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5. Symbiose | ÖKOLOGIE einfach erklärt

HippoCampus5:38 6.210 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 39 Zeilen
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  1. Hallo und herzlich willkommen zum einem weiteren Teil der Erklärvideoreihe „ÖKOLOGIE einfach erklärt“.
  2. In der heutigen Folge beschäftigen wir uns damit, wie Symbiosen funktionieren und welche Arten von Symbiosen man unterschiedet.
  3. Eine Symbiose ist eine Wechselbeziehung zwischen zwei verschiedenen Arten, von der beide Arten Vorteile ziehen.
  4. Das ist besonders wichtig, wenn wir nochmal im nächsten Video auf den Parasitismus zu sprechen kommen.
  5. Man bezeichnet die beiden Arten, die sich an einer Symbiose beteiligen, auch Symbionten.
  6. Je nachdem wie wichtig diese Wechselbeziehung der beiden Arten für diese ist, spricht man von Allianz, Mutualismus oder Eusymbiose.
  7. Schauen wir uns diese noch einmal genauer an. Die Allianz ist die lockerste Form einer Symbiose.
  8. Bei ihr ist die Interaktion zwischen den Lebewesen nur kurzzeitig und nicht überlebensnotwendig. Man kann hier die Vorteile, den für einen Symbionten aus einer Allianz resultieren,
  9. als willkommene Lebensbereicherung sehen, mehr aber auch nicht. Ein Beispiel für eine Allianz ist die Symbiose zwischen
  10. Madenhackern und afrikanischen Großtieren wie Büffeln. Der Büffel wird von den Madenhackern von Parasiten gesäubert und vor herannahenden
  11. Fressfeinden gewarnt. Der Madenhacker hingegen ernährt sich von den Parasiten des Büffels.
  12. Außerdem wagen sich kleinere Fressfeinde des Madenhackers oft nicht in die Nähe der potentiell gefährlichen Büffel.
  13. Beide Symbionten profitieren also von der Beziehung. Würde man beide Symbionten jedoch trennen, wären sie genauso gut jeder für sich überlebensfähig.
  14. Der Mutualismus ist da schon eine wichtigere Form der Symbiose. Hier sind die beiden Symbionten mehr aufeinander angewiesen,
  15. aber sie würden voneinander getrennt nicht gleich sterben. Im Gegensatz zur Allianz leben die Symbionten hier deshalb oft eng beieinander.
  16. Ein sehr berühmtes Beispiel für den Mutualismus und für Symbiosen allgemein ist die Symbiose zwischen Clownfisch und Seeanemone.
  17. Die Anemone bietet hierbei mit ihren giftigen Tentakeln dem Clownfisch Schutz vor Raubfischen.
  18. Dieser entfernt sich daher nur höchstens ein paar Meter von der Anemone. Der Clownfisch selbst wird nicht von der Anemone angegriffen,
  19. da er von einer speziellen Schleimschicht umgeben ist. Außerdem frisst der Clownfisch Nahrungsreste von der Beute der Anemone.
  20. Im Gegenzug dazu verteidigt der Clownfisch die Anemone gegen ihre Fressfeinde. Außerdem wird die Anemone durch den Clownfisch regelmäßig gesäubert und der Clownfisch
  21. fächert ihr auch regelmäßig frisches Wasser zu. Würde man nun beide Symbionten trennen, würde das zwar
  22. nicht unmittelbar zu ihrem Tod führen, aber es würden sich nach einiger Zeit erhebliche Probleme für beide Lebewesen ergeben.
  23. Zu guter Letzt gibt es dann noch die Eusymbiose. Das ist die Symbiose im engsten Sinne.
  24. Bei ihr hängt das Leben eines Symbionten von dem des anderen ab. Wenn ein Symbiont sterben würde, würde das auch das Ende desanderen Symbionten bedeuten.
  25. Ein gut bekanntes Beispiel für die Eusymbiose sind Flechten. Obwohl sie vielleicht nur wie ausgebleichtes Moos aussehen, sind Flechten wahre Überlebenskünstler
  26. und können selbst an extremen Standorten überleben. Das gelingt ihnen, weil Flechten in Wirklichkeit eine Symbiose aus Pilz und Alge sind.
  27. Der Pilz erhält hierbei von der Alge Kohlenhydrate und Sauerstoff und liefert im Gegenzug Wasser und Nährsalze an den Pilz.
  28. Da sich Pflanze und Pilz gegenseitig ihre lebenswichtigen Stoffe liefern, sind sie gemeinsam zwar sehr überlebensfähig, würden aber ohne den anderen Symbionten nach
  29. kurzer Zeit sterben. Neben der vorher genannten Einteilung kann man Symbiosen auch noch in Etko- und Endosymbiosen
  30. unterteilen. Bei den ersteren sind beide Symbionten voneinander getrennt.
  31. Clownfisch und Anemone sind zum Beispiel zwei klar voneinander getrennte Lebewesen, die ein Symbiose eingehen.
  32. Bei der Endosymbiose hingegen lebt einer der Symbionten im anderen. So gibt es zum Beispiel die Darmbakterien, die im Darm eines Tieres oder des Menschen
  33. leben und dort im Gegenzug für einen geeigneten Lebensraum bei der Verdauung helfen. Fassen wir also nochmal zusammen:
  34. Bei einer Symbiose handelt es sich um eine Wechselbeziehung zwischen Lebewesen verschiedener Arten, bei der beide Arten voneinander profitieren.
  35. Je nach Wichtigkeit für das Überleben des Symbionten spricht man von der eher lockeren Allianz, dem regelmäßigen Mutualismus
  36. oder der überlebensnotwendigen Eusymbiose. Man kann auch noch zwischen der Ektosymbiose bei räumlicher Trennung der Partner und der
  37. Endosymbiose, bei der ein Symbiont im anderen lebt, unterscheiden. Das war‘s auch schon für das heutige Video.
  38. Wenn es euch gefallen hat, gibt doch mal einen Daumen nach oben und vergesst nicht, den Kanal zu abonnieren.
  39. Bis dann, Tschüss!

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