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Der Polar-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi

CHECKER WELT23:49 1,7 Mio. Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 184 Zeilen
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  1. . Untertitelung: BR 2018
  2. * Titelsong: Checker Tobi * ♪ Achtung! Hier kommt Checker Tobi.
  3. ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. ♪ Der, der immer fragt. Der die Action mag.
  4. ♪ Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt. ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy.
  5. ♪ Der, der ständig rennt. Der, der niemals pennt. ♪ Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt.
  6. ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi! Hey Leute, ihr erratet niemals, wo ich grade bin.
  7. Na? In Grönland.
  8. Das ist eine riesige Insel, ganz im Norden der Erde. Hier ist nur Schnee und Eis,
  9. wirklich Hunderte von Kilometern um mich rum keine Menschen. Und es ist saukalt.
  10. Wie ich hierher kam und was ich hier entdecke, darum geht's heute. Heute geht's um die kältesten Regionen auf unserem Planeten:
  11. Die Pole. Der Nordpol liegt ganz im Norden, der Südpol ganz im Süden.
  12. Die Region rund um den Nordpol heißt Arktis. Rund um den Südpol ist die Antarktis.
  13. In diesen Polarregionen ist es so kalt, dass sogar das Meer gefriert.
  14. Am Südpol hat es im Winter manchmal fast minus 100 Grad. Menschen, Tiere und Pflanzen können da kaum überleben.
  15. Und fast an den Nordpol reise ich für meinen ersten Kinofilm: Ich fliege nach Grönland. Das war ein Abenteuer.
  16. Grönland ist die größte Insel der Welt. Weite Teile sind mit einem dicken Eispanzer bedeckt.
  17. Dort hab ich Polarforscher aus der ganzen Welt getroffen. Für die Forscher sind die Pole total interessant:
  18. Sie erforschen dort das Eis, die Ozeane und unser Klima. Denn die Eismassen an den Polen
  19. beeinflussen das Klima auf der ganzen Welt. Deshalb fahren die Forscher mit Schiffen
  20. für mehrere Monate ins Polarmeer. Ich check heute,
  21. wie sich diese Eisbrecherschiffe ihren Weg durchs Eis bahnen. Außerdem seh ich Eisberge, so groß wie Fußballstadien.
  22. Und ich checke, was in einem Forschungscamp mitten im Eis passiert.
  23. Also, seid ihr warm angezogen? Hier kommt: Und jetzt die Checkerfragen:
  24. Wo habe ich die? Ah, hier. Das check ich für euch.
  25. Los geht es in Bremerhaven. Hier liegt eines der berühmtesten Schiffe für Polarforschung:
  26. Die Polarstern. Grade wird sie neu beladen. Gut für mich, so kann ich checken, wie Polarforscher arbeiten,
  27. bevor ich selbst auf Expedition gehe. Ich treffe mich heute mit Sandra. Sie war schon oft mit der Polarstern unterwegs.
  28. Hallo. Grüß dich. - Hallo. Das ist sie, oder? - Ja, das ist die Polarstern.
  29. Was macht dieses Schiff zu einem besonderen Schiff, das Polarforscher bis zum Nordpol bringen kann?
  30. Sie ist ein Eisbrecher. Am Nordpol ist ganz viel Eis, das schwimmt auf dem Wasser.
  31. Um da langfahren zu können, muss man das Eis wegschieben oder brechen können.
  32. Warte mal, das ist eine Checkerfrage: Normalerweise sind solche Eisschollen überschaubar?
  33. Da kann man durchfahren, oder nicht? - An der Eiskante, ja. Aber wenn man reinfährt ins Eis, da ist eine geschlossene Eisdecke.
  34. Da ist Eis auf dem Wasser. - Ganz genau. Wieso ist das da oben so? - Es ist kalt.
  35. Es ist so kalt, dass sich dicke Eisplatten bilden. Eisbrecher wie die Polarstern
  36. können durch acht Meter dicke Eisplatten fahren. Denn die Schiffe sind besonders stabil gebaut:
  37. Die Außenwand ist mit dickem Metall verstärkt. Außerdem ist der Bug, also der vordere Teil, nach innen gewölbt.
  38. So kann sich die Polarstern auf die Eisplatten schieben. Unter dem Gewicht des Schiffs bricht das Eis
  39. und die Polarstern hat freie Fahrt. Wahnsinn, diese Kraft, oder?
  40. Ein Eisbrecher hat einen nach innen gewölbten Bug. Das Schiff fährt auf die Eisplatten, die unter dem Gewicht zerbrechen.
