Können wir die Wirtschaft schrumpfen? | 42 - Die Antwort auf fast alles | ARTE ARTEde https://www.youtube.com/watch?v=TX0l7BttQwY Transkript (automatisch erstellt) 0:02 [Musik] die Weltwirtschaft läuft meistens jedenfalls wie eine gut geölte Maschine 0:12 immer höher schneller weiter die einen finden das gut andere halten es für ein Problem denn wir verbrauchen und zerstören zu viel wenn die Wirtschaft 0:26 weiter wie bisher wächst heißt das noch mehr Material noch mehr Energie und Treibhausgase und auch die Ungleichheit nimmt weiter zu wie wäre es also damit 0:38 mal auf die Bremse zu treten eine Schrumpfung sollte man in jedem Fall vermeiden andere sagen wieso könnte doch 0:49 funktionieren die Frage ist weg vom Wachstum heute oder Zusammenbruch morgen also angenommen wir würden es wirklich tun würden wir uns damit 1:04 schaden oder wäre es die Lösung [Musik] 1:24 [Musik] so richtig auf die Bremse treten was hieße das jetzt na ja weniger arbeiten weniger verbrauchen weniger produzieren 1:39 und bauen und dann welche Folgen hätte das die gesamtwirtschaftliche Nachfrage geht zurück es wird weniger konsumiert es wird weniger investiert der Staat hat 1:49 weniger Steuereinnahmen zusätzlich müsste er Schulden aufnehmen das würde zukünftige 1:58 Haushalte belasten und das würde dann zu so einem negativen Effekt führen okay die sogenannte Rezession Stillstand Arbeitslosigkeit und schon 2:11 bald hat der Staat zu wenig Geld für seine Aufgaben nach der Logik sind wir zu ständigem Wachstum gezwungen mit dem Wachstum ist es wie 2:19 mit einem [Musik] Bärenbaby es sieht niedlich aus aber das 2:28 Problem ist die Bären Mutter die reinkommt die auf den Kopf haut und dich frisst die Bärenmutter steht für die Strukturen des 2:38 Kapitalismus des Profits und der Anhäufung von Reichtum diese Strukturen haben eingebaute wachstumszwänge ohne Wachstum Gerät die Wirtschaft in die 2:50 Krise nehmen wir das Prinzip des Wettbewerbs ein Unternehmen das am Markt mithalten will muss seine Produktion ständig verbessern die nötigen investien 3:00 kosten Geld und das gibt's nur wenn der Gewinn stetig steigt auch Staaten setzen auf Wachstum denn die Ausgaben etwa für Gesundheit oder Bildung steigen für 3:12 höhere Steuereinnahmen die dafür notwendig sind braucht es mehr Produktion und mehr Konsum wir sind so scheint es gefangen 3:21 im Wachstum wir müssen die Art und Weise wie wir produzieren wie wir konsumieren wie wir miteinander umen 3:30 und mit der naturehen [Musik] Überdenken der Traum von einer 3:40 Postwachstumsgesellschaft geht so wir würden nur noch so viel produzieren und verbrauchen wie nötig es gäbe weniger Konkurrenz und wir würden 3:49 rücksichtsvoller miteinander umgehen was für ein Kontrast zur heutigen Welt über hunderte gar tausende von Jahre hat überhaupt kein 3:58 wirtschaftliches Wachstum auf diesem Planeten stattgefunden das war eine Entwicklung die im Grunde immer stetig auf demselben Niveau sich bewegt hat 4:06 ohne irgendwelchen wirtschaftlichen Wohlstandszuwachs und erst hier am Ende sozusagen wenn wir der heutigen Zeit immer näher kommen haben wir die 4:15 industrielle Revolution die der Kickoff auch wenn auch nur auf sehr niedrigem Niveau für wirtschaftliches im Wachstum war und der eigentliche Wachstumsschub 4:24 findet erst nach dem Zweiten Weltkrieg in den 1950er und 