Aufnahme und Verteilung ab 1945 Flucht, Vertreibung, Versöhnung https://www.youtube.com/watch?v=OgArOaI2ZgU Transkript (automatisch erstellt) 0:03 Ungefähr 12,5 Millionen Menschen kommen ab 1955 in den alliierten Besatzungszonen an. 0:14 Ihre Aufnahme und Verteilung ist eine große Herausforderung für die Besatzungsmächte, da Deutschland zu einem großen Teil vom Krieg zerstört 0:22 ist. Die betroffenen Menschen sind nach den Gefahren von Flucht und Vertreibung jetzt in Sicherheit, aber ihre neue 0:31 Lebenssituation ist erst einmal schwierig. Sie leben lange Zeit in einfachen und behelfsmäßigen Unterkünften und Hunger 0:41 und Mangel gehören zum Alltag. Die Menschen kommen aus verschiedenen Gebieten in Mittel und Südosturopa. 0:55 Dabei ist der Anteil ihrer Herkunftsregionen recht unterschiedlich. Sieben Millionen Menschen kommen aus den ehemaligen Gebieten des Deutschen Reichs 1:04 östlich der neuen Grenze zu Polen entlang der oder Neie. Das sind mehr als die Hälfte der Flüchtlinge und Vertriebenen. 1:14 Aus dem Gebiet der Tschechoslowakei kommen etwa 3 Millionen Menschen in den Besatzungszonen an und etwa 1,4 Millionen Menschen aus den polnischen 1:24 Gebieten in den Grenzen vor 1939. Auch aus Ungarn, Rumänien und Jugoslawien 1:35 kommen hunderttausende Menschen in die Besatzungszonen. Die Alliierten wollen die Vertriebenen über das deutsche Gebiet gleichmäßig 1:45 verteilen. So möchten sie vermeiden, dass einzelne Regionen überlastet werden oder Parallelgesellschaften entstehen können. 1:54 Allerdings gibt es große Unterschiede bei der Verteilung. So müssen ländliche Regionen viel mehr Menschen aufnehmen als die häufig stark 2:03 zerstörten Großstädte. Auch beim Anteil der Vertriebenen an der ursprünglichen Bevölkerung zeigen sich deutliche Unterschiede. 2:13 Ende 1947 sind in der sowjetischen Besatzungszone fast ein Viertel der Bevölkerung Vertriebene, 2:21 in der britischen jedoch nur 15%. Die französische Verwaltung weigert sich zunächst, überhaupt Vertriebene aufzunehmen. 2:35 Zusätzlich zu den 12,5 Millionen Vertriebenen und Flüchtlingen müssen in den Besatzungszonen noch weitere zehn Millionen Menschen untergebracht werden. 2:46 Sie waren am Ende des Krieges aus den Großstädten aufs Land evakuiert worden, um dort vor Bombenangriffen sicher zu sein. 2:55 Außerdem befinden sich ab Mai 1945 auch etwa 11 Millionen Displaced Perss in den Besatzungszonen, also Personen, die in Deutschland kein 3:06 Zuhause haben. Dazu gehören ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Kriegsgefangene genauso wie Überlebende der Konzentrationslager. 3:17 Die unterschiedlichen Lebensbedingungen in den Besatzungszonen führen zu weiteren Fluchtbewegungen. Zwischen 1949 und 1961 3:28 siedeln weitere 2,7 Millionen Flüchtlinge aus der DDR in das Gebiet der damaligen Bundesrepublik um.