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Grundbegriffe der lexikalischen Semantik: Extension und Intension, Denotation und Konnotation
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Transkriptautomatisch erstellt · 147 Zeilen
- hallo allerseits und willkommen zu diesem Screencast in unserem semantikeminar schön dass Sie da sind nachdem wir ja bei den letzten beiden
- Malen mit der Zeichentheorie oder auch Semiotik eher eine Wiederholung und Vertiefung absolviert haben geht es ab heute mit dem Kern der Semantik los denn
- wir wollen uns einige Grundbegriffe der lexikalischen Semantik erarbeiten lexikalische Semantik heißt so viel weh Semantik von Wörtern es geht uns heute
- und in den nächsten Screencasts und den nächsten Themen also vor allem um Wörter und deren Bedeutungen nicht um Sätze oder um
- Texte für dieses Thema haben sie als literaturgrundlage zwei Auszüge aus Busses Semantik gelesen und wenn Sie diese Lektüre erledigt haben und diesen
- Screencast gesehen haben dann können Sie folgende lern Ziele erreichen sie können die Begriffe Extension und Intension unterscheiden sie können die Begriffe
- Denotation und Konnotation unterscheiden sie merken schon es geht heute viel um begriffsunterscheidungen dann können Sie Lesarten oder
- bedeutungsvarianten von Wörtern differenzieren und Sie können Wörter nach autosemantika und synsemantika kategorisieren das sind
- zwei grundsätzliche Typen von Wörtern nach nach ihrer lexikalischen Bedeutung das ist eine ganze Menge und deswegen legen wir jetzt direkt mal
- los ein kurzer Überblick über das was uns heute begegnen soll zum einen schauen wir ein bisschen in die sogenannte logische Semantik und
- beschäftigen uns mit ein paar Grundlagen sowie eben den schon erwähnten Begriffen Extension und Intension wir werden uns ja noch in einer eigenen Sitzung mit dem
- Thema Bedeutung und Logik beschäftigen sodass der Teil zur logischen Semantik heute wirklich auch nur ein Überblick ist zum zweiten schauen wir uns ein paar
- Aspekte der lexikalischen Semantik im engeren Sinne an nämlich was man unter lexikalischer Bedeutung eigentlich verstehen kann was schon erwähnt
- Denotation und Konnotation ist und welche Typen von lexikalischer Bedeutung man unterscheiden kann fangen wir an mit der logischen S
- die Frage was eigentlich Bedeutungen und genauer lexikalische Bedeutungen also Wortbedeutungen sind ist viel älter als die Sprachwissenschaft und schon in der
- Philosophie hat man sich vor Jahrhunderten den Kopf darüber zerbrochen wenn man jetzt wirklich mal in die Semantik Forschung schaut dann
- findet man zahlreiche Begriffe und Definitionen die in der Geschichte der Semantik bereits diskutiert wurden also das heißt Ersetzungen für diesen Begriff
- der Bedeutung und dazu zählen z.B Abbild oder Vorstellung oder auch Begriff selbst die Begriffe Extension und Intension gehören auch dazu die werden
- uns heute noch etwas näher beschäftigen man kann die mit begriffsumfang und Begriffsinhalt übersetzen auch den Begriff des Frames also Rahmens oder
- allgemeiner des Schemas werden wir im Laufe des Seminars noch kennenlernen den Begriff bezeichnetes werden Sie vielleicht noch wieder erkennen manchmal
- kann man Bedeutungen auch als Differenzen oder Werte verstehen wenn man sie von anderen Bedeutungen abgrenzt was man vor allen Dingen in der
- merkmalsemantik Macht wo Bedeutungen als merkmalbündel oder merkmalmengen verstanden werden auch die prototypensemantik werden wir noch
- genauer kennenlernen ein verwandtes Konzept ist das der Stereotypen und schließlich wenn wir ein wenig in Richtung Pragmatik schauen kann man
