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Buddha - Dhammapada: Der Weg der Wahrheit (Die Lehren Buddhas) [Hörbuch]

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Transkriptautomatisch erstellt · 581 Zeilen
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  1. Damapada, der Weg der Wahrheit, gelesen von Habfer.
  2. Einleitung. Sidata Gautama, später bekannt als der Buddha, [musik] lebte im Indien des fün Jahrhunderts vor
  3. Christus. Er wurde als Sohn des Königs Sudodana geboren. Schon früh erkannte er die
  4. Bedeutungslosigkeit [musik] von Reichtum und Macht sowie die Sinnlosigkeit seines bisherigen Lebens und fasste den Entschluss, einen Weg zu
  5. finden, der Leid und Not von dieser Erde vertreiben sollte. So verließ er eines Tages den Palast und zog in die Wälder, um durch Meditation
  6. und Askäse den Weg zur Erleuchtung zu finden. [musik] So vergingen viele Jahre der Askese spiritueller Übungen, tiefer Meditation
  7. und großer Anstrengungen in der Suche nach der Wahrheit. Schließlich erreichte sie Dat Gautama, der Asket, eines Tages unter einem
  8. Feigenbaum die spirituelle Verwirklichung und wurde als der Buddha, der Erleuchtete [musik] bekannt. Von da an lehrte er seine Schüler den
  9. Pfad, der bis heute überliefert ist. Sein Vermächtnis ist eine Botschaft von Mitgefühl, von Liebe zu allen Wesen und dem Streben nach inner Befreiung.
  10. Im Zentrum seiner Lehre stehen die vier edlen Wahrheiten. Das Leben ist vom Leiden geprägt. Die Ursache dieses Leidens ist [musik]
  11. das Verlangen. Erlischt das Verlangen, endet auch das Leiden. Der Weg dorthin ist der edle achtfache
  12. Pfad. Ein Lebensweg aus rechter Erkenntnis, rechtem Denken, rechter Rede, rechtem Handeln, rechtem Lebenserwerb, rechtem
  13. Bemühen, rechter Achtsamkeit und rechter Meditation. Dieser Weg führt zur inneren Freiheit und zur höchsten Glückseligkeit,
  14. dem Nirvana. Es ist derselbe Zustand, den andere Religionen als Vereinigung mit Gott oder Befreiung beschreiben.
  15. Die Worte des Buddha wurden von seinen Schülern bewahrt, gesammelt und später in den Klöstern weitergegeben. Aus dieser Überlieferung entstand das
  16. Damapada, eine Sammlung von 423 Versen, die bis heute als einer der klarsten und schönsten Wegweiser des Buddhismus
  17. gelten. Dammer bedeutet [musik] Wahrheit, Tugend und Weisheit. Pada heißt Pfad. So ist das Damada nichts anderes als der
  18. Weg der Wahrheit. Kapitel 1: Der Pfad.
  19. Was wir heute sind, stammt aus unseren Gedanken von gestern und unsere gegenwärtigen Gedanken formen unser Leben von morgen.
  20. Unser Leben ist die Schöpfung unserer Gedanken. Spricht oder handelt ein Mensch mit unreinen Gedanken, so folgt ihm das
  21. Leiden, wie das Rat dem Tier folgt, das den Wagen zieht. Was wir heute sind, stammt aus unseren Gedanken von gestern [musik] und unsere
  22. gegenwärtigen Gedanken formen unser Leben von morgen. Unser Leben ist die Schöpfung unseres Geistes.
  23. Spricht oder handelt ein Mensch mit reinen Gedanken, so folgt ihm die Freude wie sein Schatten.
  24. Er hat mich beleidigt. Er hat mich gekränkt. Er hat mich beschimpft. Wer solche Gedanken hegt, wird sich nicht vom Hass befreien.
  25. Er hat mich beleidigt. Er hat mich [musik] gekränkt, er hat mich beschimpft. Lass solche Gedanken los und du wirst
  26. dich vom Hass befreien. [musik] Hass wird nicht durch Hass überwunden. Hass wird durch Liebe überwunden.
  27. Dies ist ein ewiges Gesetz. Viele wissen nicht, dass wir hier [musik] in dieser Welt sind, um in
  28. Harmonie zu leben. Diejenigen, die dies wissen, kämpfen [musik] nicht gegeneinander.
  29. Wer nur für die Vergnügungen lebt und dessen Seelen nicht in Harmonie ist, wer nicht achtet auf das, was er ist, Träge in Untätigkeit verhart und keine
  30. Fähigkeit zur Tugend besitzt, den erschüttert Mara, getrieben von eigensüchtigen Versuchungen, sowie ein schwacher Baum vom Wind geschüttelt
  31. wird. Doch wer nicht für die Vergnügungen lebt und dessen Seele in sich selbst harmonisch ist, wer mit Maß ist oder
  32. fastet und zur Tugenfähig ist, den erschüttern die Versuchungen nicht, so wie ein mächtiger Fels vom [musik] Wind nicht bewegt wird.
  33. Wenn ein Mensch das reine gelbe Gewand anlegt mit unreiner Seele, ohne Harmonie in sich und ohne Wahrheit, so ist er [musik] nicht würdig, das heilige Gewand
  34. zu tragen. Doch wer frei ist von Sünde, dessen Seele in der Tugend [musik] geübt ist, wer in Wahrheit und Harmonie lebt, der
  35. ist würdig, das Heilige Gewand zu tragen. Du siehst das wertlose als wertvoll an und das wertvolle als wertlos.
  36. An solch verkehrtem Denken festhaltend erkennst du nie die Wirklichkeit. Doch siehst du das wertlose als wertlos an und das wertvolle als wertvoll?
  37. An solch rechtem Denken festhaltend erkennst du bald die Wirklichkeit. So wie der Regen in ein Haus trinkt mit einem beschädigten Dach, so durchdringen
  38. die Leidenschaften einen ungeschützten [musik] Geist. Doch wie der Regen nicht eindringt durch ein gut gedecktes Dach, so können die
  39. Leidenschaften nicht eindringen in einen gut geschützten Geist. Wer viel Übles denkt und tut, der wird darüber Schmerz empfinden in dieser Welt
  40. wie in der nächsten. Er wird Schmerz empfinden und bedrückt sein, wenn er die Schlechtigkeit seines [musik] Tuns erkennt.
  41. Wer viel Gutes denkt und tut, der wird darüber Freude empfinden in dieser Welt wie in der nächsten. Er wird Freude empfinden und beglückt
  42. sein, wenn er die Reinheit seines Tons [musik] erkennt. Wer viel Übles denkt und tut, der wird dadurch Leid erfahren in dieser Welt wie
  43. in der nächsten. Er wird leiden an der Erinnerung und noch viel mehr, wenn er auf den leidvollen Weg gelangt.
  44. Wer viel Gutes [musik] denkt und tut, der wird dadurch Freude erfahren in dieser [musik] Welt wie in der nächsten. Er wird sich freuen an der Erinnerung
  45. und noch viel mehr, wenn er auf den glücklichen Weg gelangt. Über wie viele heilige Texte du auch immer sprichst, was werden sie dir
  46. nützen, wenn du nicht danach handelst. [musik] Du gleichst ja einem Hirten, der eines anderen Kühe zählt,
  47. über wie wenige heilige Texte du auch immer sprichst. Doch wenn du in Einklang mit der Lehre lebst, wenn du Verlangen, Leidenschaft und Unwissenheit aufgibst,
  48. nicht mehr haftest an dieser Welt noch an der Nächsten und Einsicht und Frieden [musik] findest, so führst du wahrhaft ein Leben der
  49. Heiligkeit. [musik] Kapitel 2: Die Achtsamkeit. Achtsamkeit [musik] ist der Pfad, der
  50. zur Unsterblichkeit führt. Unachtsamkeit ist der Pfad, der zum Tod führt. Wer achtsam lebt, stirbt niemals. Doch
  51. der Unachtsame ist schon [musik] wie tot. Wer mit klarem Geist diese Wahrheit erkannt hat, die Weisen, die niemals
  52. ihre Achtsamkeit verlieren, empfinden die Freude der Achtsamkeit, die Freude des Weges [musik] zum Höchsten. Und jene, die mit erhabenem Denken und
  53. tiefer Betrachtung den Weg beschreiten, mit unerschöpflicher Energie, gelangen schließlich zum Nirvana, zum höchsten [musik] Frieden und zur unendlichen
  54. Freude. Bemühe dich, sei achtsam, handle recht, wohlbedacht, [musik]
  55. selbstbezähmt und lebe in Einklang mit der Lehre. Dann wird dir [musik] Wertschätzung erwachsen.
  56. Durch Bemühen und Achtsamkeit, durch Sittlichkeit und Selbstbezähmung schaffe dir selbst eine Insel, welche die [musik] Flut nicht überwältigen kann.
  57. Die Toren und Unwissenden sind unachtsam und achten niemals. Doch du bewache deine Achtsamkeit als deinen kostbarsten Schatz.
  58. Verliere dich nicht in Unachtsamkeit und [musik] gib nicht im Verlangen nach. Lebe achtsam, übe die Vertiefung der Meditation
  59. und entdecke so das wahre Glück. Wenn der Weise durch Achtsamkeit die Unachtsamkeit überwunden hat, so schaut
  60. er vom Turm der Weisheit, wissend auf die unwissenden Toren, leid befreit auf die Leiden der Wesen wie vom Berggipfel. auf die Menschen im Tal.
  61. Der Weise, achtsam unter den Nachlässigen, wach unter den Schlafenden, eilt dahin wie ein Rennpferd und lässt die langsamen hinter
  62. sich. Durch Achtsamkeit war es, dass Indra die Vorrangstellung unter den Göttern
  63. gewann. Die Götter preisen die Achtsamen und verachten stets die Unachtsamkeit.
  64. Der Mönch, der sich der Achtsamkeit erfreut [musik] und die Gefahren der Unachtsamkeit erkennt, er brennt alle Fesseln durch, ob groß,
  65. ob klein, wie ein alles verbrennendes Feuer. Der Mönch, [musik] der sich der Achtsamkeit erfreut und die Gefahren der
  66. Unachtsamkeit erkennt, er fällt nicht mehr zurück. und befindet sich nahe beim Nirvana.
  67. Kapitel 3. Der Geist. Wie der Pfeilmacher seine Pfeile zurecht schnitzt und gerade macht, so richtet er Weise seine unruhigen und schwer zu
  68. zügelnden [musik] Gedanken aus. Wie ein Fisch dem Wasser entrissen und am Ufer gestrandet,
  69. so windet und kämpft der Gedanke, um sich zu befreien aus der Macht des Todes.
  70. Schwer zu zügeln ist der Geist. Er wandert nach seinem Belieben. Es [musik] ist gut, ihn zu bewachen und ihn zu zähmen. Führt zum Glück.
