Buddha - Dhammapada: Der Weg der Wahrheit (Die Lehren Buddhas) [Hörbuch] Hörbuchwelt https://www.youtube.com/watch?v=Jcegn6YBQo4 Transkript (automatisch erstellt) 0:04 Damapada, der Weg der Wahrheit, gelesen von Habfer. 0:12 Einleitung. Sidata Gautama, später bekannt als der Buddha, [musik] lebte im Indien des fün Jahrhunderts vor 0:21 Christus. Er wurde als Sohn des Königs Sudodana geboren. Schon früh erkannte er die 0:28 Bedeutungslosigkeit [musik] von Reichtum und Macht sowie die Sinnlosigkeit seines bisherigen Lebens und fasste den Entschluss, einen Weg zu 0:38 finden, der Leid und Not von dieser Erde vertreiben sollte. So verließ er eines Tages den Palast und zog in die Wälder, um durch Meditation 0:48 und Askäse den Weg zur Erleuchtung zu finden. [musik] So vergingen viele Jahre der Askese spiritueller Übungen, tiefer Meditation 0:59 und großer Anstrengungen in der Suche nach der Wahrheit. Schließlich erreichte sie Dat Gautama, der Asket, eines Tages unter einem 1:10 Feigenbaum die spirituelle Verwirklichung und wurde als der Buddha, der Erleuchtete [musik] bekannt. Von da an lehrte er seine Schüler den 1:20 Pfad, der bis heute überliefert ist. Sein Vermächtnis ist eine Botschaft von Mitgefühl, von Liebe zu allen Wesen und dem Streben nach inner Befreiung. 1:34 Im Zentrum seiner Lehre stehen die vier edlen Wahrheiten. Das Leben ist vom Leiden geprägt. Die Ursache dieses Leidens ist [musik] 1:45 das Verlangen. Erlischt das Verlangen, endet auch das Leiden. Der Weg dorthin ist der edle achtfache 1:55 Pfad. Ein Lebensweg aus rechter Erkenntnis, rechtem Denken, rechter Rede, rechtem Handeln, rechtem Lebenserwerb, rechtem 2:06 Bemühen, rechter Achtsamkeit und rechter Meditation. Dieser Weg führt zur inneren Freiheit und zur höchsten Glückseligkeit, 2:18 dem Nirvana. Es ist derselbe Zustand, den andere Religionen als Vereinigung mit Gott oder Befreiung beschreiben. 2:29 Die Worte des Buddha wurden von seinen Schülern bewahrt, gesammelt und später in den Klöstern weitergegeben. Aus dieser Überlieferung entstand das 2:39 Damapada, eine Sammlung von 423 Versen, die bis heute als einer der klarsten und schönsten Wegweiser des Buddhismus 2:49 gelten. Dammer bedeutet [musik] Wahrheit, Tugend und Weisheit. Pada heißt Pfad. So ist das Damada nichts anderes als der 3:02 Weg der Wahrheit. Kapitel 1: Der Pfad. 3:12 Was wir heute sind, stammt aus unseren Gedanken von gestern und unsere gegenwärtigen Gedanken formen unser Leben von morgen. 3:23 Unser Leben ist die Schöpfung unserer Gedanken. Spricht oder handelt ein Mensch mit unreinen Gedanken, so folgt ihm das 3:32 Leiden, wie das Rat dem Tier folgt, das den Wagen zieht. Was wir heute sind, stammt aus unseren Gedanken von gestern [musik] und unsere 3:45 gegenwärtigen Gedanken formen unser Leben von morgen. Unser Leben ist die Schöpfung unseres Geistes. 3:54 Spricht oder handelt ein Mensch mit reinen Gedanken, so folgt ihm die Freude wie sein Schatten. 4:06 Er hat mich beleidigt. Er hat mich gekränkt. Er hat mich beschimpft. Wer solche Gedanken hegt, wird sich nicht vom Hass befreien. 4:18 Er hat mich beleidigt. Er hat mich [musik] gekränkt, er hat mich beschimpft. Lass solche Gedanken los und du wirst 4:27 dich vom Hass befreien. [musik] Hass wird nicht durch Hass überwunden. Hass wird durch Liebe überwunden. 4:38 Dies ist ein ewiges Gesetz. Viele wissen nicht, dass wir hier [musik] in dieser Welt sind, um in 4:47 Harmonie zu leben. Diejenigen, die dies wissen, kämpfen [musik] nicht gegeneinander. 