1960er Jahren statt wo wir einen richtigen Push nach oben bekommen das Wachstum im Grunde 4:32 exponentiell sich entwickelt in diese Richtung und immer weiter ansteigt im Grunde bis zum heutigen Tag das Wachstum hat unsere Welt positiv verändert hat 4:42 Fortschritt und Entwicklung ermöglicht wir leben länger und komfortabler nur mit unserem heftigen Verbrauch zerstören wir dabei auf Dauer 4:52 das was wir und andere Wesen zum Leben brauchen wie kommen wir raus aus diesem Dilemma überlegen wir erstmal ob wir nicht irgendwie weiterwachsen können 5:05 ohne dabei Schaden anzurichten die Idee nennt sich grünes Wachstum und sie geht so Kohle Gas und Öl werden durch erneuerbare Energien 5:15 ersetzt außerdem sollen Ressourcen immer effizienter genutzt werden so könnte das Wachstum beibehalten werden bei gleichzeitig weniger 5:24 Zerstörung wo sicher wachstumskritiker und wachstumsbefürworter einig sind ist dass wir eine Entkopplung brauchen zwischen wirtschaftlichen Wachstum auf 5:32 der einen Seite und dem Verbrauch an natürlichen Ressourcen auf der anderen Seite und ist auch völlig unstrittig dass dieser Prozess schon in 5:41 Gang ist einige Staaten haben es auch schon geschafft Wirtschaftswachstum und CO2 Ausstoß voneinander zu entkoppeln durch mehr Effizienz und neue 5:52 Technologien trotz sinkender Emissionen floriert die Wirtschaft ist das also die Lösung da haben wir schon schon Technologien die sind aber im Moment 6:01 noch nicht massentauglich um so zu formulieren und die haben auch noch ein zweites Problem sie sind noch nicht kostengünstig genug um eingesetzt werden 6:08 zu können das sind zwei wichtige Voraussetzungen damit das auch wirklich funktioniert und es gibt noch ein Problem bei genauerem Hinsehen zeigt 6:16 sich ganz so sauber ist das grüne Wachstum doch nicht würden die Länder die ihre Wirtschaftsleistung von den Emissionen entkoppelt haben mit dem 6:26 aktuellen Tempo weitermachen würde es durchschnittlich über 20 Jahre dauern bis sie klimaneutral 6:34 sind grünes Wachstum ist im Grunde [Musik] Gre so als würde ich sagen ich habe eine 6:47 Diät gemacht und in 10 Jahren 20 g abgenommen ich meine das ist eine absolute Entkopplung ich werde älter und reduziere mein Gewicht aber eine Diät 6:56 kann man das nicht nennen selbst in Ländern in denen weniger Treibhausgase ausgestoßen werden werden 7:06 sie ja immer noch ausgestoßen der Rückgang geht langsam und hält oft nur für eine gewisse Zeit an und das ist nicht das einzige Problem um den 7:15 Planeten nicht zu überfordern müssten wir auch den Verbrauch von Material und Wasser reduzieren weniger chemische Düngemittel verwenden und vieles mehr 7:25 wir können uns den Handlungsspielraum wie einen Donut vorstellen der der Teig ist dabei die ökologische und soziale Grundlage greifen wir zu stark in die 7:36 Ökosysteme der Erde ein etwa durch Materialverbrauch Stickstoffeinträge und CO2 Emissionen greifen wir unsere Grundlagen ebenso an als würden wir zu 7:47 wenige Ressourcen nutzen was dann auf Kosten von Bildung Energie oder Arbeit ginge unser Spielraum ist also eng so eng dass derzeit kein Land in der Lage 8:00 ist alle Grundbedürfnisse zu decken ohne dabei dem Planeten zu schaden aber wären effizientere Technologien nicht trotzdem schon die halbe Miete mit ihnen könnten 8:11 wir immerhin einen Großteil des