- Bedeutungen auch als Gebrauch oder Gebrauchsweise verstehen diese Vielfalt an Begriffen und an Ersetzungen für diesen Begriff Bedeutung wollen wir an
- dieser Stelle aber gar nicht weiter vertiefen sie können einige der Details bei Busse ganz gut nachlesen wichtig ist nur dass man den Begriff der Bedeutung
- eben meist durch einen dieser Begriffe hier zu ersetzen versucht hat was nicht ganz unproblematisch ist warum na ja wenn man Schwierigkeiten hat einen
- Begriff ordentlich zu definieren dann bringt es nicht viel ihn einfach durch einen anderen Begriff zu ersetzen dessen Definition dann auch wieder schwierig
- ist wie auch immer ich habe ihn ja angekündigt dass wir uns zunächst mit der logischen Semantik beschäftigen was ist jetzt das übergeordnete Ziel der
- logischen Semantik es ist die Schaffung einer logischen konstruktsprache oder auch idealsprache
- als ein Ersatz für die alltägliche Normalsprache warum sollte man das überhaupt tun die Idee dahinter ist dass die wkeit der
- Normalsprache durch exakte Begriffe ersetzt werden soll und da wir in der Sprachwissenschaft ja immer mit Sprache über Sprache sprechen könnte man auf die
- Idee kommen für diese Normalsprache über die wir sprechen eine konstruktsprache zu entwickeln damit nicht mit denselben Begriffen über die Begriffe geredet
- werden muss die man analysieren möchte die normal Sprache soll dabei möglichst vollständig in die konstruktsprache übersetzbar sein und die
- konstruktsprache soll durch eine mathematische Logik möglichst widerspruchsfrei eindeutig und logisch durchstrukturiert sein falls Sie jetzt
- aber befürchten dass wir hier mathematische Logik anwenden kann ich Sie beruhigen das werden wir nicht tun zum Verständnis was die logische
- Semantik eigentlich möchte ist es aber wichtig von dieser Zielsetzung zu wissen das ganze soll jetzt schließlich dazu führen dass der Wahrheitswert eines
- Satzes in der Normalsprache beim Ersatz in die konstruktsprache erhalten bleibt man muss sich also immer Fragen unter welchen Bedingungen die Ersetzung der
- Normalsprache durch die konstruktsprache gestehen muss damit dieser Wahrheitswert erhalten bleibt falls Sie jetzt mit diesem Begriff Wahrheitswert noch nichts
- anfangen können auch keine Sorge wir werden uns damit in der Sitzung zum Thema Bedeutung und Logik noch etwas näher beschäftigen für jetzt sollen
- diese theoretischen Überlegungen aber erstmal reichen die beiden wichtigsten Begriffe der logischen Semantik die zurückgen auf
- einen Forscher namens Rudolf karnab sind und die habe ich schon erwähnt Extension auf der einen Seite und Intension auf der anderen Seite wir haben uns ja
- gerade schon kurz angeschaut dass man Extension mit begriffsumfang übersetzen kann und Intension mit Begriffsinhalt aber was heißt das jetzt
- konkret unter Extension kann man die Klasse oder auch Menge aller Gegenstände verstehen auf die ein Ausdruck aufgrund seiner Achtung Intension angewendet
- werden kann einfach formuliert heißt das die Extension umfasst alle Gegenstände und Dinge auf die man sich mit einem Ausdruck beziehen kann man sagt auf die
- der Ausdruck referieren kann und unter der intenion versteht man die Menge der inhaltlichen Merkmale oder Eigenschaften von Gegenständen und Dingen also das was
- man dingeigenschaften begriffsmerkmale oder Qualitäten nennen könnte diese Merkmale werden in der Regel auch als semantische Merkmale im Sinne der
- merkmalsemantik beschrieben schauen wir uns das ganze mal an einem Beispiel an genauer an
- einem Beispiel welche Ausdrücke kennen sie noch für diesen Gegenstand hier das soll der Planet Venus
- sein komische Frage oder es gibt dafür nämlich vor allen Dingen zwei Ausdrücke Morgenstern und Abendstern es gibt also zwei Ausdrücke
