach oben. Wasserdampf entsteht.
  52. Diesen Prozess, wenn aus flüssigem Wasser gasförmiger Wasserdampf entsteht,
  53. nennt man Verdunstung. Guck mal, da sieht man es schon.
  54. Da dampft es raus. Hier entsteht Wasserdampf, der in den Himmel aufsteigt.
  55. Aber es kommen noch keine Wolken aus dem Topf. Die müssen erst entstehen.
  56. Warum passiert denn das? Es muss ein Prozess stattfinden,
  57. aus dem aus der gasförmigen Phase flüssiges Wasser entsteht, weil das, was wir sehen, ist dann Wasser.
  58. Ist das nicht unglaublich? Die Wolken am Himmel sind wirklich schwebende kleine Wassertropfen.
  59. Echt verrückt. Das können wir gut zeigen, indem wir diesen Deckel drauf tun.
  60. Der beschlägt jetzt. Und man sieht ganz schnell,
  61. dass sich hier auch wieder Wasser bildet. Man spricht hier von Kondensation.
  62. Ich drehe das mal um, dann sieht man das gut. Da läuft es ja richtig runter.
  63. Also Wasser verdunstet, wird zu Wasserdampf, steigt hoch und kommt hier gegen den Deckel.
  64. Dann wird aus dem Dampf wieder flüssiges Wasser. Aber im Himmel gibt es keinen Topfdeckel,
  65. an den der Wasserdampf anstößt. Nein, aber wir haben in der Höhe viele Kondensationskerne, sagt man,
  66. das sind kleinste Partikelchen, und an denen kondensiert der Wasserdampf.
  67. Ich glaube, das müssen wir uns mal genauer angucken. Nehmen wir mal an, die Pinnwand hier ist unser Himmel.
  68. Überall in der Luft schwirren Kondensationskerne herum. Das können Sandkörner sein oder Blütenstaub,
  69. die der Wind aufgewirbelt hat. Mit dem bloßen Auge kann man sie nicht sehen.
  70. Und jetzt kommt der Wasserdampf. Der steigt auf und hält sich dann daran fest.
  71. Wie vorher an dem Topfdeckel steigt der Wasserdampf auf. Wenn er da drankommt, kondensiert er.
  72. Wenn sich immer mehr Wasserdampf-Teilchen an den Kernen festhalten, verbinden die sich
  73. und kondensieren dann zu Wasser-Tröpfchen. Es muss viel von dem Wasserdampf nach oben kommen
  74. und sich Abermillionen von diesen Tropfen bilden. Dann kommen wir zu dem Punkt,
  75. wo wir aus den vielen kleinen Tröpfchen große Wolken bekommen. Okay. Jetzt ist es aber so, aus manchen Wolken regnet es raus
  76. und andere sind einfach so am Himmel. Im Sommer gibt es kleine Schäfchenwolken.
  77. Wann fängt eine Wolke an zu regnen? Zunächst sind die Tropfen so klein,
  78. dass die noch zu leicht sind, um runterzufallen. Damit ein Regentropfen aus der Wolke kommt,
  79. muss so ein Wassertropfen in der Wolke wachsen. Sprich, die gehen alle zusammen.
  80. Erst, wenn der Tropfen dann groß genug ist, fällt er aus der Wolke raus.
  81. Als Regen. Genau.
  82. Inga, das hat Spaß gemacht. Vielen Dank. Wolken bestehen aus Wasser. Das verdunstet,
  83. steigt auf und sammelt sich dann als Wasser-Tröpfchen in der Luft. Leute, auch Nebel ist nichts anderes als eine Wolke knapp über dem Boden.
  84. Ihr kennt wahrscheinlich den typischen Morgennebel im Herbst. Hier scheint die Sonne auf den noch feuchten Boden und erwärmt ihn.
