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Recycling: Was, wie, wo beim Entsorgen? | SRF Kids – Clip und klar! | Für Kinder erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 53 Zeilen
- Heute mal wieder Pizza bestellt. Mhm, buonissimo. Was aber mache ich jetzt mit der leeren Schachtel?
- Einfach wegwerfen? Dazu hab ich eine Quizfrage für dich: Damit sie wieder benutzt werden kann.
- Die Antwort erfährst du in diesem Video. Mit Untertiteln von SWISS TXT Hallo, servus, salut bei "Clip und klar!".
- Heute geht es bei uns um Recycling. Im Wort Recycling steckt das englische Wort cycle für Kreislauf. Deshalb bestehen die meisten Zeichen für Recycling
- aus einem Kreis, der aus Pfeilen zusammengesetzt ist. Das Wort Recycling bedeutet Wiederverwertung. Die Idee: Materialien sollen nicht einfach weggeworfen,
- sondern gesammelt und wiederverwertet werden. Das u.a., weil es auf der Erde nicht unendlich viele Rohstoffe gibt. Gewisse Rohstoffe wachsen nicht nach.
- Darum wird es sie nicht immer geben. Ein weiterer grosser Vorteil des Recyclings: Es gibt weniger Abfall. Recycling ist eine tolle Sache.
- Aber noch besser ist es, Abfall von Anfang an zu vermeiden. Denn davon gibt es in der Schweiz leider sehr viel. Bei uns werden pro Kopf rund 700 kg Abfall im Jahr produziert.
- Das sind etwa 2 kg pro Tag und Person. Das finde ich unglaublich. Davon wird bisher nur die Hälfte recycelt.
- Die andere Hälfte wird einfach verbrannt. Alles, was verbrannt ist, kann nicht mehr wiederverwertet werden und ist verloren.
- PET-Getränkeflaschen z.B. Im Schnitt werden zwar acht von zehn PET-Flaschen wiederverwertet, aber trotzdem landen viele Flaschen im Abfall
- und können daher nicht mehr recycelt werden. Zum Glück wird der grössere Teil der Flaschen gesammelt. Dieser wird anschliessend eingeschmolzen.
- Und aus dem PET-Material werden etwa zur Hälfte wieder neue Flaschen. Aus dem Rest entstehen z.B. Verpackungen und sogar Kleider. Achtung: Nicht alle Plastikflaschen gehören in die PET-Sammlung.
- Nur die Flaschen von Getränken, die dieses Zeichen haben. Dieses findest du meist auf dem Etikett. Und ob es PET ist, steht manchmal auch auf der Flasche.
- Übrigens: Wenn du eine PET-Flasche entsorgst, lass am besten vorher die Luft aus der Flasche. Dann passen mehr Flaschen in den Container.
- Andere Plastikflaschen, z.B. die von Waschmitteln oder Duschgels, kannst du bei vielen grösseren Einkaufsläden zurückgeben. Was denkst du, welches Material
- wird in der Schweiz am meisten gesammelt und wiederverwertet? Tadaa! Glas! Zu 97 %, also fast alles, was in Glasverpackungen ist,
- wird wiederverwertet. Das ist eine reife Leistung. Der grösste Teil davon sind Getränkeflaschen.
- Es landen aber auch fast alle Kon- fitüren-, Gurken- oder Gewürzgläser in der Glassammlung. Das Gute an Glas ist,
- dass es immer wieder eingeschmolzen und wiederverwertet werden kann. Also so oft man will. Cool, oder? Aus dem Altglas werden dann z.B. wieder neue Flaschen geformt.
- Aus Alt mach Neu. Das Einschmelzen von altem Glas braucht zwar Energie, aber viel weniger,
- als wenn etwas aus Glas ganz neu hergestellt werden muss. Du siehst: Mit Recycling wird Energie gespart. Es gibt übrigens auch Glasflaschen,
- die nur gründlich gewaschen und dann wieder neu befüllt werden. Diese heissen Mehrwegflaschen. Diese Flaschen kauft man in einer Harasse
- und gibt die leeren Flaschen auch wieder in dieser zurück. Wichtig beim Recycling von Glas: nach Farben sortieren. Das kommt daher, dass z.B. schon nur ein bisschen gelbes Glas
- weisses Glas beim Schmelzen verfärbt. Auch braunes Glas muss separat entsorgt werden. Also: braun zu braun, weiss zu weiss und grün zu grün.
- Was ist aber mit allen anderen farbigen Gläsern, die weder weiss noch braun oder grün sind, z.B. mit dieser blauen Flasche? Auch die kommt in den Grünglas-Container.
