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Aufnahme und Verteilung ab 1945

Flucht, Vertreibung, Versöhnung3:48 14.241 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 21 Zeilen
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  1. Ungefähr 12,5 Millionen Menschen kommen ab 1955 in den alliierten Besatzungszonen an.
  2. Ihre Aufnahme und Verteilung ist eine große Herausforderung für die Besatzungsmächte, da Deutschland zu einem großen Teil vom Krieg zerstört
  3. ist. Die betroffenen Menschen sind nach den Gefahren von Flucht und Vertreibung jetzt in Sicherheit, aber ihre neue
  4. Lebenssituation ist erst einmal schwierig. Sie leben lange Zeit in einfachen und behelfsmäßigen Unterkünften und Hunger
  5. und Mangel gehören zum Alltag. Die Menschen kommen aus verschiedenen Gebieten in Mittel und Südosturopa.
  6. Dabei ist der Anteil ihrer Herkunftsregionen recht unterschiedlich. Sieben Millionen Menschen kommen aus den ehemaligen Gebieten des Deutschen Reichs
  7. östlich der neuen Grenze zu Polen entlang der oder Neie. Das sind mehr als die Hälfte der Flüchtlinge und Vertriebenen.
  8. Aus dem Gebiet der Tschechoslowakei kommen etwa 3 Millionen Menschen in den Besatzungszonen an und etwa 1,4 Millionen Menschen aus den polnischen
  9. Gebieten in den Grenzen vor 1939. Auch aus Ungarn, Rumänien und Jugoslawien
  10. kommen hunderttausende Menschen in die Besatzungszonen. Die Alliierten wollen die Vertriebenen über das deutsche Gebiet gleichmäßig
  11. verteilen. So möchten sie vermeiden, dass einzelne Regionen überlastet werden oder Parallelgesellschaften entstehen können.
  12. Allerdings gibt es große Unterschiede bei der Verteilung. So müssen ländliche Regionen viel mehr Menschen aufnehmen als die häufig stark
  13. zerstörten Großstädte. Auch beim Anteil der Vertriebenen an der ursprünglichen Bevölkerung zeigen sich deutliche Unterschiede.
  14. Ende 1947 sind in der sowjetischen Besatzungszone fast ein Viertel der Bevölkerung Vertriebene,
  15. in der britischen jedoch nur 15%. Die französische Verwaltung weigert sich zunächst, überhaupt Vertriebene aufzunehmen.
  16. Zusätzlich zu den 12,5 Millionen Vertriebenen und Flüchtlingen müssen in den Besatzungszonen noch weitere zehn Millionen Menschen untergebracht werden.
  17. Sie waren am Ende des Krieges aus den Großstädten aufs Land evakuiert worden, um dort vor Bombenangriffen sicher zu sein.
  18. Außerdem befinden sich ab Mai 1945 auch etwa 11 Millionen Displaced Perss in den Besatzungszonen, also Personen, die in Deutschland kein
  19. Zuhause haben. Dazu gehören ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Kriegsgefangene genauso wie Überlebende der Konzentrationslager.
  20. Die unterschiedlichen Lebensbedingungen in den Besatzungszonen führen zu weiteren Fluchtbewegungen. Zwischen 1949 und 1961
  21. siedeln weitere 2,7 Millionen Flüchtlinge aus der DDR in das Gebiet der damaligen Bundesrepublik um.

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