  85. Dadurch verdampft der Tau und formt Wolken. Fertig. Leute, wisst ihr, was das ist?
  86. Das ist eine Maschine zum Wolken-Herstellen. Das sind Wolken, die man essen kann und die süß sind.
  87. Es geht um Zuckerwatte, meine Lieblingswolken. Das probiere ich jetzt aus.
  88. Für euch gibt es so lange die Mitmachfrage. Wie geht das jetzt?
  89. Checkt mal, ob ihr die Antwort in der Sendung entdeckt. Die Lösung gibt es zum Schluss.
  90. Als Nächstes geht es auf den Hohenpeißenberg in Oberbayern. Hier steht das älteste Wetter-Observatorium Deutschlands.
  91. Seit 240 Jahren beobachten die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst hier das Wetter.
  92. Eine von ihnen wartet da oben schon auf mich. Das ist Gudrun.
  93. Sie weiß ganz genau, was für ein Wetter die verschiedenen Wolkenarten mitbringen.
  94. Na dann, nix wie rauf. Hallo, Gudrun.
  95. Hallo, Tobi, grüß dich. Toll.
  96. Ja, wir haben einen Wahnsinns-Ausblick. Kannst du mir sagen, was das für Wolken sind
  97. oder warum die da sind und all das? Heute haben wir typische Gewitterreste-Wolken,
  98. weil gestern Abend hat es hier in der Gegend kräftig gewittert. Das, was ein bisschen ausläuft und zerfetzt ist,
  99. nennt sich Stratocumulus. Man sieht Wolken, die ein bisschen hochquellen,
  100. die ein bisschen aussehen wie ein Blumenkohl. Das sind typische Cumulus-Wolken,
  101. die bei Sonneneinstrahlung entstehen. Das heißt, ihr Profis sagt nicht "eine Schäfchenwolke"
  102. oder "Die sieht aus wie ein Dino", sondern es gibt spezielle Begriffe dafür.
  103. Wir haben lateinische Namen, die die Eigenschaften der Wolken umschreiben.
  104. Welche verschiedenen Wolkenarten es gibt und welche Eigenschaften sie haben, das erklärt mir Gudrun jetzt.
  105. Das sieht doch super aus. Die Wolken glaube ich da vorne wiedererkannt zu haben.
  106. Ja, das sind sie. Die Cumulus-Wolke, die Haufenwolke.
  107. Was für ein Wetter bringen Cumulus-Wolken mit? Das sind typische Sommer-Schönwetter-Wolken.
  108. Da passiert nicht viel. Es gibt natürlich Situationen, wenn diese Erwärmung stark stattfindet,
  109. dass die so hoch wachsen und auseinanderfließen, dann können es durchaus Schauerwolken werden.
  110. Was haben wir da? Das ist wahrscheinlich auch nichts, was schlechtes Wetter mitbringt.
  111. Nein, das sind Cirrus-Wolken. Das sind federartige Wolken, die sehr hoch sind.
  112. Sie bestehen aus Eis. Deshalb sind die auch so fein und so gefedert.
  113. Okay, und ganz hoch am Himmel. Weil es da so kalt ist, bestehen die aus Eis.
  114. Verstehe. Bringen aber keine Regenschauer mit. Nein, so bringen sie uns keine Regenschauer mit.
  115. Cirren können allerdings, wenn sie sich zusammenfügen, Vorboten für schlechtes Wetter sein.
  116. Da haben wir einen coolen Spruch. "Cirrus allein, das Wetter bleibt fein.
  117. Cirrus in Ketten, es wird regnen, wetten?" Sehr gut.
  118. Diese Wolken kennt ihr sicher, Schäfchenwolken. Cirrocumulus sagen dazu die Wetterexperten.
  119. Diese Wolken gefallen mir wirklich gut. Viel besser zumindest als die hier.
  120. Das sieht nach furchtbar schlechtem Wetter aus. Ja, das ist ein Nimbostratus.
  121. Das ist eine typische Dauerregen-Schlechtwetter-Wolke. Aber das ist auch eine Wolke.
  122. Weil man würde ja immer sagen, der Himmel ist ganz dunkel. Aber da ist eine große Wolke.
  123. Ja, das ist wie eine Schichtwolke, wie eine abgeschlossene Schicht, wie eine Decke, die man drüberzieht.
  124. Der Nimbostratus bringt auch längeren, dauerhaften, ausgiebigen Regen mit sich, weil viel Wasser in der Wolke ist.
  125. Nimbostratus. Die mag ich am wenigsten. Wisst ihr, welche Wolke ich nicht besonders mag,
  126. sie aber superspannend finde? Die Gewitter-Wolke.
