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Können wir die Wirtschaft schrumpfen? | 42 - Die Antwort auf fast alles | ARTE

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Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 144 Zeilen
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  1. [Musik] die Weltwirtschaft läuft meistens jedenfalls wie eine gut geölte Maschine
  2. immer höher schneller weiter die einen finden das gut andere halten es für ein Problem denn wir verbrauchen und zerstören zu viel wenn die Wirtschaft
  3. weiter wie bisher wächst heißt das noch mehr Material noch mehr Energie und Treibhausgase und auch die Ungleichheit nimmt weiter zu wie wäre es also damit
  4. mal auf die Bremse zu treten eine Schrumpfung sollte man in jedem Fall vermeiden andere sagen wieso könnte doch
  5. funktionieren die Frage ist weg vom Wachstum heute oder Zusammenbruch morgen also angenommen wir würden es wirklich tun würden wir uns damit
  6. schaden oder wäre es die Lösung [Musik]
  7. [Musik] so richtig auf die Bremse treten was hieße das jetzt na ja weniger arbeiten weniger verbrauchen weniger produzieren
  8. und bauen und dann welche Folgen hätte das die gesamtwirtschaftliche Nachfrage geht zurück es wird weniger konsumiert es wird weniger investiert der Staat hat
  9. weniger Steuereinnahmen zusätzlich müsste er Schulden aufnehmen das würde zukünftige
  10. Haushalte belasten und das würde dann zu so einem negativen Effekt führen okay die sogenannte Rezession Stillstand Arbeitslosigkeit und schon
  11. bald hat der Staat zu wenig Geld für seine Aufgaben nach der Logik sind wir zu ständigem Wachstum gezwungen mit dem Wachstum ist es wie
  12. mit einem [Musik] Bärenbaby es sieht niedlich aus aber das
  13. Problem ist die Bären Mutter die reinkommt die auf den Kopf haut und dich frisst die Bärenmutter steht für die Strukturen des
  14. Kapitalismus des Profits und der Anhäufung von Reichtum diese Strukturen haben eingebaute wachstumszwänge ohne Wachstum Gerät die Wirtschaft in die
  15. Krise nehmen wir das Prinzip des Wettbewerbs ein Unternehmen das am Markt mithalten will muss seine Produktion ständig verbessern die nötigen investien
  16. kosten Geld und das gibt's nur wenn der Gewinn stetig steigt auch Staaten setzen auf Wachstum denn die Ausgaben etwa für Gesundheit oder Bildung steigen für
  17. höhere Steuereinnahmen die dafür notwendig sind braucht es mehr Produktion und mehr Konsum wir sind so scheint es gefangen
  18. im Wachstum wir müssen die Art und Weise wie wir produzieren wie wir konsumieren wie wir miteinander umen
  19. und mit der naturehen [Musik] Überdenken der Traum von einer
  20. Postwachstumsgesellschaft geht so wir würden nur noch so viel produzieren und verbrauchen wie nötig es gäbe weniger Konkurrenz und wir würden
  21. rücksichtsvoller miteinander umgehen was für ein Kontrast zur heutigen Welt über hunderte gar tausende von Jahre hat überhaupt kein
  22. wirtschaftliches Wachstum auf diesem Planeten stattgefunden das war eine Entwicklung die im Grunde immer stetig auf demselben Niveau sich bewegt hat
  23. ohne irgendwelchen wirtschaftlichen Wohlstandszuwachs und erst hier am Ende sozusagen wenn wir der heutigen Zeit immer näher kommen haben wir die
  24. industrielle Revolution die der Kickoff auch wenn auch nur auf sehr niedrigem Niveau für wirtschaftliches im Wachstum war und der eigentliche Wachstumsschub
  25. findet erst nach dem Zweiten Weltkrieg in den 1950er und 1960er Jahren statt wo wir einen richtigen Push nach oben bekommen das Wachstum im Grunde
  26. exponentiell sich entwickelt in diese Richtung und immer weiter ansteigt im Grunde bis zum heutigen Tag das Wachstum hat unsere Welt positiv verändert hat
  27. Fortschritt und Entwicklung ermöglicht wir leben länger und komfortabler nur mit unserem heftigen Verbrauch zerstören wir dabei auf Dauer
  28. das was wir und andere Wesen zum Leben brauchen wie kommen wir raus aus diesem Dilemma überlegen wir erstmal ob wir nicht irgendwie weiterwachsen können
