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Die weiße Rose - Abschied von einem Mythos [ 31.10.1968 ] Doku HD
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 246 Zeilen
- die Namen des Studenten der Weißen Rose finden sich auf Straßenschildern auf den Plätzen vor den Universitäten am Eingang vieler Schulen sie werden geehrt die
- weiße Rose ist das Symbol ihres Widerstandes gegen den nationalsozialistischen Ungeist die Erinnerungen an diesen Widerstand gaben
- die älteren oft an die Jüngeren weiter in festtreten Filmen Schulbüchern und im Unterricht
- und noch verschiedene Professoren die Kraft den Namen haben wir auch am Gymnasium ja wir haben sie nun zusammengetan in einen Kreis der Weißen
- Rose und haben Flugblätter verteilt und wollten ihm versuchen diese Klinik zu beenden man feiert die weiße Rose die Münchner
- Universität bat im Februar dieses Jahres zu einer offiziellen Gedenkfeier viele kamen Angehörige der vor 25 Jahren Hingerichteten Studenten Amtspersonen
- manche unter ihnen die auch das öffentliche Leben von 1933 bis 1945 verdaten Gelehrte Rektoren Minister haben solche Feiern noch einen Sinn ein
- Freund der Hingerichteten der Buchhändler Josef Söhngen einen gewissen Grad haben sie recht man kann nicht eine dauereinrichtungen der Verehrungen der
- Bewunderung machen das hätte meint mich hätte man mit 25 Jahrestag sagen können das war jetzt noch einmal und damit ist es flussten was übrigens am Rande gesagt
- ganz interessieren nie zu diesem Veranstaltungen eingeladen der Festredner Professor Bußmann deutet es so
- ist Gefahr und ihr Opfer haben Maßstäbe gesetzt und nielten diese Maßstäbe aber auch heute was bedeutet nach einem Vierteljahrhundert der Erinnerung an den
- Widerstand der Weißen Rose Professor Wolf Jäger er lehrt in Heidelberg heutigen studentensituation also vielleicht
- bin ich auch durch meine Vorgeschichte gerade dadurch dass ich mit den Geschwistern schon befreundet gewesen bin immer darauf
- gekommen und war immer besonders daran interessiert Kontakt zu den Studenten zu haben ich habe z.B in jedem Semester ähm einmal eine Explosion mit den Studenten
- gemacht wo ich den ganzen Tag mit ihnen unterwegs war wo wir im Omnibus entweder im Sommersemester zu den zeitwerken Gefahren sind oder jetzt im
- Wintersemester dann hier zu einer benachbarten Blindenschule und ähm während dieser Zeit ich nun immer wieder den Platz gewechselt habe im Omnibus und
- immer wieder also mich mit den jungen Leuten unterhalten habe dort wo 1943 die letzten Flugblätter der Weißen Rose fehlen kam es bei der 25 Jahre Feier in
- der Münchner Universität zum Streit revoltierende Studenten wollten diese Feier nicht die Feiern denn ihre wollte nicht beide glaubten im Namen der Weißen
- Rose zu handeln hat es überhaupt Sinn den jüngeren die weiße Rose in der Demokratischen Tornister zu packen hat es andererseits
- Sinn 1968 Flugblätter zu werfen wie am 18 februar 1943 was geschah eigentlich vor 25 Jahren
- am 18 februar 1943 morgens verließen Hans und Sophie Scholl Ihre Wohnung in der Franz Josefstraße sie gingen in die Universität Hans Scholl trug einen
- Koffer vollgepackt mit Flugblättern gegen die Diktatur der Nazis schon fünf Mal hatten die Geschwister zusammen mit Freunden Flugblätter verfasst abgezogen
- und verbreitet an diesem Tag aber taten sie etwas was sie bisher nicht gewagt hatten sie verschickten die Blätter nicht mit der Post sie verteilten sie
- nicht nachts in der Stadt sie gingen am Tag in die Universität am Eingang der Uni trafen sie wenige Minuten vor elf ihre Mitverschworenen wie die Graf und
- braute Lafrenz Hans und Sophie Scholl sagten ihnen kein Wort über Ihr Vorhaben zum ersten Mal verständigten sie damit keinen ihrer Freunde
- sie gingen durch die Universität und legten Flugblätter auf Fensterbänke Treppenstufen und Innichen
- 11 Uhr jeden Augenblick konnten sich die Hörsäle öffnen die Geschwister schlossen den Koffer und verließen die Universität sie standen schon wieder auf der Straße
- da fanden sie man müsste doch eigentlich mit leerem Koffer heimkommen sie machten kehrt stürzen die Treppe hinauf bis in den obersten Stock des Lichthofes und