  127. Aus denen jagen Blitze und Donnerschläge über den Himmel und es regnet wie aus Eimern.
  128. Gudrun weiß eine Menge über Gewitter. Deswegen kläre ich auch mit ihr meine zweite Checkerfrage.
  129. Was hast denn du da hingehängt? Da habe ich dir meine Lieblingswolke mitgebracht.
  130. Das ist deine Lieblingswolke? Ja. Das ist ein Cumulonimbus, eine Gewitter-Wolke.
  131. Cumulus hatten wir vorhin schon. Es ist eine Haufenwolke.
  132. Der Cumulonimbus ist die größte Haufenwolke von allen. Die hat hier oben noch diese Verbreiterung
  133. wie ein Amboss bei einem Schmied. Die Leute haben früher geglaubt,
  134. dass ein Himmelsschmied mit dem Hammer auf den Amboss haut und dann donnert und blitzt es.
  135. Im Himmel sitzt kein Schmied. Blitz und Donner kommen wirklich aus einer Gewitter-Wolke.
  136. Was ist darin los? Viel. Diese Wolke ist acht, neun, zehn Kilometer hoch.
  137. Wirklich riesig. Da sind Aufwinde, Abwinde und Elektrizität.
  138. Strom? - Ja. In einer Gewitterwolke? Ein Beispiel:
  139. Wenn so eine Wolke eine große Steckdose hätte, könnte ich dann einen Föhn anschließen
  140. und mir die Haare föhnen? Ja, du dir und allen Menschen in deiner Umgebung auch noch,
  141. weil da ist verdammt viel Strom drin. Aber wie kommt denn Strom im Himmel in eine Wolke rein?
  142. Ganz detailliert wissen das die Forscher auch noch nicht, weil es so schwierig ist, in so eine Wolke reinzugucken.
  143. Aber die Teilchen, die da rumfliegen, reiben und stoßen aneinander.
  144. Das erzeugt den Strom. Das teilt sich dann in Plus- und Minus-Teile auf.
  145. Das könnt ihr euch vorstellen wie bei einer Batterie. Auf der einen Seite gibt es den Minuspol
  146. und auf der anderen Seite den Pluspol. Die jeweilige Seite ist negativ bzw. positiv geladen.
  147. Die Wolke möchte nicht, dass hier Plus ist und hier Minus, sondern das soll neutral sein im Gleichgewicht.
  148. Die Blitze gleichen die Ladung zwischen dem Plus- und dem Minuspol aus.
  149. Also noch mal langsam. Die Wolke ist positiv und negativ geladen.
  150. Die Blitze sorgen dafür, dass sich diese Ladungen ausgleichen. Wo kommt der Donner her?
  151. Der Blitz, das ist ganz viel Strom. Der saust durch die Luft und erhitzt die Luft durch diese Energie,
  152. die er hat, in seiner Umgebung sehr schnell und sehr hoch. Diese Luft dehnt sich dann explosionsartig aus.
  153. Es ist ein Geräusch, wie wenn ein Luftballon platzt. Nur viel, viel lauter.
  154. Das heißt, der Blitz selbst macht den Donner. Genau. Dann kann man mit dem Blitz und dem Donner zusammen berechnen,
  155. wie weit das Gewitter noch weg ist. Wenn du den Blitz siehst, fängst du an, die Sekunden zu zählen.
  156. Vom Blitz bis du den Donner hörst, sind es 21 Sekunden. Du nimmst das durch 3.
  157. 21 durch 3 sind 7. Dann weißt du, das Gewitter ist noch sieben Kilometer von mir entfernt.