- mit denen man sich auf denselben Gegenstand beziehen kann die also auf denselben Gegenstand referieren also die Extension dieser
- beiden Ausdrücke ist relativ einfach zu fassen nämlich na ja Planet Venus die Extension dieser beiden Ausdrücke ist also gleich die Intension aber nicht
- deswegen gibt's diese zwei Ausdrücke denn mit dem Ausdruck Morgenstern hebt man hervor dass die Venus ein Planet ist der am Morgen
- sichtbar sein kann man bezieht sich damit also auf genau diese Eigenschaft genau dieses Merkmal und mit dem Ausdruck Abendstern hebt man hervor dass
- die Venus ein Planet ist der am Abend sichtbar ist man bezieht sich jetzt also auf diese Eigenschaft auf dieses Merkmal das heißt dann die Intension dieser
- beiden Ausdrücke die ist verschieden hier Intension 1 und Intension 2 habe ich das mal genannt aber wie wir gerade schon gesehen haben die Extension dieser
- beiden Ausdrücke die ist gleich denn die beziehen sich ja immer auf den Planeten Venus soweit so
- klar noch mal zusammengefasst die Ausdrücke Morgenstern und Abendstern verweisen also referieren zwar auf denselben Gegenstand nämlich den
- Planeten Venus sind aber trotzdem nicht völlig bedeutungsidentisch die Intension also der Begriffsinhalt der beiden Ausdrücke ist verschieden aber die
- Extension also der begriffsumfang der beiden Ausdrücke ist gleich wir sehen daran aber auch die intenensionen der beiden Ausdrücke sind nicht direkt aus
- ihren Extensionen allein erschließbar denn sie sagen ja sehr spezifische Dinge über den Gegenstand aus sie generieren also ein mehr an Bedeutung wenn man so
- möchte dass über diese Extension hinausgeht und wir sehen auch dass die intenensionen der beiden Ausdrücke über die Referenz also die Bezugnahme auf
- einzelne Dinge wie eben den Planeten Venus oder bei anderen ausdrücken auch ganze Mengen von Gegenständen hinausgeht und sich nicht darüber also über die
- Extensionen erschöpfend erschließen lassen die Intensionen sagen also mehr aus als nur etwas über die Eigenschaften des Planeten Venus wie z.B über seinen
- Durchmesser seine Masse oder die Neigung seiner Bahnebene und das ist genau der Grund warum man eben nicht einfach Venus sagt sondern Morgenstern oder
- Abendstern okay damit hätten wir auch schon unseren Blick in die logische Semantik beendet und wir atmen einmal kurz durch und
- können dann zu lexikalischen Semantik übergehen der wichtigste Begriff innerhalb der lexikalischen Semantik ist der Begriff der lexikalischen Bedeutung
- den man ganz einfach mit Wortbedeutung übersetzen kann also immer wenn sie das Adjektiv lexikalisch hören dann geht es um einzelne Wörter und nicht um Sätze
- oder um Texte oder um dergleichen lexikalisch sagt hier also einerseits aus wie der Begriff auf den Gegenstand den er beschreiben soll bezogen ist
- nämlich eben auf Wörter also Einheit des Lexikons deswegen lexikalisch lexikalisch heißt jetzt andererseits aber auch dass es um die
- Abstraktion konkreter Bedeutungen hin zu einer allgemeinen einheitlichen Bedeutung geht denken sie noch mal zurück an die Unterscheidung zwischen
- aktuellen und virtuellen Zeichen oder zwischen Token und types die wir schon kennengelernt haben oder noch mal vertieft haben es geht ja also um die
- Rekonstruktion von types aus Token weil man das wissen Sie vielleicht noch types als solche ja nicht beobachten kann sondern eben nur Token darauf kommen wir
- gleich auch noch zurück und nicht nur types sind wie wir in der Semiotik gesehen haben eigentlich gar nicht wirklich existent sondern auch
- Bedeutungen selbst denn Bedeutungen sind nichts anderes als wissenschaftliche Konstrukte die existieren nicht wirklich es gilt also nicht die sogenannte