- warfen den Rest der Flugblätter mit Schwung hinab dem Haus Diener der Universität Jakob Schmidt direkt vor die Füße
- Frau Professor Annemarie und Tochter Schmorell waren zu dieser Zeit in der Universität sie versuchen sich zu erinnern
- ja ja also das sind ungefähr 20 Jahre geführt anscheinend nicht gestern
- auf der Treppe tat ihnen der Hausdiener entgegen er rief sie sind verhaftet sie schlossen den Koffer und gingen ruhig mit ihm in das Büro der
- Universitätsverwaltung wenig später fand die Gestapo in der Tasche von Hans den handschriftlichen Flugblatt Entwurf seines Freundes Christoph Probst Probst
- wurde am nächsten Tag in Innsbruck verhaftet und am 22 Februar zusammen mit den Geschwistern Scholl hingerichtet in der Münchner Wohnung der Geschwister
- fand die Gestapo weiteres Belastungsmaterial im Schrank von Hans ging die Uniform Alexander Schmelz er machte sich verdächtig musste fliehen
- und wurde einige Tage später verhaftet das war das Ende der Weißen Rose natürlich die Situation dass Hans Scholl ein Flugplatz Entwurf in der Tasche
- gegangen Mitten Entwurf in der Tasche und der Uniform von einem Freund zu Hause
- solche Dinge interessieren was eigentlich am 18 Verantwort passiert ist war es eigentlich leicht sind oder was war es gegen den Begriff vom Leichtsinn
- wäre ich mit mich mit aller heftigkeiten sie waren von ihrem Vertrauensmann bei der Gestapo unterrichtet worden dass also jetzt keine Rettung mehr gibt und
- dann haben sie diese Flugwetter eben nicht aus Leichtsinn sondern als eine letzte mögliche Tat im Lichthof runtergeworfen und diese
- Grundstimmung in München verbunden mit dem erschütternden Erlebnis von Stalingrad hat eine Atmosphäre geschaffen die wenn ich mal so sagen
- darf vielleicht doch Hemmungen beiseite geschwemmt hat die vorher noch bestanden das also eine die besten Sinne enthemmte Situation Bestand wo man Dinge tat die
- man sich vielleicht auch nicht so ganz genau überlegt hat und bei denen man jedenfalls die Folgen sich nicht so genau vor Augen geführt hat dass man
- sich nun von etwas hätte abbringen lassen was ein spontaner Impuls einem Mann gegeben hat am Dienstagabend also vor dem Donnerstag bei dem sie die
- Flugblätter geworfen haben nach einem Konzert ich hatte Bohnenkaffee und das so gemacht ich
- hatte sie kurz vorher gezeichnet und sagte so setzen sich noch mal ich möchte sehen wieso die Zeichnung nicht nicht befriedigt
- und bei dieser Gelegenheit sagte sie so es fallen so viele für dieses Regime es ist Zeit dass jemand dagegen fällt das
- sagte sie zwei Tage vorher die Karte darüber so viele Interpretationen gibt wie sich inzwischen festgelegt haben und
- man ist ja schon gar nicht mehr so recht in der Lage da was ein eigenes Bild zu machen ich weiß es ja nur aus den Reaktionen die darauf hingefahren was da
- eigentlich man ich kann es ja nur eigentlich rückblickend war sie wissen dass viele von einer Verzweiflungstat viele von einem
- bodenlosen leichtsinnsprachen alle diese viele von einer großartigen Tag Opfer das ist also so verschieden in der Auslegung sowohl in der Geschichte die
- sich da darauf hin dieser Dinge bemächtigt hat wie auch in dem was man einfach menschlich darüber denkt ein Team von Radio Bremen versuchte
- herauszubekommen was man über die Tat vom 18 Februar denkt da aber erwies es sich als unumgänglich die Geschichte vom Widerstand der Weißen Rose von Anfang an
- zu berichten wir erzählen Sie hier und lassen sie erzählen von Freunden und Angehörigen der Hingerichteten Studenten
- als die Studenten 14 15 waren und in die mittleren Klassen des Gymnasiums gingen begann in Deutschland das Dritte Reich die Nazis machten große Anstrengungen
- die jungen Leute für sich zu gewinnen durch Gesetz erklärten sie 1936 die Jugend zur Station
- ein Jugend meinte ich eine bestimmte selbstständige Denken alleine der damaligen Zeit das können sie sich heute als relativ junger Mann nicht vorstellen
- war bereits damals eine große Sache viele Jungen und Mädchen waren anfänglich von der neuen Zeit fasziniert in Ulm zum Beispiel die Geschwister
- Scholl Vater Robert Scholl erzählte uns 33 von Anfang an