  158. Das ist ja schlau. Jetzt würde es dann blitzen, oder?
  159. Aus der Wolke noch nicht so ganz, weil die ist noch zu blass. Damit es richtig Gewitter gibt,
  160. würde die von unten viel dunkler aussehen, weil dann da viel mehr Wasser und viel mehr Niederschlag drin ist.
  161. Das können wir aber ändern. Gib mir die Farbe, bitte.
  162. So, jetzt ist es doch eine eins-A Gewitter-Wolke. Dann können wir es doch mal blitzen lassen.
  163. Ja, das habe ich schon mal für dich vorbereitet. Es blitzt und es donnert.
  164. Gudrun, das hat großen Spaß gemacht mit dir, lieben Dank. Mach's gut.
  165. In einer Gewitterwolke entladen sich negative und positive Teilchen. Dadurch entstehen Blitz und Donner.
  166. Stellen wir uns mal vor, gerade zieht ein Gewitter auf. Ihr seid draußen.
  167. Dann ist höchste Vorsicht geboten, denn ein Blitzschlag kann tödlich sein.
  168. Aber keine Angst, so etwas passiert nur superselten. Es gibt ein paar gute Regeln, die schützen.
  169. Am allerbesten ist, in ein Haus zu gehen. Die meisten Häuser haben einen Blitzableiter,
  170. der die lebensgefährliche Elektrizität eines Blitzes nimmt und in den Boden ableitet, wo sie dann verschwindet.
  171. Eine andere gute Idee ist auch, sich in ein Auto zu setzen. Denn auch die Karosserie von einem Auto ist aus Metall.
  172. Das leitet den Blitz in den Boden ab und innendrin ist man geschützt. Wenn gerade kein Auto oder Haus in der Nähe ist,
  173. gibt es trotzdem ein paar wichtige Regeln. Ganz wichtig: Raus aus dem Wasser und fernhalten von allem,
  174. was aus Metall ist. Deshalb ist ein Regenschirm keine gute Idee,
  175. weil der häufig eine Metallspitze hat. Die zieht den Blitz an.
  176. Das ist lebensgefährlich. Auch keine gute Idee,
  177. sich bei Gewitter unter einem Baum unterzustellen. Denn Blitze schlagen gern in den höchsten Punkt in der Gegend ein.
  178. Das ist ganz oft so ein Baum. Stattdessen sollte man sich hinhocken,
  179. die Knie ganz eng zusammen machen, die Arme hier herumlegen und sich so klein machen, wie man kann.
  180. Denn je weiter Arme und Beine auseinander sind, desto besser kann der Strom durch den Körper fließen.
  181. Genau das wollen wir nicht. Deshalb ist auch wegrennen keine gute Idee,
  182. sondern auch wenn es vielleicht albern klingt, man sollte lieber mit geschlossenen Beinen ins Trockene hüpfen.
  183. Jetzt habe ich schon viel über echte Wolken herausgefunden. Zum Schluss will ich checken,
  184. wie ich mir kuschelige Wolken für zu Hause selber basteln kann. Dafür bin ich mit Künstlerin Anna verabredet
  185. und kläre mit ihr meine letzte Checkerfrage. Soll ich dir direkt helfen?
  186. Gerne. Nimm gleich mal den Stoff und breite den hier daneben aus. Die Stoffbahnen werden später unser Hintergrund
  187. oder besser gesagt, unser Himmel. Aber es fehlt noch was.
  188. Genau, die Wolken. Die tupfen wir jetzt drauf mit weißer Farbe und kleinen Schwämmchen.
  189. Das geht schnell und ihr könnt es zu Hause nachmachen. Dabei entscheidet ganz allein ihr,
  190. welche Wolken an eurem Himmel zu sehen sind. Das sieht fantastisch aus.
  191. Ich habe komplett schmutzige Hände. Aber man sieht, dass wir was getan haben.
  192. Genau. Dann jetzt aufhängen. Machen wir.
  193. Damit das schneller geht, helfen uns meine lieben Kollegen dabei. Erkennt ihr, für welche Wolken wir uns entschieden haben?
