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Aufnahme und Verteilung ab 1945
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 21 Zeilen
- Ungefähr 12,5 Millionen Menschen kommen ab 1955 in den alliierten Besatzungszonen an.
- Ihre Aufnahme und Verteilung ist eine große Herausforderung für die Besatzungsmächte, da Deutschland zu einem großen Teil vom Krieg zerstört
- ist. Die betroffenen Menschen sind nach den Gefahren von Flucht und Vertreibung jetzt in Sicherheit, aber ihre neue
- Lebenssituation ist erst einmal schwierig. Sie leben lange Zeit in einfachen und behelfsmäßigen Unterkünften und Hunger
- und Mangel gehören zum Alltag. Die Menschen kommen aus verschiedenen Gebieten in Mittel und Südosturopa.
- Dabei ist der Anteil ihrer Herkunftsregionen recht unterschiedlich. Sieben Millionen Menschen kommen aus den ehemaligen Gebieten des Deutschen Reichs
- östlich der neuen Grenze zu Polen entlang der oder Neie. Das sind mehr als die Hälfte der Flüchtlinge und Vertriebenen.
- Aus dem Gebiet der Tschechoslowakei kommen etwa 3 Millionen Menschen in den Besatzungszonen an und etwa 1,4 Millionen Menschen aus den polnischen
- Gebieten in den Grenzen vor 1939. Auch aus Ungarn, Rumänien und Jugoslawien
- kommen hunderttausende Menschen in die Besatzungszonen. Die Alliierten wollen die Vertriebenen über das deutsche Gebiet gleichmäßig
- verteilen. So möchten sie vermeiden, dass einzelne Regionen überlastet werden oder Parallelgesellschaften entstehen können.
- Allerdings gibt es große Unterschiede bei der Verteilung. So müssen ländliche Regionen viel mehr Menschen aufnehmen als die häufig stark
- zerstörten Großstädte. Auch beim Anteil der Vertriebenen an der ursprünglichen Bevölkerung zeigen sich deutliche Unterschiede.
- Ende 1947 sind in der sowjetischen Besatzungszone fast ein Viertel der Bevölkerung Vertriebene,
- in der britischen jedoch nur 15%. Die französische Verwaltung weigert sich zunächst, überhaupt Vertriebene aufzunehmen.
- Zusätzlich zu den 12,5 Millionen Vertriebenen und Flüchtlingen müssen in den Besatzungszonen noch weitere zehn Millionen Menschen untergebracht werden.
- Sie waren am Ende des Krieges aus den Großstädten aufs Land evakuiert worden, um dort vor Bombenangriffen sicher zu sein.
- Außerdem befinden sich ab Mai 1945 auch etwa 11 Millionen Displaced Perss in den Besatzungszonen, also Personen, die in Deutschland kein
- Zuhause haben. Dazu gehören ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Kriegsgefangene genauso wie Überlebende der Konzentrationslager.
- Die unterschiedlichen Lebensbedingungen in den Besatzungszonen führen zu weiteren Fluchtbewegungen. Zwischen 1949 und 1961
- siedeln weitere 2,7 Millionen Flüchtlinge aus der DDR in das Gebiet der damaligen Bundesrepublik um.
Zum Nachlesen
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