- vielleicht von märz ab war sie schon eingestellt auf Hitler und zwar durch die Schule und ich war der tief unglücklich also mein hans war ich
- glaube es war 1935 auserwählt zum Rechtspartei nach Nürnberg zu gehen und als er dazu gekommen war sehr enttäuscht hat ihm gar nicht gefallen ist herum
- stehen rum marschierend rum kommentieren wer dieser Tage wann kam es zu dem Bruch ihrer Kinder mit dem Nationalsozialismus nachdem sie
- also erst im Jungvolk waren und Hans Fehn er gewesen ist ich sehe das ist fast wie ein Wunderland die langsame geistige Einführung von mir
- hat sie doch auch mehr zum Ding gebracht und eine schönen tagesmacht ich mit Ihnen
- einen Ausflug sonntagsüblich schwäbisch Alben miteinander und da sprachen wir über diesen das und dann auch über
- Nationalsozialismus und merkwürdig weiß ich war glücklich dass ich dafür von nahm ich dass sie eigentlich ganz meiner meiner Meinung waren ja also es
- hat einfach spontane Entdeckung meinerseits dazu kam dass er in dieser Zeit schon etwas hörte
- von dieser der J11 verboten Jugendgruppe die jetzt zum Teil wenn man das also nun genau historisch
- untersuchen würde auch am Anfang versuchte das Jungfern zu unterwandern neben dem oder da aufgehört hat er ja
- ich bin zu Jugend hatte so Freunde und Kameraden um sich gesammelt und sind z.B nach Lappland gewandert und trotzdem der reichsjungferer den Fehler erteilt hat
- dass die dürfen uns nicht das wird in der ulmerer Hitlerjugend für eröffnet sie dürfen
- nicht ins Ausland Alexander Schmorell war einer von den wenigen die von Hitlerjugend und Jungvolk nichts wissen wollten seine Familie berichtet von
- seinem geradezu angeborenen freiheitsbedürfnisse wieso waren sie eigentlich und ihr Bruder imprägniert gegen diese
- Begeisterung und darum kommt nicht in frage sie kommen nicht mein Bruder war ja schon seit
- zehnjähriger in der bündig und Jugendamt Norddeutschland und dort sehr begeistert und eigentlich dort mehr als zu Hause das war eben also
- eigentlich sein eigentliches jugendliegen und als es dann anfing dass die HJ und das Jungvolk sich schwerer bemächtigten war das für ihn von der
- Existenzfrage dass sie eben gegen das waren was seinen jugendliches ideal waren nämlich die neue deutsche Jugend es gibt ein kleines Notizbüchlein von
- ihm wo Namen und Adressen stehen von Jungen mit denen er also immer auf Fahrt war hinter die diese Namen hat er durchgestrichen und hinten mit schwach
- zum Stift ich sehe ihn gerade zu vor mir ging in die HJ die Adressen waren also aus seinem Adressbüchern raus mit denen wollt ihr auf keinen Fall was zu tun
- haben und so sprach er auch im Familienkreis über diesen Tieren ja das war für ihn fast einer mit dem man nichts mehr zu tun haben darf auch
- Christoph Probst war von vorne rein immun gegen jede Nazi Begeisterung er war geschützt durch seine Familie und durch die Internatsschule die er
- besuchte wir sprachen mit seinem früheren internatslehrer Christoph Probst Ellis alles gelten was menschlich
- erfreulich war was geistig anspruchsvoll war aber gegen alles ungereistliche und menschlich fatale gegen diktatorisches geheime und gegen Zwang
- lehnt er sich von Anfang an in irgendeiner der Mitglieder der Weißen Rose bekannt von den jungen Leuten dessen Vater ein echter Nazi gewesen ist
- vielleicht sogar etwas zu hart sogar gesagt als er ein überzeugter Nationalsozialismus
- der Widerstand der Weißen Rose in München entstand aus der engen Freundschaft zwischen Christoph Probst und Alexander Schmorell sie sammelten
- Gleichgesinnte um sich und blasen mit ihnen verbotene Bücher oft trafen sie sich im Elternhaus gesagt
- haben und wer war damals alles hier das kann ich Ihnen nicht sagen es war schon die waren ja sehr offen
- erwartet aber er hat sich entschuldigt also ich habe den Hans Scholl über einen gemeinsamen Freund kennengelernt mit dem
- ich gemeinsam musiziert habe es ging also sehr viel über gemeinsame kulturelle Interessen über gemeinsamen Besuch von Konzerten über
- gemeinsames Musizieren also allein mit mit zwei Freunden die dem engeren Kreis von Hans Scholl angehörten habe ich zum Beispiel streichquartet gespielt nicht
