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Kampf gegen Hitler: 5 Formen des Widerstands | Terra X

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Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 64 Zeilen
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  1. Ein Diktator führt Deutschland in den Untergang. Und er will es davor bewahren im Juli 1944. Mit einem Attentat auf Hitler. Doch Oberst von Stauffenberg ist nicht allein und nicht der erste. Ganz verschiedene Menschen wehren sich gegen das NS-Regime - unter Lebensgefahr.
  2. Wie kamen sie dazu? Mit welchen Folgen? Hier sind die fünf wichtigsten Personen und Gruppen im Widerstand gegen Hitler. Die deutsche Armee ist dem Kriegsherrn bis zuletzt treu ergeben. Nur einige wenige Offiziere planen den Sturz des Diktators. Er kommt diesem Ziel am nächsten:
  3. Claus Schenk Graf von Stauffenberg, 36 Jahre, Oberst im Generalstab will Hitler mit einer Bombe töten, am 20. Juli 1944. „Manchmal wird der Eindruck suggeriert: Der 20. Juli ist gleich Stauffenberg. Stauffenberg hatte eine Schlüsselfunktion, unbenommen.
  4. Aber das Netzwerk war bereits sehr groß, bevor er hinzukam. Und es gab auch sehr viele Leute, die sehr viel früher als er an Umsturzplänen gearbeitet haben.“ Ein Mitverschwörer, der Generalstabsoffizier Oberst Henning von Tresckow hat schon von 1943 an Attentatsversuche mit Sprengstoff und Pistole organisiert. Die jedoch allesamt nicht gelingen.
  5. „Und so ist der 20. Juli 1944 sozusagen nur der Endpunkt einer Kette von Versuchen, die immer wieder gescheitert sind und nicht zum Erfolg kamen. Am 20. Juli will man sich nun endlich durchringen und endlich etwas tun – trotz widriger Umstände.“
  6. Und Stauffenberg ist dazu ausersehen. Als einer der Wenigen aus dem Widerstand hat er noch Zugang zum streng abgeschotteten Diktator. Und die nötige Entschlossenheit. „Mein Eindruck ist, dass es schon darum ging zu zeigen: Es gibt das andere Deutschland. Es gibt die anderen Deutschen, die sich diesen Verbrechen aktiv entgegenstellen.“
  7. Bis dahin war es für den Berufssoldaten ein weiter Weg. Hitlers Krieg hat er zu Beginn noch befürwortet - und im Ton der Herrenmenschen aus dem besetzten Polen geschrieben: „Die Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk - welches sich sicher nur unter der Knute wohlfühlt.“
  8. Erst als Raub und Vernichtung unübersehbar sind, geht Stauffenberg um 1942 auf Distanz. „Es scheint ein Motor gewesen zu sein, die Kenntnis von den Verbrechen an der Zivilbevölkerung im Osten und an den Juden.
  9. Nicht nur in den Widerstand zu gehen, sondern auch die Erkenntnis zu haben: Um dieses ganze Entsetzen zu stoppen, muss Hitler umgebracht werden.“ Dieses Ziel eint ein vielschichtiges Geflecht aus Militärs, aber auch Zivilisten und früheren Politikern - insgesamt über 200 Personen.
  10. „Es sollte kein Putsch und kein bloßes Attentat sein, sondern ein Umsturz. Und für diesen Umsturz brauchte man die zivile Seite.“ Auch überzeugte Demokraten wie ihn: Wilhelm Leuschner. Der Sozialdemokrat soll in einer Regierung nach Hitler Vizekanzler werden. Als Gewerkschaftler sammelt er Rückhalt in der Arbeiterschaft.
  11. „Er hat es geschafft, ein im ganzen deutschen Reich weitverzweigtes Netzwerk zu schaffen, in das also am Ende mehrere tausend Menschen eingebunden gewesen sein sollen.“ Das Schicksal aller Unterstützer hängt an seinem Erfolg. Am Mittag des 20. Juli 1944 stellt Stauffenberg seine Tasche in Hitlers Lagebaracke ab.