  71. Schwer zu erkennen ist der Geist. Er wandert nach seinem Belieben. Es ist weise ihn zu behüten. Denn ein wohlbehüteter Gedanke [musik] ist eine
  72. Quelle unermesslicher Freude. [musik] Dieser umherwandernde Geist im Körper wohnend und auch nicht fassbar.
  73. Wer diesen Geist in [musik] Harmonie bringt, wird frei von Maras fesseln. Ein Mensch, der unsht, ist im [musik] Geist, ohne Vertrauen und ohne Klarheit.
  74. Und der die edle Lehre nicht versteht, der wird niemals die Fülle der Weisheit erreichen.
  75. Doch wer seine Gedanken sanft unter Kontrolle hält, ist frei vom Verlangen der Begierten. Und wer sich [musik] über Gut und Böse
  76. erhoben hat, ist erwacht und kennt keine Furcht. Erkenne deinen Körper als ein zerbrechliches Gefäß. Stärke deinen
  77. Gedanken wie eine Festung und kämpfe die große Schlacht gegen Mara, gegen alle bösen [musik] Versuchungen und gib dein Anhaften auf.
  78. Denn gar bald wird dieser Körper auf der Erde legen, weggeworfen und ohne [musik] Bewusstsein, so wie ein nutzloses Stück Holz.
  79. Dein schlimmster Feind und jene, die dich hassen, vermögen dir niemals so sehr zu schaden wie dein eigener Geist, wenn du ihn auf das Unheilsame richtest.
  80. Dein Vater, deine Mutter und jene, die dich lieben, vermögen dir niemals so sehr zu helfen wie deine recht ausgerichteten [musik] Gedanken, wenn du
  81. sie auf das Heilsame richtest. Kapitel 4: Die Blumen des Lebens.
  82. Wer wird diese Welt bezwingen? Die Welt der Götter und auch die Welt Jamas, der des Todes und des [musik] Leidens. Wer wird den Damapada finden, den klaren
  83. Pfad der Vollkommenheit? So wie ein Mensch, der Blumen sucht, die Schönste findet. Der hingebungsvolle Jünger wird diese
  84. Welt bezwingen, die der Götter und auch die Jamas, des Todes und des Leidens. Der hingebungsvolle Jünger wird den Damapada finden, den klaren Pfad der
  85. Vollkommenheit, so wie ein Mensch, der Blumen sucht, die Schönste findet.
  86. Sie wie der Körper einer Schaumblase gleicht, einer flüchtigen Spiegelung in der Luft. Entferne die blügeschmückten Pfeile
  87. Maras und verlasse unsichtbar dies Reich des Todes. Wenn du immer all diese Blumen pflücken willst, wenn dein Herz immer voll des
  88. Verlangens ist, so wird dich der Tod plötzlich überraschen, gleich wie die Flutwelle, ein schlafendes Dorf.
  89. Wenn du immer all diese Blumen pflücken willst, wenn dein Herz immer voll des Verlangens ist, so werden deine Sinne nie gestillt sein und du verfällst der
  90. Macht des Todes. Wie die Biene den Nektar einer Blume sammelt und davon fliegt, ohne ihre
  91. Schönheit und ihren Duft zu zerstören. So soll auch der Weise durch dieses Leben gehen.
  92. Schau nicht auf die Fehler anderer, was sie getan haben oder unterlassen. Schau, was du selbst getan und was du unterlassen [musik] hast.
  93. Wie eine wunderschöne Blüte, [musik] leuchtend und doch ohne Duft, so bringt ein wohlgesprochenes Budwort, dem, der [musik] es nicht befolgt, auch keine
  94. Frucht. Wie eine wunderschöne Blüte leuchtend und auch voller Duft, so bringt ein
  95. wohlgesprochenes Buddha Wort, dem der es selbst befolgt, auch gute Frucht. die sich aus einem Berg von Blumen gar vielerlei Blumengirlanten flechten
  96. lassen. So Gestalte aus deinem Leben gar vielerlei gute Handlungen. Der Duft der Blüten von Sandel, Oleander und Jasmin, er verbreitet sich nicht
  97. gegen den Wind. Doch selbst dem Wind entgegen verbreitet sich der Duft der guten Menschen, alle Himmelsrichtungen erfüllend.
  98. Der Duft von Sandel und Oleander, von blauem Lotus und Jasmin. All dies wird übertroffen weit vom unvergleichlichen Duft der Sittlichkeit.
  99. Der Duft von Sandel und Oleander, er gelangt nicht weit, aber der Duft der Sittlichkeit erhebt sich bis zu den Himmeln.
  100. Wer sittlich vollkommen lebt, stets in Achtsamkeit verweilt und in rechter Erkenntnis Befreiung erlangt,
  101. unauffindbar ist dessen Weg für Mara. So wie auf einer Müllkippe am Straßenrand ein Lotus zu erblühen vermag
  102. und mit seinem reinen Duft die Herzen erfreut. So vermag inmitten [musik] blinder Menschenmassen ein Schüler des
  103. Vollkommen erwachten mit dem Licht seiner Weisheit diese ganze Welt zu überstrahlen.
  104. Kapitel 5: Der unwissende. Wie lang ist die Nacht für den Wachenden?
  105. Wie lang der Weg für den müden Wanderer, wie endlos das Wandern in Samsara für den Unwissenden, der die edle Lehre nicht versteht.
  106. Wenn du auf deiner Wanderung keinen edlen Freund findest, [musik] so gehe lieber allein weiter, denn die Begleitung eines Toren bringt nur
  107. Unheil. Meine Kinder, mein Besitz. So sorgt sich der Unwissende.
  108. Aber wie besäße er denn Kinder oder Besitz, wo er noch nicht einmal ein eigenes Selbst besitzt?
  109. Ein Unwissender, der sich für Töricht hält, ist in gewisser Weise schon ein Weiser. Ein Unwissender, der sich für Weise
  110. hält, ist wirklich ein Tor. Der Löffel kennt den Geschmack der Suppe nicht.
  111. So mag ein Unwissender sein Leben lang in der Nähe eines Weisen verweilen und dennoch die Lehren nicht begreifen.
  112. Die Zunge dagegen kennt den [musik] Geschmack der Suppe. So mag ein Verständiger nur kurze Zeit in [musik] der Gegenwart eines Weisen
  113. verbringen und sofort erfasst er die Lehre. Der unverständige [musik] Unwissende ist sein eigener Feind, denn sein
  114. schlechtes Handeln trägt bittere Früchte. Warum tust du Dinge, [musik] die du später tief bereuen wirst, die dir
  115. Tränen und Schmerz bringen, wenn dein Tun Früchte trägt? Tue vielmehr nur solche Dinge, die du später nicht bereuen wirst, die dir
  116. Glück und inneren Frieden schenken, wenn dein Handeln Früchte trägt. Süß wie Honig erscheint es dem Unwissenden, solange sein unheils Tun
  117. noch keine Früchte zeigt. Doch wenn sie gereift sind, erfährt er tiefstes Leid.
  118. Mag auch der Unwissende monatelang fasten [musik] und nur von einem Grashalm leben. So ist all dies nur wenig wert. Verglichen mit dem
  119. Nachdenken über die Lehre. Fresche Milch braucht Zeit, [musik] um sauer zu werden und unheilsames Tun
  120. braucht Zeit, um zu reifen. So schwälen im Unwissenden die Folgen seines Handelns wie unter Asche verborgene Glut.
  121. Auch wenn er Verstand und Wissen besitzt, nutzt der Unwissende sie nur zum Schaden. So zerstört er sein eigenes Glück und
  122. die Möglichkeit zu wahrem Erkennen. Und obwohl er den [musik] Geist nicht entfaltet hat, strebt er nach Vorrang
  123. unter den Mönchen, nach Einfluss und Macht in der Gemeinschaft, nach Verehrung und Geschenken von den Leinen.
  124. Mögen alle meine Arbeit kennen, bleihen Mönche [musik] und Nonnen und mögen sich in allem stets meinem Willen beugen.
  125. denkt und wünscht der Unwissende und sein Stolz wächst unaufhörlich. Ein Weg führt zu Gewinn, ein anderer zum Ziel des Nirvaners.
  126. Ein Schüler und Mönch des Buddha, der dies klar erkennt, sollte sich nicht an Gastfreundschaft und Ehren erfreuen.
  127. Kapitel 6: Der Weise. Der Weise zeigt dir deine Fehler, gleich kostbaren verborgenen Schätzen.
  128. Pflege den Umgang mit solchen Weisen, die dich ermahnen und unterweisen. Es dient doch deinem eigenen Vorteil.
  129. Auch du selbst sollst ermahnen und unterweisen, um andere vor Unheil zu bewahren. Und wenn dich schlechte Menschen dafür
  130. ablehnen, so werden gute Menschen dich dennoch lieben. [musik]
  131. Suche nicht die Gemeinschaft mit schlechten oder Menschen von niedriger Gesinnung. Suche dir viel mehr wahre, edle Freunde,
  132. Menschen von hoher Natur. Koste von der Lehre und lebe in Freude, rein und klar im Geist.
  133. Erfreue dich an der Lehre, die von den Erwachten verkündet wurde. Der Bauer leitet das Wasser aufs Feld. Der Pfeilmacher schnitzt den Pfeil, der
  134. Zimmermann bearbeitet das Holz und der Weise zügelt seinen [musik] Geist. Wie ein fester Felsen nicht erschüttert wird vom Wind, so bleibt auch der Weise
  135. unbewegt durch Lob und Tadel. Wie ein tiefer See, klar. und unberührt ruht, so bleibt auch der Weise klar,
  136. wenn er die Lehre hört. Wenn in dir Verlangen entsteht, übe Entsagung und Schweige.
  137. Wenn Freude und Leid dich berühren, verweile gelassen, frei und unberührt. Verlange nicht nach Kindern. Reichtum oder Macht, weder für dich noch für
  138. andere. Suche nicht durch falsche Wege Erfolg. Lebe sitzam, voller Einsicht und auf rechte Weise.
  139. Nur wenige Menschen gelangen bis zum anderen Ufer. Die vielen anderen jedoch irren nur an diesem Ufer auf und ab.
  140. Lebst du nach der Lehre, die recht verkündet wurde, so erreichst du das andere Ufer und gehst jenseits [musik] des so schwer zu überquerenden Reichs
  141. des Todes. Der Weise lässt das Üble los und entfaltet [musik] das Gute.
  142. Er verlässt das Hausleben und erfreut sich an der Entsagung. Mag es dir auch schwer fallen, Freude an der Entsagung zu finden. So lasse
  143. dennoch alles Verlangen los und befreie Herz und Geist von allen Befleckungen. Wenn du deinen Geist entfaltet hast in den sieben Gliedern der Erleuchtung,
  144. wenn du dich von allem Verlangen gelöst hast und die Freiheit des nicht anhaftens genießt, wenn deine Leidenschaften vollkommen
  145. versiegt sind und du in klarer Einsicht verwalst, dann bist du jenseits dieser Welt gegangen.
