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Hinduismus: Weltreligion erklärt | SRF Kids – Clip und klar! | Für Kinder erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 58 Zeilen
- So etwas hast du vermutlich noch nie gesehen, oder? Eine Kuh blockiert den ganzen Verkehr und wird nicht verscheucht.
- Solche Szenen habe ich selbst in Indien immer wieder gesehen. Warum das so ist, erkläre ich dir jetzt bei "Clip und klar!".
- Mit Untertiteln von SWISS TXT In diesem Video geht es um den Hinduismus.
- Der Hinduismus gehört zu den fünf sog. Weltreligionen. Hier siehst du das Symbol des Hinduismus: die heilige Silbe "Om".
- Die klingt so: - (Mann) Ommm. Damit beginnen und beenden viele Hindus ihre Gebete.
- Das hier ist ein besonders schöner und grosser hinduistischer Tempel. Der Minakshi-Tempel in Südindien.
- Der Hinduismus ist die älteste und drittgrösste der fünf Weltreligionen. Weltweit gibt es rund 1 Mrd. Hindus.
- Die allermeisten von ihnen leben in Indien. Aber auch in den Nachbarländern Sri Lanka, Nepal, Bhutan
- und in einigen weiteren Ländern ist der Hinduismus recht weit verbreitet. In der Schweiz leben etwa 50'000 Hindus.
- Kommen wir dazu, woran die Hindus glauben. Dazu musst du wissen, dass es nicht den einen Hinduismus gibt.
- Die Anhänger/-innen dieser Weltreligion haben z.T. sehr unterschiedliche Tra- ditionen, Rituale und Vorstellungen.
- Das ist auch ein Grund, warum es im Hinduismus unglaublich viele Göttinnen und Götter gibt.
- Manche sagen 30 Mio., andere sogar mehrere Hundert Mio. Gottheiten. Dabei suchen sich alle selbst aus, wen sie anbeten.
- Obwohl es so viele Gottheiten gibt, gibt es solche, die besonders wichtig sind
- und von vielen Hindus verehrt werden. Z.B. die drei höchsten Götter:
- Brahma. Er hat die Welt erschaffen. Dann haben wir Vishnu. Er bekämpft das Böse und soll die Welt erhalten.
- Und der Dritte ist Shiva. Er steht für Zerstörung und Neuanfang.
- Vielen Hindus ist auch die Göttin Lakshmi sehr wichtig. Sie steht für Glück und Schönheit.
- Ganesha ist auch ein Glücksgott. Ausserdem gilt er als sehr weise und ist ein Beschützer.
- Viele Hindus haben deswegen im Auto eine Figur von Ganesha, damit er sie vor Unfällen beschützt.
- Ganesha ist bei Kindern sehr beliebt. Er soll ihnen nämlich bei wichtigen Ereignissen im Leben helfen.
- Z.B. beim ersten Schultag. Und er liebt Süssigkeiten. Sympathisch, oder?
- Viele Hindus verehren auch Krishna mit der blauen Haut und der Flöte. Er steht für die Liebe oder die Freude.
- Hindus beten und verehren ihre Götter und Göttinnen an vielen Orten. Viele Familien haben zu Hause einen Altar
- oder ein ganzes Zimmer mit Bildern und Figuren, die ihren Gott oder ihre Göttin verkörpern.
- Die Zeremonie, mit der diese Gott- heiten verehrt werden, heisst Puja. Dabei schenken die Hindus ihnen Blumen, Essen oder Wasser.
- Auch im Tempel gibt es Pujas zu Ehren der Göttinnen und Götter.
- Dort führen Priester die Zeremonie durch. Viele Hindus kommen in den Tempel,
- um ihre Gottheit zu sehen und Geschenke zu bringen. Im Hinduismus gibt es viele heilige Schriften.
- Die ältesten sind rund 3'000 Jahre alt und heissen Veden. Darin stehen Botschaften der Gött/-innen.
- Auch das wichtigste Gebet der Hindus steht darin: das Gayatri-Mantra.
- Viele Hindus sprechen es jeden Tag. Kommen wir zu einigen Regeln,
- Bräuchen und Vorstellungen, die für alle Hindus gelten. Einmal im Leben sollten alle Hindus zum heiligen Fluss Ganges pilgern.
- Jedes Jahr reisen unglaublich viele Menschen an und baden im Wasser dieses Flusses,
- wie hier in der heiligen Stadt Varanasi. Sie glauben, dass sie so von ihren Sünden befreit werden.
- Da sie keine Tiere töten wollen, er- nähren sich viele Hindus vegetarisch. Für alle Hindus gilt: Rindfleisch essen geht gar nicht.
- Denn Kühe sind im Hinduismus heilig. In Indien dürfen sie frei in Städten und Dörfern herumlaufen.
- Wenn sie auf der Strasse liegen, darf man sie nicht verjagen. Jetzt weisst du auch, warum man in Indien oft solche Szenen sieht.
- Hindus glauben an die Wiedergeburt. Sie sind überzeugt, dass beim Tod nur der Körper stirbt.
- Die Seele wird in einem neuen Körper wiedergeboren. Als was man wiedergeboren wird, das bestimmt das Karma.
- Dazu zählen alle Taten eines Menschen während des ganzen Lebens. Wer viel Schlechtes getan hat, kann im nächsten Leben
- z.B. als Wurm wiedergeboren werden. Wer sich gut verhält,
- wird z.B. als Kind einer reichen Familie wiedergeboren. So der Glaube.
- Das eigentliche Ziel ist aber, gar nicht mehr wiedergeboren zu werden. Wer das schafft, erreicht das sog. Moksha.
- Es ist schwer zu beschreiben, was das genau ist. Die Hindus stellen sich Moksha
- als einen Zustand von unbeschreib- lichem, vollkommenem Glück vor. Als eine Erlösung. Als eine Verbindung mit dem Göttlichen.
- In Indien gibt es sehr grosse Unterschiede zwischen Arm und Reich. Bei einem der wichtigsten Feste des Hinduismus
- spielt das aber zumindest für einen Tag keine Rolle. Holi ist das fröhliche Frühlingsfest der Hindus.
- An diesem Tag feiern alle zusammen, unabhängig von Herkunft, Beruf oder Besitz.
- Die Menschen tanzen, singen Lieder und bewerfen sich mit buntem Pulver und Blüten.
- Ein weiteres wichtiges Fest ist das Lichterfest Diwali zum Ende der Regenzeit.
- Gefeiert wird der Sieg des Guten über das Böse. Tausende Öllampen werden angezündet, vor Fenstern, an den Tempeln
- oder auf kleinen Schiffchen, die im Fluss treiben. Daher hat das Fest auch seinen Namen:
- Diwali heisst übersetzt Lichtermeer. So, jetzt sind wir am Ende unserer Hinduismus-Folge.
- Klar ist, dass dies nur ein grober Überblick ist. Denn in so ein Video passt natürlich nicht alles rein,
- was eine ganze Weltreligion ausmacht. Aber viele wichtige Dinge kennst du jetzt.
- Übrigens: Wenn du mehr zu den anderen Weltreligionen erfahren willst, dann schau doch mal vorbei, die Videos sind unten verlinkt.
- So, das war's für heute, tschüs! SWISS TXT / Accessibility Services Kira Euler - 2023