Verbrauchs loswerden was dagegen spricht ist der sogenannte Rebound Effekt 8:21 1865 stellte der britische Ökonom William Stanley jeevens fest dass der Kohleverbrauch in England nicht sank obwohl das neue der Dampfmaschine viel 8:30 weniger verbrauchte denn der Einsatz von Dampfmaschinen war jetzt so günstig dass immer mehr angeschafft wurden am Ende wurde mehr Kohle verbraucht als 8:41 vorher das gleiche sehen wir heute bei den energiesparenden Lampen wir setzen mehr Licht ein oder bei sparsameren Motoren wir kaufen jetzt größere Autos 8:52 wirtschaftswachtum ob grün oder nicht führt bisher zumindest zu hohem Verbrauch zu Verschmutzung und Zerstörung und dann ist da noch die 9:01 soziale Frage all das Wachstum das wir zu einem so hohen Preis erwirtschaften kommt den Menschen in sehr ungleicherweise 9:09 zugute mehr als 80% des Wirtschaftswachstums eines Landes geht an die reichsten paar Prozent der Menschen die Leute denken das 9:17 Wirtschaftswachstum komme ihnen zuugute aber das ist nicht wahr die lang verbreitete Annahme dass doch letztlich alle davon profitieren 9:26 wenn der Wohlstand der Reichen wächst der sogenannte Tri EFF gilt heute als widerlegt hinzu kommt das Ungleichgewicht mehrere Dimensionen hat 9:36 es geht nicht nur um Geld es geht auch um den Zugang zuur Bildung zu Gesundheitsleistungen zu öffentlicher Infrastruktur all diese Messgrößen 9:45 zeigen wie die sozioökonomische Ungleichheit zunimmt zusammengefasst weiter zu wirtschaften wie bisher ist keine Lösung 9:54 grüne Technologie allein auch nicht aber kann der Weg der Schrumpfung der richtige sein schließlich brauchen wir ja eine Wirtschaft die 10:02 läuft es geht nicht darum die bestehende Wirtschaft einfach klein zu machen sondern sie so umzugestalten dass sie auf die richtige Größe schrumpfen kann 10:11 ohne dabei Arbeitsplätze und soziale Sicherheit zu gefährden das ist möglich wir haben Modelle dafür aber es erfordert eine Veränderung 10:19 wirtschaftlicher Strukturen klar okay dann lassen wir uns mal darauf ein auf das sogenannte degowth oder 10:33 postwachstum wenn wir weiter wachsen machen wir es schlimmer stattdessen brauchen wir degowth ab hier sinkt das Niveau von 10:41 Produktion und Konsum weniger Autos weniger Flugzeuge Gebäude T-Shirts Einkaufszentren oder 10:50 Finanztransaktionen um in eine postwachstumsökonomie zu kommen aber wie viel weniger denn von 11:04 allem unter den heutigen Bedingungen könnten wir mit viel weniger Ressourcenverbrauch gut leben in Europa kämen wir wahrscheinlich mit 80% weniger 11:14 Energie aus in den USA wahrscheinlich mit 90% weniger offenbar geht es um staatliche Eingriffe mit dem Ziel Sektoren die 11:27 nicht lebensnotwendig sind aber groe Schäden anrichten einzuschränken oder zu verbieten Inlandsflüge oder SUVs oder auch die 11:39 Werbeindustrie wir sollen Werbung verbieten für eine wachsende Wirtschaft ist Werbung toll Menschen konsumieren mehr Unternehmen produzieren mehr wir 11:51 bauen mehr Ressourcen ab und produzieren mehr Müll wenn das das Ziel ist gut aber in einer Wirtschaft in der man einfach nur genug haben will wird Werbung 12:02 kontraproduktiv okay sie wollen sich wirklich mit der bärenmama Anlegen der Markt ist der König er ist Gott aber in einem transformierten 12:14 System würd es den nicht mehr geben wir würden die Entscheidungen