  146. Kapitel 7, Die Befreiung. Wer den Pfad vollendet hat, der ist vollkommen befreit, frei von Kummer, frei von Fesseln, frei vom Fieber des
  147. Lebens. Diejenigen, die den Weg der Achtsamkeit gehen, haften nicht an Orten, Menschen
  148. oder Dingen. Wie Schwäne, die sich vom See erheben, lassen sie Orte, Menschen und Dinge los.
  149. Die, die nichts mehr anhäufen, die alles klar durchschauen, die in Leerheit, Zeichenlosigkeit und Erlösung verweilen, deren Spur ist nicht zu finden, wie die
  150. der Vögel in der Luft. Jene, deren Triebe versiegt sind, die sich auf nichts mehr stützen, die in
  151. Lehrheit, Zeichenlosigkeit und Erlösung verweilen, deren Spur ist nicht zu finden, wie die der Vögel in der Luft.
  152. Wer all seine Sinne beruhigt hat, gezähmt wie Pferde durch den Wagenlenker, wer frei ist von Stolz und
  153. Geistesgiften, sogar die Götter beneiden ihn. Wer nicht mehr wiederstrebt, gleichmütig wie die Erde, wer fest
  154. gegründet [musik] ist wie die heilige Säule am Stadttor, wer klar und rein verwalt wie ein tiefer See, der ist frei von allem Wandern
  155. durch Samsara. Wer in Weisheit erlöst, verweilt, beruhigt ist. und zur Ruhe gekommen,
  156. dessen Geist ist voller Frieden, dessen Worte sind voller Frieden, dessen Handeln ist voller Frieden.
  157. Wer allen Glauben abgelegt hat, [musik] weil er selbst das Unerschaffene kennt. Wer die Mauern durchbrochen und sich von allen Fesseln gelöst hat, wer jedes
  158. Verlangen hinter sich ließ, der gilt [musik] als der Höchste unter den Menschen.
  159. Und wo immer ein Heiliger Verwalt, sei es im Dorf, im Wald, auf dem Berg oder im [musik] Tal, ein jeder solcher Ort ist ihm lieblich.
  160. Ja, lieblich sind die Wälder. Nur jene, die frei von Gear sind, erfreuen sich dort, fernabon Vergnügungen der Massen, die nach
  161. Sinneslust und Genuss [musik] verlangen. Kapitel 8, Besser als 1000.
  162. Mehr Wert als tausend Reden voll lehrer Worte ist ein einziges wahres Wort, das dem Erkenntnis [musik] Frieden schenkt.
  163. Mehr Wert als tausend Verse voll nutzloser Worte ist eine einzige Zeile, die dem hörer Erkenntnis bringt.
  164. Mehr Wert als 100 gesprochene Verse voll nutzloser Worte ist ein einziger Satz der Lehre, der dem höher Erkenntnis [musik] schenkt.
  165. Größer als tausend Krieger zu besiegen in einer einzigen Schlacht ist der Sieg über das eigene Selbst. Nur wer sich selbst überwindet,
  166. ist wahrhaft Sieger. Denn besser ist es, dich selbst [musik] zu bezwingen als alle Menschen ringsum.
  167. Bezähme dich selbst, beherrsche dich selbst. Lebst du auf diese Weise, dann kann kein Gott, kein Wesen des Himmels, kein Marer
  168. und nicht einmal Brah, dir deinen [musik] Sieg jemals entreißen. Besser als hundert Jahre lang jeden Monat tausend Opfer dazubringen, ist ein
  169. einziger Augenblick der Verehrung eines Menschen, der sich selbst gemeistert hat.
  170. Besser als 100 Jahre lang im Wald eine heilige Flamme zu hüten ist ein einziger Augenblick der Verehrung eines Menschen, der sich selbst gemeistert hat.
  171. Mehr als alles geben dieser Welt, um Tugend oder Verdienst zu sammeln, ist ein einziger Moment der Verehrung eines Menschen, der heilig wandelt.
  172. Denn wer einen solchen Menschen ehrt, einen in Weisheit und Sittlichkeit gereiften, [musik] der empfängt vier Segnungen. Langes
  173. Leben, Schönheit, Glück und Kraft. Besser als hundert Jahre zu leben ohne Tugend und innere Ruhe ist ein einziger
  174. Tag in Sittlichkeit. Und in der Sammlung der Meditation. Besser als 100 Jahre zu leben ohne Einsicht und ohne Ruhe des Geistes
  175. [musik] ist ein einziger Tag in Klarheit verbracht und in der Sammlung der Meditation.
  176. Besser als hundert Jahre zu leben ohne Bemühen und ohne Willenskraft ist ein einziger Tag in Ausdauer und rechtem Bemühen verbracht.
  177. Besser als 100 Jahre zu leben, ohne die Vergänglichkeit zu sehen, ist ein einziger Tag des Erkennens, wie alles entsteht und vergeht.
  178. Besser als hundert Jahre zu leben, ohne das Todlose zu schauen, ist ein einziger Tag der Erkenntnis, [musik] was jenseits von Leben und Tod liegt.
  179. Besser als 100 Jahre zu leben, ohne das höchste Gesetz [musik] zu erkennen, ist ein einziger Tag eines Menschen, der das höchste Gesetz geschaut hat.
  180. Kapitel 9: Das Gute und das Böse. Eile dich Gutes zu tun und halte deinen Geist fern [musik] vom Bösen. Zögerst
  181. du, so erfreut sich dein Herz bald am Bösen. Hast du etwas Böses getan, so tue es nicht noch einmal.
  182. Lass den Wunsch danach vergehen, denn alles Böse bringt dir Leid. Hast du etwas Gutes getan, so wiederhole es immer wieder. Erwecke die Freude
  183. daran, denn alles Gute bringt dir Glück. Auch ein böser Mensch mag eine Zeit lang Gutes erfahren, solange die Frucht
  184. seines Bösen noch nicht gereift ist. Doch wenn die Frucht reift, erfährt er Böses.
  185. Auch ein guter Mensch mag eine Zeitlang Leid erfahren, solange die Frucht des Guten noch nicht gereift ist. Doch wenn die Frucht reift, erfährt er
  186. Gutes. Unterschätze nicht dein böses Tun und denke nicht, das hat ja keine Folgen für
  187. mich. Tropfen um Tropfen füllt sich ein Krug. So füllt sich auch das Herz des [musik] Toren nach und nach mit Bösem.
  188. Unterschätze nicht dein gutes Tun und denke nicht, das hat ja keine Folgen für mich. Tropfen um Tropfen füllt sich ein Krug.
  189. So füllt sich auch das Herz des Weisen nach und nach mit gutem. Ein wohlhabender Händler, kaum beschützt, meidet die gefährlichen Wege.
  190. Und wer sein Leben lebt, vermeidet das Gift. So hüte auch du dich vor jeglichem Bösen Tun.
  191. In eine unverletzte Hand [musik] dringt kein Gift ein und schadet nicht. In einen achtsam bewachten Geist dringt Böses nicht ein und schadet nicht.
  192. Wer einem unschuldigen reinen Menschenleid zufügt, auf den fällt sein eigenes Tun [musik] zurück, sowie feiner Staub gegen den Wind geworfen, am Ende
  193. in das eigene Gesicht zurückkehrt. Manche werden in dieser Welt wiedergeboren.
  194. Die Übeltäter in den Bereichen des Leidens, die Guten steigen auf zu den Himmeln. Doch wer seine Triebe vollkommen
  195. erloschen hat, kehrt nicht mehr zurück. [musik] Nirgends, weder im Himmel, noch mitten im Meer, noch in den Tiefen der Berge,
  196. gibt es einen Ort, an dem man den Folgen schlechter Taten entkommen könnte. Nirgends, weder im Himmel, noch mit Neher, noch in den Tiefen der Berge,
  197. gibt [musik] es einen Ort, an dem der Tod erreichen würde.
  198. Kapitel 10: Das Leben. Alle Wesen fürchten Gewalt. Alle Wesen [musik] fürchten den Tod.
  199. Erkenne dich selbst in anderen und töte nicht. Verletze nicht. Alle Wesen fürchten Gewalt, alle Wesen lieben das Leben.
  200. Erkenne dich selbst in anderen und töte nicht, verletze [musik] nicht. Wer nach seinem eigenen Glück strebt und dabei Gewalt übt, andere verletzt, die
  201. ebenso nach Glück verlangen, der wird im Jenseits kein [musik] Glück finden.
  202. Wer nach seinem eigenen Glück strebt, doch niemals Gewalt anwendet oder andere Wesen verletzt, die ebenso nach Glück verlangen,
  203. der wird im Jenseits Glück finden. Sprich keine harten Worte, denn sie kehren zu dir zurück.
  204. Verletzende Rede bringt dir Leid, [musik] denn wer verletzt ist, schlägt zurück.
  205. Wie ein zerbrochener Bronzetrommelgong. Bleibe ruhig, bleibe schweigsam. So wirst du das Nirvana erfahren. Und stolz wie Zorn lösen sich auf.
  206. So wie Hirten ihre Rinder vor sich her auf die Weide treiben, so treiben Alter und Tod Leben aller Wesen vor sich her.
  207. Doch der Unwissende erkennt nicht die Folgen seines Bösen Tuns. So entzündet er das Feuer, indem er selbst verbrennt.
  208. Wer den Gewaltlosen Gewalt zufügt, wer den Schuldlosen verletzt, den treffen in naher Zeit zehnfaches Unheil. Bald dieses, bald jenes.
  209. Schmerz und Qual, Wunden und Verlust, schwere Krankheit oder Wahnsinn, Verfolgung und falsche Anklage, der Verlust der Familie, der Verlust von
  210. Wohlstand und Freude. Feuer mag sein Haus zerstören und wenn sein Körper zerfällt, findet er sich
  211. wieder in den Abgründen des Leidens. Nicht Nacktheit, nicht geflochtenes Haar, nicht [musik] sich mit Schlamm
  212. beschmieren, nicht Fasten oder schlafen auf hartem Boden und auch nicht andere quälende Übungen machen einen Menschen rein, der den Zweifeln noch verhaftet
  213. ist. Doch wer aufrichtig lebt, friedlich, beherrscht und slich, wer keinem Wesen Leid zufügt,
  214. der gilt selbst in kostbaren Kleidern als Brahmane, Asket oder Bikun. Das edle Pferd spürt nur selten den Schlag der Peitsche.
  215. Ebenso selten ist in dieser Welt ein Mensch voll Schamgefühl und Selbstzsucht. [musik]
  216. Wie ein edles Pferd, das die Peitsche spürt, so sei auch du wach und schnell. durch Vertrauen, Sittlichkeit und Stärke, durch Sammlung und Erforschung
  217. der Lehre, durch Einsicht und achtsames Handeln, so befreie dich von allem Leiden. [musik]
  218. Der Bauer leitet Wasser auf sein Feld, der Pfeilmacher schnitzt seinen Pfeil, der Zimmermann bearbeitet sein Holz und der Weise zügelt seinen Geist.