- oder den Willy Graf den ich mit dem ich ähm Ängsten Kontakt hatte von dem Kreis der nicht mehr am Leben sind mit dem habe
- ich zusammen im Bachelor gesungen im Hörsaal lernte man sich in den seltensten Fällen kennen Schmorell z.B machte die Bekanntschaft von Graf Scholl
- und Hubert fortwängler nicht in der Universität sondern in einer Studenten Kompanie also in der Zeit wie wir hier und
- diesmal zeigt uns die bergmannschule in der sich die Kompanie damals befand dort hatte man Studenten zusammengefasst die von der Wehrmacht zu Medizinstudium
- abkommandiert waren der Arm der Gestapo reicht den Gehör Seele in der Wehrmacht und damit in der Studenten Kompanie hatte sie 1942 noch nichts zu suchen
- Hans Scholl kannte den Herausgeber der verbotenen Zeitschrift Hochland Professor Karl Muth im Sommer 1942 besuchte Scholl ihn fast täglich
- [Musik] die Bekanntschaft mit diesem berühmten katholischen Publizisten prägte den
- Charakter des studentenkreises aus dem der Widerstand der Weißen Rose sich ergab den Gespräch
- das Verhältnis der beiden zueinander beschreiben ja Profess
- er war unheimlich und ich glaube auch dass er wesentlich den Studenten also hier den Rücken gesteift hat in den Widerstand gegen
- diesen umgeist das lag ganz in seiner Natur karmut macht es einen Schützling Hans Scholl mit dem Religionsphilosophen
- Theodor Häcker bekannt bis zum Verbot der Zeitschrift hat der Hacker dort publiziert jetzt hat er er schreibt verboten und
- las aus unveröffentlichten Manuskripten auch dem Schriftsteller Werner bergengrün stellte Carl Muth den jungen Hans Scholl vor siegesund von Radetzky
- rezitierte im Kreis der Studenten einmal sagte Hacker zu den Studenten die höchste Form der Idee ist die Tat im Juni verfassten Scholl und Schmorell das
- erste Flugblatt der Weißen Rose mit einem vervielfältigungsapparat den sie ein paar hundert Abzüge her und
- schickten sie an ausgewählte Adressen der Stil der ersten Flugblätter die Zitate von Schiller und Goethe
- enthielten sollten sich an gebildete Christen richten dann legten sie mir ihre Flugblätter vor die einen sehr schönen und
- ethisch sehr reinen Charakter trugen bei denen ich aber der Meinung quasi sind philosophisch doch zu teilweise zu verspannen zu anspruchsvoll um eine
- echte Breitenwirkung zu erzielen Schmorell und Scholl kamen nicht dazu solche wirkungsvollen Flugblätter zu entwerfen schon nach dem vierten
- Flugblatt wurde die studentenkompanie überraschend nach Russland abkommandiert am 23 juli fuhr die Kompanie von Münchener Ostbahnhof ab
- Sophie Scholl verabschiedete die Freunde schon im Zug wurde einer von ihnen zur beherrschenden Figur weil der russisch
- sprach und nach Russland wie in seiner Heimat fuhr Alexander Schmorell sein Stiefbruder dr Erich Morell erzählt Russland Gefahren
- wie sagten sie Russland Russland sehen so ja da ist natürlich war und das ist eine seine Mutter eigentlich nicht kennengelernt hat oder
- nicht kannte nur was erzählen weil sie gestorben war wir zwei oder drei Jahre waren und dann sind wir hier im Haus doch auch in vielen Dingen mit Russland
- konfrontiert worden dadurch dass meine Eltern als in Russland geboren waren und dort aufgewachsen sind mein Vater erzählt uns nicht nur uns sondern weil
- sie immer sehr sehr sehr schön wenn wenn ein Bekanntenkreis bei uns war mein Vater seine russischen Jugend Erinnerung
- in Europa und in Deutschland heute schon gar nicht vorstellen nein Freiheit ja ich möchte schon vielleicht sagen
- Begeisterung erfasst wir die russische Grenze überschritten nicht etwa Bella Kommunist war wie viele behaupten sondern weil er einfach sein Vaterland
- sozusagen oder seine Heimat wie jetzt nannte zum ersten Mal betrat eigentlich wir haben also das militärische verdrängt in eine Art
- landsknechtsituation verstehen Sie mich an wir haben das so auf die sportliche Landsknecht Tour die ganze und dann hatten wir sehr interessante Begegnung
- mit Russen und haben über Literatur und wir waren damals also trotz allem begeistert ich konnte mich dieser Begeisterung nicht anschließen weil ich
- eben ganz anders erlebt hatte aber ich kann es verstehen und ich konnte das auch damals verstehen