  41. Bremerhaven ist der Heimathafen der Polarstern. Von hier aus fährt sie in ein paar Tagen Richtung Südpol los.
  42. Also leider nicht in meine Richtung. Sandra ist am liebsten draußen an Deck.
  43. Auf hoher See hält sie hier gern nach Walen Ausschau. Die Polarstern ist fast das ganze Jahr unterwegs.
  44. An Bord sind 44 Crewmitglieder und ungefähr 55 Wissenschaftler. In den Sommermonaten fährt das Schiff auf Expedition an den Nordpol.
  45. Im Winter geht es an den Südpol. Was Sandra und ihre Kollegen da erforschen, seht ihr gleich.
  46. Jetzt check ich erst mal, welche Unterschiede es zwischen Nordpol und Südpol gibt.
  47. Ich zeig euch das an einer riesigen Erdkugel. Hier ist Deutschland.
  48. Hier oben, ganz im Norden, da ist der Nordpol, in der Arktis. Die Arktis ist zum allergrößten Teil von Eisschichten bedeckt.
  49. Guckt mal: Das Blaue ist das Meer im Norden der Erde und das sind die Eisschichten.
  50. Im Winter kann die Eisfläche am Nordpol eineinhalb Mal so groß werden wie Europa.
  51. Das ist eine Karte von Europa. Passt da einmal drauf und ein halbes Mal.
  52. Jetzt zum Südpol, der Antarktis. Die Kugel noch mal, bitte. Danke.
  53. So, hier ist wieder Deutschland. Noch mal zur Erinnerung: Hier oben ist der Nordpol, die Arktis.
  54. Der Südpol ist auf der anderen Seite der Erde, das ist die Antarktis. Am Südpol schwimmt das Eis nicht im Meer, sondern bedeckt Land,
  55. und zwar einen ganzen Kontinent, der heißt Antarktika. Das hab ich nachgebaut:
  56. Der blaue Teppich ist wieder das Meer. Das ist die Antarktika, das Land. Und das sind die Eismassen.
  57. Die bedecken das Land und Teile vom Ozean drum rum. Die Eisfläche ist deshalb am Südpol riesengroß.
  58. Im Winter kann die dreimal so groß werden wie Europa. Einmal,
  59. zweimal, dreimal:
  60. Gigantisch. Ein weiterer Unterschied zwischen Nord- und Südpol
  61. sind die Temperaturen. Ungefähr minus 40 Grad hat es im Winter in der Arktis.
  62. In der Antarktis wird's noch kälter: im Schnitt minus 60 Grad. Wow. An Bord der Polarstern arbeitet Sandra auch in einem Labor.
  63. Und das zeigt sie mir jetzt. Was ist dein Job als Forscherin hier an Bord?
  64. Ich mach verschiedene Dinge. Ein Beispiel ist dieses Gerät, das wir hier stehen haben.
  65. Das ist unser PAUL, ein Tauchroboter. Paul ist eine Abkürzung: Polares Autonomes Unterwasser-Labor.
  66. PAUL: Polar, an den Polarkreisen. Also ganz im Norden oder Süden. Autonom, eigenständig, kann allein.
  67. Hat keine Fernsteuerung, kein Kabel und nix. Unterwasser-Labor, das verstehe ich von allein.
  68. Dieses Ding wird ins Wasser gelassen und forscht unter Wasser für dich? Genau, das ist nur ein Modell. Der echte PAUL ist viel größer.
  69. Wie groß? - Der echte PAUL ist 4,5 Meter lang. Echt, so breit wie der Raum. Ist ja krass.
  70. PAUL ist ein kleines U-Boot und hat einen Computer an Bord. Sandra programmiert ihn, damit er weiß,
  71. wo er hinfahren und was er messen soll. Er misst die Wassertemperatur und erkennt warme Strömungen.
  72. Das ist total wichtig, denn Sandra und ihre Kollegen wollen herausfinden,
  73. ob das Polarmeer wärmer wird. Denn sie erforschen den Klimawandel. Und was das ist, erklär ich euch jetzt.
  74. Unsere Autos, Flugzeuge, Schiffe und Fabriken pusten viele Abgase in die Luft.
  75. Diese Gase sammeln sich in einer unsichtbaren Hülle um den Planeten. Da kann die Wärme der Sonne rein, aber nicht mehr so gut raus.