  29. ohne dabei Schaden anzurichten die Idee nennt sich grünes Wachstum und sie geht so Kohle Gas und Öl werden durch erneuerbare Energien
  30. ersetzt außerdem sollen Ressourcen immer effizienter genutzt werden so könnte das Wachstum beibehalten werden bei gleichzeitig weniger
  31. Zerstörung wo sicher wachstumskritiker und wachstumsbefürworter einig sind ist dass wir eine Entkopplung brauchen zwischen wirtschaftlichen Wachstum auf
  32. der einen Seite und dem Verbrauch an natürlichen Ressourcen auf der anderen Seite und ist auch völlig unstrittig dass dieser Prozess schon in
  33. Gang ist einige Staaten haben es auch schon geschafft Wirtschaftswachstum und CO2 Ausstoß voneinander zu entkoppeln durch mehr Effizienz und neue
  34. Technologien trotz sinkender Emissionen floriert die Wirtschaft ist das also die Lösung da haben wir schon schon Technologien die sind aber im Moment
  35. noch nicht massentauglich um so zu formulieren und die haben auch noch ein zweites Problem sie sind noch nicht kostengünstig genug um eingesetzt werden
  36. zu können das sind zwei wichtige Voraussetzungen damit das auch wirklich funktioniert und es gibt noch ein Problem bei genauerem Hinsehen zeigt
  37. sich ganz so sauber ist das grüne Wachstum doch nicht würden die Länder die ihre Wirtschaftsleistung von den Emissionen entkoppelt haben mit dem
  38. aktuellen Tempo weitermachen würde es durchschnittlich über 20 Jahre dauern bis sie klimaneutral
  39. sind grünes Wachstum ist im Grunde [Musik] Gre so als würde ich sagen ich habe eine
  40. Diät gemacht und in 10 Jahren 20 g abgenommen ich meine das ist eine absolute Entkopplung ich werde älter und reduziere mein Gewicht aber eine Diät
  41. kann man das nicht nennen selbst in Ländern in denen weniger Treibhausgase ausgestoßen werden werden
  42. sie ja immer noch ausgestoßen der Rückgang geht langsam und hält oft nur für eine gewisse Zeit an und das ist nicht das einzige Problem um den
  43. Planeten nicht zu überfordern müssten wir auch den Verbrauch von Material und Wasser reduzieren weniger chemische Düngemittel verwenden und vieles mehr
  44. wir können uns den Handlungsspielraum wie einen Donut vorstellen der der Teig ist dabei die ökologische und soziale Grundlage greifen wir zu stark in die
  45. Ökosysteme der Erde ein etwa durch Materialverbrauch Stickstoffeinträge und CO2 Emissionen greifen wir unsere Grundlagen ebenso an als würden wir zu
  46. wenige Ressourcen nutzen was dann auf Kosten von Bildung Energie oder Arbeit ginge unser Spielraum ist also eng so eng dass derzeit kein Land in der Lage
  47. ist alle Grundbedürfnisse zu decken ohne dabei dem Planeten zu schaden aber wären effizientere Technologien nicht trotzdem schon die halbe Miete mit ihnen könnten
  48. wir immerhin einen Großteil des Verbrauchs loswerden was dagegen spricht ist der sogenannte Rebound Effekt
  49. 1865 stellte der britische Ökonom William Stanley jeevens fest dass der Kohleverbrauch in England nicht sank obwohl das neue der Dampfmaschine viel
  50. weniger verbrauchte denn der Einsatz von Dampfmaschinen war jetzt so günstig dass immer mehr angeschafft wurden am Ende wurde mehr Kohle verbraucht als
  51. vorher das gleiche sehen wir heute bei den energiesparenden Lampen wir setzen mehr Licht ein oder bei sparsameren Motoren wir kaufen jetzt größere Autos
  52. wirtschaftswachtum ob grün oder nicht führt bisher zumindest zu hohem Verbrauch zu Verschmutzung und Zerstörung und dann ist da noch die
  53. soziale Frage all das Wachstum das wir zu einem so hohen Preis erwirtschaften kommt den Menschen in sehr ungleicherweise
  54. zugute mehr als 80% des Wirtschaftswachstums eines Landes geht an die reichsten paar Prozent der Menschen die Leute denken das
  55. Wirtschaftswachstum komme ihnen zuugute aber das ist nicht wahr die lang verbreitete Annahme dass doch letztlich alle davon profitieren
  56. wenn der Wohlstand der Reichen wächst der sogenannte Tri EFF gilt heute als widerlegt hinzu kommt das Ungleichgewicht mehrere Dimensionen hat