- in München wurden die rückkehrenden schon mit Ungeduld von Sophie Scholl Christoph Probst und ihren anderen Freunden erwartet sie nahm ihr Studium
- und ihr altes Leben wieder auf sie schrieben zunächst kein neues Flugplatz aber unauffällig organisierten sie jetzt ihren Widerstand
- die geschwister-scholl fuhren nach Ulm die Oberschüler Hans Hirzel Franz Müller und Heinrich guter waren bereit beim Verteilen künftiger Flugblätter zu
- helfen das Geld für die Organisation gab ein alter Freund der Familie Scholl Eugen Grimminger Hans Scholl und Alexander Schmorell besuchten ihn in
- Stuttgart im November reisten sie zu falcarnac nach Chemnitz weiterreisen unternommen um neue Mitarbeiter neue Mitglieder für die
- Widerstandsgruppe zu gewinnen sie waren in Stuttgart sie waren in Saarbrücken und so weiter und ich war sie waren in Chemnitz ein Freund aus der
- studentenkompanie fuhr nach Berlin und fand dort Helfer traute Lafrenz besuchte alte Frau in Hamburg sie versprachen mitzumachen
- Hans Leipelt studenter Chemie er gehörte zu den aktivsten der Hamburger Gruppe Willi grafuhr nach Saarbrücken und Freiburg seine Kameraden aus der
- katholischen Jugendbewegung wollten sich anschließen sehr viele Leute aus der früheren Zeit kannte der ist also rumgereist um zu
- suchen um zu sondieren wer gehört zu meinem alten Kreis ist noch dazu wen kann ich dafür gewinnen die etwa den haben mich Polling und den Helmut Bauer
- in München weiten die Studenten den 49 Jahre alten Professor für Philosophie kurt Huber in ihre Pläne ein was bedeutet denn diese Bekanntschaft für
- Sie oberstochter Birgit berichtet sie erkannten ihn an als eine Art Meister ganz bestimmt und da weiß ich
- vor allem nach diesen einen Besuch mit den Scholl zusammen mit dem Graphen was genau war weiß ich nichts wann du sehr kalt und es war oben in
- eigentlich in meinem Zimmer und ich durfte alle drinnen bleiben weil ich Schularbeit mache und bei mir war glaube ich unten ja was
- hatte sie hätten da am Tag wer Verbindungen und dann da hat schon gesagt was sie wollten sei eine unblutige Revolution
- und da weiß ich noch genau dass mein Vater geantwortet hat ohne Blut geht's im Januar 1943 erschien das fünfte Flugblatt unter dem Einfluss Professor
- Hubers lautete die Überschrift nicht mehr poetisch Blätter der Weißen Rose sondern Flugblätter der Widerstandsbewegung über den Text
- schrieben die Studenten Aufruf an alle deutsche in einigen tausend Exemplaren verbreiteten sie das Flugblatt in vielen Städten Deutschlands
- alle weiteren Aktionen in den vier Wochen die ihnen danach noch blieben fanden ihn veränderte Atmosphäre statt am 13 Januar während der 470 Jahrfeier
- der Universität geschah etwas im Deutschen Museum dass die Stimmung in München nachhaltig beeinflusste der völkische Beobachter versuchte mit
- vielen Worten zu vertuschen was sich dort ereignet hatte unten im Festsaal saßen die Studenten die meisten grau-uniformiert oben auf
- der Empore die Studentinnen nach der Rede des Rektors sprach der Gauleiter der NSDAP Paul Gießler Wolf Jäger und Annemarie Farkas waren unter den zuhören
- und da hat also der Gauleiter sich doch im Ton erheblich vergriffen indem er mit wir bisher in dem Flugblatt heißt mit geilen Speisen dann den Studentinnen
- an die Ehre ging und also so in etwa sagte die würden ja doch nur studieren um also ihre Männer zu angeln und da kam wieder er kam also Empörung und kamen
- auch missfalls Kundgebung von der emporation Studentinnen waren soweit ich mich erinnere von der rechten emporäre ja ja
- da hat er gegen die Studentinnen und sie sollen Kinder kriegen und unsere ja ja ja und wenn Sie schon wollen sie sowieso nur Männer finden das also los
- und da sind welche weggegangen die weggegangen sind ja an diesen Seiten aus
- Gauleiter Giesler brach seine Rede ab und lies dir Empore absperren und auf einmal hat man gemerkt jetzt die werden da mit Gewalt festgehalten
- ja und da kam also eine spontane Empörung nach einer Stunde durften einige Studentinnen die Empore verlassen
- was haben wir hier gemacht die ganze Zeit gewartet unsere Kameradinnen wieder wir wollen unsere Kamera