treffen wir würden den Markt nicht seiner Eigendynamik überlassen sondern 12:25 Umsteuern also ein Staat der die Wirtschaft lenkt h sollte sich die Politik da nicht besser raushalten andererseits der Staat mischt 12:35 sich ja heute schon ein etwa in Form von Subventionen z.B für den Ausbau erneuerbarer Energien oder damit es in Krisenzeiten weniger Kündigungen 12:47 gibt auch fossile Energien werden massiv subventioniert aber denken wir mal weiter wenn wir die Wirtschaft einschränken würde auch der Konsum 12:58 zurück gehen viele Produkte könnten wir nicht mehr kaufen weil sie nicht mehr hergestellt würden wir hätten dann auch weniger zu 13:07 tun heißt weniger Arbeit ist das gut oder schlecht der britische Ökonom John Maynard Kees prognostizierte 1930 dass 13:20 im Jahr 2030 15 Arbeitsstunden pro Woche zum Leben reichen würden weil Maschinen uns Arbeit abnehmen würden hätten wir mehr 13:29 ze it für das was uns wichtig ist von kan Prognose sind wir weit entfernt obwohl Maschinen immer mehr Arbeit übernehmen da ist also noch Luft nach 13:38 oben Experimente belegen dass man mit geringerer Arbeitszeit produktiver und zufriedener sein kann nützt das also uns und dem 13:48 Planeten mit einer Reduktion von Arbeitszeit gewinnen wir Zeit für die Entwicklung dieses neuen Systems für Betreuungsarbeit die Pflege von 13:57 Ökosystemen all die Tätigkeiten die im Kapitalismus nicht geschätzt werden weil sie kein Geld einbringen aber sie befriedigen 14:05 Bedürfnisse deshalb sollten Sie in einer wohlfahrtsökonomie sehr wohl geschätzt werden nach den deowth Ansätzen würden nicht alle Bereiche gleichermaßen 14:17 schrumpfen manche Sektoren könnten sogar wachsen in jedem Fall würde Arbeit anders verteilt werden aber denk wir noch mal an das Donut Modell wie sichern 14:28 wir unsere ediss wenn weniger gearbeitet wird ihr aht es vielleicht es läuft auf eine universelle Grundversorgung hinaus konkret jede Person soll Zugang zum 14:40 Internet bekommen eine bezahlbare Wohnung günstigen Strom und freie Fahrt im öffentlichen Verkehr der Staat stellt für alle die Infrastruktur zur Verfügung 14:49 die notwendig ist um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben im Grunde geht es um wirtschaftliche Menschenrechte haben wir 14:59 in einer Gesellschaft zu leben ohne zu leiden ein Grundeinkommen und eine universelle Grundversorgung würden das ermöglichen und zugleich Ungleichheit 15:09 verringern das klingt alles verlockend nur wer soll das bezahlen na wir bezahlen ist doch nur ein 15:21 Verteilungsmechanismus wenn wir die Ungleichheit reduzieren setzen wir das nötige Vermögen frei um diesen Übergang zu schaffen 15:29 das kann ich mir nur schwer vorstellen dass dieses Finanzvolumen was da benötigt wird wirklich ausreicht um es allein über Umverteilung innerhalb der 15:39 Gesellschaft finanzieren zu können man muss ganz einfach arme Menschen reicher machen und reiche Menschen gut spätestens da geht jetzt 15:49 wohl nicht mehr jeder mit wenn diese Edelsteine für den energibrauch stehen 15:59 die zur ärmsten Hälfte der Menschheit gehört pro Jahr vielleicht so viel Energie 16:06 verbrauchen und jemand der zum reichsten 1% der Menschheit gehört würde so viel verbrauchen die Ungleichheit ist also wirklich 16:18 groß wer nicht im Überfluss lebt nutzt Energie vor allem zum Kochen und Heizen wer