  76. Dadurch wird es immer wärmer auf der Erde. Dieser Vorgang heißt Klimawandel.
  77. Und wegen des Klimawandels schmilzt das Eis an den Polen. In der Antarktis schmilzt jede Sekunde so viel Eis,
  78. wie in 150 Tanklaster reinpassen würde. Jede Sekunde. Das führt zu großen Problemen:
  79. Denn das ganze Schmelzwasser von den Polen fließt ins Meer. Der Meeresspiegel steigt und am anderen Ende der Erde
  80. werden ganze Inseln überflutet. Am Nordpol verlieren die Eisbären ihr Zuhause.
  81. Oh, Emil, du hast mich geweckt, was ist denn los? Ach so, die Mitmachfrage. Soll ich sie stellen? Okay.
  82. Jetzt noch eine Frage an euch: Vielen Dank, das hätte ich verpennt. Super, dass du mich geweckt hast.
  83. Checkt mal, ob ihr die Antwort in der Sendung entdeckt. Die Lösung gibt's zum Schluss.
  84. Bald geht es los zu meiner eigenen Expedition nach Grönland. Dafür brauch ich die richtige Ausrüstung.
  85. Also werde ich mit Polarkleidung ausgestattet. Skiunterwäsche, Pullis, Jacken, Mützen, Socken, Overalls
  86. und Handschuhe. Leute, ich hätte nicht gedacht, dass Polarforscher so viel Zeug brauchen.
  87. Du hast deine Socken verloren. Wofür braucht man so viele verschiedene Klamotten?
  88. Es gibt verschiedene Situationen. Es kann kalt sein, windig sein oder nass sein.
  89. Wenn ich meine Ausrüstung nicht dabeihätte, wie lange würde ich's draußen aushalten?
  90. Nur ein paar Minuten, dann fängt es schon an wehzutun. Richtig mit Erfrierungen? - Ja, bestimmt.
  91. Da zieh ich lieber meinen Anzug an. Dazu Stiefel, eine dicke Kapuze, Handschuhe und eine Schneebrille, damit es nicht blendet.
  92. So, ich bin bereit, Expedition kann losgehen. Los geht meine Reise.
  93. Mit meinem Kino-Team flieg ich weit nach Norden: Von München nach Kopenhagen und von dort nach Ilulissat in Grönland.
  94. Das liegt fast am Nordpol. Auf der Reise erleben wir viele Abenteuer. Guckt mal, so sieht meine Ankunft im Kinofilm aus:
  95. Grönland. Das klingt fast ein bisschen wie Grünland. Aber eigentlich müsste es eher Weißland heißen.
  96. So, wie es hier aussieht. Wie riesig dieses Land ist, eben die größte Insel der Welt.
  97. Und fast alles hier ist von einer kilometerdicken Eisdecke überzogen. Deshalb leben in Grönland kaum Menschen, nur an der Küste.
  98. Gut, oder? Noch einen Ausschnitt aus dem Kinofilm seht ihr nachher. Ich mach mich jetzt auf den Weg zum Hafen.
  99. Mal gucken, ob mich jemand mit seinem Boot mitnimmt. Sprichst du Englisch? - Ja.
  100. Perfekt. Ich würd gerne die Eisberge sehen. Ich kann dich mitnehmen. - Oh, das wäre perfekt.
  101. Mit Geo bin ich auch in meinem Kinofilm mitgefahren. Er hat so eine Art Taxi-Boot.
  102. Das steuert er jeden Tag zwischen den Eisbergen durch. Und guckt mal: Da gibt's Robben. Süß, oder?
  103. Wir haben sogar noch andere Meeresbewohner gesehen. Aber das seht ihr im Kino.
  104. Jetzt check ich, warum es Eisberge gibt und wie sie entstehen: Checkerfrage:
  105. Die Eisberge sehen riesig aus. Wie groß sind die? Die sind sehr groß. So groß wie ein Fußballstadion.
  106. Echt? Aber unter Wasser ist noch viel mehr.
  107. Viel mehr? - Siebenmal so viel Eis. Wirklich? Wir sehen oben 30 Meter,
  108. und unter Wasser geht der Eisberg noch siebenmal so weit nach unten. Wir sehen nur die Spitze des Eisbergs
  109. und der größte Teil ist unter Wasser. Das Eis will ich mir mal genauer ansehen.