  219. Kapitel 11: Vergänglichkeit. Du lachst und vergnügst dich, doch sie, die Welt steht in Flammen. Du lebst tief in der Dunkelheit.
  220. Warum suchst du nicht nach dem Licht? Betrachte deinen Körper voll von Wunden, zusammengehalten von Knochen, krank,
  221. schwach, getrieben von zahllosen Wünschen und Gedanken. Ein Körper ohne Dauer, ohne Bestand.
  222. Dieser Körper altert zerbrechlich und schwach. Er ist die Städte vieler Krankheiten. Schon bald verwest und zerfällt er, denn
  223. jedes Leben endet im Tod. Schau auf die weggeworfenen Knochen, taubengrau, verstreut im Herbstwind, wie kleine Kürbisse.
  224. Wie kannst du dabei noch Freude empfinden? Du bist ein Haus aus Knochen, verputzt mit Fleisch und Blut. Doch darin wohnen
  225. Stolz und Heuchelei, Verfall und Tod. Die prächtigen Wagen der Könige zerfallen und auch dein Körper eilt dem Verfall entgegen.
  226. Doch der Weg der Edlen vergeht nicht, denn edle belehren die Edlen. Der Unwissende, [musik] blind im Geist, gleicht einem jungen
  227. Ochsen. Er wächst [musik] nur an Körperfülle, nicht aber an Weisheit.
  228. Durch so viele Leben im Samsara wanderte ich auf der Suche nach dem Erbauer meines Hauses. Doch vergeblich [musik] ich fand ihn nicht.
  229. Immer wieder lebenvoller Leid. Nun aber habe ich dich erkannt, du Erbauer des Hauses.
  230. Nie mehr wirst du ein Haus für mich errichten. Die Balken der Begierde sind zerbrochen. Der Fürst der Unwissenheit ist entfernt. Die Ströme der Gedanken
  231. [musik] sind versiegt. Das Verlangen ist erlachen. [musik] Wer weder ein heiliges Leben geführt, noch in der Jugend Wohlstand
  232. gesammelt hat, der gleicht einem alten Flügellen Reihe an einem ausgetrockneten fischlosen Teich.
  233. Wer weder ein heiliges Leben geführt, noch in der Jugend Wohlstand geschaffen hat, der blickt am Ende seines Lebens mit Weglagen zurück, wenn sein Pfeil dem
  234. Ziel entgegenschießt. Kapitel 12, die Selbstbeherrschung.
  235. Wenn dir dein eigenes Wohl am Herzen legt, dann hüte dich selbst sorgsam und bist [musik] du weise, so widme eine der drei Nachtwachen der Übung der
  236. Achtsamkeit. Zuerst festige dich selbst auf dem rechten Weg.
  237. Dann erst lehre andere, so wirst du keinem schaden. Handle du selbst so, wie du es die anderen lehrst. Beherrscht magst du die
  238. anderen führen, doch schwerer noch ist es, sich selbst zu bezähmen. Du bist dein eigener Hüter. Wer sonst könnte dich behüten? Wenn du dich selbst
  239. bezähmst, erlangst du den Schutz, der so schwer zu finden ist. [musik] Du allein begehst das unheilsame Tun. Aus deinem eigenen Wollen erwächst es.
  240. Durch deinen eigenen Unverstand zerstörst du dich, wie ein Diamant, den Kristall zerschlägt.
  241. Durch deine eigene Sitternlosigkeit zerstörst [musik] du dich, wie Efeu den Baum ersteckt. So bringst du dich [musik] selbst
  242. zugunde, wie es kein Feind schlimmer wünschen könnte. Das Unheilsame, das Böse, es ist so leicht getan, das Heilsame, das Gute, es
  243. ist oft schwer zu vollbringen. Wenn du in deinem Unverstand und durch enge Ansichten die Lehre der Erwachten
  244. verachtest und jene, die der heiligen Lehre folgen, dann endest du wie der Bambus, der an seinen eigenen Früchten zugrunde geht.
  245. Du selbst vollbringst das Unheilsame und nur durch dich selbst [musik] erfährst du die Unreinheit. Du selbst unterlässt das Unheilsame und
  246. nur durch dich selbst erfährst du die Reinheit. Du allein bist die Quelle von Reinheit und Unreinheit.
  247. Kein Mensch kann den anderen läutern. Vernachlässige nicht deine eigene Aufgabe, selbst nicht um des Wohles
  248. andere Willen. Erkenne deine eigene Pflicht und vollbringe sie. Das ist dein Weg.
  249. Kapitel 13: Die Welt [musik] und die Wachsamkeit. Wende dich nicht den kleinen Dingen zu. Lebe nicht unachtsam.
  250. Hänge nicht an falschen Ansichten. Klammere dich nicht an diese [musik] Welt. Rechte dich auf. Sei wachsam. Verweile
  251. nicht in Nachlässigkeit. In rechtem Wandel folge der Lehre. So wirst [musik] du glücklich leben in dieser Welt und auch in der nächsten.
  252. Gehe den Pfad des rechten Wandels, nicht den Weg des Schlechten. So wirst du glücklich leben in dieser Welt und auch in der nächsten.
  253. Sieh diese ganze Welt wie eine Blase auf dem Wasser, wie ein Spiegelbild in der Luft. So gehst du hinaus über das Reich des
  254. Todes. Komm und betrachte die Welt. Sie glänzt wie der Wagen eines Königs. Doch
  255. erfreuen sich nur die Unwissenden daran. Wer versteht, [musik] hängt nicht an ihr.
  256. Wer einstachtlos lebte und dies nun überwindet, der strahlt über diese Welt wie der klare Mond am wolkenlosen Himmel.
  257. Wer eins Böses tat und dies nun überwindet, der strahlt über diese Welt wie der klare Mond am wolkenlosen Himmel.
  258. Diese Welt ist blind und unwissend. Wenige nur haben Augen, die sehen. Wenige erheben sich zum Himmel, wie wenige Vögel, die dem Netz entrennen.
  259. Der Schwann steigt empor zur Sonne. Der Yogi schwebt durch die Luft. Doch der Weise überwindet die Herscharen Maras und entkommt dieser Welt.
  260. Sprichst du Lügen und achtest die Lehre nicht, so verlierst du [musik] die nächste Welt. Und wo endet dann dein böses Tun?
  261. Die Selbstsüchtigen erfahren nie das Glück himmlischer Welten. Sie verlachen die Großzügigkeit. Der Weise aber findet Freude im Geben
  262. und so wird ihm auch künftiges Glück erwachsen. Besser als Macht über die ganze Erde, besser als in den Himmel zu gelangen und
  263. besser als Herrschaft über alle Welten, ist die Freude des Menschen, der in den Strom des Lebens eintritt, der zum Nirvana führt.
  264. Kapitel 14. Boda, der Erwachte. Der Erwachte, dessen Sieg niemals verloren geht, der von dieser Welt nicht
  265. mehr überwältigt wird, frei von allen Grenzen, ohne Spur. Wer könnte wohl seinem Pfad folgen?
  266. Der erwachte, gelöst aus dem Netz von Anhaftung und Verlangen, das in neues Leid führt, frei von allen Grenzen, ohne Spur.
  267. Wer könnte wohl seinem Pfad folgen? Die Weisen, die die Vertiefung der Meditation üben, die Freude finden in
  268. der Stille der Entsagung, die erwachten achtsam verweilend. Selbst von den Göttern [musik] werden sie beneidet.
  269. Schwer erlangt man dieses Menschen Dasein. Schwer lebt man dann als ein Sterblicher. Schwer hört man die edle Lehre.
  270. Schwer erscheint ein Erwachter in der Welt. Höre auf Böses zu tun. [musik] Wende dich dem Guten zu. Läutere Herz
  271. und Geist. Dies ist die Lehre [musik] des Buddha. Die höchsten Übungen sind Geduld und Vergeben.
  272. Das höchste Ziel ist das Nirvana, so wie es die Erwachten gewesen haben. Wer andere verletzt oder ihnen Leid zufügt, der ist kein wahrer
  273. Weltentsagender und Wandermönch. Also kritisiere und verletze niemanden. Übe dich im Befolgen der
  274. Ordensrichtlinien. Sei maßvoll und bescheiden beim Essen. Suche dir einen abgeschiedenen Wohnort. Bemühe dich mit ganzer Kraft um Herz und
  275. Geist. Dies ist die Lehre des Buddha. Selbst nicht, wenn es Gold regnet, findet das Verlangen Befriedigung.
  276. Unbefriedigend und leidvoll ist das Verlangen nach Sinnesfreuden. Der Weise erkennt dies [musik] klar. Und selbst nach himmlischem Entzücken
  277. verspürt er kein Verlangen mehr. So führt den Schüler des Vollkommen erwachten das Erlöschen des Verlangens zum Glücklich [musik] sein.
  278. In Angst und Schrecken sucht der Mensch Zuflucht bei Bergen und Wäldern, bei heiligen Heinen und Grabhügeln. Doch solche Zufluchten schenken keinen
  279. Frieden. Sie sind nicht die höchste Zuflucht. Sie führen nicht zur Befreiung von allem Leiden.
  280. Wer jedoch Zuflucht nimmt zu Buddha, Damma und Sanga, wer die vier edlen Wahrheiten mit klarem Verstehen erkennt, dies ist das Leiden, dies sein Ursprung,
  281. dies sein Überwinden, dies der edle achtfache Pfad, der zum Erlöschen des Leidens führt. Das ist die wahre Zuflucht.
  282. Das ist die höchste Zuflucht, die führt zur Befreiung von allem Leiden. Ein edler Mensch ist schwer zu finden und nicht überall wird er geboren.
  283. Doch da, wo ein Weiser geboren wird, dort entsteht und wächst das Glück. Ein Glück ist das Erscheinen eines Erwachten.
  284. Ein Glück ist das Aufzeigen der edlen Lehre. Ein Glück ist das Zusammenkommen der Sanga. Ein Glück ist die Harmonie unter
  285. den Übenden. Wer die Verehrungswürdigen verehrt, die Erwachten und ihre Schüler, die jenseits aller Illusionen gegangen sind, jenseits
  286. von Sorge, Kummer und Jammer, die friedvoll leben und nichts mehr fürchten. Der solch weise Menschen verehrt,
  287. vollkommen unmöglich ist es, dessen Tugend und Verdienste zu ermessen. Kapitel 15: Das Glück.
  288. Wie glücklich wir doch leben, frei von Hass unter den Hassenden. Selbst mitten unter Hass erfüllten Menschen verweilen wir ohne Hass.
  289. Wie glücklich wir doch leben, frei von Leid unter [musik] den Leidenden. Selbst mitten unterleidenden Menschen verweilen wir ohne Leid.
  290. Wie glücklich wir doch leben, frei von Gier unter den Gierigen. Selbst mittenunter gierigen Menschen verweilen wir ohne Gier.