  12. Um 12:42 Uhr explodiert der Sprengstoff darin. Stauffenberg ist überzeugt, dass der Diktator nicht überlebt haben kann. Doch den haben einige Zufälle gerettet.
  13. Die Tasche wurde von Hitler weg unter den schweren Tisch geschoben. Der meiste Druck entweicht durch die Fenster und den Fußboden nach draußen. Zurück an seinem Dienstort im Berliner Bendlerblock, versucht Stauffenberg gleichwohl mit Mitstreitern den Staatsstreich voranzutreiben.
  14. „Wie Zeitzeugen das berichtet haben, dass er eben einfach ein Nervenkostüm aus Eisen hatte offensichtlich. Aber in dem Moment, wo durchgesickert ist: ‚Hitler lebt‘, ist das Ganze in sich zusammengefallen.“
  15. Nach der Niederschlagung des Aufstands. werden noch in der Nacht des 20. Juli 1944 die vier Hauptverschwörer erschossen. "Es lebe..."
  16. Der wütende Alleinherrscher lässt einen Schauprozess veranstalten. 200 Verschwörer und Mitwisser werden ermordet oder in den Tod getrieben. Auch unbeteiligte Angehörige, sogar Kinder, werden in sogenannte Sippenhaft verschleppt. Der letzte Versuch, Hitler zu stoppen, endet tragisch.
  17. „Es war trotzdem notwendig, in den Augen der Verschwörer diesen Umsturzversuch zu unternehmen, aus dem Grund, dass man jedes weitere Blutvergießen verhindern wollte. Wir wissen, dass in der Zeit vom 20. Juli bis zur Kapitulation am 8. Mai 1945 mehr Menschen gestorben sind als in den Kriegsjahren zuvor.“
  18. Wäre der Staatsstreich gelungen, dann wären Millionen Menschen nicht mehr gestorben: im Krieg, in Lagern, auf Todesmärschen. Über das verbrecherische Wesen von Hitlers Krieg sehen die meisten Deutschen Anfang der 1940er Jahre hinweg.
  19. Nicht so Helmuth James Graf von Moltke, aus dem schlesischen Kreisau, Völkerrechtler im Nachrichtendienst der Wehrmacht. „Moltke war ein zutiefst moralischer Mensch, der tagtäglich überlegt: Was ist mein Handlungsspielraum? Wie kann ich dazu beitragen, dass diese Verbrechen beendet werden?
  20. Die Briefe, die er an seine Frau Freya schrieb, fast täglich, sind ein sehr eindrucksvolles Zeugnis für diese innere Auseinandersetzung eines Individuums, das ein sehr hohes Empfinden für Moral und Recht hat.“ Moltke ist tief betroffen, als er vom Völkermord an den Juden hört.
  21. “Berlin, 21. Oktober 1941. So werden täglich sicher mehr als tausend Menschen ermordet... Was sage ich, wenn man mich fragt: Und? Was hast Du während dieser Zeit getan?“ Er handelt. Zusammen mit seinem Freund Peter Graf Yorck von Wartenburg sammelt er Gleichgesinnte in Berlin und Kreisau um sich - getarnt als Treffen unter Freunden.
  22. „Der Kreisauer Kreis, der sich auf dem Schlesischen Gut Kreisau der Familie von Moltke traf, das war ein Zusammenschluss von Menschen, die regimekritisch dachten, und zwar aus allen möglichen politischen und weltanschaulichen Hintergründen.“
  23. Humanisten, Sozialdemokraten, Konservative, evangelische wie katholische Christen. „Es war nicht selbstverständlich, dass diese politischen und weltanschaulichen Gräben, z. B. die Grenze zwischen protestantischer und katholischer Konfession überwunden werden konnten.