  110. Ich hol mir ein Stückchen aus dem Wasser. Wow, ist das schwer. Das ist echt Eis vom Eisberg, oder?
  111. Ja, das ist kein Salzwasser. Es ist Süßwasser. Das heißt, du kannst es trinken.
  112. Stimmt, Meerwasser ist salzig. Aber das hier kann man trinken. Das muss ich ausprobieren:
  113. Stimmt, schmeckt wie normales Wasser. Wie entstehen all diese Eisberge?
  114. Das Eis kommt von dem Gletscher, den wir Sermeq Kujalleq nennen. Wie, bitte?
  115. Sermeq Kujalleq. Das heißt südlicher Gletscher. Fast ganz Grönland ist mit Eis bedeckt. Dieses Eis war mal Schnee:
  116. Es schneit Jahr für Jahr, Schicht für Schicht. Immer mehr Schnee.
  117. Jede Schicht drückt auf die darunter und alles wird hart. Also wird aus dem Schnee Eis.
  118. Grönland ist fast komplett von Gletschern bedeckt: Sie sind aus dem Schnee entstanden,
  119. der hier über Jahrtausende gefallen ist. Jedes Jahr kommt eine neue Schicht dazu.
  120. Die oberen Schneemassen pressen die unteren zusammen. Und langsam verwandelt sich der Schnee in Eis.
  121. Die Eisschicht ist so schwer, dass sie ganz langsam nach unten fließt, Richtung Meer.
  122. Das Meerwasser ist wärmer als das Gletschereis und bringt das Ende vom Gletscher langsam zum Schmelzen.
  123. Das Endstück wird instabil und große Brocken brechen ab, manchmal sogar so groß wie Hochhäuser.
  124. Und die schwimmen dann als Eisberge im Meer. Unvorstellbar, oder?
  125. Wir fahren jetzt da hin, wo der Gletscher ins Meer ragt. Guckt euch mal an, wie riesig der ist.
  126. Vielleicht sehen wir, wie so ein Eisberg abbricht. Guck, hast du das gesehen?
  127. Das kann gefährlich werden, wir müssen hier weg. Wenn die riesigen Eisbrocken ins Meer donnern, entstehen große Wellen,
  128. deswegen dürfen wir nicht zu nah hinfahren. Als ich ein Kind war, waren die Eisberge riesig.
  129. Aber jetzt sind sie nur noch halb so groß. Es wird immer wärmer und das Eis schmilzt schneller.
  130. Die riesigen Gletscher auf Grönland fließen Richtung Meer. Die Enden brechen ab
  131. und schwimmen als Eisberge auf dem Wasser. Wie schnell die Gletscher in Grönland schmelzen
  132. und was man dagegen tun kann, untersuchen Polarforscher in einem Camp
  133. mitten auf dem grönländischen Gletscher. Das heißt EastGrip.
  134. Genau dahin mach ich mich für meinen Kinofilm auf den Weg: Das EastGrip-Forschungscamp erreicht man mit diesem Propellerflugzeug.
  135. Hier forschen fast 40 Wissenschaftler aus aller Welt. Und es gibt nichts als Eis und Schnee, Wind und beißende Kälte.
  136. Bis zur nächsten Siedlung sind es mehr als 400 Kilometer. Hier klär ich meine dritte Checkerfrage:
  137. Das Camp besteht aus vielen verschiedenen Zelten. Die Labore bauen die Forscher hier tatsächlich in den Schnee.
  138. So wie das da. Ein Flugzeug, das auf Skiern landet, bringt einen Großteil der Ausrüstung,
  139. Zelte, Werkzeuge und Essensvorräte ins Camp. In diesen Zelten schlafen die Forscher.
  140. Und ratet mal, wo sie ihr Trinkwasser herbekommen. Genau, sie sammeln Schnee. Gibt ja genug.
  141. Der Schnee wird dann in einem warmen Bottich geschmolzen und zu Trinkwasser verarbeitet.
  142. Jeden Tag muss ein anderer Forscher den Bottich füllen. Jetzt treff ich erst mal Ina. Sie ist seit fünf Wochen hier
  143. und hat versprochen, mir alles zu zeigen. Ich bin auf dem Weg zum Dome. - Zu dem Gebäude?
  144. Genau, die große schwarze Kugel. Da essen wir zusammen, arbeiten. Ein paar Leute schlafen auch drin.
  145. Und wisst ihr was? Da drin gibt es sogar eine Heizung. Richtig gemütlich. Hier treffen sich die Forscher nach der Arbeit
  146. und Gonzalo, der Koch, macht leckeres Essen für alle. Im ersten Stock gibt es einen Arbeitsraum und eine Werkstatt.
  147. Und ganz oben ist ein Ausguck. Schaut euch mal den Ausblick an: Und guckt mal, Leute, in dem Zelt schlaf ich heute Nacht:
  148. Eine ganz wichtige Sache noch: Die kleinen gelb-weißen Zelte, das sind unsere Toiletten.
  149. Echt? Die Klos sind mitten im Schnee? Genau, wenn du die Toilette aufsuchst,
  150. musst du eine rote Fahne aufstellen, damit die Leute wissen, dass besetzt ist.