  57. es geht nicht nur um Geld es geht auch um den Zugang zuur Bildung zu Gesundheitsleistungen zu öffentlicher Infrastruktur all diese Messgrößen
  58. zeigen wie die sozioökonomische Ungleichheit zunimmt zusammengefasst weiter zu wirtschaften wie bisher ist keine Lösung
  59. grüne Technologie allein auch nicht aber kann der Weg der Schrumpfung der richtige sein schließlich brauchen wir ja eine Wirtschaft die
  60. läuft es geht nicht darum die bestehende Wirtschaft einfach klein zu machen sondern sie so umzugestalten dass sie auf die richtige Größe schrumpfen kann
  61. ohne dabei Arbeitsplätze und soziale Sicherheit zu gefährden das ist möglich wir haben Modelle dafür aber es erfordert eine Veränderung
  62. wirtschaftlicher Strukturen klar okay dann lassen wir uns mal darauf ein auf das sogenannte degowth oder
  63. postwachstum wenn wir weiter wachsen machen wir es schlimmer stattdessen brauchen wir degowth ab hier sinkt das Niveau von
  64. Produktion und Konsum weniger Autos weniger Flugzeuge Gebäude T-Shirts Einkaufszentren oder
  65. Finanztransaktionen um in eine postwachstumsökonomie zu kommen aber wie viel weniger denn von
  66. allem unter den heutigen Bedingungen könnten wir mit viel weniger Ressourcenverbrauch gut leben in Europa kämen wir wahrscheinlich mit 80% weniger
  67. Energie aus in den USA wahrscheinlich mit 90% weniger offenbar geht es um staatliche Eingriffe mit dem Ziel Sektoren die
  68. nicht lebensnotwendig sind aber groe Schäden anrichten einzuschränken oder zu verbieten Inlandsflüge oder SUVs oder auch die
  69. Werbeindustrie wir sollen Werbung verbieten für eine wachsende Wirtschaft ist Werbung toll Menschen konsumieren mehr Unternehmen produzieren mehr wir
  70. bauen mehr Ressourcen ab und produzieren mehr Müll wenn das das Ziel ist gut aber in einer Wirtschaft in der man einfach nur genug haben will wird Werbung
  71. kontraproduktiv okay sie wollen sich wirklich mit der bärenmama Anlegen der Markt ist der König er ist Gott aber in einem transformierten
  72. System würd es den nicht mehr geben wir würden die Entscheidungen treffen wir würden den Markt nicht seiner Eigendynamik überlassen sondern
  73. Umsteuern also ein Staat der die Wirtschaft lenkt h sollte sich die Politik da nicht besser raushalten andererseits der Staat mischt
  74. sich ja heute schon ein etwa in Form von Subventionen z.B für den Ausbau erneuerbarer Energien oder damit es in Krisenzeiten weniger Kündigungen
  75. gibt auch fossile Energien werden massiv subventioniert aber denken wir mal weiter wenn wir die Wirtschaft einschränken würde auch der Konsum
  76. zurück gehen viele Produkte könnten wir nicht mehr kaufen weil sie nicht mehr hergestellt würden wir hätten dann auch weniger zu
  77. tun heißt weniger Arbeit ist das gut oder schlecht der britische Ökonom John Maynard Kees prognostizierte 1930 dass
  78. im Jahr 2030 15 Arbeitsstunden pro Woche zum Leben reichen würden weil Maschinen uns Arbeit abnehmen würden hätten wir mehr
  79. ze it für das was uns wichtig ist von kan Prognose sind wir weit entfernt obwohl Maschinen immer mehr Arbeit übernehmen da ist also noch Luft nach
  80. oben Experimente belegen dass man mit geringerer Arbeitszeit produktiver und zufriedener sein kann nützt das also uns und dem
  81. Planeten mit einer Reduktion von Arbeitszeit gewinnen wir Zeit für die Entwicklung dieses neuen Systems für Betreuungsarbeit die Pflege von
  82. Ökosystemen all die Tätigkeiten die im Kapitalismus nicht geschätzt werden weil sie kein Geld einbringen aber sie befriedigen
  83. Bedürfnisse deshalb sollten Sie in einer wohlfahrtsökonomie sehr wohl geschätzt werden nach den deowth Ansätzen würden nicht alle Bereiche gleichermaßen
  84. schrumpfen manche Sektoren könnten sogar wachsen in jedem Fall würde Arbeit anders verteilt werden aber denk wir noch mal an das Donut Modell wie sichern
  85. wir unsere ediss wenn weniger gearbeitet wird ihr aht es vielleicht es läuft auf eine universelle Grundversorgung hinaus konkret jede Person soll Zugang zum
