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Feudalismus erklärt I Regierungsformen I Geschichte

MrWissen2go Geschichte | Terra X3:13 361.590 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 22 Zeilen
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  1. Feudalismus, Lehnswesen und Vasallentum. Drei Begriffe, eine Erklärung jetzt. Das lateinische Wort Feudum, das heißt Lehen. Der Feudalismus ist also die
  2. Lehnsherrschaft oder auch das Lehnswesen. Da schließt sich natürlich direkt die Frage an, was bedeutet denn Lehen? Na ja, im Mittelalter braucht der
  3. König die Hilfe der Fürsten und der Bischöfe, um sein Reich regieren und kontrollieren zu können, sodass seine Befehle auch eingehalten werden.
  4. Und wenn der König in den Krieg zieht, dann stellen sich ihm die adligen Fürsten als seine Krieger zur Verfügung. Als Gegenleistung dafür gibt ihm der
  5. König nicht nur bestimmte Rechte, sondern auch Ämter oder vor allen Dingen Ländereien. Und das ist wirklich interessant. Der Adlige bekommt nicht
  6. nur die Ländereien, sondern hat auch das Recht, über die dort lebenden Untertanen zu verfügen.
  7. Und wenn der Adlige stirbt, dann gehen der Grund und das Recht über die dort lebenden Untertanen bestimmt zu dürfen, wieder an den König zurück. Es ist also
  8. nur geliehen. Ein Lehen ist also etwas, das der König für Dienste seiner Adligen verleiht. Der König ist damit der Lehnsherr und der Adlige der Lehnsmann.
  9. So einen Lehnsmann nennt man auch Vasall. So wie der König sich die Dienste der Fürsten sichert, das sind Herzöge,
  10. Grafen oder Bischöfe und Äbte, so versichern diese sich wiederum der Dienste niedriger Adliger, wie der Ritter. Und leihen Teile ihres Lehens
  11. weiter. Der Obere verspricht Schutz und gibt ein Lehen, der Untere verspricht Hilfe und Treue. Es geht hier also nicht um Befehl und Gehorsam, sondern um eine
  12. wechselseitige Verpflichtung. Wer mit einem Lehen belehnt wird, der darf das, was in dem Lehen erwirtschaftet wird, auch nutzen. Er ist
  13. der Herr der Bevölkerung, also der Herr der Bauern und sonstigen Menschen, die auf seinem Land leben. Die wiederum haben fast gar keine Rechte. Wie gesagt,
  14. das Lehen ist nur geliehen. Aber jetzt will natürlich ein Fürst oder ein Ritter das Lehen an seine Kinder vererben. Der König will die Familie an sich binden
  15. und belehnt tatsächlich die Kinder, meist den ältesten Sohn. Im Laufe der Jahrhunderte entwickeln sich aus der Gewohnheit bestimmte Rechte. Und so
  16. entsteht ein völlig kompliziertes Beziehungsgeflecht, ein Netz aus gegenseitigen Abhängigkeiten, Rechten und Pflichten. Mehr zur Gesellschaft im
  17. Mittelalter findet ihr in unserem Video zur Ständegesellschaft, wenn ihr oben auf das I klickt. Also, es gibt im Mittelalter keine Verfassung und es gibt
  18. keinen Staat im modernen Sinne, sondern die einzelnen Beteiligten sind untereinander durch eine Vielzahl persönlicher Beziehungen verbunden. Das
  19. Feudalsystem sorgt so für eine gemeinsame Herrschaft von König und Adel über die Untertanen. Es besteht, mit so ein paar Anpassungen, über Jahrhunderte
  20. hinweg. Hierbei musst du wissen, Geschichte findet ihr auch noch weitere Videos rund um das Mittelalter und natürlich könnt ihr uns auch Fragen
  21. stellen zu diesem Thema oder zu anderen Themen. Tut einfach unten in die Kommentare posten und wir kümmern uns dann darum. Und natürlich nicht
  22. vergessen, diesen Kanal hier zu abonnieren. Danke euch dafür, danke fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal.

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