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Statistische Signifikanz (einfach erklärt) 📊

shribe! - master your studies9:43 63.312 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 61 Zeilen
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  1. Das Ergebnis [musik] der Studie ist statistisch signifikant. So oder so ähnlich hast du bestimmt schon mal jemanden über eine wissenschaftliche
  2. Arbeit berichten oder reden hören. Aber was ist überhaupt statistische Signifikanz? Wie wird sie berechnet und in welchen Fällen ist dieser Begriff
  3. hilfreich? In diesem Video bekommst du die Antworten auf all diese Fragen. Doch nicht nur das. Ich erkläre dir auch,
  4. warum statistische Signifikanzen trügerisch sein können. So kannst du in Zukunft wissenschaftliche Studien und die Berichterstattung dazu kritisch
  5. betrachten und einschätzen, ob hier sauber argumentiert wird. Und damit herzlich willkommen bei [musik] Schreibe.
  6. Vielen Dank an Scribber für das Unterstützen dieses Videos. Mehr zu Scribber später. Zuallerst müssen wir uns klar machen,
  7. dass die alltagssprachliche Bedeutung des Begriffs Signifikanz eine andere als die der statistischen Signifikanz ist. Wenn etwas als signifikant bezeichnet
  8. wird, dann ist es groß oder bemerkenswert. ist etwas statistisch signifikant, heißt das aber nicht, daß es bedeutsam sein
  9. muss. Im Gegenteil, etwas statistisch signifikantes kann auch sehr klein und unbedeutend sein. Der Begriff der statistischen
  10. Signifikanz kommt zum Tragen, wenn mittels statistischer Verfahren quantitative Datensätze ausgewertet werden, insbesondere dann, wenn das Ziel
  11. einer Studie darin besteht, den Zusammenhang zweier Variablen auf mögliche Effekte hinzu überprüfen. Wird beispielsweise in einem Experiment
  12. eine unabhängige Variable manipuliert, z.B. das Verabreichen eines Nahrungsergänzungsmittels wird der Effekt dessen auf die abhängige
  13. Variable gemessen, z.B. die Kraftausdauer im Training. Ist dieser Effekt statistisch signifikant, dann sind alle happy und
  14. wir können nach Hause gehen. Nein, so einfach ist es natürlich nicht, aber dazu kommen wir gleich. Die statistische Signifikanz dient zur
  15. Überprüfung, wie wahrscheinlich das Ergebnis einer Messung nur durch Zufall entstanden ist oder ob tatsächlich ein Effekt besteht.
  16. Kommen wir zu dem Schluss, dass ein Ergebnis statistisch signifikant ist, dann besteht Grund zur Annahme, dass das Ergebnis der Analyse einer ausgewählten
  17. Stichprobe auch für die Grundgesamtheit gilt. In der Regel werden Studien ja nicht mit allen möglichen Menschen, die eine
  18. bestimmte Gruppe repräsentieren, also die Grundgesamtheit durchgeführt, sondern mit einer Stichprobe aus dieser Grundgesamtheit.
  19. Führst du beispielsweise eine Umfrage durch, dann nehmen vielleicht 200 Personen daran teil. Bei einem Experiment sind es vielleicht 60. Oder
  20. aber du hast Daten aus sozialen Medien oder von Unternehmen gesammelt, in denen du 1000 oder noch mehr Datensubjekte findest.
  21. Die Größe all dieser Stichproben ist bei der Interpretation von Signifikanztest zu beachten. Je kleiner die Stichprobe ist, desto schwieriger wird es einen
  22. statistisch signifikanten Zusammenhang zu entdecken. Das liegt daran, dass der Zufall immer mehr Einfluss gewinnt und ein sehr großer Effekt vorliegen muss,
  23. damit der Zufall statistisch ausgeschlossen werden kann. Je größer hingegen die Stichprobe, desto schneller lassen sich statistisch
  24. signifikante Zusammenhänge sehen. Das liegt daran, dass sich große Stichproben immer mehr der Grundgesamtheit annähern und ein zufälliges Ergebnis immer
  25. unwahrscheinlicher wird. Bevor wir nun zu wichtigen Begriffen wie P-Wert, Teststatistik oder Nullhypothese kommen, lass mich noch kurz ein paar Worte zum
  26. Sponsor dieses Videos Scribber sagen. Bist du auf der Suche nach einem Lektorat oder einer Plagiatsprüfung für deine wissenschaftliche Arbeit? Dann
  27. kann ich dir das Team von Scribber nur absolut ans Herz legen. Schaue einfach mal auf scribber.de de vorbei und schreibe mir eine kurze E-Mail an
  28. [email protected] für einen exklusiven Gutscheincode. Eine mathematische Größe, die für einen Signifikanztest von Bedeutung ist, ist
  29. der P-Wert. Der P-Wert fasst das Ergebnis einer Messung zusammen und hilft dabei zu bestimmen, wie wahrscheinlich das Ergebnis ein
  30. zufälliges Ergebnis oder ein tatsächlicher Effekt ist. Wie groß dieser Effekt ist, lässt sich am P-Wert nicht ablesen. Genauer gesagt, also ist
  31. der P-Wert die Wahrscheinlichkeit, dass unter der Annahme, die Nullhypothese sei wahr, die Teststatistik den Beobachteten oder einen extremeren Wert annimmt.
