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Vulkane: wie, wo & warum entstehen sie? 🌋 | SRF Kids – Clip und klar! | Für Kinder erklärt

SRF Kids6:03 412.635 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 55 Zeilen
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  1. . Gewaltig schön, ein solcher Vulkanausbruch.
  2. Wie kommt es zu einem Vulkanausbruch und kann das auch in der Schweiz passieren?
  3. Das klären wir heute. Willkommen bei "Clip und klar!" Mit Untertiteln von SWISS TXT
  4. Solche Vulkanausbrüche sind nicht nur beeindruckend, sondern auch gefährlich.
  5. Gesteinshagel, giftige Gase und glühende Lava können für Menschen, Tiere und Pflanzen tödlich sein.
  6. Manchmal verbreitet sich bei einem Ausbruch so viel Asche in grosser Höhe,
  7. dass Flugzeuge nicht mehr fliegen können. Um zu verstehen, wie ein Vulkan ausbricht,
  8. müssen wir uns zuerst anschauen, wie unsere Erde aufgebaut ist. Im Prinzip kannst du dir die Erde ein bisschen so vorstellen
  9. wie diesen Pfirsich hier. Beide bestehen aus unterschiedlichen Schichten.
  10. Ganz innen ist der Kern. Bis zum Innersten des Erdkerns ist es rund 6'000 km weit.
  11. Dort ist es unglaublich heiss, etwa 5'300 °C. Das ist ungefähr so heiss wie die Sonne an ihrer Oberfläche.
  12. Der Erdkern wir von einem inneren und einem äusseren Erdmantel umschlossen. Dieser ist teils fest und teils flüssig.
  13. Auch hier ist es noch mehrere Tausend Grad heiss. Wo Hitze und Druck besonders hoch sind, schmilzt das Gestein.
  14. Dieses geschmolzene Gestein heisst Magma und ist ständig leicht in Bewegung.
  15. Darüber ist die äusserste Schicht der Erde, die feste Erdkruste. Sie ist im Verhältnis zum Rest sehr dünn,
  16. im Schnitt nur rund 35 km dick. Zum Vergleich nochmals der Pfirsich,
  17. der ähnlich aufgebaut ist wie unsere Erde. Das alles ist der Erdmantel
  18. und die dünne Pfirsichhaut ist die Erdkruste, der Teil, auf dem wir herumlaufen.
  19. Anders als die Pfirsichhaut ist die Erdkruste kein zusammenhängendes Stück,
  20. sondern setzt sich aus riesigen Erdplatten zusammen. Diese Platten bewegen sich ganz langsam auf dem Erdmantel herum.
  21. All das müssen wir wissen, um zu verstehen, wie es zu Vulkanausbrüchen kommen kann.
  22. Es gibt drei Arten von Ausbrüchen. Erstens: Die Erdplatten treiben auseinander.
  23. Dadurch entstehen Gänge und Risse. Diese werden durch flüssiges Magma aufgefüllt.
  24. In einer Art Blase sammeln sich über die Zeit Magma und Gas an. Irgendwann wird der Druck so hoch,
  25. dass alles explosionsartig herausgeschleudert wird. Sobald Magma an die Oberfläche gelangt,
  26. wird es übrigens Lava genannt. Beim Ostafrikanischen Graben gibt es z.B. Vulkane, die so entstanden.
  27. Dort treiben die Erdplatten auseinander. Der Kilimandscharo ist ein berühmtes Beispiel dafür.
  28. Zweitens: Die Erdplatten stossen zusammen. Eine Erdplatte trifft auf eine andere und schiebt sich darunter.
  29. Die untere Platte beginnt teilweise zu schmelzen. Diese geschmolzene Masse, das Magma, sucht sich einen Weg nach oben,
  30. sammelt sich und irgendwann - oft erst nach Tausenden von Jahren - kommt es zum Vulkanausbruch.
  31. Besonders viele solcher Vulkane gibt es entlang des Pazifischen Feuerrings,
  32. da dort verschiedene grosse Platten aufeinanderstossen. Und drittens: Einige Vulkane liegen nicht auf den Plattengrenzen,
  33. sondern mitten auf einer Platte. Das kommt daher, dass manche Stellen im Erdmantel besonders heiss sind.
  34. Wenn die Erdkruste darüber nicht so dick ist, brennt sich das heisse Magma dort durch.
  35. Ein Beispiel dafür ist Hawaii. Diese Inselkette besteht aus Vulkanen,
  36. die aufgrund einer solchen heissen Stelle entstanden. Weltweit gibt es rund 1'500 Vulkane über dem Meeresspiegel
  37. und wahrscheinlich mindestens nochmals so viele unter dem Meer. Sie sind ziemlich unterschiedlich,
  38. der grobe Aufbau ist allerdings ähnlich. Meist gibt es eine Magmakammer, also eine Art Blase,
  39. in der sich über die Zeit Magma und Gase sammeln. Wenn die Magmakammer voll ist und der Druck zu gross wird,
  40. steigt das Magma durch den Schlot zur Erdoberfläche auf. Aus dem Krater werden dann Gesteinsbrocken,
  41. Asche und Magma ausgestossen, das von da an als Lava bezeichnet wird.
  42. Der häufigste Vulkantyp ist übrigens der Schichtvulkan. Nach dem explosiven Ausbruch kühlt die Lava ab, wird fest,
  43. und die Asche sinkt herab. Mit jedem neuen Ausbruch wird eine neue Schicht darübergelegt.
  44. So kann ein immer höherer Berg entstehen. Der Vesuv in Italien ist ein solcher Schichtvulkan.
  45. Der zweithäufigste Typ ist der Schildvulkan, der eher flach ist, wie ein Schild eben.
  46. Der Skjaldbreidur in Island ist ein solcher Schildvulkan. Anders als beim Schichtvulkan
  47. gibt es meist keine explosionsartigen Ausbrüche. Die Lava fliesst häufiger und ruhiger heraus
  48. und ist dabei so heiss und flüssig, dass sie sich weit ausbreitet, bevor sie abkühlt.
  49. Also, nochmals kurz und knapp zusammengefasst: Vulkanausbrüche gibt es,
  50. weil das Innere unserer Erde teilweise flüssig ist und die Erdplatten beweglich sind.
  51. So kann sich das heisse Magma an einigen Stellen einen Weg durch die Erdkruste suchen und an die Oberfläche gelangen.
  52. Und nun zur Frage, ob Vulkanausbrüche auch bei uns in der Schweiz möglich sind.
  53. Das ist extrem unwahrscheinlich. Dies v.a., weil die Erdkruste unter unseren Füssen sehr dick ist,
  54. sodass das Magma nicht aufsteigen kann. Boah, Glück gehabt.
  55. Tschüss und bis zum nächsten Mal. SWISS TXT / Accessibility Services Manuela Waldner - 2022

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