sehr viel hat verbraucht das meiste für 16:27 Transportmittel wenn wir uns anschauen wie viel Treibhausgase wir noch freisetzen dürfen wenn wir das 1,5° Ziel einhalten wollen dann werden 16:35 hochgerechnet davon 72% von Millionären und Millionärinnen verursacht also angenommen wir wollten Vermögen anders verteilen wie soll das 16:45 funktionieren ein Weg könnte ein maximaleinkommen sein der best bezahlte Chef in einem Unternehmen dürfte z.B nur noch Zeh mal so viel verdienen wie der 16:56 am schlechtesten bezahlte Mitarbeiter man könnte auch Erbschaften und Vermögen stärker besteuern manche Superreiche 17:06 fordern das sogar selbst aber es gibt noch mehr Maßnahmen für eine Wirtschaft jenseits des Wachstums man könnte die Lebensdauer von 17:15 Produkten verlängern damit wir nicht ständig neue kaufen müssen Banken könnten so organisiert werden dass die Bevölkerung mitreden 17:24 kann wofür sie Geld einsetzen mal zwischendurch gefragt müsste die ganze Welt mitziehen also auch der globale Süden der ist doch historisch viel 17:32 weniger für Verbrauch und Zerstörung verantwortlich in Europa geht es darum weniger Energie und Material zu 17:41 verbrauchen während es z.B in Indien eher um weniger Bergbauindustrie und mehr Schulen und Gesundheitszentren gehen könnte aber die Idee dass wir 17:52 unsere Lebensweise verändern müssen ist universell so noch mal zusammengefasst Umverteilung weniger arbeiten und verbrauchen dafür 18:04 mehr fürinander da sein klingt nach Ende des Kapitalismus ich denke eine gesunde Wirtschaft die ein gutes Leben innerhalb 18:14 der planetaren Grenzen ermöglicht ist mit dem Kapitalismus unvereinbar ich wurde nicht mit dieser Schlussfolgerung geboren es ist das Ergebnis unser 18:23 Forschung der Kapitalismus funktioniert wie eine Maschine die der Umwelt auf schädliche Weise entzieht Bedürfnisse und Konsumgewohnheiten der Menschen 18:32 aufgreift und beides kombiniert um enorme Gewinne zu erzielen und dabei große soziale Ungleichheit 18:43 schafft Kritiker der degowth Idee fürchten durch die Maßnahmen einen krassen Rückschritt der 18:51 Gesellschaft manche meinen deowth bedeute wieder in Höhlen zu leben aber wenn deine Höhle mit anderen Höhlen verbunden ist die Schulen und 18:59 Krankenhäuser sind wenn du mit öffentlichen Transportmitteln zu den Höhlen deiner Freunde kommst in solchen Höhlen möchte die de growth Community 19:07 leben das ist offensichtlich nicht die steinzeitth bedeutet nicht Produktion und Konsum für immer auf Null zu senken 19:18 man nimmt sich in einer aufgeblähten Wirtschaft die problematischen Güter und Dienstleistungen vor schrumpft sie ein und geht dann zu einer konstanten 19:26 Wirtschaft über stateconomy die Frage ist nur wie die Wirtschaft so einfach umgebaut werden 19:34 soll und wollen wir das es sind ja schon ziemlich einschneidende Maßnahmen dabei wie viel Eingreifen halten wir aus schließlich mögen es nicht alle wenn der 19:45 Staat zu sehr eingreift wir leben ja in einem Rechtsstaat wo wir permanent irgendwelchen Regeln ausgesetzt sind und 19:54 vielleicht muss man mehr daran erinnert werden dass ist was völlig normal ist und das ist letztlich ja der Job des Staates ja dafür zu sorgen sozusagen in 20:03 welche Richtung soll die Entwicklung gehen dafür brauche ich sozusagen eine kollektive Entscheidung das kann sozusagen