- existenzprämisse dass das womit man sich in der beschäftigt auch wirklich real existiert um es philosophisch auszudrücken ist der
- realontologische Status von Bedeutungen also fraglich denn Bedeutungen beruhen allein auf Definitionen und theoretischen
- Eingrenzungen das ist der Grund warum Bedeutungen auch so der Heilige Gral sind denn man bekommt die in der Regel nicht zu Gesicht und kommt nur schwer an
- sie heran die sind also durch wissenschaftliche und lexikographische Tätigkeiten also das Stellen von Wörterbüchern erzeugte Phänomene und das
- müssen wir uns in der Semantik immer wieder vor Augen halten jetzt aber mal zu den Begriffen Denotation und Konnotation unter
- Denotation oder denotativer Bedeutung versteht man die neutrale Kernbedeutung eines Wortes was das genau heißt sehen Sie wenn wir uns jetzt anschauen was man
- unter Konnotation oder konnotativer Bedeutung versteht darunter versteht man sowas wie die Nebenbedeutung zusätzlich zu der Denotation die sowas wie na ja
- bewertende Bedeutungen oder bedeutungsaspekte oder emotionale Bedeutungen oder bedeutungsaspekte umfassen kann die Denotation ist also
- hinsichtlich dieser bewertenden oder emotionalen Bestandteile neutral während solche bewertenden oder emotionalen Aspekte dann zur Konnotation
- gehören bleiben wir für einen Moment mal bei der Denotation und da wir ja bei lexikalischer Semantik sind geht es um die Denotation von Wörtern Wörter können
- unterschiedliche teilbedeutungen haben man sagt sie haben mehrere Lesarten ein Wort kann also mehrere Bedeutungen mehrere Lesarten haben und das gilt
- insbesondere für sogenannte polyseme also mehrdeutige Wörter der Begriff der Polysemie wird uns auch später in diesem Seminar noch mal
- begegnen dazu kommt aber noch dass Wörter nicht nur Bedeutungen haben können die für alle Sprecherinnen gleich sind sondern unterschiedliche
- Sprecherinnen können über unterschiedliche Mengen von teilbedeutungen verfügen ich bin mir sicher sie sind schon mal auf ein Wort
- gestoßen von dem sie nicht wussten dass es noch eine andere Bedeutung hat als die die sie schon kannten genau das ist damit gemeint und darüber hinaus kann
- sich eine einzelne Lesart in unterschiedliche Verwendungsweisen aufgliedern die man bei Verben z.B an unterschiedlichen valenzeigenschaften
- beobachten kann Valenz bedeutet dass ein Wort mit mit einer gewissen Anzahl und Art weiterer Satzglieder weiterer Elemente im Satz vorkommt wir sehen uns
- gleich ein Beispiel an das Beispiel das wir uns ansehen ist auch ein Verb nämlich das Wort schreiben wenn man im DVDs im digitalen Wörterbuch
- der deutschen Sprache mal nachschlägt dann findet man für das Werb schreiben vier grobe Lesarten Lesart 1 wird umschrieben als Zeichen Schriftzeichen
- besonders Buchstaben Zahl Noten in einer bestimmten Form und Reihenfolge zu Papier bringen schriftlich niederlegen les A2 wird beschrieben als
- etwas Sinnvolles einen Text in seinem Zusammenhang schriftlich niederlegen na ja nicht ganz anders als Lesart 1 Lesart 3 ist schriftstellerisch
- künstlerisch tätig sein und Lesart 4 ist eine bestimmte Schreibweise haben worin die genauen Unterschiede zwischen diesen Lesarten liegen soll soll uns jetzt
- nicht weiter interessieren was aber daran sichtbar wird ist dass das Verb schreiben eben polyseem ist also mehrere Lesarten mehrere teilbedeutungen mehrere
- bedeutungsvarianten hat nehmen wir mal ein anderes Beispiel für ein polysemes Wort nämlich wieder einen Beispiel Klassiker das Wort Schule
- sie können das Nomen Schule in der Bedeutung abstrakte gesellschaftliche Institution verstehen wie in die Schule hat sich im 21 jahrhundert stark