  32. Wow, Moment mal, ganz langsam. Hier sind nun zwei neue Begriffe gefallen. Teststatistik und Nullhypothese. Bei einem Signifikanztest sind zwei
  33. Arten von Hypothesen von Bedeutung. Da wäre erstens die Nullhypothese, die besagt immer, es besteht kein Effekt. Und das Gegenteil davon ist die
  34. Alternativhypothese, die besagt, es besteht ein Effekt. Die Alternativhypothese ist meistens Gleichbedeutung mit der Vermutung, die
  35. du aufstellst. Mit Hilfe eines Signifikanztests kann nun die Nullhypothese verworfen werden. Also z.B., wenn der P-Wert unter 0,05
  36. liegt. Wenn das der Fall ist, dann besteht Grund zur Annahme, dass ein Effekt besteht, der über den Zufall hinausgeht.
  37. Durch die Teststatistik, eine Hilfsfunktion der möglichen Ergebnisse, ergibt sich ein Ablehnungsbereich. Fällt das Ergebnis in diesen Bereich,
  38. ist die Nullhypothese abzulehnen. Wie groß dieser Bereich ist, legt das sogenannte Signifikanzniveau fest. Das liegt in der Regel bei 0,05, also 5%.
  39. Das hat keinen besonderen Grund, außer dass irgendjemand das mal so festgelegt hat und dieser jemand hieß Roland Fischer. Manchmal wird das
  40. Signifikanzniveau aber auch bei 0,01 also 1% angelegt. Ob ein Ergebnis statistisch signifikant ist, liegt also zu einem großen Teil
  41. daran, welches Signifikanzniveau zugrunde gelegt wird. Grundsätzlich wird aber natürlich ein P-Wert umso beeindruckender, je kleiner er ist.
  42. Ein beliebter Test zur Signifikanzprüfung ist der sogenannte Students Test. Der heißt nicht so, weil er Studierende zur Verzweiflung bringen
  43. soll. Sein Erfinder William Sely Gosset publizierte seine Gedanken zu diesem Test zunächst unter dem Pseudonum Student.
  44. Der T-Test ist ein Hypothesentest und wird gerne bei kleinen Stichproben verwendet. Er hilft also dabei zu entscheiden, ob die Nullhypothese
  45. abzulehnen ist oder nicht. Die Nullhypothese wird dabei durch die T-verteilung dargestellt, was bei kleinen Stichproben gegenüber anderen
  46. Hilfsfunktionen wie der Normalverteilung einen Vorteil bringt. Der T-Test wird angewendet, um statistisch signifikante Unterschiede
  47. zwischen zwei Variablen festzustellen. Hier kann der Test den Mittelwert der einen Variable mit dem Mittelwert der anderen Variable vergleichen. Das ist
  48. auch die häufigste Anwendung des Tests. Schauen wir uns mal ein Beispiel an. Wir machen ein Experiment mit zwei Gruppen von Studierenden. Beide Gruppen
  49. schreiben die gleiche Englischklausur. Eine Gruppe hat jedoch mit einer Kateikartenapp gelernt und die andere Gruppe nicht. Wir könnten nun vermuten,
  50. dass die Gruppe mit der App bessere Ergebnisse erzielt. In einem t-test vergleichen wir dann die Mittelwerte der Testergebnisse beider Gruppen
  51. miteinander. Es ist aber ebenso möglich, den Mittelwert einer Variable mit einem eigenen Sollwert oder auch
  52. Erwartungswert genannt zu vergleichen. Die T-verteilung folgt ebenfalls der Form einer Glocke und sieht so aus. Für den Test wird nun der T-Wert
  53. berechnet. Die Formel für den Test mit dem Mittelwert und einem Sollwert sieht so aus. N ist dabei die Größe der Stichprobe.
  54. Das x mit dem Strich ist der Mittelwert in Form des arithmetischen Mittels. Das M ist der Sollwert und S ist die Standardabweichung der Stichprobe.
  55. Der berechnete T-Wert wird nun ins Verhältnis zur 0 gesetzt. Liegt der Wert nah bei 0, stellen wir keinen signifikanten Unterschied zwischen den
  56. Mittelwerten oder dem Mittelwert und dem Sollwert fest. liegt der Wert im markierten Bereich an der Peripherie der Kurve, dann weichen
  57. die Werte so stark voneinander ab, dass die Nullhypothese abzulehnen ist. Wir können also einen Effekt vermuten. Die markierten Randbereiche, also alpha
  58. durch 2, werden durch das Signifikanzniveau, was Alpha ist, festgelegt. Bei einem beidseitigen Test hat man dann links 2,5% und rechts 2,5%.
  59. bei einem Signifikanniveau von 5%. Ein beidseitiger Test wird durchgeführt, wenn die zugrunde liegende Hypothese ungerichtet ist. Also es besteht
  60. irgendeinen Effekt. Der Test ist einseitig, wenn unsere Vermutung gerichtet ist. Z.B. Es besteht ein positiver Effekt oder es besteht ein
  61. negativer Effekt, dann würde man nicht Alpha durch 2, sondern nur Alpha, also 5% anlegen auf der entsprechenden Seite.

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