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6. Parasitismus | ÖKOLOGIE einfach erklärt

HippoCampus5:15 14.187 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 23 Zeilen
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  1. Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren Teil der Erklärvideoreihe „ÖKOLOGIE einfach erklärt“. In der heutigen Folge beschäftigen wir uns damit, was Parasiten sind und welche Arten
  2. von ihnen es gibt. Wir haben im letzten Video über die Symbiose geredet, also einer Wechselbeziehung zwischen verschiedenen Arten,
  3. von der beide profitieren. Auch der Parasitismus ist eine Wechselbeziehung zwischen zwei Arten. Allerdings profitiert hierbei nur eine Art, während der anderen geschadet wird.
  4. Das Lebewesen, das von der Wechselbeziehung profitiert, nennt man Parasit oder auch Schmarotzer. Er raubt dem anderen Lebewesen, dem sogenannten Wirt, Nährstoffe oder Körperflüssigkeiten
  5. und schadet somit diesem. In manchen Fällen sind sogar körperliche Einschränkungen oder Verhaltensänderungen damit verbunden.
  6. Häufig ist ein Parasit an seinen Wirt angepasst; man spricht von einer Wirtsspezifität. In der Regel ist es jedoch nicht das Ziel eines Parasiten, den Wirt zu töten. Denn wenn der Wirt stirbt, verliert der Parasit auch spätestens nach kurzer Zeit seine Lebensgrundlage.
  7. Ein Parasit schwächt seinen Wirt idealerweise, lässt ihn aber am Leben, damit der Wirt weiterhin als Nahrungsquelle dienen kann. Es kann jedoch passieren, dass der Wirt am Parasitismus stirbt, zum Beispiel durch zu
  8. viele Parasiten auf einmal oder durch den Parasiten übertragene Krankheiten. Es gibt außerdem tatsächlich einige Parasiten, die es darauf abzielen, ihren Wirt zu töten. Solche Lebewesen werden auch Parasitoiden genannt.
  9. Parasitismus ist unter den verschiedenen Lebewesen weit verbreitet. Dabei gibt es nicht nur tierische Parasiten wie Mücken, Bandwürmer oder Zecken, sondern auch parasitisch Lebende Pflanzen wie Misteln oder Orchideen.
  10. Daneben gibt es auch zahlreiche parasitierende Pilze und Einzeller. Die Vielfalt der Parasiten ist also enorm. Man kann nun Parasiten auf verschiedene Weise unterteilen, zum Beispiel nach ihrer Größe.
  11. Die Mikroparasiten sind, wie schon ihr Name vermuten lässt, sehr klein, sodass man ihre Anzahl oft nur abschätzen kann. Zu ihnen gehören verschiedene Mikroorganismen und einige Pilze.
  12. Makroparasiten hingegen sind deutlich größer und man kann sie mit dem bloßen Auge erkennen. Somit lässt sich ihre Anzahl oftmals besser bestimmen als die der Mikroparasiten. Zu Makroparasiten gehören zum Beispiel Mücken, Bandwürmer und Flöhe.
  13. Eine weitere Möglichkeit ist die Unterscheidung zwischen Ekto- und Endoparasiten. Ektoparasiten wie zum Beispiel Zecken leben an der Hautoberfläche des Wirtes. Sie leben häufig entweder von der Haut oder von Blut, an das sie mithilfe von Stech- oder
  14. Beißwerkzeugen gelangen. Endoparasiten hingegen leben im Inneren des Wirtes, also zum Beispiel in Organen, Blutgefäßen oder im Gewebe.
  15. Zu Endoparasiten zählt man zum Beispiel die im Darm lebenden Bandwürmer, die sich am Darm festsaugen und Nährstoffe aus dem Blut aufnehmen. Eine weitere Möglichkeit, Parasiten einzuteilen, ist die Dauer ihres Aufenthaltes auf oder
  16. im Wirt. Eine Mücke zum Beispiel ist ein sogenannter temporärer Parasit. Sie landet auf einem Tier, saugt kurz Blut und fliegt anschließend wieder
  17. weg. Sie hält sich also nur kurz zur Nahrungsaufnahme an ihrem Wirt auf. Permanente Parasiten hingegen wie zum Beispiel Misteln leben dauerhaft auf oder in ihrem
  18. Wirt. Ein Wirtswechsel kommt hier nur sehr selten vor, zum Beispiel beim Tod des Wirtes. Die Mistel ist fest an ihren Wirtsbaum festgewachsen und kann sich nicht bewegen.
  19. Nährstoffe bezieht sie hierbei aus dem Wirtsbaum, in den sie mit den Wurzeln eindrängt. Fassen wir also nochmal zusammen: Unter Parasitismus versteht man, wenn ein Lebewesen, der Parasit, einem anderen Lebewesen,
  20. dem Wirt, Nährstoffe oder Körperflüssigkeiten abzapft und es somit schwächt. Es ist häufig nicht das Ziel des Parasiten, den Wirt zu töten, da der Parasit vom Wirt
  21. abhängig ist. Eine Ausnahme hiervon bilden die Parasitoiden. Man kann Parasiten verschiedenartig unterteilen, zum Beispiel in Mikro- und Makroparasiten,
  22. Ekto- und Endoparasiten und temporäre und permanente Parasiten. Das war‘s auch schon für das heutige Video. Wenn es euch gefallen hat, gibt doch mal einen Daumen nach oben
  23. und vergesst nicht, den Kanal zu abonnieren. Bis dann, Tschüss!

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