- verändert oder in der Bedeutung Unterrichtssituation wie z.B die Schule geht heute bis 15 Uhr oder Sie können eine konkrete einzelne Schule damit
- bezeichnen wie in die Schule feiert ihr 50-jähriges Jubiläum und Sie können natürlich Schule als Gebäude verstehen wie in die Schule muss dringend saniert
- werden das soll jetzt aber zum Thema Denotation erstmal gewesen sein kommen wir noch auf Konnotation zu sprechen Konnotationen oder auch Nebenbedeutungen
- sind oft durch unterschiedliche Stilebenen man sagt auch Register einer Sprache zu erklären was heißt das man kann auf dasselbe Objekt je nach
- Situation Kontext oder einer gewünschten stilistischen Wirkung mit unterschiedlichen Wörtern verweisen referieren und solche
- Bedeutungsunterschiede die jetzt nicht notwendigerweise unterschiedliche Lesarten produzieren sind Konnotationen gucken wir uns mal ein
- paar Beispiele an und hier sollen uns mal ein paar Typen von Konnotationen interessieren es gibt sicherlich noch mehr als die die wir
- jetzt sehen werden aber wir beschränken uns mal auf diese es gibt emotionale Konnotationen z.B wenn Wörter besonders scherzhaft ironisch spöttisch zärtlich
- oder auch abwerten verwendet werden wie bei Blechbüchse für ein Auto Haudegen für einen bestimmten Menschen Fellnase für
- einen Hund oder Klopper für was auch immer es gibt kommunikative Konnotationen wenn Wörter in besonders ungezwungenen Kontexten oder
- umgangssprachlich salop offiziell oder förmlich verwendet werden wie ausrasten Pappnase oder Vermählung dann gibt es funktionale
- Konnotationen die etwa in administrativen oder fachsprachlichen Kontexten vorkommen z.B bei Wörtern wie Postwertzeichen oder einfach Briefmarke
- Entgeld intra venös oder Gefahrübergang dann haben wir soziale Konnotationen die bestimmte Jargons markieren oder z.B in familiären
- Kontexten oder in der Jugendsprache vorkommen wie z.B 17er Bäuerchen oder Ehrenmann und dann gibt's noch regionale Konnotationen die sie dann finden wenn
- man z.B in einer Region Brötchen sagt in der anderen Region weckli oder Schrippe oder Semmel oder rundstück
- es gibt auch zeitliche oder historische Konnotationen z.B bei Wörtern die veraltet sind wie Steckenpferd wissen Sie was das bedeutet weiland kehicht
- oder Bandsalat kennt wahrscheinlich auch niemand mehr heutzutage es gibt Konnotationen die eine gewisse kommunikationsabsicht oder Modalität mit
- sich bringen z.B besonders höflich oder im Gegensatz grob wirken wie gestatten sie mit Verlaub oder halt Maul und schließlich könnte man noch politische
- Konnotationen unterscheiden z.B wenn Wörter besonders typisch für den Wortschatz der DDR sind wie Staatssicherheit oder
- Kaufhalle schließen wir nun mal die Frage was lexikalische Bedeutungen sind ab lexikalische Bedeutungen sind immer auf typeebene verortet also auf der
- Ebene der Long man sagt auch Kompetenz denn nur auf dieser typeebene sind Bedeutungen als ein und geschlossen anzusehen weil es auf der tokenbene ja
- eine viel größere Varianz gibt wichtig ist zu sehen dass konkrete sprachliche Vorkommen auf tokenbene verortet sind also auf Ebene der parol oder auch
- Performanz genannt unterschiedliche Token haben jeweils unterschiedliche Bedeutungsnuancen um noch ein anderes Beispiel mal zu nennen gibt es einen
- Bedeutungsunterschied zwischen unterschiedlichen Flexionsformen eines Verbs wie zum Z be abfahren also ich fahre ab du fährst ab
- er sie es fährt ab und so weiter auch wenn diesen Formen dann nur ein einziges Verb als Type zugrunde liegt und schließlich können gewisse
- Bedeutungsnuancen wenn sie auf tokenbene häufig genug vorkommen wenn Sie eine hohe Frequenz haben sagt man auch auch zu neuen Lesarten führen auf typeebene
