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Vulkane: wie, wo & warum entstehen sie? 🌋 | SRF Kids – Clip und klar! | Für Kinder erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 55 Zeilen
- . Gewaltig schön, ein solcher Vulkanausbruch.
- Wie kommt es zu einem Vulkanausbruch und kann das auch in der Schweiz passieren?
- Das klären wir heute. Willkommen bei "Clip und klar!" Mit Untertiteln von SWISS TXT
- Solche Vulkanausbrüche sind nicht nur beeindruckend, sondern auch gefährlich.
- Gesteinshagel, giftige Gase und glühende Lava können für Menschen, Tiere und Pflanzen tödlich sein.
- Manchmal verbreitet sich bei einem Ausbruch so viel Asche in grosser Höhe,
- dass Flugzeuge nicht mehr fliegen können. Um zu verstehen, wie ein Vulkan ausbricht,
- müssen wir uns zuerst anschauen, wie unsere Erde aufgebaut ist. Im Prinzip kannst du dir die Erde ein bisschen so vorstellen
- wie diesen Pfirsich hier. Beide bestehen aus unterschiedlichen Schichten.
- Ganz innen ist der Kern. Bis zum Innersten des Erdkerns ist es rund 6'000 km weit.
- Dort ist es unglaublich heiss, etwa 5'300 °C. Das ist ungefähr so heiss wie die Sonne an ihrer Oberfläche.
- Der Erdkern wir von einem inneren und einem äusseren Erdmantel umschlossen. Dieser ist teils fest und teils flüssig.
- Auch hier ist es noch mehrere Tausend Grad heiss. Wo Hitze und Druck besonders hoch sind, schmilzt das Gestein.
- Dieses geschmolzene Gestein heisst Magma und ist ständig leicht in Bewegung.
- Darüber ist die äusserste Schicht der Erde, die feste Erdkruste. Sie ist im Verhältnis zum Rest sehr dünn,
- im Schnitt nur rund 35 km dick. Zum Vergleich nochmals der Pfirsich,
- der ähnlich aufgebaut ist wie unsere Erde. Das alles ist der Erdmantel
- und die dünne Pfirsichhaut ist die Erdkruste, der Teil, auf dem wir herumlaufen.
- Anders als die Pfirsichhaut ist die Erdkruste kein zusammenhängendes Stück,
- sondern setzt sich aus riesigen Erdplatten zusammen. Diese Platten bewegen sich ganz langsam auf dem Erdmantel herum.
- All das müssen wir wissen, um zu verstehen, wie es zu Vulkanausbrüchen kommen kann.
- Es gibt drei Arten von Ausbrüchen. Erstens: Die Erdplatten treiben auseinander.
- Dadurch entstehen Gänge und Risse. Diese werden durch flüssiges Magma aufgefüllt.
- In einer Art Blase sammeln sich über die Zeit Magma und Gas an. Irgendwann wird der Druck so hoch,
- dass alles explosionsartig herausgeschleudert wird. Sobald Magma an die Oberfläche gelangt,
- wird es übrigens Lava genannt. Beim Ostafrikanischen Graben gibt es z.B. Vulkane, die so entstanden.
- Dort treiben die Erdplatten auseinander. Der Kilimandscharo ist ein berühmtes Beispiel dafür.
- Zweitens: Die Erdplatten stossen zusammen. Eine Erdplatte trifft auf eine andere und schiebt sich darunter.
- Die untere Platte beginnt teilweise zu schmelzen. Diese geschmolzene Masse, das Magma, sucht sich einen Weg nach oben,
- sammelt sich und irgendwann - oft erst nach Tausenden von Jahren - kommt es zum Vulkanausbruch.
- Besonders viele solcher Vulkane gibt es entlang des Pazifischen Feuerrings,
- da dort verschiedene grosse Platten aufeinanderstossen. Und drittens: Einige Vulkane liegen nicht auf den Plattengrenzen,
- sondern mitten auf einer Platte. Das kommt daher, dass manche Stellen im Erdmantel besonders heiss sind.
- Wenn die Erdkruste darüber nicht so dick ist, brennt sich das heisse Magma dort durch.
- Ein Beispiel dafür ist Hawaii. Diese Inselkette besteht aus Vulkanen,
- die aufgrund einer solchen heissen Stelle entstanden. Weltweit gibt es rund 1'500 Vulkane über dem Meeresspiegel
- und wahrscheinlich mindestens nochmals so viele unter dem Meer. Sie sind ziemlich unterschiedlich,
- der grobe Aufbau ist allerdings ähnlich. Meist gibt es eine Magmakammer, also eine Art Blase,
- in der sich über die Zeit Magma und Gase sammeln. Wenn die Magmakammer voll ist und der Druck zu gross wird,
- steigt das Magma durch den Schlot zur Erdoberfläche auf. Aus dem Krater werden dann Gesteinsbrocken,
- Asche und Magma ausgestossen, das von da an als Lava bezeichnet wird.
- Der häufigste Vulkantyp ist übrigens der Schichtvulkan. Nach dem explosiven Ausbruch kühlt die Lava ab, wird fest,
- und die Asche sinkt herab. Mit jedem neuen Ausbruch wird eine neue Schicht darübergelegt.
- So kann ein immer höherer Berg entstehen. Der Vesuv in Italien ist ein solcher Schichtvulkan.
- Der zweithäufigste Typ ist der Schildvulkan, der eher flach ist, wie ein Schild eben.
- Der Skjaldbreidur in Island ist ein solcher Schildvulkan. Anders als beim Schichtvulkan
- gibt es meist keine explosionsartigen Ausbrüche. Die Lava fliesst häufiger und ruhiger heraus
- und ist dabei so heiss und flüssig, dass sie sich weit ausbreitet, bevor sie abkühlt.
- Also, nochmals kurz und knapp zusammengefasst: Vulkanausbrüche gibt es,
- weil das Innere unserer Erde teilweise flüssig ist und die Erdplatten beweglich sind.
- So kann sich das heisse Magma an einigen Stellen einen Weg durch die Erdkruste suchen und an die Oberfläche gelangen.
- Und nun zur Frage, ob Vulkanausbrüche auch bei uns in der Schweiz möglich sind.
- Das ist extrem unwahrscheinlich. Dies v.a., weil die Erdkruste unter unseren Füssen sehr dick ist,
- sodass das Magma nicht aufsteigen kann. Boah, Glück gehabt.
- Tschüss und bis zum nächsten Mal. SWISS TXT / Accessibility Services Manuela Waldner - 2022