Das Lehnswesen im Mittelalter Maren Seyfarth https://www.youtube.com/watch?v=V_dIL1rmk5k Transkript (automatisch erstellt) 0:07 Die mittelalterliche Gesellschaft war in vier Stände eingeteilt. In der damaligen Vorstellung bekam der König von Gott einen bestimmten Herrschaftsbereich. 0:18 Innerhalb dieses Herrschaftsbereiches gehörte dem König alles. Der Boden, also auch das Ackerland, aber auch alle Gebäude, Kirchen und letztendlich auch 0:26 die Menschen, die im Herrschaftsbereich des Königs lebten. Weil dem König in diesem Gebiet alles gehört, wird er als der oberste Lehensher bezeichnet. 0:38 Weil in diesem System von oben nach unten Lehen vergeben werden, heißt das System Lehenswesen. Der König konnte sein riesiges Reich 0:48 nicht allein regieren. Deshalb holte er sich Unterstützung von reichen und mächtigen Adligen in seinem Reich, z.B. von den Herzögen. 0:57 Für die vielen Feldzüge, die der König unternahm, mussten ihm die Herzöge ihre schwer beewaffneten Krieger oft sogar ihr ganzes Heer zur Verfügung stellen. 1:07 Der König brauchte aber auch die Unterstützung der kirchlichen Würdenträger, z.B. der Bischhöfe. Diese waren sehr gebildet und hatten 1:15 großen Einfluss aufs Volk. Die Bischhöfe waren also eine wichtige Stütze für den König. Sie konnten überwachen, daß seine Anordnungen im ganzen Reich umgesetzt 1:24 wurden. Die Büschhöfe übernahmen wichtige Ämter und übten diese Ämter im Sinne des Königs aus. Doch die Herzöge und Büchhöfe verlangten 1:34 für ihre Unterstützung eine Gegenleistung vom König. Der König verlie ihnen als Gegenleistung Land. Außerdem versprach er ihnen Schutz 1:43 und Treue. Diese Pakete aus Land Schutz und Treue nennt man Lehen. So bekamen die Herzöge und Bischhöfe vom König ganze Landstücke mit fruchtbarem 1:55 Ackerland verlieren, manchmal sogar mit ganzen Dörfern und Klöstern auf Lebenszeit. Sie durften frei über diese Landstücke 2:03 verfügen. Ihnen gehörten alle Erträge, die auf diesem Land erzielt wurden. Durch die übernommenen Ämter und das erhaltene Land bekamen die Herzöge und 2:12 Büschhilfe viel Macht. Weil sie ihr Lehen direkt vom König, also von der Krone bekamen, wurden sie als Kronasallen bezeichnet. 2:23 Natürlich konnten die Kronasallen ihre Felder nicht selbst bestellen. Deswegen gaben sie es an Personen aus dem niederen Adel weiter. 2:31 Bischhöfe gaben ihr Lehen oft an PTE weiter. Herzöge z.B. an Ritter, die besonders tapfer gekämpft haben. 2:44 Für das verlierende Lehen mussten die Personen aus dem niederen Adel auch wieder Amts- und Kriegsdienste leisten. 2:52 Die Kronwassalen beraten und unterstützen. Personen, die ihre Lehen von den Kronasallen erhielten, werden als Unterwasallen bezeichnet. 3:04 Doch auch Ritter und PTE wollten und konnten nicht auf dem Feld arbeiten. Deshalb gaben auch sie das erhaltene Land weiter nach unten ab. 3:18 An die Bauern. Die Bauern waren es, die nun wirklich auf den Feldern arbeiteten und die Erträge sicherstellten. Von dem, was die Bauern ernteten, mussten alle 3:28 vier Stände ernährt werden. Als Gegenleistung für das erhaltene Land mussten die Bauern große Teile ihrer Erträge abgeben, aber auch Frohendienste 3:37 leisten. Frohendienste waren Arbeitsdienste. So konnte ein Lensher, der einen Bauernland 3:47 verlieren hatte, diesen zu Arbeitsdiensten auf seinen eigenen Feldern verpflichten. Der Bauer musste dann die Arbeit auf seinem eigenen Feld 3:54 ruhen lassen und zuerst die Arbeit beim Lehensher erledigen. Die Bauern mussten fast ihre ganzen Erträge abgeben und selber oft Hunger leiten. 4:04 Die mittelalterliche Gesellschaftsordnung wies jedem Menschen einen festen Platz zu in der Ständeordnung. Man wurde in seinen Stand 4:11 hineingeboren, konnte aus diesem Stand nicht in einen tieferen absenken, aber auch nicht in einen höheren aufsteigen. Wer also als Sohn eines Bauern auf die 4:20 Welt kam, konnte niemals Ritter, Graf oder König werden. Es spielte keine Rolle, ob man fleißig oder faul war, nur die Geburt entschied darüber, wer man 4:29 war. Diese feste Ordnung wurde im Mittelalter von allen Menschen akzeptiert, weil alle glaubten, dass diese Ordnung von Gott 4:36 gewollt ist und Gott es war, der jeden seinen Platz auf der Erde zugewiesen hat. M.