  86. Internet bekommen eine bezahlbare Wohnung günstigen Strom und freie Fahrt im öffentlichen Verkehr der Staat stellt für alle die Infrastruktur zur Verfügung
  87. die notwendig ist um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben im Grunde geht es um wirtschaftliche Menschenrechte haben wir
  88. in einer Gesellschaft zu leben ohne zu leiden ein Grundeinkommen und eine universelle Grundversorgung würden das ermöglichen und zugleich Ungleichheit
  89. verringern das klingt alles verlockend nur wer soll das bezahlen na wir bezahlen ist doch nur ein
  90. Verteilungsmechanismus wenn wir die Ungleichheit reduzieren setzen wir das nötige Vermögen frei um diesen Übergang zu schaffen
  91. das kann ich mir nur schwer vorstellen dass dieses Finanzvolumen was da benötigt wird wirklich ausreicht um es allein über Umverteilung innerhalb der
  92. Gesellschaft finanzieren zu können man muss ganz einfach arme Menschen reicher machen und reiche Menschen gut spätestens da geht jetzt
  93. wohl nicht mehr jeder mit wenn diese Edelsteine für den energibrauch stehen
  94. die zur ärmsten Hälfte der Menschheit gehört pro Jahr vielleicht so viel Energie
  95. verbrauchen und jemand der zum reichsten 1% der Menschheit gehört würde so viel verbrauchen die Ungleichheit ist also wirklich
  96. groß wer nicht im Überfluss lebt nutzt Energie vor allem zum Kochen und Heizen wer sehr viel hat verbraucht das meiste für
  97. Transportmittel wenn wir uns anschauen wie viel Treibhausgase wir noch freisetzen dürfen wenn wir das 1,5° Ziel einhalten wollen dann werden
  98. hochgerechnet davon 72% von Millionären und Millionärinnen verursacht also angenommen wir wollten Vermögen anders verteilen wie soll das
  99. funktionieren ein Weg könnte ein maximaleinkommen sein der best bezahlte Chef in einem Unternehmen dürfte z.B nur noch Zeh mal so viel verdienen wie der
  100. am schlechtesten bezahlte Mitarbeiter man könnte auch Erbschaften und Vermögen stärker besteuern manche Superreiche
  101. fordern das sogar selbst aber es gibt noch mehr Maßnahmen für eine Wirtschaft jenseits des Wachstums man könnte die Lebensdauer von
  102. Produkten verlängern damit wir nicht ständig neue kaufen müssen Banken könnten so organisiert werden dass die Bevölkerung mitreden
  103. kann wofür sie Geld einsetzen mal zwischendurch gefragt müsste die ganze Welt mitziehen also auch der globale Süden der ist doch historisch viel
  104. weniger für Verbrauch und Zerstörung verantwortlich in Europa geht es darum weniger Energie und Material zu
  105. verbrauchen während es z.B in Indien eher um weniger Bergbauindustrie und mehr Schulen und Gesundheitszentren gehen könnte aber die Idee dass wir
  106. unsere Lebensweise verändern müssen ist universell so noch mal zusammengefasst Umverteilung weniger arbeiten und verbrauchen dafür
  107. mehr fürinander da sein klingt nach Ende des Kapitalismus ich denke eine gesunde Wirtschaft die ein gutes Leben innerhalb
  108. der planetaren Grenzen ermöglicht ist mit dem Kapitalismus unvereinbar ich wurde nicht mit dieser Schlussfolgerung geboren es ist das Ergebnis unser
  109. Forschung der Kapitalismus funktioniert wie eine Maschine die der Umwelt auf schädliche Weise entzieht Bedürfnisse und Konsumgewohnheiten der Menschen
  110. aufgreift und beides kombiniert um enorme Gewinne zu erzielen und dabei große soziale Ungleichheit
  111. schafft Kritiker der degowth Idee fürchten durch die Maßnahmen einen krassen Rückschritt der
  112. Gesellschaft manche meinen deowth bedeute wieder in Höhlen zu leben aber wenn deine Höhle mit anderen Höhlen verbunden ist die Schulen und
  113. Krankenhäuser sind wenn du mit öffentlichen Transportmitteln zu den Höhlen deiner Freunde kommst in solchen Höhlen möchte die de growth Community
  114. leben das ist offensichtlich nicht die steinzeitth bedeutet nicht Produktion und Konsum für immer auf Null zu senken
  115. man nimmt sich in einer aufgeblähten Wirtschaft die problematischen Güter und Dienstleistungen vor schrumpft sie ein und geht dann zu einer konstanten
