Ökologische Nische einfach erklärt! Studyflix https://www.youtube.com/watch?v=NjwI_VeNm6M Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Die ökologische Nische beschreibt die Anforderungen an die Umwelt einer Tier oder Pflanzenart. In diesem Video 0:06 erklären wir dir, wie die Lebewesen mit ihrer Umwelt wechselwirken. Unter einer ökologischen Nische kannst du dir die 0:11 Lebensansprüche eines Lebewesens vorstellen. Du betrachtest also alle biotischen und abiotischen 0:17 Umweltfaktoren, die ein Organismus zum Überleben, Ausbreiten und Fortpflanzen braucht. Zu den biotischen Faktoren 0:24 zählen alle Lebewesen, die mit einem anderen Organismus wechselwirken, wie Fressfeinde, Beute und Konkurrenten. 0:30 Biotische Umweltfaktoren sind unbelebte Bestandteile der Natur, wie die Temperatur, das Wetter und das Wasser 0:36 vorkommen. Die ökologische Nische ist also kein Ort, wie z.B. das Biotop als Lebensraum der Organismen, sondern die 0:43 Wechselwirkung und die Beziehung zwischen einem Lebewesen und seiner Umwelt. 0:47 Eine solche ökologische Nische kannst du für jedes Lebewesen definieren. Dazu schaust du dir zum einen an, welche 0:53 Charakteristiker und Ansprüche eine Art hat, also wie sie sich verhält und welche Lebensweisen sie hat. Ein Koala 0:59 ist z.B. ein Einzelgänger, nachtaktiv und wohnt in Baumwüpfeln in Australien. Außerdem betrachtest du alle 1:05 Umweltfaktoren, die das Lebewesen zum Überleben braucht und wie die Art diese nutzt. 1:10 Der Koala rollt sich ein, wenn ihm die Außentemperatur zu kalt ist. Wenn es ihm zu heiß ist, dann streckt er alle 1:15 Gliedmaßen von sich. Er braucht grundsätzlich kein Wasser, da er das über seine Nahrung die Eukalyptusblätter 1:21 aufnimmt. Koalas haben keine arten übergreifenden Konkurrenten um ihr Futter, da nur sie den Eukalyptus 1:27 verzehren. Nach diesem Vorgehen betrachtest du alle weiteren Umweltfaktoren, die diese Art betreffen, 1:33 wie das Wetter oder Fressfeinde. Prima. Jetzt weißt du, was eine ökologische Nische ist und wie du sie 1:39 für einzelne Lebewesen festlegst. Grundsätzlich unterscheidest du zwischen der fundamentalen und der realisierten 1:46 ökologischen Nische. Unter der Fundamentalnische kannst du dir die optimalen Lebensbedingungen 1:52 einer Art ohne interspezifische, also artenübergreifende Konkurrenz vorstellen. 1:57 In der Realität hat natürlich jede Art Konkurrenten. Diese tatsächlichen Lebens- und Umweltbedingungen einer Art 2:03 beschreibst du mit der Realnische. Sehr gut. Jetzt kennst du den Unterschied zwischen einer 2:08 Fundamentalnische und einer Realnische. Aber was passiert, wenn sich die ökologischen Nischen zwei Arten 2:15 überlappen? Dann stehen diese beiden Lebewesen automatisch in direkter Konkurrenz, da sich bei Tieren z.B. 2:22 Ressourcen wie Nahrung und Lebensraum und bei Pflanzen Licht oder Wasser verringern. Das beeinträchtigt unter 2:28 anderem die Überlebensfähigkeit, das Wachstum und die Fortpflanzungsrate dieser Lebewesen. Langfristig muss ich 2:34 eine der beiden Arten anpassen und eine andere ökologische Nische suchen. Enten und Schwäne ernähren sich z.B. von 2:42 Unterwasserpflanzen und Kleintieren. Ihre ökologischen Nischen überschneiden sich aber kaum. Sie haben sich im Laufe 2:48 der Entwicklung so angepasst, dass sie in unterschiedlichen Bereichen des Sees nach Futter suchen. 2:53 Im Zusammenhang mit der Nischenüberlappung wirst du auch oft von der ökologischen Planstelle hören. 2:59 Darunter kannst du dir alle möglichen Kombinationen verschiedener biotischer und abbiotischer Umweltfaktoren, die 3:04 unterschiedlichen Lebewesen zur Verfügung stehen, vorstellen. Schauen wir uns dazu gleich ein Beispiel 3:10 an. Im Ökosystem Wald hast du drei mögliche Bereiche. Der eine Teil des Walls ist sehr schattig und kalt. Im 3:17 nächsten Teil stehen die Bäume etwas weiter auseinander und die Sonne kommt besser durch. Hier ist es wärmer. Der 3:23 dritte Teil sind Lichtungen, in denen es deutlich wärmer ist. Alle drei Bereiche sind potentielle Lebensräume für Hasen. 3:30 Daraus ergeben sich jetzt drei ökologische Planstellen. Die erste mögliche Kombination ist der Lebensraum 3:36 Wald, kühle Temperaturen und dadurch ein Hase mit dickem Fell. Die zweite mögliche Planstelle ist wieder der 3:42 Lebensraumwald. mittlere Temperaturen und ein mitteldickes Fell. Als dritte Möglichkeit ergibt sich nochmals der 3:48 Lebensraumwald, wärmere Temperaturen und ein Hase mit dünnerem Fell. Dieses Beispiel ist natürlich ziemlich 3:55 vereinfacht. In der Realität musst du noch andere Umweltfaktoren, das Brutverhalten oder 4:01 die Nahrung berücksichtigen. Du schaust dir an, wo und wie die verschiedenen Tiere ihre Nachwuchs großziehen und was 4:07 die Lebewesen fressen. Wenn nun eine ökologische Planstelle von einem Lebewesen besetzt wird, dann wird sie 4:12 zur ökologischen Nische. Diesen Prozess nennst du einnischung. Eine ökologische Nische ist kein Ort, 4:21 sondern beschreibt die Beziehung und die Wechselwirkung zwischen einer Art und den abiotischen und biotischen 4:26 Umweltfaktoren. Anhand dieser Kriterien kannst du für jeden Organismus eine ökologische Nische definieren. Du 4:32 unterscheidest zwischen der Fundamentalnische und der Realne. Die Fundamentalnische betrachtet die idealen 4:38 Lebensbedingungen in einer Art, die Realnische tatsächlichen. Ökologische Planstellen sind alle potenziell 4:44 möglichen ökologischen Nischen. Dir hat das Video gefallen? Für mehr kostenlose Videos komm auf studs.de und 4:51 hol dir unsere App.