nicht dem Einzelnen überlassen 20:10 bleiben oder auch dem Markt überlassen bleiben dafür haben wir ein politisches System in dem Punkt sind sich Kritikerinnen und Befürworter von 20:17 degowth einig wenn wir unsere Wirtschaft umbauen wollen muss das demokratisch ablaufen und dabei nicht nur über Wahlen 20:29 werden jeden Tag Entscheidungen getroffen will man das demokratisieren muss man mehr Menschen einbeziehen eine Möglichkeit könnten 20:36 bürgerräte sein die es in immer mehr europäischen Ländern gibt per Los werden Menschen ausgewählt um z.B Maßnahmen zum Klimaschutz zu erarbeiten wie etwa hier 20:48 in Österreich die Ergebnisse z.B die Forderung von werbeverboten oder dem Stopp von fossilen Subventionen gehen oft weiter als die Ideen der Regierungen 21:02 das wäre eine Wirtschaftsdemokratie eine Wirtschaft die nicht ihre eigenen Interessen diktiert sondern sich nach den 21:09 Interessen der Gesellschaft richtet dass wir etwas ändern müssen da sind sich forschende einig auch die Kritiker von degowth wir brauchen neue 21:19 Regeln und Gesetze wie die Wirtschaft laufen soll denn so wie wir heute Wirtschaften sprengen wir zu viele Grenzen wir werden Bereiche haben in 21:30 denen wir Wirtschaftsaktivitäten zurückfahren müssen alle diejenigen die nicht in der Lage sind ökologieverträglich genug zu 21:38 wirtschaften auf der anderen Seite werden wir dann aber auch Bereiche haben die gewinnen dennoch wie drastisch die Regulierungen sein sollen bleibt 21:47 umstritten Schrumpfung äh und Verzicht ist ja da in der Form äh wie das von der degrowth Seite postuliert wird Absenkung des Lebensstandards so überhaupt nicht 21:58 vorgesehen und auch gar nicht zwingend notwendig wenn wir wollen dass jeder einen anständigen Lebensstandard hat ist das möglich aber sagen wir es mal so es 22:09 lässt nicht viel Extravaganz zu bisher ist die growth Theorie kein Staat hat es jemals ernsthaft versucht Initiativen gibt es aber in Neuseeland 22:22 z.B muss sich das Finanzministerium systematisch an Indikatoren für das Gemeinwohl orientieren Amsterdam arbeitet mit dem Donut Modell 22:31 an einer Kreislaufwirtschaft und Ecuador stoppt mit einem Volksentscheid die Ölförderung in einem Nationalpark die wahrscheinlichste 22:40 Alternative zu deowth ist der Zusammenbruch wir steuern auf eine Zukunft zu in der die menschliche Zivilisation nicht mehr existieren 22:49 kann so gesehen haben wir keine Wahl wir müssen über andere Wirtschaftsformen nachdenken und Möglichkeiten ausloten klar aber auch für soziales und 23:00 ökologisches Wirtschaften gibt es nicht die eine Lösung und jede Veränderung ist mit Risiken verbunden ich mag dieses Zitat das 23:10 besagt dass eine Utopie kein Ziel ist sondern eine Reise wir müssen von all den alternativen Gebrauch machen die 23:19 Werkzeuge liegen vor uns wir müssen sie erweitern miteinander kombinieren sie diskutieren und uns ein Bild davon machen welche Art von Wirtschaft dabei 23:28 heruskommen würde also Ideen sind gefragt die nicht das Wachstum der Wirtschaft in den Mittelpunkt stellen sondern ein 23:37 verträgliches Leben auf und mit dem Planeten die growthansätze liefern Ideen teils sind sie umstritten aber sie bringen eine Diskussion darüber ingang 23:48 welche Zukunft wir eigentlich wollen und was wir bereit sind dafür zu tun [Musik] 24:07 [Musik] [Musik]