  24. Der Kreisauer Kreis hat keine praktische Umsturzplanung betrieben. Es war sozusagen eine Art Denkfabrik, um sich Gedanken darüber zu machen, wie ein Deutschland nach dem Hitler-Regime aussehen sollte.“
  25. Es entstehen Pläne für ein freies Land. "Das zertretene Recht muss wieder aufgerichtet werden, über allem stehen."
  26. „Wunderbare Überlegungen zu einem Deutschland, das wieder humanistischen europäischen Werten folgt. Der Kreisauer Kreis kann in seiner Bedeutung für das Denken des deutschen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus gar nicht überschätzt werden.“
  27. "Die Herstellung der menschlichen Grundrechte ist elementar – für alle!" „Wir hatten eben dieses wirklich einmalig erhebende Gefühl, etwas zu tun, was richtig und notwendig war.“
  28. Nach dem gescheiterten Staatsstreich im Juli 1944 gerät auch der Kreisauer Kreis ans Licht. Viele seiner Teilnehmer werden ermordet - auch der Gründer Helmuth James Graf von Moltke. Zum Abschied schreibt er Anfang 1945 an seine Frau:
  29. „Vor den bloßen Gedanken, hat der N.S. eine solche Angst, dass er alles, was damit infiziert ist, ausrotten will. Wir werden gehenkt, weil wir zusammen gedacht haben.“ Diese junge Frau trifft die grausame Rache des Regimes schon mit 21 Jahren.
  30. „Ich habe das Beste getan, was ich gerade jetzt für mein Volk tun konnte,“ sagt sie im Februar 1943. Sophie Scholl, Biologie- und Philosophiestudentin, Mitglied einer Widerstandsgruppe an der Münchner Universität, zusammen mit ihrem Bruder Hans und anderen.
  31. „Die Mitglieder der Weißen Rose, haben nichts Gewaltsames gemacht, sondern haben Flugblätter verteilt und sind dafür geköpft worden.“ Anfangs begeistern sich die Geschwister für den neuen Staat.
  32. „Ich bin gestern der Hitler-Jugend beigetreten!“ – zum Entsetzen der tief katholischen Eltern. Vater: "Du auch?" Sophie: "Das Vaterland braucht uns!" Vater: "Das Vaterland!"
  33. Hans und Sophie engagieren sich in der Hitlerjugend. Die wird jetzt gleichgeschaltet. Noch freie „bündische“ Jugendgruppen, mit denen die Geschwister sympathisieren, werden verboten, auch Bücher, die Hans Scholl liest.
  34. 1937 wird Hans Scholl wegen sogenannter „bündischer Umtriebe“ zeitweise von der Gestapo inhaftiert. Eine zunehmende Entfremdung. Hitlers Raub- und Vernichtungsfeldzug bringt ihn endgültig gegen das Regime auf.
  35. 1942, nach einem Einsatz als Sanitäter an der Ostfront, kehren die befreundeten Medizinstudenten Hans Scholl, Alexander Schmorell und Willi Graf desillusioniert nach München zurück. Mit ihrem Professor Kurt Huber und Mitstudenten rufen sie in Flugblättern zu Sabotage und passivem Widerstand auf.
  36. „Verhindert das Weiterlaufen dieser atheistischen Kriegsmaschine, ehe es zu spät ist, ehe die letzten Städte ein Trümmerhaufen sind. Vergesst nicht, dass jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt."
  37. „Es war die einzige Waffe, die dem Widerstand in Deutschland zur Verfügung stand. Das Wort, in diesem Fall das vervielfältigte Wort, das Gegenöffentlichkeit herstellen sollte und das Leute zum Nachdenken bringen sollte.
  38. Das Ziel war, das nationalsozialistische System zu beseitigen.“ Kritik zu verbreiten ist schwierig und extrem riskant in einem totalitären Überwachungsstaat.
  39. Der Studentenkreis nennt sich jetzt „Weiße Rose“. Trotz der Gefahr verschickt und verteilt er sechs Flugblätter. „In aller erster Linie diente dieses Material wohl, und da war es wohl am erfolgreichsten, dazu, die eigenen, ohnehin schon existenten Gesinnungsgenossen in ihrem Widerstandswillen,
  40. in ihrem Dagegensein zu bestärken und zu sagen, ihr seid nicht alleine, macht weiter, wir denken an euch, wir unterstützen euch!“ Die weiße Rose wird immer mutiger – und schließlich übermütig. Mitte Februar 1943 werden Hans und Sophie Scholl beim Verteilen von Flugblättern verhaftet.