  291. Wie glücklich wir doch leben, frei von allem anhaften. Unsere Nahrung ist Freude, gleich den leuchtenden Göttern.
  292. Der Sieger nährt den Hass. Der Besiegte leidet. Lass Sieg und Niederlage los. Finde das Glück des inneren Friedens.
  293. Es gibt kein Feuer wie die G, kein Übel wie den Hass, kein Leiden wie die Daseinslast, kein Glück [musik] wie den Frieden.
  294. Hunger ist die schlimmste Krankheit. Die Gebilde [musik] des Geistes sind das schwerste Leiden. Wer dies erkennt, erfährt Nirvana als
  295. das höchste [musik] Glück. Gesundheit ist der größte Reichtum. Zufriedenheit der größte Besitz.
  296. Zuversicht [musik] der beste Freund und Nirvana das höchste Glück. Freue dich an der Einsamkeit. Freue dich an friedvollem Verweilen.
  297. Befreit von Verlangen und Abneigung erfährst du [musik] das Glück dieses Weges.
  298. Ein großes Glück ist es, den Erwachten zu begegnen und anstatt mit Toren mit Weisen zusammenzuleben. Das ist wahres Glück.
  299. Wer die Gesellschaft von Toren sucht, beklagt sich [musik] lange Zeit. Wer mit Toren zusammenlebt, erfährt viel Leid, wie unter Feinden.
  300. Doch wer mit weisen Umgang pflegt, erfährt das Glück einer guten Familie. Darum folge den klarblickenden, den weisen, den wissensreichen, sittlichen
  301. und edlen. Folge solch guten und verstehenden Menschen, wie der Mond Sterne folgt.
  302. Kapitel 16, das Vergnügen. Lass dich nicht durch Vergnügen ablenken von der Übung in Sittlichkeit und
  303. Meditation. Denn wenn du dich dem Vergnügen hingibst, statt dem Pfad, wirst du es später bereuen.
  304. Befreie dich von angenehmem und unangenehmem, denn getrennt zu sein vom Angenehmen und verbunden mit dem Unangenehmen,
  305. in beidem liegt Leid. Binde dein Herz an nichts, damit dich kein Verlust schmerzt.
  306. Gehe jenseits von Zuneigung und Abneigung und du bist frei von allen Fesseln.
  307. Aus dem Angenehmen entsteht Schmerz. Aus dem Angenehmen entsteht Angst. Löse dich vom Haften am Angenehmen und du bist frei von Schmerz. und Angst.
  308. Aus der Zuneigung entsteht Schmerz. Aus der Zuneigung entsteht Angst. Löse dich vom Haften an Zuneigung und du bist frei von Schmerz und Angst.
  309. Aus dem Vergnügen entsteht Schmerz. Aus dem Vergnügen entsteht Angst. Löse dich vom harften am Vergnügen und du bist frei von Schmerz und Angst.
  310. Aus der Sinnlichkeit entsteht Schmerz. Aus der Sinnlichkeit entsteht Angst. Löse dich vom Haften Ansinnlichkeit und du bist frei von Schmerz und Angst.
  311. Aus der Lebensgier entsteht Schmerz. Aus der Lebensgar [musik] entsteht Angst. Löse dich von aller Gier nach Leben und
  312. du bist frei von Schmerz und Angst. Wer in Sittlichkeit und Einsicht verweilt, wer die Lehre lebt, die
  313. Wahrheit erkennt und so seine eigene Aufgabe erfüllt, der wird von allen Wesen geehrt. Wer nach dem Namenlosen verlangt mit
  314. entschlossenem Geist und wunschlosem Herzen, den nennt man einen, der Strom aufwärts geht.
  315. Wenn einer von einer langen Reise zurück nach Hause kommt, mit welcher Freude empfangen ihn Familie und Freunde? So auch wenn du diese Welt verlässt und
  316. in die nächste gehst, mit welcher Freude empfangen dich dort deine guten [musik] Taten, wie treue Freunde.
  317. Kapitel 17 Befreiung vom Zorn. Lass Ärger los und auch den Stolz. Befreie dich von allen Fesseln.
  318. Wenn du nicht mehr an Körper und Geist haftest, gehst du jenseits [musik] des Leitens.
  319. Wer den aufsteigenden Zorn bändigt, wie ein Wagenlenker das stürmische Gespann, der mag wahrhaft Wagenlenker heißen. Die anderen halten nur die Zügel.
  320. Mit Sanftmut überwinde den Zorn. Mit Güte überwinde den Hass. Mit Großzügigkeit überwinde die Selbstsucht. Mit Wahrheit überwinde die Lüge.
  321. Sprich die Wahrheit, werde nicht hornig. Und wenn dich jemand bittet, gib, selbst wenn es nur wenig ist. Diese drei Wege führen dich in die Nähe
  322. der Götter. Die Weisen fügen niemandem Schaden zu. Sie sind beherrscht in ihrem Tun. Sie
  323. gehen über den Tod hinaus. Sie gehen über das Leiden hinaus. Verweile achtsam. Übe dich bei Tag wie bei Nacht.
  324. Suche wirklich das Nirvana, dann verlöschen alle Triebe. Höre Atula, dies ist nichts Neues, sondern ein altes Sprichwort.
  325. Man tadelt den, der schweigt, man tadelt den, der viel redet und man tadelt den, der maßvoll spricht. Kurz, niemand entgeht den Tadel.
  326. So war es von jeher. So wird es wohl bleiben. Kein Mensch erhält nur Lob. Kein Mensch erhält nur Tadel.
  327. Doch wenn einsichtige jemanden loben, der Tag für Tag betrachtet wird, dessen Leben frei ist von Tadel, gegründet [musik] in Weisheit und Sittlichkeit.
  328. Ein solcher Weiser, glänzend wie reines Gold. Wer könnte ihn tadeln? Selbst die Götter preisen ihn und Brahma verkündet sein Lob.
  329. Hüte dich vor Ärger in deinem Handeln. Bezähme dein Ton. Beende das Unheilsame und übe das Heilsame.
  330. Hüte dich vor Ärger in deinen Worten. Bezähme deine Rede. Beende das Unheilsame und übe das Heilsame.
  331. [musik] Hüte dich vor Ärger in deinem Geist. Bezähme dein Denken, beende das Unheilsame
  332. und übe das Heilsame. Die Weisen sind gezügelt in ihrem Handeln, gezügelt in ihren Worten,
  333. gezügelt in ihrem Geist. Und so sind sie gänzlich bezähmt. Kapitel 18. Die Unreinheit.
  334. Du gleich einem Welkenblatt und die Boten des Todes warten schon. Du stehst an der Schwelle, doch du hast keinen Proviant für die Reise.
  335. Baue dir deine eigene Insel, schaffe dir Zuflucht, sei eilig, sei bemüht, entwickle Weisheit, befreie dich von allen Markeln.
  336. So erreichst du himmlische Gefilde. Deine Lebenszeit neigt sich dem Ende. Bald stehst du vor dem Herrn des Todes.
  337. Auf jenem Weg gibt es weder Rast noch Vorrat. Nichts, das dich trägt. Baue dir deine eigene Insel. Schaffe dir Zuflucht. Sei eilig. Sei [musik] bemüht.
  338. Entwickle Weisheit, befreie dich von allen Markeln und überwinde entstehen und vergehen.
  339. Wie Silber Schritt für Schritt vom Schmutz gereinigt wird, so reinigt der Weise nach und nach, Stufe um Stufe, seinen Geist [musik] von
  340. allen Makeln. Wie Rost das Eisen selbst zerfrisst, so zerstört ein lasterhaftes Leben den, der
  341. es führt und macht seinen Weg leidvoll. Ein Markel ist es, die Lehre [musik] nicht zu üben. Ein Makel ist es, im Haus
  342. träge zu sein. [musik] Ein Makel ist es, das Äußere zu vernachlässigen. Ein Makel ist es, [musik] im Tun
  343. unachtsam zu sein. Ein Markel ist es, treulos zu leben. Ein Markel ist es, eigennützig zu geben. Ein Markel ist es, unheilsam zu handeln
  344. in dieser [musik] wie in der nächsten Welt. Doch [musik] der größte Makel von allen ist die Unwissenheit.
  345. Überwindet diesen Makel, ihr Mönche, und lebt ohne Tadel. Leicht ist das Leben für Menschen ohne Schamgefühl, für die Frechen, die
  346. Spötter, für die Eingebildeten, die Rücksichtslosen, für jene, die verdorben leben. Schwer ist das Leben für Menschen mit
  347. Schamgefühl, für die, die nach Reinheit streben, für die Bescheidenen, die Losgelösten, die ein reines Leben führen und klar
  348. erkennen. Wer tötet und Leben zerstört, wer die Unwahrheit spricht, wer stielt,
  349. wer zur Frau eines anderen geht, wer Rauschmittel trinkt und Drogen nimmt, ein solcher Mensch zerstört schon in dieser [musik] Welt seine eigenen
  350. Lebenswurzeln. Verstehe dies gut, mein Freund. Wer Böses tut, ist [musik] nicht bei
  351. Verstand. Mögest du nie durch Gier und Trug für lange Zeit ins Leiden stürzen.
  352. [musik] Die Menschen geben Gaben nach ihrem Vertrauen und ihrer Neigung. Wenn du dich daran störst, was andere empfangen, wirst du niemals am Tag oder
  353. in der Nacht zur Sammlung des Geistes gelangen. Doch wenn du Verlangen und Abneigung fallen lässt, mit der Wurzel
  354. abschneidest, dann kannst du Tag und Nacht die Sammlung des Geistes erlangen.
  355. Es gibt kein Feuer wie die G. Keine Fessel wie den Hass, kein Netz wie die Verblendung, keinen Strom wie das Verlangen.
  356. Die Fehler der anderen erkennst du leicht, doch die eigenen siehst du kaum. Die Fehler der anderen deckst du auf, wie man Spreu vom Korn trennt.
  357. Die eigenen Fehler aber verbirgst du wie ein Spieler einen schlechten Wurf. Wenn du ständig die Fehler der anderen suchst, immer wieder ihre Vergehen
  358. anklagst, so wachsen nur deine eigenen Gifte und du entfernst dich weiter vom Erlöschen der Triebe.