  151. Okay. Und die rote Fahne musst du wieder runternehmen, wenn du fertig bist.
  152. Sonst warten alle und das kann sehr unangenehm werden. Leute, ich probier das mal aus. Ich muss eh aufs Klo.
  153. Unter dem Sitz ist ein vier Meter tiefes Loch. Alles, was da so reinfällt, gefriert und bleibt für immer im Eis.
  154. Leute, das ist echt das kälteste Klo, auf dem ich jemals war. Oh, halt, Fahne nicht vergessen.
  155. Heute war echt ein aufregender Tag. Zeit, ins Bett zu gehen. Gute Nacht. Ich hoffe, es kommt kein Eisbär vorbei.
  156. Obwohl es in der Nähe der Pole so furchtbar kalt ist, leben da auch Tiere, zum Beispiel Pinguine und Eisbären.
  157. Jede dieser Tierarten lebt an einem anderen Pol. Aber wisst ihr auch, welche Tierart wo wohnt?
  158. Na? Genau richtig. Der Eisbär wohnt am Nordpol, in der Arktis, und der Pinguin wohnt am Südpol, in der Antarktis.
  159. Die Tiere, die in den Polarregionen leben, sind perfekt an die eisigen Temperaturen angepasst. Guckt mal:
  160. Forscher haben rausgefunden, dass Pinguine sich gegenseitig wärmen, indem sie sich ganz eng aneinanderstellen.
  161. Die Babys der Pinguine dürfen sich auf die Füße ihrer Eltern setzen, damit sie nicht frieren.
  162. Heute bin ich mit Daniela verabredet. Sie erforscht die riesige Eisfläche, auf der das Camp liegt.
  163. Warum ausgerechnet hier? Warum ist dieses Forschungscamp hier? Das ist etwas ganz Besonderes hier, und zwar ist das ein Eisstrom.
  164. Im Prinzip bewegt sich das Eis hier viel schneller als in der Umgebung. Heißt das auch, dass sich das Eis unter unseren Füssen gerade bewegt?
  165. Genau, das merkt man nicht, es ist immer noch ganz langsam. Das bewegt sich ungefähr mit 50 Metern im Jahr.
  166. Wenn man hier eine Woche verbringt, dann hat sich das Eis ungefähr um einen Meter verschoben,
  167. mit dir zusammen. Aber das merkt man nicht. Aber das ist doch eine ganze Menge, ein Meter in der Woche.
  168. Wenn ich hier stehen bleiben würde, dann wäre ich in einer Woche da. Du wärst hier, weil der Eisstrom geht in die andere Richtung.
  169. Na toll, okay und das wird hier untersucht. Deshalb kommen so viele Länder zusammen her
  170. und haben dieses Forschungscamp eingerichtet. Die Forscher wollen rausfinden,
  171. warum sich das Eis hier so schnell bewegt. Das ist wichtig, denn das Eis fließt Richtung Meer.
  172. und wenn viel Eis schnell ins Meer rutscht, kann das Folgen für das Wetter auf der ganzen Welt haben.
  173. Willkommen im Eislabor. Hier untersuchen die Forscher Eisproben.
  174. Daran können sie erkennen, wie das Eis sich bewegt und wie schnell der Klimawandel die Eisflächen schmelzen lässt.
  175. Die Forscher untersuchen das Eis in Eislaboren. Sie schlafen in Zelten und gehen in Zelten aufs Klo.
  176. Für Trinkwasser wird Schnee geschmolzen. Schlafmütze. Na gut, dann für euch die Antwort auf die Mitmachfrage:
  177. Ich wollte von euch wissen: Na, habt ihr die Antwort gecheckt? Guckt mal:
  178. Unter Wasser ist noch viel mehr, siebenmal so viel Eis. Also, richtig ist Antwort A.
  179. Wir sehen über Wasser nur die Spitze eines Eisbergs. Leute, das war es vom Polar-Check.
  180. Hier in Grönland muss ich übrigens auch ein großes Rätsel lösen, das seht ihr ab 31. Januar in meinem Kinofilm.
  181. Jetzt zeig ich euch eine meiner Lieblingsszenen aus dem Film: Hör mal auf, zu schnarchen, bitte.
  182. Ey, was für eine Nacht. Da kann doch kein Mensch schlafen mit so einem schnarchenden Eisbären im Zelt.
  183. Äh, da fehlt doch was? Meine Polarklamotten.
  184. Untertitelung: BR 2018

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