  41. „Auf jeden Fall hat dieser Widerstand Sinn gehabt, denn er ist ein enormes Zeichen einer demokratischen Verantwortung, die dort wahrgenommen wird für das ganze Volk.“ Sechs Mitglieder der „Weißen Rose“ sterben 1943 unter dem Fallbeil: Hans Scholl, Alexander Schmorell, Sophie Scholl, Willi Graf, Christoph Probst und ihr Professor Kurt Huber.
  42. Doch ihre Botschaft verhallt nicht ungehört: Hunderttausende Abschriften ihrer Texte werfen britische Flugzeuge über Deutschland ab – nun überschrieben mit: „Ein deutsches Flugblatt – Manifest der Münchner Studenten“.
  43. Dieser Mann hat schon vor Beginn des Zweiten Weltkriegs vorhergesehen, dass Hitlers Weg in den Abgrund führt. Und er verfolgt mit einer ungewöhnlichen Entschlossenheit heimlich einen Plan, den Diktator noch aufzuhalten:
  44. Georg Elser, 36 Jahre, Kunstschreiner aus Königsbronn auf der Schwäbischen Alb. „Elser plante sein Attentat seit 1938. Er war allein, er handelte allein. Schwäbischer Tüftler, hochbegabter Kunsttischler.
  45. Und zwar sah er schon, dass Hitler Krieg wollte. Er war überzeugt davon, der Diktator muss beseitigt werden. Er fand mit dem Saal im Bürgerbräukeller, wo die Nazis jedes Jahr ihren Putsch von 1923 auf merkwürdigste Art und Weise feierten, fand er einen geeigneten Ort für ein Attentat.
  46. Elser hatte es in, ich glaube mehr als dreißig Nächten, geschafft, eine Säule, einen Pfeiler im Bürgerbräukeller, soweit auszuhöhlen, dass er dort hinter Hitlers Rednerpult einen Sprengsatz mit zwei Uhrwerken, zwei Präzisionszeitzündern anbringen konnte.“
  47. Am 8. November 1939, zwei Monate nach Beginn des Zweiten Weltkriegs, präzise zur eingestellten Zeit, detoniert Elsers selbstgebauter Sprengapparat. Der Saal ist komplett zerstört. Sein Ziel hat der Anschlag jedoch auch damals verfehlt.
  48. "Der Führer hatte die Versammlungsstätte kurze Zeit vor der Katastrophe verlassen." „Dreizehn Minuten, die in der Tat sonst die Weltgeschichte verändert hätten. Überlegen Sie mal, was uns alles erspart geblieben wäre, wenn Hitler schon am 8. November 1939 getötet worden wäre.“
  49. Hinter diesem Attentat steckt kein Verschwörerkreis, sondern ein unbeugsamer, weitsichtiger Einzeltäter. Georg Elser, der im Verhör brutal gefoltert wird, hat versucht, den Kriegskurs umzukehren:
  50. "Ich wollte durch meine Tat doch nur ein noch größeres Blutvergießen verhindern. Ich habe gewusst es wird auch andere als die Obersten treffen. Aber es hat sein müssen." Bis zuletzt bleibt Georg Elser inhaftiert, für einen Schauprozess nach dem Krieg. - "Häftling Elser, zum Verhör!"
  51. „Elser hat seinen Handlungsspielraum ausgenutzt. Er hat sich gegen Hitler gewandt. Welche Herausforderung für alle anderen, die nichts gegen Hitler gemacht haben. Jeder Deutsche hätte die Möglichkeit gehabt, an dem Platz, an dem er stand, in seinem sozialen Milieu, in seinem Betrieb, an seinem Wohnort etwas gegen den Nationalsozialismus zu tun.“
  52. Am 9. April 1945 wird er im Lager Dachau erschossen - einen Monat vor dem Ende des Krieges, den er verhindern wollte. Jüdische Deutsche werden im NS-Staat besonders drangsaliert. Nur wenige haben den Mut ihnen beizustehen, wie der Pianist Helmut Roloff.