  359. Keine Spur findest du in der Luft und außerhalb dieser Lehre findest du keinen Mönch auf dem Pfad. Die Menschen begehren die Täuschung
  360. dieser Welt, doch die Erwachten entsagen der Täuschung. Keine Spur findest du in der Luft und außerhalb dieser Lehre findest du keinen
  361. Mönch auf dem Pfad. Alles Dasein ist vergänglich und dies verkünden alle Buddha.
  362. Kapitel 19 Dschaffenheit. Nicht weil du einen Streitfall streng entscheidest, bist du schon [musik] in
  363. der Lehre gegründet. Doch wenn du beide Seiten weise abwächst, das Wahre wie auch das falsche,
  364. wenn du unpartei urteilst, gemäßte Lehre, achtsam entscheidest und mit Weisheit der Wahrheit folgst, dann gilst du wirklich als Fest [musik]
  365. in der Lehre gegründet. Nicht weil du die Lehre wohlklingend erklären kannst, bist du schon ein
  366. Weiser. Doch wenn du friedlich verweilst, voll Güte und frei von Furcht, dann gilst du wahrlich als ein Weiser.
  367. Nicht weil du die Lehre redegewandt wiedergeben kannst, [musik] bist du ein Träger der Lehre. Doch wenn du selbst mit wenig Wissen die
  368. Lehre tief verstehst und nach ihr lebst, dann gst du wirklich als ein Träger der Lehre.
  369. Nicht weil dein Haar ergraut ist, bist du schon ein Ehrwürdiger. Auch wenn dein Leben sich neigt, so magst du doch umsonst alt geworden sein.
  370. Doch wer Lehre und Wirklichkeit tief erfasst, wer gewaltlos [musik] lebt, selbst beherrscht und bezähmt, frei von Makeln und standhaft ist, der
  371. gilt wahrhaft. als ein Ehrwürdiger. Nicht weil du wohlredend bist, gut aussiehst und von guter Familie kommst,
  372. bist du schon ein guter Mensch, wenn dein Herz voller Neid, Gier und Unwahrheit ist. Doch wer all dies ablegt, es mit der
  373. Wurzel ausreißt, wer Hass loslässt und weise lebt, der gilt wahrhaft als ein guter Mensch.
  374. Nicht weil dein Haupt geschoren ist, bist du schon ein Mönch, wenn du die Regeln brichst, lügst und von Gierfüllt [musik] bist.
  375. Doch jedes Unheilsame tun, ob groß oder klein, beendet und innerlich zur Ruhe kommt, der gilt wahrhaft als ein Mönch.
  376. Nicht weil du mit der Schale bettelst, bist du schon ein Buddha Mönch. Folg dein Weg den krummen Pferden, so bist du keiner.
  377. Doch wer gut und böse hinter sich lässt, wer als Entsagender durch diese Welt der Formen wandert, der gilt wahrhaft als ein Buddha Mönch.
  378. Nicht weil du schweigst, bist du schon ein schweigender Weise. Denn wenn du wie ein Tor [musik] nichts mehr sprichst, ist das kein Zeichen von
  379. Weisheit. Doch wenn du weise prüfst und wählst, das Gute tust und das Böse meidest, wenn du tiefer stehst und beide Welten
  380. durchschaust, dann gilt du wahrhaft als ein schweigender Weise.
  381. Nicht weil du Gewalt ausübst und anderen Leid zufügst, bist du schon ein Herrscher. Doch wer keinem Wesen Schaden zufügt,
  382. der gilt wahrhaft als ein edler Herr. Nicht durch Werke und Rituale, nicht durch große Gelehrsamkeit, nicht durch das Erlangen von Sammlung, nicht durch
  383. ein abgesondertes Leben habe ich das Glück des Hinübergegangenseins erreicht. jenes Glück, das gewöhnliche Menschen
  384. niemals erfahren. Ihr Mönche, seid euch nicht zu sicher, bevor nicht wirklich alle eure Triebe versiegt sind.
  385. [musik] Kapitel 19: Der edle Pfad.
  386. Der höchste Pfad ist der edle achtfache Pfad. Die höchste Wahrheit sind die vier edlen Wahrheiten. Das höchste [musik] ist die Loslösung
  387. und der höchste Mensch ist der Weise, der erkennt. Kein anderer Weg führt zu Reinheit und wahrem Verstehen.
  388. Folge diesem Pfad und du entkommst Mara. Gehe diesen Weg und beende so alles Leiden. Ich habe das Erlöschen des Leidens
  389. erkannt und diesen Weg habe ich gelehrt. Du selbst musst dich mit Kraft bemühen, denn die Erwachten zeigen nur den Weg. Folge ihm, vertiefe die Sammlung und
  390. befreie dich von den Fesseln Maras. Vergänglich sind alle Dinge. Erkenne dies mit tiefer Einsicht und du wirst
  391. [musik] dich vom Leiden lösen. Dies ist der Pfad zur Reinheit. Leidvoll sind alle Dinge. Erkenne dies mit tiefer Einsicht und du wirst dich
  392. vom Leiden lösen. Dies ist der Pfad [musik] zur Reinheit. Lehr von einem Selbst [musik] sind alle Dinge.
  393. Erkenne dies mit tiefer Einsicht und du wirst dich vom Leiden lösen. Dies ist der Pfad zur Reinheit.
  394. Erhebe dich und gehe rechtzeitig auf den Weg, wenn du jung, kräftig und gesund bist [musik] und dennoch träge, unentschlossen, geistig unbewegt
  395. bleibst. So wirst du den [musik] Pfad des Verstehens nie finden.
  396. Handle nicht unheilsam mit Körper, mit Rede oder mit Geist. Reinige diese drei Bereiche deines Tuns und erlange den Weg, den die Weisen
  397. verkündet haben. Durch Übung wächst das tiefe Verstehen. Ohne Übung verfällt es.
  398. Erkenne diese beiden Wege, Wachstum und Verfall und festige dich in der Übung, damit dein Verstehen anwächst.
  399. Rode den ganzen Dschungel der Begierden, nicht nur einen einzelnen Baum. Denn aus diesem Dickicht erwächst Gefahr.
  400. Rode den Wald der Begierden, Mönch, und werde frei von allem Verlangen. Solange auch nur ein kleines Geströpptes Begehrens in dir bleibt, sei es zwischen
  401. Mann und Frau, [musik] so lange sind Herz und Geist gebunden wie ein Kalb an seine [musik] Mutter.
  402. Laßer Anhaftungen los. Entwurzele sie, wie man Herbst Lotos Blumen ausreißt. Übe den Weg des Friedens und erlange Nirvana, wie es der Satata [musik]
  403. verkündet hat. Hier werde ich in der Regenzeit leben. Hier im Sommer, dort im Winter. So plant der unwissende Tor, blind für
  404. Unsicherheiten und Gefahren. Wenn du voll Begeisterung dein Herz an Kinder und Besitz [musik] hängst, wird
  405. dich der Tod unerwartet ereilen, wie eine Flutwelle ein schlafendes Dorf überrollt. Weder Kinder noch Eltern, weder
  406. Verwandte noch Freunde können dir Zuflucht gewähren, wenn dein Leben zu Ende geht. Erkenne dies klar. Lebe weise, gezügelt
  407. und [musik] sitzam und suche rasch den Weg zum Nirvana. Kapitel 21: Die Wachsamkeit.
  408. Wenn du durch Verzicht auf ein kleines Glück das erhabene Glück erlangen kannst, dann sei weise und gib das geringere auf, um das Höchste zu
  409. erkennen. Wenn du auf der Suche nach eigenem Glück, anderen Leid zufügst, verstrickst
  410. du dich in Hass und findest niemals Befreiung. Du meidest nicht, was dir nützt. sondern tuust, was dir schadet.
  411. Bist du wild, überheblich und unachtsam, so wachsen nur die Gifte deines Geistes. Übe tief, freudig und beständig die Achtsamkeit auf den Körper.
  412. Vermeide das Unheilse. Halte deine Praxis aufrecht. Erkennst du klar die Wirklichkeit? Erlöschen alle Triebe in dir.
  413. Er tötete in sich Mutter und Vater, das herrschende Königspaar, das ganze Reich und seine Mächtigen. So wandelt der Weise, befreit vom Leid.
  414. Er tötete in sich Mutter und Vater, das herrschende Königspaar, und den Tiger, das fünfte Hindernis. So wandelt der Weise, befreit vom Leid.
  415. Erwacht und glücklich verweilen sie die Schüler des Gotama, stets achtsam bei Tag und bei Nacht, versenkt im Kontemplieren des Buddha.
  416. Erwacht und glücklich verweilen sie die Schüler des Gotama, stets achtsam bei Tag und Nacht, versenkt im Kontemplieren des Dammer.
  417. Erwacht und glücklich verweilen Sie die Schüler des Gotama, stets achtsam bei Tag und bei Nacht, versenkt im Kontemplieren der Sanga.
  418. Erwacht und glücklich verweilen sie die Schüler des Gotama, stets achtsam bei Tag und bei Nacht, vertieft im Betrachten des Körpers.
  419. Erwacht und glücklich verweilen Sie die Schüler des Gutama, stets achtsam bei Tag und bei Nacht, erfreut am milden, friedlichen Geist.
  420. Erwacht und glücklich verweilen sie die Schüler des Gotama, stets achtsam bei Tag und bei Nacht. freudig in der Entfaltung des Geistes. [musik]
  421. Schwer ist es, der Welt zu entsagen und nicht leicht findet man daran Freude. Doch auch das Hausleben ist schwer und voller Schmerz.
  422. Leidvoll ist das Zusammenleben, doch leidvoll auch das Umherwandern. Darum beende dein Wandern und beende dein Leiden.
  423. Wer voll Vertrauen und Sittlichkeit lebt, wer bekannt ist für seine guten Taten, der wird überall geehrt, der wird überall geschätzt.
  424. Die friedvollen und gestillten strahlen weithin wie die schneebedeckten Berge des Himalaya. Doch die unruhigen, gleichen
  425. unsichtbaren Pfeilen in der Nacht. Sitze allein, lege allein, gehe allein, übe unermüdlich
  426. und zügle dich selbst. Vorner Freude verweilst du in der Einsamkeit der Wälder.
  427. Kapitel 22. Die Hölle. Der eine verleugnet die Wahrheit, der andere seine eigenen Taten.
  428. Beide fallen nach dem Tod in die Abgründe des Leidens. Viele tragen wohl die gelbe Rube, doch zügeln nicht ihr unheilsames Tun.
  429. Und so führt ihr Handeln sie in die Abgründe des Leidens. [musik] Das Schlucken einer glühenden Eisenkugel
  430. bringt großes Leid. Doch für einen Mönch, der nicht sittlich lebt, ist selbst die Almosenspeise noch größeres Leid.
  431. Verstrickst du dich in unheilsame Beziehungen, so wirst du viel Mühsal erfahren, schlechten Schlaf, Verlust deines [musik] guten Rufes und den Weg
  432. in die Abgründe des Leidens. Ja, du wirst große Schwierigkeiten erfahren und auf einen üblen, leidvollen Pfad geraten.
  433. Denn die Lust ist nur kurz, doch die Angst ist groß und hart die Strafe des Herrschers. Darum verstrecke dich nicht in
  434. unheilsame Beziehungen. Fass du das Cousargras falsch an, schneidest du dir in die Hand.
  435. So auch lebst du das Leben eines Mönchs falsch, führt es dich in die Abgründe des Leidens. Wenn du durch nachlässiges Handeln deine
  436. Ordensregeln beschmutzt und als Entsagender ein zweifelhaftes Leben führst, so bringt dir das keine Frucht. Tu, was getan werden muss, entschlossen
  437. und mit vollem Herzen. Lebst du als hausloser achtlos? Häufst du nur Schmutz auf Schmutz.