- und dann sind wir heraus und haben uns zu denen gestellt man hat dann keine gebildet indem man also sich eingehängt hat und nun die Kette
- genau [Gelächter] Polizisten die also diese rechte obere Empore abgesperrt hatten durchbrochen
- haben und dann die Kollegen also es waren wir fast nur uniformierte Kollegen und die Mädchen in ihrer Mitte genommen haben und wieder zurückgeflogen
- dann kam Polizei von der Stadt heraus und hat uns so von rückwärts eingekreist und dann dann die angefangen also so langsam zu drängen über die Isarbrücke
- energisch über die Brücke abgedrängt worden und die war ganz getrennt voll mit Studenten also es muss eine große Menge gewesen sein und dann ziemlich
- weit aber allmählich hat die Polizei sich hinein getränkt in die in die Menge und hat das also mit Gewalt auseinander springen wollen und uns vielleicht noch
- ein schönes Stück hinunter aufgelöst und dann sind wir erst langsam im Ofen auseinandergefallen und sind aber ziemlich beisammen geblieben also
- nicht mehr als geschlossene Wasser und Armen gruppiert eine gewisse Einigkeit nicht unter eine Freude eine Freude darüber dass wir
- irgend etwas getan und sind von hier aus sind sie dann zu einem doch ziemlich berühmten Marsch über die Ludwigstraße wieder ja also da sind dann sehr viele
- achterreihen genau ja ja und das war halt auch für damals also wo wir doch eigentlich ziemlich alle
- bedrückt waren also eigentlich eine gehoben das zweite Ereignis das den Aktionen der Studenten im Februar seinen Stempel
- aufdrückte bestimmte nicht nur die Atmosphäre in München die Niederlage von Stalingrad viele glaubten dies sei der Anfang vom Ende
- willi Graf schrieb in sein Tagebuch in Deutschland wird bekannt dass darin gerade von den Russen genommen sei eine Nachricht von großer Bedeutung das
- Empfinden wohl alle in der Nacht vom zweiten auf den dritten Februar entschlossen sich Morell Scholl
- und Graf ein Husarenstück zu wagen sie beschafften sich Farbe Pinsel und Schablonen und Marten zwischen der Universität und der Feldherrenhalle
- anti-nationalsozialistische Parolen an die Wände nieder mit Hitler schrieben sie dazu ein Hakenkreuz und strichenes mit roter Farbe durch
- es war lebensgefährlich jeden Augenblick konnte eine Patrouille kommen an der Feldherrenhalle stand der Ehrenposten für die Gefallenen des hitlerputsches
- von 1923 in München wusste jeder was dem Blüte der auch nur beim vorübergehenden Hitlergruß unterließ eine Fluchtmöglichkeit gab es nicht
- einer der drei stammt mit einer Pistole bewaffnet Wache aber was hätte die Pistole im Ernstfall genutzt Freunde kritisierten deshalb diese Tat die drei
- aber waren glücklich und die Wirkung am nächsten Tag gelohnte sie der Maler Geier kam zu ihnen zum
- Frühstück ich hatte mit Hans schon eine Woche vorher ausgemacht dass wir am Mittwoch
- den dass ich mit ihm am Mittwoch in die Universität gehe um den Professor Huber zu hören in der schwärmte von ihm und ausgerechnet dieser Mittwoch war der Tag
- verstanden ich kam morgens zum Frühstück in die französische Straße der Tisch war voll mit Essensresten deren Weinflaschen
- heute Nacht los gewesen ja wir mussten die Klinik so ein interessanter Fall also geglaubt hat ist nicht aber ich
- habe nicht weiter gefragt ich ging dann mit Hans um 10 Uhr zur Vorlesung und Universität wir kamen gerade dazu wie
- Putzfrauen dabei waren diese Buchstaben oder Freiheit es war viermal angeschrieben zweimal rechts und links weg zum Waschen
- der Platz stand vor Leute am Eingang der Universität wir gingen dann zur Vorlesung also da jetzt wo der
- geschwister-schollplatzung die Zeit der Straßen ist vorbei die Studenten wiederholten ihre Aktion
- Geier notierte am 8 und 15 Februar nachts wurden wieder Parolen gegen Hitler an die Hauswände gemalt es zeichnete sich jetzt auch die
- Möglichkeit ab den Widerstand auszuweiten in Berlin und in Saarbrücken hatten Kommilitonen alle Vorbereitungen getroffen um bei der Verbreitung
- weiterer Flugblätter zu helfen der Buchhändler Josef Söhngen erzählte Hans Scholl er könne einen Kontakt zu italienischen Widerstandskämpfern
