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Wie entstehen Fossilien? | SRF Kids – Clip und klar! | Für Kinder erklärt

SRF Kids4:16 57.564 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 39 Zeilen
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  1. Im Jahr 2002 machte ein Wanderer in der Ostschweiz eine spektakuläre Entdeckung.
  2. Am Chäserrugg in den Churfirsten fand er die Überreste eines Hais. Ein Hai in den Bergen? Wie der da hinkommt - jetzt bei uns.
  3. Mit Untertiteln von SWISS TXT Hi und servus bei "Clip und klar!".
  4. Bevor ich dir mehr von diesem Hai, einem krassen Meeressaurier-Killer, erzähle, müssen wir uns zuerst über Fossilien unterhalten.
  5. Fossilien sind Überreste von Pflanzen und Tieren aus einer längst vergangenen Zeit.
  6. Sie entstehen auf unterschiedliche Arten. Wir schauen uns jetzt an, wie ein Meeresfossil entsteht.
  7. Wenn ein Meerestier stirbt, dann sinkt es auf den Meeresboden. Dort beginnen die weichen Teile des Körpers zu verwesen.
  8. Das sind z.B. die Organe oder die Haut. In der Regel bleiben dann nur noch die harten Körperteile übrig,
  9. also z.B. die Knochen oder die Zähne. Im Lauf von vielen Tausend oder Millionen von Jahren
  10. werden die Reste des Tiers von immer mehr Schichten aus Sand oder Schlamm bedeckt.
  11. Unter dem immer grösser werdenden Druck des ganzen Materials verhärten sich diese Schichten
  12. und über die Jahrtausende wird alles zu Stein. Dabei werden auch die Überreste des toten Meerestiers zu Stein.
  13. Das ist ein ganz komplizierter Ablauf. Für dich ist wichtig zu wissen,
  14. dass sozusagen eine Steinkopie des Tiers entsteht. Jetzt sprechen wir von einem Meeresfossil.
  15. Aber was haben Meeresfossilien in den Bergen zu suchen, so wie der Hai vom Chäserrugg?
  16. Um das zu beantworten, müssen wir in der Zeit zurückreisen, und zwar unglaubliche 150 Mio. Jahre zurück.
  17. Damals war dort, wo heute Europa liegt, grösstenteils ein Meer, das sog. Tethysmeer.
  18. Das kannst du dir mal merken. Ich komme gleich darauf zurück. Zuerst müssen wir uns mit der Erdkruste beschäftigen.
  19. Das ist die oberste Schicht unserer Erde. Diese Erdkruste besteht aus Gesteinsplatten.
  20. Vor etwa 150 Mio. Jahren begannen sich die Afrikanische und die Europäische Platte
  21. aufeinander zuzubewegen, bis sie vor etwa 50 Mio. Jahren zusammenstiessen
  22. und übereinander geschoben wurden. Irgendwann wurde dann auch der Boden des Tethysmeeres -
  23. du erinnerst dich: das Meer von vorhin - zusammengefaltet und in die Höhe gedrückt.
  24. Über Millionen von Jahren entstanden so die Alpen. Die Schweiz und ihre Berge waren vor langer, langer Zeit
  25. also einmal der Boden eines riesigen Meeres. Deshalb können wir dort heute Meeresfossilien finden. Cool, was?
  26. Oft findet man Fossilien von Muscheln oder von Ammoniten. Das sind eine Art Tintenfische mit spiralförmigem Gehäuse,
  27. die vor Millionen von Jahren ausgestorben sind. So sahen diese Ammoniten damals vermutlich aus.
  28. Viel, viel seltener findet man Fossilien von Haien. Damit sind wir zurück beim Hai vom Chäserrugg.
  29. Dieser Fund war eine kleine Sensation. Man fand zwar nicht das ganze Haiskelett, aber immerhin 40 Wirbel.
  30. Expert/-innen schätzen, dass der Hai vor ungefähr 90 Mio. Jahren starb und etwa 5 m lang war.
  31. Er ist ein früher Verwandter des Weissen Hais und hatte bereits messerscharfe Zähne.
  32. Er jagte riesige Fische und im Wasser lebende Saurier. Fassen wir nochmals kurz zusammen:
  33. Fossilien sind Überreste von Pflanzen oder Tieren, die von Schlamm eingeschlossen wurden
  34. und über viele Millionen von Jahren versteinerten. Da unsere Berge hier in der Schweiz
  35. mal der Boden eines riesigen Meers waren, findet man heute in den Alpen Meeresfossilien.
  36. Falls du Lust bekamst, selbst nach Meeresfossilien zu suchen, versuch es doch mal auf einem der sog. Klopfplätze in der Schweiz.
  37. Das sind Orte, wo du besonders gute Chancen hast, auf Fossilien zu stossen.
  38. Wo diese Klopfplätze sind, weiss das Internet. Wenn du den nächsten Hai gefunden hast, melde dich bei uns.
  39. Danke fürs Zuschauen. SWISS TXT / Accessibility Services Manuela Waldner - 2022

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