  438. Besser ist es, nichts Böses zu tun, denn Böses [musik] wird dich später quälen. Besser ist es, Gutes zu tun, denn Gutes wird dir niemals Leid bringen.
  439. Wie eine Grenzstadt innen und außen gut bewacht wird, so beschütze auch du dich selbst und verliere keine Zeit. Wer diese kostbare Gelegenheit versäumt,
  440. den wird tiefe Reue quälen in den Abgründen des Leidens. Wenn du Scham empfindest, wo [musik] es keinen Grund dazu gibt und keine Scham
  441. empfindest, wo es Grund dazu gäbe, wenn du falschen Ansichten anhängst, führt dich das auf einen leidvollen Weg.
  442. Wenn du Angst empfindest, wo es keinen Grund dazu gibt und keine Angst empfindest, wo sie angebracht wäre, wenn du falschen Ansichten anhängst,
  443. [musik] führt dich das auf einen leidvollen Weg. Wenn du für schlecht hältst, was dir in Wahrheit nützt und für gut hältst, was
  444. dir in Wahrheit schadet. Wenn du falschen Ansichten anhängst, führt dich das auf einen leidvollen Weg.
  445. Doch wenn du als schlecht erkennst, was wirklich schlecht ist und als gut erkennst, was wirklich gut ist, wenn du den richtigen Ansichten folgst,
  446. führt dich das auf einen glücklichen Weg. Kapitel 23 Der Elefant.
  447. Wie der Elefant in der Schlacht geduldig die heranfliegenden Pfeile erträgt, so will auch ich Schmähungen ertragen, denn viele Menschen handeln böse.
  448. So ist auch der gezähmte Mensch der edelste, denn er erträgt geduldig alle Beschimpfungen.
  449. Gut ist ein gezähmtes Maultier, gut ein edles Sindupferd, [musik] gut auch ein starker Elefant, doch am besten ist der Mensch, der sich selbst
  450. bezähmt. Auf dem Rücken solcher Tiere gelangst du niemals in das unbetretene Land.
  451. Darum bezähme dich selbst in rechter Weise und wandle mit anderen, die sich ebenfalls bezähmt haben.
  452. Der Elefant Danapaka [musik] in der Brunft schwer zu bändigen. Gefesselt verweigerte er jede Nahrung.
  453. Er sehnte sich nur nach den Elefanten im Wald. Wer töricht, [musik] faul und gefräßig ist, wer träge und
  454. untätig darlegt, der gleicht einem gemesteten Schwein und tritt wieder und wieder in den Kreislauf der Daseinsformen.
  455. Einst schweifte dieser Geist umher, wohin ihn verlangen trieb. Jetzt halte ich ihn achtsam zurück wie ein Wächter den wilden Elefanten.
  456. Sei wachsam, freudig und achtsam. Hüte dein Herz, bewahre deinen Geist. Zieh dich selbst aus dem Morast heraus, wie der Elefant, der im Schlamm
  457. feststeckt. Findest du einen weisen Freund? einen Gefährten, der recht lebt und versteht.
  458. Dann überwinde mit ihm Hindernisse und wandle an seiner Seite achtsam und mit offenem Herzen. Findest du keinen weisen Freund, keinen
  459. Gefährten, der recht lebt und versteht. So wandle allein wie ein König, der sein Reich aufgibt, wie der Elefant im Dschungel.
  460. Allein zu wandeln ist besser als mit einem Toren an deiner Seite. Darum gehe allein, tue kein Böses und lebe frei und leicht wie der Elefant im
  461. Dschungel. Glück ist es, Freunde in der Not zu haben.
  462. Glück ist es in jeder Lage zufrieden zu sein. Glück ist es am Ende des Lebens die Früchte deiner Taten zu sehen.
  463. Glück ist es, alles Leiden zu überwinden. Glück ist es, Mutter zu sein. Glück [musik] ist es, Vater zu sein. Glück ist
  464. es als Mönch zu wandeln. Glück [musik] ist es, ein Heiliger zu sein. Glück ist es, das ganze Leben in
  465. Sittlichkeit [musik] zu verbringen. Glück ist es, aus festem Vertrauen zu leben. Glück ist es, [musik]
  466. tiefes Verstehen zu verwirklichen. Glück ist es, nichts Unheils zu [musik] tun.
  467. Kapitel 24, das Verlangen. Lebst du unachtsam, so wächst dein Verlangen wie Efeu.
  468. Von Begierde nach Früchten getrieben irrst du umher, von da sein zu Dasein wie ein Affe im Dschungel. Besiegt dich das Verlangen, das Elend
  469. bringt, das dich an diese Welt bindet. So wachsen deine Sorgen wie das Gras nach dem Regen. Doch wenn du das Verlangen besiegst,
  470. dies schwer zu überwindende Band der Welt, dann fallen alle Sorgen von dir ab, wie Wassertropfen vom Lotusblatt.
  471. Ihr die ihr hier versammelt seid, für euer Glück lehre ich dies. Reißt die Wurzel des Verlangens aus wie die duftende Wurzel [musik] des
  472. Piranagrases, damit ihr nicht wie Schilf immer wieder vom Strom Marers gebrochen werdet. Solange die Wurzel stark bleibt, wächst
  473. selbst [musik] ein gefällter Baum von neuem. Solange dein Verlangen nicht entwurzelt ist, entsteht Leiden stets aufs Neue.
  474. Wachsen in dir die 36 Ströme, die mächtigen Ströme des Begehrens nach angenehmem und du erkennst sie nicht. Reißen [musik] dich die Wogen deiner
  475. Gier hinweg. Zu jeder Zeit, an jedem Ort, fließen diese Ströme, wächst dieser Efeu.
  476. Doch wenn du das Entstehen des Verlangens erkennst, dann entferne weise diese Wurzeln.
  477. Immer wieder steigt in den Menschen das verzehrende Verlangen nach Lust auf. Bist du daran gebunden, suchst nur Freude, so wirst du erneut Geburt und
  478. Verfall erfahren. Menschen folgen der Gier nach Leben und sind voller Angst wie der gefangene
  479. Hase. Gebunden an ihre Fesseln und Anhaftungen erleiden sie immer [musik] wieder langes Leiden.
  480. Menschen folgen der Gier nach Leben und sind voller Angst wie der gefangene Hase. Doch Mönch, hör auf mit dieser Lebensgier.
  481. So erfährst du die Loslösung. Dem Dschungel der Begierde entkommen willst du nun wieder zurücklaufen.
  482. [musik] Mein Freund, bedenke dies gut. Schon frei geworden, verlangt es dich zurück nach den Fesseln.
  483. Für den Weisen sind die stärksten Fessel nicht aus Strick, Holz [musik] oder Eisen, sondern die leidenschaftlichen Wünsche nach Juwelen, Gold, Kindern und
  484. Frauen. Diese Wünsche sind die festen Fesseln, ziehend, biegsam, schwer zu lösen. Befreie dich, Entsage der Welt, [musik]
  485. gib dein Suche nach Glück auf. Von Gier entflammt verstrecken sich die Menschen im Strom, wie die Spinne in
  486. ihrem Netz. Befreie dich, entsage der Welt, wie es die Weisen taten. Lass das Suchen los und überwinde das Leiden.
  487. Lass Vergangenheit und Zukunft los. Lass auch die Gegenwart los. Gehe jenseits dieser Welt Herz und Geist vollkommen frei.
  488. So überwindest du Geburt und Verfall. Wenn deine Gedanken aufgewühlt sind, wenn du nach Schönheit verlangst, dann
  489. wächst die [musik] G nach Leben und deine Fesseln werden fester. Doch wenn dein Geist friedvoll und heiter ist, wenn du achtsam das
  490. Nichtschöne betrachtest, dann endet das Leiden und du befreist dich von den Fesseln Maras.
  491. Wenn du das Ende des Weges erreicht hast, frei von Furcht, frei von Verlangen, nicht befleckt durch irgendetwas,
  492. dann hast du die Dornen des Daseins entfernt. Dies ist dein letzter Körper.
  493. Wenn du frei bist von Gier und Anhaftung, wenn du die Worte verstehst, ihre Erklärung begreifst, ihre wahre
  494. Bedeutung erkennst, [musik] Anfang, Mitte und Ende durchschaust, dann, wenn dies dein letzter Körper ist, nennt man dich einen großen Weisen.
  495. Alles habe ich erkannt und überwunden, an nichts mehr hoffend, durch nichts befleckt. Alles habe ich losgelassen.
  496. Alles Verlangen ist versiegt. Erlöst und frei bin ich. Aus mir selbst heraus habe ich dies erkannt. Wen sollte ich da Lehrer nennen?
  497. Das Geschenk des Dammer übertrifft jedes andere Geschenk. Der Geschmack des Dammer übertrifft [musik] jeden anderen Geschmack.
  498. Die Freude des Dammer übertrifft jede andere Freude. Das Versiegen des Verlangens überwindet jedes Leiden.
  499. Reichtum verdirbt den Unverständigen, doch nicht den, der das andere Ufer sucht. Denn mit der Gier nach Reichtum [musik]
  500. zerstörst du dich selbst, als wärst du dein eigener Feind. Wie Unkraut dein Feld vernichtet, so zerstört G den Menschen.
  501. Darum unterstütze jene, die frei sind von Gier. Das bringt große Frucht.
  502. Wie Unkraut ein Feld vernichtet, [musik] so zerstört Hass den Menschen. Darum unterstütze jene, die frei sind von Hass. Das bringt große Frucht.
  503. Wie Unkraut ein Feld vernichtet, so zerstört Verblendung den Menschen. Darum unterstütze jene, die frei sind von Verblendung.
  504. Das bringt große Frucht. Wie Unkraut ein Feld vernichtet, so zerstören Begierden den Menschen.
  505. Darum unterstütze jene, die frei sind von Begierten. Das bringt [musik] große Frucht.
  506. Kapitel 25. Der Mönch. Gut ist es, dein Sehen zu zügeln. Gut ist es, dein Hören zu zügeln. Gut
  507. ist es, dein Riechen zu zügeln. Gut ist es, dein Schmecken [musik] zu zügeln. Gut ist es, dein Handeln zu zügeln.
  508. Gut ist es, [musik] deine Rede zu zügeln. Gut ist es, deinen Geist zu zügeln. Und gut ist es, dich allseitig zu
  509. zügeln, denn der allseits gezügelte Mönch überwindet [musik] jedes Leiden. Achte auf Hände und Füße, auf Haltung
  510. und Rede. Beruhigt und gesammelt, freudig, den Geist bewahrend, zufrieden im Alleinsein. So ist man ein wahrer Mönch.
