Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).
5. Symbiose | ÖKOLOGIE einfach erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 39 Zeilen
- Hallo und herzlich willkommen zum einem weiteren Teil der Erklärvideoreihe „ÖKOLOGIE einfach erklärt“.
- In der heutigen Folge beschäftigen wir uns damit, wie Symbiosen funktionieren und welche Arten von Symbiosen man unterschiedet.
- Eine Symbiose ist eine Wechselbeziehung zwischen zwei verschiedenen Arten, von der beide Arten Vorteile ziehen.
- Das ist besonders wichtig, wenn wir nochmal im nächsten Video auf den Parasitismus zu sprechen kommen.
- Man bezeichnet die beiden Arten, die sich an einer Symbiose beteiligen, auch Symbionten.
- Je nachdem wie wichtig diese Wechselbeziehung der beiden Arten für diese ist, spricht man von Allianz, Mutualismus oder Eusymbiose.
- Schauen wir uns diese noch einmal genauer an. Die Allianz ist die lockerste Form einer Symbiose.
- Bei ihr ist die Interaktion zwischen den Lebewesen nur kurzzeitig und nicht überlebensnotwendig. Man kann hier die Vorteile, den für einen Symbionten aus einer Allianz resultieren,
- als willkommene Lebensbereicherung sehen, mehr aber auch nicht. Ein Beispiel für eine Allianz ist die Symbiose zwischen
- Madenhackern und afrikanischen Großtieren wie Büffeln. Der Büffel wird von den Madenhackern von Parasiten gesäubert und vor herannahenden
- Fressfeinden gewarnt. Der Madenhacker hingegen ernährt sich von den Parasiten des Büffels.
- Außerdem wagen sich kleinere Fressfeinde des Madenhackers oft nicht in die Nähe der potentiell gefährlichen Büffel.
- Beide Symbionten profitieren also von der Beziehung. Würde man beide Symbionten jedoch trennen, wären sie genauso gut jeder für sich überlebensfähig.
- Der Mutualismus ist da schon eine wichtigere Form der Symbiose. Hier sind die beiden Symbionten mehr aufeinander angewiesen,
- aber sie würden voneinander getrennt nicht gleich sterben. Im Gegensatz zur Allianz leben die Symbionten hier deshalb oft eng beieinander.
- Ein sehr berühmtes Beispiel für den Mutualismus und für Symbiosen allgemein ist die Symbiose zwischen Clownfisch und Seeanemone.
- Die Anemone bietet hierbei mit ihren giftigen Tentakeln dem Clownfisch Schutz vor Raubfischen.
- Dieser entfernt sich daher nur höchstens ein paar Meter von der Anemone. Der Clownfisch selbst wird nicht von der Anemone angegriffen,
- da er von einer speziellen Schleimschicht umgeben ist. Außerdem frisst der Clownfisch Nahrungsreste von der Beute der Anemone.
- Im Gegenzug dazu verteidigt der Clownfisch die Anemone gegen ihre Fressfeinde. Außerdem wird die Anemone durch den Clownfisch regelmäßig gesäubert und der Clownfisch
- fächert ihr auch regelmäßig frisches Wasser zu. Würde man nun beide Symbionten trennen, würde das zwar
- nicht unmittelbar zu ihrem Tod führen, aber es würden sich nach einiger Zeit erhebliche Probleme für beide Lebewesen ergeben.
- Zu guter Letzt gibt es dann noch die Eusymbiose. Das ist die Symbiose im engsten Sinne.
- Bei ihr hängt das Leben eines Symbionten von dem des anderen ab. Wenn ein Symbiont sterben würde, würde das auch das Ende desanderen Symbionten bedeuten.
- Ein gut bekanntes Beispiel für die Eusymbiose sind Flechten. Obwohl sie vielleicht nur wie ausgebleichtes Moos aussehen, sind Flechten wahre Überlebenskünstler
- und können selbst an extremen Standorten überleben. Das gelingt ihnen, weil Flechten in Wirklichkeit eine Symbiose aus Pilz und Alge sind.
- Der Pilz erhält hierbei von der Alge Kohlenhydrate und Sauerstoff und liefert im Gegenzug Wasser und Nährsalze an den Pilz.
- Da sich Pflanze und Pilz gegenseitig ihre lebenswichtigen Stoffe liefern, sind sie gemeinsam zwar sehr überlebensfähig, würden aber ohne den anderen Symbionten nach
- kurzer Zeit sterben. Neben der vorher genannten Einteilung kann man Symbiosen auch noch in Etko- und Endosymbiosen
- unterteilen. Bei den ersteren sind beide Symbionten voneinander getrennt.
- Clownfisch und Anemone sind zum Beispiel zwei klar voneinander getrennte Lebewesen, die ein Symbiose eingehen.
- Bei der Endosymbiose hingegen lebt einer der Symbionten im anderen. So gibt es zum Beispiel die Darmbakterien, die im Darm eines Tieres oder des Menschen
- leben und dort im Gegenzug für einen geeigneten Lebensraum bei der Verdauung helfen. Fassen wir also nochmal zusammen:
- Bei einer Symbiose handelt es sich um eine Wechselbeziehung zwischen Lebewesen verschiedener Arten, bei der beide Arten voneinander profitieren.
- Je nach Wichtigkeit für das Überleben des Symbionten spricht man von der eher lockeren Allianz, dem regelmäßigen Mutualismus
- oder der überlebensnotwendigen Eusymbiose. Man kann auch noch zwischen der Ektosymbiose bei räumlicher Trennung der Partner und der
- Endosymbiose, bei der ein Symbiont im anderen lebt, unterscheiden. Das war‘s auch schon für das heutige Video.
- Wenn es euch gefallen hat, gibt doch mal einen Daumen nach oben und vergesst nicht, den Kanal zu abonnieren.
- Bis dann, Tschüss!
Zum Nachlesen
EktosymbioseUnter Ektosymbiose versteht man die Symbiose zweier Arten (interspezifische Beziehung), die zum gegenseitigen Vorteil eng miteinander verbunden sind …
SymbioseDieser Artikel behandelt die Symbiose in der Biologie, weitere Bedeutungen unter Symbiose (Begriffsklärung). ... Parasitismus, in die Biologie einzuführen. In …
ZooxanthelleBei den Foraminiferen ist die Symbiose fakultativ, das heißt, beide Lebewesen gedeihen prinzipiell auch ohne einander. Die riffbildenden Steinkorallen …
SymbiontAls Symbiont bezeichnet man meist die kleinere der beiden an einer Symbiose beteiligten Arten. Den Lebenspartner mit dem größeren Körper nennt man auch Wirt …