- knüpfen ich war sehr befreundet mit dem Kunsthistoriker Professor Stephan auf einem Rüssel der aber seit vielen Jahren in Italien lebte und der der
- grundprinzessin von Italien die auch antifaschistisch waren Unterricht Kunstunterricht gegeben hat ich wollte hier in München um ihn mit
- Scholle zusammenzubringen Vorträge halten lassen und das hatte gestern und nicht erlaubt weil sie irgendwas gebrochen hatte oder so etwas und dann
- hat eine miesige musikagentur die Vorträge vermittelt das war mir ja gleich und alles kam daher zu spät
- auch die Bemühungen harmax den Kontakt zu den Leuten des 20 Juli herzustellen wegen vergeblich
- besuchte Hans Scholl und seine Freunde am 8 februar in München sie unterhielten sich über die Organisation des Widerstandes
- und nach verschiedenen theoretischen Gesprächen und praktischen Gesprächen kamen die Fragen und der Wunsch von Hans Scholl Verbindung mit der Berliner
- Widerstandsbewegung zu bekommen und ich konnte Ihnen sagen dass ich Verbindungen hätte und der Bahn möchte die aufzunehmen der verabredeten uns 22
- Februar hier in Berlin vor der Gedächtniskirche an diesem Tag am 22 Februar gehe ich nachmittags um 16 Uhr nach Eichkamp zu den Gebäudereinigung
- Bonhoeffer dietrich-bonhoeffer Widerstandsorganisation an die wir heute den 20 Juli nennen ich sagte ich treffe
- sie heute Nachmittag und kann ich heute abend zu euch kommen sie waren sehr einverstanden ich ging um 18 Uhr hier
- zur Gedächtniskirche und wartete 19 Uhr
- ich ging auf gegenüberliegende Straßenseite beobachtete die Gedächtniskirche noch so ca 15 Minuten bis 20 Minuten und dann
- heute weiß ich dass an diesem Tag bis zu dieser Zeit Hans scheuer bereits behaftet abgerurteilt hingerichtet
- das Flugblatt was sie da aufgelegt haben und nicht aufeinander geworfen haben das nimmt ja Bezug auf diese Ereignisse in Deutschen Museum als das erste Ereignis
- wo mal Studenten und Widerstand geleistet haben und sich etwas haben nicht gefallen lassen dieses Flugblatt schrieb Professor Huber Scholl und
- Schmorell redierten im Flugplatz heißt es Kommilitoninnen Kommilitonen erschüttert steht unser Volk vor dem Untergang der
- Männer in Stalingrad der Tag der Abrechnung ist gekommen deutsche Studentinnen haben an der Münchner Hochschule auf die Besudelung ihrer Ehre
- eine würdige Antwort gegeben das ist ein Anfang unser Dank gilt den tapferen Kameradinnen und Kameraden die mit leuchtenden Beispiel vorangegangen sind
- Studentinnen und Studenten auf uns sieht das deutsche Volk von uns erwartet es wie 1813 die Brechung des napoleonischen so 1943 die Brechung des
- nationalsozialistischen Terrors Beresina und Stalingrad Flammen im Osten auf frisch auf mein Volk die Flammenzeichen rauchen
- nahm Hans Scholl den Aufruf seines Professors vielleicht wörtlich glaubte er man könnte das Volk das Hitler gewählt hatte wie im 19 Jahrhundert
- durch ein Flammenzeichen zur nationalen Empörung gegen seinen Führer bringen er war der Meinung wenn ein großes Verlag gegeben wird dann
- wird es überall in Deutschen Reich ähnliche Aktionen unternommen werden die Tochter kocht Hubers erinnert sich an die Reaktion ihres Vaters er war nicht
- der Meinung zum Beispiel dass es sinnvoll Warten wurde gesagt dass seine Unmöglichkeit gewesen und so vielleicht
- sind so etwas zu machen wenn man da also Menschenleben riskiert und weil das sinnlos sei auf diese Weise gesagt die kann man nur so verrückt sein
- Studenten zumal hier in München aufrütteln kommen kann eine psychischen Erregung eine Verzweiflung möchte ich sagen will
- glauben Sie dass der 18 Februar ein von Hans Scholl ausgesuchter Tag gewesen ist das kann ich nicht behaupten als die Geschwister Scholl am 18 februar die
- Universität schon verlassen hatten aber kehrt machten da entschlossen sie sich spontan zu einem ungeplanten Kanal
- vier Tage später standen die Geschwister Scholl und Christoph Probst vor dem Volksgerichtshof er tagte unter Vorsitz seines berüchtigten Präsidenten roland
- Freisler im Justizpalast dr samberger war Zuschauer des Prozesses [Musik] irgendwo möchte ich sagen schleimige