- vielleicht haben Sie in unserem schreibenbeispiel von eben die Lesart jemandem Schreiben im Sinne von jemanden per Chat kontaktieren vermisst und
- sicherlich könnte man diese Bedeutung von schreiben schon als neue Lesart verstehen die interessanterweise noch keinen Eingang in das dwds gefunden
- [Musik] hat eine letzte Unterscheidung die wir uns noch anschauen müssen betrifft zwei wesentliche Typen von lexikalischen
- Bedeutungen nämlich autosemantika auf der einen Seite und syndensemantika auf der anderen Seite Autos tiker nennt man auch kategorimatische Wörter oder
- selbstbedeuter und synsemantiker nennt man auch syndkategorimatische Wörter oder mitbedeuter was heißt das
- genau autosemantiker besitzen eine vollständige und begriffliche Bedeutung sie verweisen also referieren auf bestimmte Gegenstände Sachverhalte
- Zustände oder Vorgänge und dazu zählen vor allem Nomen Verben und Adjektive die man manchmal auch inhaltswörter oder Hauptwörter nennt Beispiele sind sowas
- wie Fahrrad Konzert lernen oder kalt da können wir uns ja sehr konkrete Dinge drunter vorstellen sündensemantiker hingegen
- definiert man in der Regel so dass die nicht auf bestimmte Gegenstände Sachverhalte Vorgänge oder Zustände referieren dazu gehören dann
- Konjunktionen Präpositionen manche Adverbien Pronomen oder Artikel diese Wörter nennt man des deswegen gerne auch funktionswörter beziehungswörter
- grammatische Wörter oder nebenwortarten eben weil sie eine gewisse Restklasse bilden und mit den traditionellen Mitteln der lexikalischen Semantik nicht
- in ihren Bedeutungen so wirklich erklärbar sind also was ist die Bedeutung des adverbs damit oder der Präposition auf das ist schon sehr viel
- schwerer zu beschreiben als zu beschreiben was die Bedeutung eines Wortes wie Fahrrad ist
- und schließlich müssen wir wohl noch eine Unterscheidung in wörtliche und übertragene Bedeutungen treffen wenn man in der Regel von lexikalischer Bedeutung
- spricht dann meint man damit die wörtliche Bedeutung also z.B das Wort Kopf bedeutet s viiel wie oberster als Sitz des Gehirns und Zentrum der
- Sinnesorgane wichtigster Körperteil des Menschen und der Tiere oder das Wort Stadt bedeutet größere geschlossene Siedlung die das wirtschaftliche
- gesellschaftliche und kulturelle Zentrum eines Gebiets darstellt und davon unterscheiden muss man aber übertragene indirekte und nichtwörtliche Bedeutungen
- z.B wenn sie mit Kopf metaphorisch die kurze Seite eines Tisches meinen oder Stadt metonymisch für Stadtverwaltung steht wie in die Stadt hat in diesem
- Jahr die Müllgebühren erhöht oder sowas aber auch zu diesen metaphorischen und metonymischen Prozessen werden wir im Laufe des Seminars noch
- kommen so damit belassen wir es jetzt aber auch wirklich bei den Grundbegriffen der lexikalischen Semantik natürlich bis auf
- die präsenzsitzung und das Tutorial und die semantic Challenge dazu dabei wünsche ich Ihnen jetzt an dieser Stelle schon einmal viel Spaß und Erfolg wir
- sehen uns wie immer in der präsenzsitzung zu diesem Thema wieder bis dahin machen sie es gut
Zum Nachlesen
DenotationDenotation steht einerseits für eine neutrale Bedeutung (als Grundbedeutung) und damit für den inhaltlichen Kern eines Wortes, im Unterschied zur Konnotation.
SemantikIn einem engeren Sinn behandelt die Semantik die Bedeutung vor allem sprachlicher Zeichen, wie Sätzen, Satzteilen, Wörtern oder Lexemen. Sie ist dann Teil der …
PolysemieB. Wort, Morphem oder Syntagma) bezeichnet, der mehrere unterscheidbare Bedeutungen hat, wobei aber diese Bedeutungen ein gewisses Maß an Ähnlichkeit oder …
KonnotationRichtig erscheint zudem die Unterscheidung zwischen konventionalisierter und rein individueller Konnotation. Gegenbegriff zu Konnotation ist die Denotation.