- Das hat u.a. damit zu tun, dass grünes Glas beim Schmelzen weniger empfindlich ist, wenn es mit anderem Glas gemischt wird.
- Trinkgläser oder Vasen müssen übrigens separat entsorgt werden, weil sie nicht aus dem gleichen Glasmaterial sind wie Glasflaschen. Daher kommen sie in den Abfall.
- Ich habe noch einen Tipp für dich: Bevor du das Glas entsorgst, wasch es am besten kurz aus. Und: Deckel oder Schraubverschluss abschrauben.
- Denn die gehören nicht in die Glassammlung. Sind sie aus Kunststoff, kommen sie zum Abfall. Wenn sie aus Metall sind, kannst du sie mit Aluminium und Blech sammeln.
- Das bringt uns zum nächsten Material: Aluminium. Du kennst es vielleicht am besten als Dose. Auch diese kann gut recycelt werden.
- Bevor du sie in den Sammelcontainer wirfst: am besten noch kleiner machen, damit mehr in den Container passt. Aludosen kannst du übrigens
- in den gleichen Container wie Konservendosen reinwerfen, obwohl diese aus Blech sind. Denn Blech ist magnetisch, Alu nicht. Im Recycling können sie mit Magneten deshalb einfach sortiert werden.
- Ursprünglich wird Aluminium aus dem Gestein Bauxit gewonnen. Der Abbau und die Herstellung sind sehr aufwendig. In der Schweiz gibt es den Rohstoff nicht,
- darum muss dieser eingekauft werden. Es ist also wichtig, dass Aluminium wiederverwertet wird, damit es in der Schweiz bleibt und nicht verloren geht.
- Denn Aluminium kann wie Glas immer wieder eingeschmolzen und neu verwertet werden. Das Gleiche passiert mit Blechdosen.
- Aus geschmolzenem Blech entstehen z.B. Schrauben oder Nägel. Damit ihr zu Hause die verschiedenen Materialien fürs Recycling gut trennen und sammeln könnt,
- legt ihr euch am besten verschiedene Behälter zu. Für Glas, für PET-Flaschen, für Alu- und Konservendosen oder auch für Papier und Karton.
- Genau das weisst du sicherlich schon: Papier und Karton können ebenfalls recycelt werden. Das ist wichtig, denn beide bestehen aus Holzfasern.
- Und diese kommen von Bäumen. Je mehr Papier und Karton recycelt wird, desto weniger neues Holz braucht es.
- Das ist super für die Umwelt. Damit aus altem Papier neues entstehen kann, wird es mit Wasser und Seife zu einer Art Brei eingeweicht.
- Danach wird der Brei auf ein Laufband verteilt, gepresst und getrocknet. So also entsteht neues Papier. Auch Karton kann wiederverwertet werden.
- Aber hier musst du aufpassen: Wenn der Karton dreckig ist, z.B. von Essen oder Öl, dann kommt er in den normalen Abfallsack. Das ist bei einer Pizzaschachtel oft der Fall.
- Die darf deshalb nur recycelt werden, wenn sie ganz sauber ist. Sonst gehört sie in den Abfall. Damit kennst du die Antwort auf unsere Quizfrage.
- Richtig ist Antwort C. Auch elektronische Geräte wie Handys können recycelt werden. Am besten bringst du dein altes Handy wie auch andere elektronische Geräte
- zu einem Recyclinghof. Dort können diese auseinandergenommen und die Stoffe wiederverwertet werden.
- Wenn du mehr zur Herstellung und Wiederverwertung von einem Handy sehen möchtest, die Folge ist in der Beschreibung verlinkt. Fassen wir also zusammen:
- Recycling bedeutet, Dinge nicht einfach wegzuwerfen, sondern dass das Material wiederverwertet wird. PET-Flaschen, Glas, Blech- und Aluminiumdosen,
- Papier und Karton können gut wiederverwertet werden. Aus PET-Flaschen entstehen neue Flaschen - so landet weniger Plastik im Abfall.
- Das Recycling von Glas spart u.a. Energie und beim Wiederverwerten von Alu bleibt der Rohstoff erhalten, den es in der Schweiz gar nicht gibt.
- Wenn Papier und Karton recycelt wird, braucht es weniger neues Holz zur Herstellung. Je mehr recycelt wird, desto weniger landet im Abfall
- oder verschmutzt die Umwelt. Aber noch besser ist es, erst gar nicht viel Müll zu machen und immer zu schauen, was alles wiederverwertet werden kann.
- Danke fürs Zuschauen, bis zum nächsten Mal bei "Clip und klar!".
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