  194. Genau, für Cumulus-Wolken, also für die Schönwetter-Wolken. Ich mag die einfach am liebsten.
  195. Und jetzt? Jetzt müssen wir Luftballons aufpusten.
  196. Wir bauen eine Wolke. Machen wir einen Wettbewerb?
  197. Wer zuerst drei Luftballons aufgepustet hat. Machen wir.
  198. Die sollen prall gefüllt sein, gell. Der ist prall gefüllt.
  199. Wie kannst du denn das so schnell machen? Mist. Ich glaube, Anna hat gewonnen.
  200. Anschließend binden wir die Ballons zusammen. Dann kommt das Beste.
  201. Wir streichen Tapetenkleister drauf und umwickeln die Ballons mit Küchenrolle.
  202. Dabei ganz vorsichtig sein, damit sie nicht platzen. Es ist schon so, dass wir Menschen eine Faszination dafür haben,
  203. mir geht es so, in die Wolken zu gucken und den Formen hinterher zu blicken.
  204. Woran liegt denn das? Das ist auch unheimlich spannend.
  205. Was da alles passiert am Himmel und wie sich die Wolken verändern. Das hat auch schon immer die Künstler inspiriert.
  206. Das hat damit zu tun, weil unser Auge darauf geschult ist, in Strukturen Sachen wiederzuerkennen,
  207. die uns bekannt sind. Wie z.B. Gesichter oder irgendwelche Formen.
  208. So was Ähnliches passiert auch, wenn du in die Wolken schaust und erkennst irgendwelche Gesichter oder Tiere.
  209. Das ist genau dieses Prinzip. Da spielt das Gehirn uns einen kleinen Streich.
  210. Sehen wir z.B. solche Wolken am Himmel, dann vervollständigt unser Gehirn die Wolke zu etwas,
  211. das wir kennen. Eben zu einem Herz oder wie hier zu einer Ente.
  212. Damit die Wolke richtig kuschelig wird, bekleben wir sie noch mit ordentlich viel Watte.
  213. Für den Himmel eignen sich blaue Stoffbahnen, Farbe und Schwämme. Für die Wolken braucht ihr
  214. Luftballons, Kleister, Küchenrolle und Watte. Ich präsentiere die größte Zuckerwatten-Wolke der Welt.
  215. Na ja, nicht ganz. Vielleicht muss ich das noch ein bisschen üben.
  216. Für euch gibt es jetzt die Antwort auf die Mitmachfrage. Aber dafür besonders gut.
  217. Ich wollte von euch wissen: Na, habt ihr die Antwort in der Sendung entdeckt? Guckt mal.
  218. Am allerbesten ist, in ein Haus zu gehen. Denn die meisten Häuser haben einen Blitzableiter,
  219. der die lebensgefährliche Elektrizität eines Blitzes nimmt und in den Boden ableitet, wo sie dann verschwindet.
  220. Eine andere gute Idee ist auch, sich in ein Auto zu setzen. Denn auch die Karosserie von einem Auto ist aus Metall.
  221. Das leitet den Blitz in den Boden ab und innendrin ist man geschützt. Richtig sind also die Antworten A und C.
  222. So, liebe Leute. Wir haben die Wolken aufgehängt.
  223. Ich finde, es sieht fantastisch aus. Total schön.
  224. Weißt du, was das Beste ist? Das kann jeder zu Hause nachmachen. Das stimmt. Mit dir war es richtig cool heute, vielen Dank.
  225. Ich habe keine echten Wolken angefasst, aber das mache ich noch. Das da fühlt sich mindestens genauso gut an.
  226. Das Einzige, was noch fehlt, ist Schnee, aber ... Keine Chance, oder?
  227. Mit unechten Wolken gibt es keinen Schnee. Ah, Schnee.
  228. Liebe Leute, das war es vom Wolken-Check. Bis zum nächsten Mal.
  229. Untertitelung: BR 2022

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