Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Das Lehnswesen im Mittelalter

Maren Seyfarth4:46 28.931 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 29 Zeilen
Herunterladen
  1. Die mittelalterliche Gesellschaft war in vier Stände eingeteilt. In der damaligen Vorstellung bekam der König von Gott einen bestimmten Herrschaftsbereich.
  2. Innerhalb dieses Herrschaftsbereiches gehörte dem König alles. Der Boden, also auch das Ackerland, aber auch alle Gebäude, Kirchen und letztendlich auch
  3. die Menschen, die im Herrschaftsbereich des Königs lebten. Weil dem König in diesem Gebiet alles gehört, wird er als der oberste Lehensher bezeichnet.
  4. Weil in diesem System von oben nach unten Lehen vergeben werden, heißt das System Lehenswesen. Der König konnte sein riesiges Reich
  5. nicht allein regieren. Deshalb holte er sich Unterstützung von reichen und mächtigen Adligen in seinem Reich, z.B. von den Herzögen.
  6. Für die vielen Feldzüge, die der König unternahm, mussten ihm die Herzöge ihre schwer beewaffneten Krieger oft sogar ihr ganzes Heer zur Verfügung stellen.
  7. Der König brauchte aber auch die Unterstützung der kirchlichen Würdenträger, z.B. der Bischhöfe. Diese waren sehr gebildet und hatten
  8. großen Einfluss aufs Volk. Die Bischhöfe waren also eine wichtige Stütze für den König. Sie konnten überwachen, daß seine Anordnungen im ganzen Reich umgesetzt
  9. wurden. Die Büschhöfe übernahmen wichtige Ämter und übten diese Ämter im Sinne des Königs aus. Doch die Herzöge und Büchhöfe verlangten
  10. für ihre Unterstützung eine Gegenleistung vom König. Der König verlie ihnen als Gegenleistung Land. Außerdem versprach er ihnen Schutz
  11. und Treue. Diese Pakete aus Land Schutz und Treue nennt man Lehen. So bekamen die Herzöge und Bischhöfe vom König ganze Landstücke mit fruchtbarem
  12. Ackerland verlieren, manchmal sogar mit ganzen Dörfern und Klöstern auf Lebenszeit. Sie durften frei über diese Landstücke
  13. verfügen. Ihnen gehörten alle Erträge, die auf diesem Land erzielt wurden. Durch die übernommenen Ämter und das erhaltene Land bekamen die Herzöge und
  14. Büschhilfe viel Macht. Weil sie ihr Lehen direkt vom König, also von der Krone bekamen, wurden sie als Kronasallen bezeichnet.
  15. Natürlich konnten die Kronasallen ihre Felder nicht selbst bestellen. Deswegen gaben sie es an Personen aus dem niederen Adel weiter.
  16. Bischhöfe gaben ihr Lehen oft an PTE weiter. Herzöge z.B. an Ritter, die besonders tapfer gekämpft haben.
  17. Für das verlierende Lehen mussten die Personen aus dem niederen Adel auch wieder Amts- und Kriegsdienste leisten.
  18. Die Kronwassalen beraten und unterstützen. Personen, die ihre Lehen von den Kronasallen erhielten, werden als Unterwasallen bezeichnet.
  19. Doch auch Ritter und PTE wollten und konnten nicht auf dem Feld arbeiten. Deshalb gaben auch sie das erhaltene Land weiter nach unten ab.
  20. An die Bauern. Die Bauern waren es, die nun wirklich auf den Feldern arbeiteten und die Erträge sicherstellten. Von dem, was die Bauern ernteten, mussten alle
  21. vier Stände ernährt werden. Als Gegenleistung für das erhaltene Land mussten die Bauern große Teile ihrer Erträge abgeben, aber auch Frohendienste
  22. leisten. Frohendienste waren Arbeitsdienste. So konnte ein Lensher, der einen Bauernland
  23. verlieren hatte, diesen zu Arbeitsdiensten auf seinen eigenen Feldern verpflichten. Der Bauer musste dann die Arbeit auf seinem eigenen Feld
  24. ruhen lassen und zuerst die Arbeit beim Lehensher erledigen. Die Bauern mussten fast ihre ganzen Erträge abgeben und selber oft Hunger leiten.
  25. Die mittelalterliche Gesellschaftsordnung wies jedem Menschen einen festen Platz zu in der Ständeordnung. Man wurde in seinen Stand
  26. hineingeboren, konnte aus diesem Stand nicht in einen tieferen absenken, aber auch nicht in einen höheren aufsteigen. Wer also als Sohn eines Bauern auf die
  27. Welt kam, konnte niemals Ritter, Graf oder König werden. Es spielte keine Rolle, ob man fleißig oder faul war, nur die Geburt entschied darüber, wer man
  28. war. Diese feste Ordnung wurde im Mittelalter von allen Menschen akzeptiert, weil alle glaubten, dass diese Ordnung von Gott
  29. gewollt ist und Gott es war, der jeden seinen Platz auf der Erde zugewiesen hat. M.

Zum Nachlesen