- gesprochen sondern sondern ganz klar und ruhig und und irgendwo mit einer sehr beachtlichen Haltung das ganze Verfahren hat im Verhältnis zu dieser
- Gewichtigkeit nicht sehr lange gedauert es waren ja nur drei vier Stunden die Angeklagten selbst waren außerordentlich gefasst in diesen Prozess man hat dem
- Hans Scholl natürlich eine ungeheuere Anspannung angemerkt er hat gelegentliche stehen vernommen worden und man hat im angesehen dass
- plötzlich ganz blass geworden ist und hat Angst gehabt der würde Umfallen aber das war dann nicht der Fall der hat dann wieder ganz klar gesprochen es wird
- erzählt dass so viel Scholl sehr gefasst gewesen ist ohne was sie außerordentlich ähm standhaft in ihre Haltung und Max sein dass sie auch ich glaube ich
- erinnern zu können dass sie auch so etwas leicht freche Antworten sogar gegeben hat dieses unerhört Liebe und reizende sagte
- Mädchen weil er nachher wie ein wie ein Löwe das Urteil stand schon fest bevor Freisler die fahrse eines Prozesses eröffnet hatte im Namen des deutschen
- Volkes wurden die Studenten zum Tode verurteilt die Gestapo brachte sie um 1:30 Uhr in ihre Todeszellen nach Stadelheim in der Vater soll für uns an
- den Ort an dem seine Kinder und Christoph Probst hingerichtet habe zuerst mit meiner Frau jüngsten Sohn meine Tochter so viel
- besucht die Aufstellung war es sehr lebt zu uns und die sophie war gefasst und [Musik]
- dann sagte meine Frau sind Sophie denk an Jesus die Sophie sagte ja Mutter aber auch
- im Augenblick kam der katholische geringe dann sofort es passierte auf die andere Seite des Ganges
- wo er mit dem Aufseher uns erwartete wir sprachen nicht viel ich ja Griff über die Schranke und nahm ihn in mein Arm und Küste
- wie vorher auch meine Tochter Sophie und sagte Hans ihr werdet einmal in die Geschichte eingehen der Vater Scholl hat mich dann Nachmittag um 5 Uhr wohl zu
- Hause noch mal angerufen hat gesagt es fehlt noch das gnadengesucht für den Christoph Probst seine Frau liegt im Krankenhaus in Tegernsee im Wochenbett
- können wir uns nicht treffen ich habe gesagt ja und wir haben uns dann um 6:30 Uhr hier in einem Restaurant getroffen während ich das irgendwie sucht gerade
- irgendwie übergeben habe habe ich in der Nähe des Tisch ist ein Bekannten getroffen der hat mir gesagt ich hätte im Radio gehört das also das bereits
- versteckbar zweiten Prozess der Weißen Rose verurteilte Freisler am 19 April Alexander Schmorell kurt Huber und willi Graf zum Tode Huber und Schmorell wurden
- am 13 juli 1943 auf Schafott geführt willi Graf musste bis zum 12 Oktober warten Huber ließ seine Frau und seine zwei kinderlos zurück
- Hans Leitbild sammelte in München und Hamburg Geld für sie er wurde denunziert und starb am 29 januar 1945 unter dem Fall bei
- der christliche Glaube gab ihnen allen in den letzten Stunden die Kraft nicht zu verzweifeln
- die Behauptung dass die studentengeprägt gewesen sein die Weißen Rose vom deutschen Idealismus ist völlig aus der Luft gegriffen das ist ein Schema dass
- man also das passt vielleicht und stimmt nicht wenn man ein wenn man ein Klischee haben will dann könnte man
- sagen sie waren kristallisten wie Pflege das der Tradition und dieser dieses Andenkens an die Geschwister Scholl dass das von
- ungeheuren Wert ist weil es gerade den die idealistische Grundlage für unseren demokratischen Staat doch sehr stärkt glaube nicht dass eine unmittelbare
- Nachfolge möglich ist und warum nicht das was ich vorhin gesagt habe wir leben in einer absolut anderen Welt ich bin sicher dass daran schuld so helle war
- dass er wenn er heute Dutschke hieße dann würde er so handeln und so reagieren gibt es überhaupt noch etwas was man heute ja als Vergleichspunkt
- heranziehen kann der wäre doch bestenfalls nur noch herauszugreifen dass es sich sozusagen um eine menschliche Haltung handelt denn
- wenn sie politische Parallelen ziehen wollen dann hinten sie doch alle in so starken Maße dass man also glaube ich nicht sagen kann wo die aus der
- parlamentarische Opposition mit denen sich jetzt der Weißen Rose oder ähnliches ich glaube das geht einfach nicht und hier Parallelen finden zu
- wollen das hat wenig Sinn und entsprechende Situation