  511. Bezähme deine Zunge, oh Mönch. Werde nicht erregen. Erhelle die Lehre und ihren Sinn mit liebevollen Worten.
  512. Erforsche die Lehre, freue dich an der Lehre. Bewahre und lebe die Lehre. So wirst du nicht in die Irre gehen. Weise nicht zurück, [musik] was dir
  513. gegeben wird. Verlange nicht nach dem, was andere erhalten. Denn wenn du neidvoll bist, kannst du keine Sammlung des Geistes erlangen.
  514. [musik] Wie wenig dir auch gegeben wird, sei dankbar und schätze es. Lebe rein und
  515. achtsam. So werden selbst die Götter dich preisen. Verweile bei Körper und Geist ohne Anhaften an ich und mein. Beklage nicht
  516. das Unvermeidliche, so wirst du zurecht ein Mönch genannt. Verweile in liebender Güte, oh Mönch, und im Vertrauen zur Lehre des Buddha.
  517. So erreichst du den Ort [musik] des Friedens, das höchste Glück, das Ende aller Gestaltungen.
  518. Schöpfe dein Boot aus, oh Mönch. Mache es leicht. Befreie es von der Last von Gie und Hass. Dann erreichst du rasch Nirvana.
  519. Fünf Dinge schneide ab. Fünf Dinge lege nieder. Fünf Dinge entfache und von fünf Dingen löse dich. Dann wird man dich Flutenurchbrecher nennen.
  520. Vertiefe die Sammlung und sei nicht nachlässig. Hänge nicht ständig an sinnlichen Wünschen. Sei achtsam und verschlucke nicht die
  521. glühende Eisenkugel, die Jammer und Schmerz hervorbringt. Ohne Einsicht gibt es [musik] keine Sammlung. Ohne Sammlung gibt es keine
  522. Einsicht. Pflege, Einsicht und Sammlung gleichermaßen. Dann bist du nahe dem Nirvana.
  523. Suche die Stille Einsamkeit, oh Mönch. Beruhige Herz und Geist. Erfahre Freude jenseits der Welt und erkenne die Wahrheit.
  524. Sie genau, das Entstehen und Vergehen aller Daseinsformen. Erfahre Freude und Glück jenseits von Geburt und Tod.
  525. Dies ist die Grundlage für den Weisen. Bezähme deine Sinne, lebe genügsam, sei achtsam in den Regeln des Ordens. Suche dir edle Freunde, die rein und
  526. achtsam leben. Sei freundlich zu allen, gewissenhaft in deinem Tun. So erfährst du Freude und überwindest Leiden.
  527. Wie der Jasmin seine verwelkten Blüten fallen lässt, so wirf auch du, oh Mönch, Gier und Hass von dir. Sei friedlich in Rede und Tat. Sei
  528. friedlich im gesammelten Geist. Lass tief den Durst nach Leben los. So bist du ein gestill Mönch.
  529. Durch eigene Anstrengung, durch Selbstbeobachtung, durch Achtsamkeit wirst du glücklich leben. Oh Münch,
  530. du selbst bist dein Meister, du selbst bist deine Zuflucht. Erziehe dich selbst wie der Pferdezüchter sein edles Ross.
  531. Lebe in Freude, oh Mönch, voll Vertrauen in die Lehre des Buddha. So erreichst du den Ort des [musik] Friedens, das höchste Glück, das Ende
  532. aller Gestaltungen. Wenn du als junger Mönch Lehre Buddhas eifrig übst, wirst du diese Welt
  533. durchschauen und erstrahlen wie der klare wolkenlose Mond. Kapitel 26 der Brahmane.
  534. Schneide mit ganzer Kraft den Strom ab, Obraane, und lass dein Verlangen los. Erkennst du das Vergehen aller Dinge, dann erkennst du auch das Unentene.
  535. Wenn du die beiden Vertiefungen verwirklicht hast, Obraane, erkennst du klar und frei und wirst gelöst von allen Fesseln.
  536. Wer jenseits dieses Ufers ist und jenseits des anderen Ufers, wer jenseits von beiden steht, furchtlos und losgelöst,
  537. den nenne ich einen Heiligen. Der rein und klar in der Sammlung verweilt, wer getan hat, was zu tun war,
  538. wer frei ist von allen Trieben und das höchste Ziel erreicht, den nenne ich einen Heiligen.
  539. Die Sonne strahlt nur am Tag, der Mond strahlt nur in der Nacht. Der Krieger strahlt in seiner Rüstung, der Heilige strahlt in seiner Meditation.
  540. Doch der Buddha strahlt beständig Tag und Nacht in unverlöschlichem Glanz. Ein Brahmane ist, wer das Böse meidet. Ein Samane ist, wer recht lebt und wer
  541. den Makeln entsagt, der ist wahrhaft ein entsagender. Schlage keinen Brahmanen, doch selbst wenn er geschlagen wird, sollte er nicht
  542. zornig werden. Ich tadle, wer einen Brahmanen schlägt, aber auch wer im Zorn aufbraust.
  543. Besser ist es, Obrahman Geist von Gier und Zorn zurückzuhalten. Nur so kommt alles Leiden zu einem Ende.
  544. Wer nicht mehr mit Körper, Rede und Geist Böses [musik] tut, wer sich hierin beherrscht, den nenne ich einen Heiligen.
  545. Die Brahmanen verehren Feuer. Doch verneige du dich vor dem Menschen, durch den du die Lehre gehört und verstanden hast, [musik] die der Erwachte verkündet
  546. hat. Nicht das Haar, nicht die Herkunft, nicht die Kaste macht dich zum
  547. Brahmanen. Lebst du jedoch Wahrheit und Lehre, dann bist du rein und wahrhaft ein Heiliger.
  548. Wozu verfüllstes Haar? Wozu ein Umhang aus Antilopenfell? Du schmückst dein Äußeres, doch in dir ist der Dschungel der Leidenschaften.
  549. [musik] Wer das Flickengewand trägt, Mager mit hervorstehenden Adern. Wer allein im
  550. Wald verweilt und die Vertiefung übt, den nenne ich einen Heiligen. Nicht Geburt oder Stolz machen einen zum Brahmanen.
  551. Wer voller Anhaftung lebt, ist es nicht. Doch wer frei ist von allen Markeln und nichts mehr begehrt, den nenne ich einen Heiligen.
  552. Wer alle Fesseln zerbrochen hat, nicht mehr beunruhigt ist, frei von Bindungen und Anhaftung, den nenne ich einen Heiligen.
  553. Wer sich aus Nutzen und Fesseln und aus Unwissenheit befreit, wer Hindernisse überwunden hat und erwacht ist, [musik] den nenne ich einen Heiligen.
  554. Wer Schläge, Beschimpfungen, Fesselung ruhig erträgt, ohne Zorn. Wer Geduld vollkommen geübt hat, den nenne ich einen Heiligen.
  555. Wer liebevoll und hingebungsvoll übt, sittlich lebt, frei von Gier. Wer sich gezähmt hat und im letzten Körper verweilt.
  556. Den nenne ich einen Heiligen. Wie Wasser auf dem Lotusblatt, wie ein Senfkorn auf der Nadel. So
  557. haftet an ihm kein Verlangen. Den nenne ich einen Heiligen. Wer schon hier das Ende des Leidens erfährt, wer seine Bürde abgelegt hat
  558. und losgelöst lebt, den nenne ich einen Heiligen. [musik] kreativ versteht, einsichtig ist, weiß, was richtig und falsch ist, wer das
  559. höchste Ziel verwirklicht hat, den nenne ich einen Heiligen. Wer weder an Leihen noch an Mönchen haftet, wer bescheiden und allein
  560. wandert, den nenne ich einen Heiligen. der keinem Wesen Leid zufügt, weder schwachen noch Stärken. Wer nicht mehr
  561. zerstört, den nenne ich einen Heiligen. Wer unter streitenden friedlich bleibt, wer unter Kämpfenden still bleibt, wer
  562. unter gierigen losgelöst bleibt, den nenne ich einen Heiligen. An wem verlangen Stolz, Hass und List, abgleiten wie Senfkörner auf einer
  563. Nadel. Den nenne ich einen Heiligen. Wer sanft spricht in Einklang mit der Wahrheit, Worte, die keinen verletzen,
  564. den nenne ich einen Heiligen. Der nichts nimmt, was nicht gegeben ist, groß oder klein, [musik] fein oder grob,
  565. schön oder hässlich, den nenne ich einen Heiligen. Wer kein Verlangen mehr hat nach dieser wie nach der nächsten Welt, wer frei
  566. [musik] und wunschlos lebt, den nenne ich einen Heiligen. Wer nirgends mehr anhaftet, klar erkennt, frei von Zweifeln, eingegangen
  567. ins Todlose, den nenne ich einen Heiligen. Wer gut und böse überwunden hat, wer ohne Anhaftung rein lebt, frei von
  568. Kummer und Leidenschaften, den nenne ich einen Heiligen. Wer wie der Mond ist, rein, klar, ungetrübt, in dem aller Durst versiegt
  569. ist, den nenne ich einen Heiligen. [musik] Der den schmerzvollen Weg des Samsara überwunden hat, wer durch Vertiefung das
  570. andere Ufer erreicht hat, frei von Wünschen und Zweifeln, ruhig und glücklich verweilend, den nenne ich einen Heiligen.
  571. Der allen Durst nach Leben aufgegeben hat, wer als Hausloser wandert, wer Verlangen erlöschen ließ, den nenne ich einen Heiligen.
  572. Wer alles Begehren aufgegeben hat, wer als Hausloser wandert, wer frei ist von Lebensdurst, [musik] den nenne ich einen Heiligen.
  573. Wer sich von den Fesseln der Menschen löste, die Fesseln des Himmels überwand. Wer frei ist von allen Banden, den nenne ich einen Heiligen.
  574. der jede Neigung zu mögen und nicht mögen aufgegeben hat. Wer kühl und wunschlos geworden ist, wer die [musik] Welt mutig überwunden hat,
  575. den nenne ich einen Heiligen. Wer klar erkennt, wie die Wesen entstehen und vergehen,
  576. wer frei ist von anhaften und erwacht, den nenne ich einen Heiligen. Wer auf einen Pfad geht, den niemand erkennt, kein Gott, kein Himmelswesen,
  577. kein Mensch. Wer frei ist von allen Trieben und erlöst, den nenne ich einen Heiligen. [musik]
  578. Wer nicht an Vergangenheit haftet, nicht an Zukunft und auch nicht an der Gegenwart. Wer frei ist von allen Makeln und an
  579. nichts mehr hängt, den nenne ich einen Heiligen. Wer ein edler, starker Held ist, ein großer siegreicher Weise, ein reiner
  580. vollendeter Buddha, den nenne ich einen Heiligen. Wer seine früheren Leben kennt, wer Himmel und Höllen durchschaut, wer das
  581. Ende der Gestaltungen erreicht, wer vollendeter Einsicht verwirklicht hat, wer losgelöst lebt, vollkommen befreit, den nenne ich einen Heiligen.

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