  53. „Mein Vater hat nicht verstehen können, dass man in Deutschland jüdische Mitbürger, dass man die plötzlich so isoliert und behandelt. Er hatte verschiedene jüdische Freunde unterstützt. Aber das hat ihm nicht gereicht. Und so war er natürlich begeistert, als er Leute, Gleichgesinnte kennenlernte, die aktiv was gegen Hitler machten.“
  54. 1941 stößt Roloff zu einem Netzwerk verschiedener Freundeskreise, das später unter dem Namen „Rote Kapelle“ bekannt wird. „Es gab Kontakte von zwei führenden Leuten der Gruppe, Oberleutnant Harro Schulze-Boysen und
  55. den Oberregierungsrat im Reichswirtschaftsministerium Arvid Harnack zu Vertretern hier der Sowjetischen Botschaft in Berlin. Sie waren auch bereit, im Kriegsfall militärisch wichtige Nachrichten per Funk an die Sowjetunion weiterzugeben.
  56. Aber es ist nie auch nur ein militärisch bedeutsamer Funkspruch gesendet worden. Im Jahr 1942 intensivierte sich dann die Arbeit der Gruppe noch mal. Man entschloss sich dazu, auch in der Öffentlichkeit dafür zu sorgen,
  57. dass Informationen korrekter Art, die Wahrheit, wenn Sie so wollen, an den Mann und an die Frau gebracht werden konnten.“ Die Gruppe verschickt Texte, die den Propagandalügen Tatsachen gegenüberstellen:
  58. "Im Namen des Reiches werden die scheußlichsten Quälereien und Grausamkeiten an Zivilpersonen und Gefangenen begangen." „Es wurden Flugblätter geschickt an einen ausgewählten Kreis von, heute würden wir sagen Multiplikatoren, von Nationalsozialisten bis zu Kirchenfunktionären,
  59. Personen, von denen man hoffte, wenn sie dies lesen würden, würde es sie zum Nachdenken und damit auch zum Handeln gegen das NS-System anregen.“ Im Sommer 1942 deckt die Gestapo das Widerstandsnetzwerk auf und diffamiert es als „Rote Kapelle“. Kapelle steht im Geheimdienstjargon für Funker.
  60. „Die Bezeichnung "Rote Kapelle" ist von der Geheimen Staatspolizei und der militärischen Abwehr geprägt worden: Rot für kommunistisch, Kapelle, weil man dachte, es seien Funksprüche nach Moskau gesandt worden.“
  61. Mehr als 130 Festgenommene werden als „Landesverräter“ angeklagt, über 60 von ihnen ermordet. Helmut Roloff, einer der wenigen Überlebenden, wird auch nach dem Krieg noch verleumdet und verfolgt.
  62. „Im Westen war die "Rote Kapelle" die feindliche Spionageorganisation. Der Wahrheitsgehalt ist absurd, weil die Rote Kapelle oder die Menschen, die in ihr gekämpft haben, hatten kein Interesse daran mit den Sowjets direkt zusammenzuarbeiten, sondern sie wollten Hitler loswerden. Die wollten nicht unter Hitler leben.“
  63. Es waren wenige und ganz unterschiedliche Menschen. Aber alle haben sie irgendwann erkannt, worauf es ankommt. „Dass etwas früher oder später in den Abgrund führt, das zeigt sich nicht immer am Anfang in der Deutlichkeit.
  64. Aber die zentrale Erkenntnis, die mir in der Beschäftigung mit dem Widerstand immer und immer wieder deutlicher wird, ist, dass man beim Unrecht auch nicht ein Millimeter nachgeben darf.“ Welche mutigen Beispiele für Widerstand kennt ihr noch? Schreibt es uns in die Kommentare und abonniert diesen Kanal, damit ihr kein Video mehr verpasst.

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