  116. Wirtschaft über stateconomy die Frage ist nur wie die Wirtschaft so einfach umgebaut werden
  117. soll und wollen wir das es sind ja schon ziemlich einschneidende Maßnahmen dabei wie viel Eingreifen halten wir aus schließlich mögen es nicht alle wenn der
  118. Staat zu sehr eingreift wir leben ja in einem Rechtsstaat wo wir permanent irgendwelchen Regeln ausgesetzt sind und
  119. vielleicht muss man mehr daran erinnert werden dass ist was völlig normal ist und das ist letztlich ja der Job des Staates ja dafür zu sorgen sozusagen in
  120. welche Richtung soll die Entwicklung gehen dafür brauche ich sozusagen eine kollektive Entscheidung das kann sozusagen nicht dem Einzelnen überlassen
  121. bleiben oder auch dem Markt überlassen bleiben dafür haben wir ein politisches System in dem Punkt sind sich Kritikerinnen und Befürworter von
  122. degowth einig wenn wir unsere Wirtschaft umbauen wollen muss das demokratisch ablaufen und dabei nicht nur über Wahlen
  123. werden jeden Tag Entscheidungen getroffen will man das demokratisieren muss man mehr Menschen einbeziehen eine Möglichkeit könnten
  124. bürgerräte sein die es in immer mehr europäischen Ländern gibt per Los werden Menschen ausgewählt um z.B Maßnahmen zum Klimaschutz zu erarbeiten wie etwa hier
  125. in Österreich die Ergebnisse z.B die Forderung von werbeverboten oder dem Stopp von fossilen Subventionen gehen oft weiter als die Ideen der Regierungen
  126. das wäre eine Wirtschaftsdemokratie eine Wirtschaft die nicht ihre eigenen Interessen diktiert sondern sich nach den
  127. Interessen der Gesellschaft richtet dass wir etwas ändern müssen da sind sich forschende einig auch die Kritiker von degowth wir brauchen neue
  128. Regeln und Gesetze wie die Wirtschaft laufen soll denn so wie wir heute Wirtschaften sprengen wir zu viele Grenzen wir werden Bereiche haben in
  129. denen wir Wirtschaftsaktivitäten zurückfahren müssen alle diejenigen die nicht in der Lage sind ökologieverträglich genug zu
  130. wirtschaften auf der anderen Seite werden wir dann aber auch Bereiche haben die gewinnen dennoch wie drastisch die Regulierungen sein sollen bleibt
  131. umstritten Schrumpfung äh und Verzicht ist ja da in der Form äh wie das von der degrowth Seite postuliert wird Absenkung des Lebensstandards so überhaupt nicht
  132. vorgesehen und auch gar nicht zwingend notwendig wenn wir wollen dass jeder einen anständigen Lebensstandard hat ist das möglich aber sagen wir es mal so es
  133. lässt nicht viel Extravaganz zu bisher ist die growth Theorie kein Staat hat es jemals ernsthaft versucht Initiativen gibt es aber in Neuseeland
  134. z.B muss sich das Finanzministerium systematisch an Indikatoren für das Gemeinwohl orientieren Amsterdam arbeitet mit dem Donut Modell
  135. an einer Kreislaufwirtschaft und Ecuador stoppt mit einem Volksentscheid die Ölförderung in einem Nationalpark die wahrscheinlichste
  136. Alternative zu deowth ist der Zusammenbruch wir steuern auf eine Zukunft zu in der die menschliche Zivilisation nicht mehr existieren
  137. kann so gesehen haben wir keine Wahl wir müssen über andere Wirtschaftsformen nachdenken und Möglichkeiten ausloten klar aber auch für soziales und
  138. ökologisches Wirtschaften gibt es nicht die eine Lösung und jede Veränderung ist mit Risiken verbunden ich mag dieses Zitat das
  139. besagt dass eine Utopie kein Ziel ist sondern eine Reise wir müssen von all den alternativen Gebrauch machen die
  140. Werkzeuge liegen vor uns wir müssen sie erweitern miteinander kombinieren sie diskutieren und uns ein Bild davon machen welche Art von Wirtschaft dabei
  141. heruskommen würde also Ideen sind gefragt die nicht das Wachstum der Wirtschaft in den Mittelpunkt stellen sondern ein
  142. verträgliches Leben auf und mit dem Planeten die growthansätze liefern Ideen teils sind sie umstritten aber sie bringen eine Diskussion darüber ingang
  143. welche Zukunft wir eigentlich wollen und was wir bereit sind dafür zu tun [Musik]
  144. [Musik] [Musik]

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