4:57 Wer nur für die Vergnügungen lebt und dessen Seelen nicht in Harmonie ist, wer nicht achtet auf das, was er ist, Träge in Untätigkeit verhart und keine 5:09 Fähigkeit zur Tugend besitzt, den erschüttert Mara, getrieben von eigensüchtigen Versuchungen, sowie ein schwacher Baum vom Wind geschüttelt 5:19 wird. Doch wer nicht für die Vergnügungen lebt und dessen Seele in sich selbst harmonisch ist, wer mit Maß ist oder 5:30 fastet und zur Tugenfähig ist, den erschüttern die Versuchungen nicht, so wie ein mächtiger Fels vom [musik] Wind nicht bewegt wird. 5:45 Wenn ein Mensch das reine gelbe Gewand anlegt mit unreiner Seele, ohne Harmonie in sich und ohne Wahrheit, so ist er [musik] nicht würdig, das heilige Gewand 5:56 zu tragen. Doch wer frei ist von Sünde, dessen Seele in der Tugend [musik] geübt ist, wer in Wahrheit und Harmonie lebt, der 6:07 ist würdig, das Heilige Gewand zu tragen. Du siehst das wertlose als wertvoll an und das wertvolle als wertlos. 6:20 An solch verkehrtem Denken festhaltend erkennst du nie die Wirklichkeit. Doch siehst du das wertlose als wertlos an und das wertvolle als wertvoll? 6:34 An solch rechtem Denken festhaltend erkennst du bald die Wirklichkeit. So wie der Regen in ein Haus trinkt mit einem beschädigten Dach, so durchdringen 6:49 die Leidenschaften einen ungeschützten [musik] Geist. Doch wie der Regen nicht eindringt durch ein gut gedecktes Dach, so können die 6:59 Leidenschaften nicht eindringen in einen gut geschützten Geist. Wer viel Übles denkt und tut, der wird darüber Schmerz empfinden in dieser Welt 7:14 wie in der nächsten. Er wird Schmerz empfinden und bedrückt sein, wenn er die Schlechtigkeit seines [musik] Tuns erkennt. 7:26 Wer viel Gutes denkt und tut, der wird darüber Freude empfinden in dieser Welt wie in der nächsten. Er wird Freude empfinden und beglückt 7:37 sein, wenn er die Reinheit seines Tons [musik] erkennt. Wer viel Übles denkt und tut, der wird dadurch Leid erfahren in dieser Welt wie 7:51 in der nächsten. Er wird leiden an der Erinnerung und noch viel mehr, wenn er auf den leidvollen Weg gelangt. 8:03 Wer viel Gutes [musik] denkt und tut, der wird dadurch Freude erfahren in dieser [musik] Welt wie in der nächsten. Er wird sich freuen an der Erinnerung 8:15 und noch viel mehr, wenn er auf den glücklichen Weg gelangt. Über wie viele heilige Texte du auch immer sprichst, was werden sie dir 8:27 nützen, wenn du nicht danach handelst. [musik] Du gleichst ja einem Hirten, der eines anderen Kühe zählt, 8:36 über wie wenige heilige Texte du auch immer sprichst. Doch wenn du in Einklang mit der Lehre lebst, wenn du Verlangen, Leidenschaft und Unwissenheit aufgibst, 8:48 nicht mehr haftest an dieser Welt noch an der Nächsten und Einsicht und Frieden [musik] findest, so führst du wahrhaft ein Leben der 8:59 Heiligkeit. [musik] Kapitel 2: Die Achtsamkeit. Achtsamkeit [musik] ist der Pfad, der 9:13 zur Unsterblichkeit führt. Unachtsamkeit ist der Pfad, der zum Tod führt. Wer achtsam lebt, stirbt niemals. Doch 9:25 der Unachtsame ist schon [musik] wie tot. Wer mit klarem Geist diese Wahrheit erkannt hat, die Weisen, die niemals 9:35 ihre Achtsamkeit verlieren, empfinden die Freude der Achtsamkeit, die Freude des Weges [musik] zum Höchsten. Und jene, die mit erhabenem Denken und 9:47 tiefer Betrachtung den Weg beschreiten, mit unerschöpflicher Energie, gelangen schließlich zum Nirvana, zum höchsten [musik] Frieden und zur unendlichen 9:57 Freude. Bemühe dich, sei achtsam, handle recht, wohlbedacht, [musik] 10:08 selbstbezähmt und lebe in Einklang mit der Lehre. Dann wird dir [musik] Wertschätzung erwachsen. 10:19 Durch Bemühen und Achtsamkeit, durch Sittlichkeit und Selbstbezähmung schaffe dir selbst eine Insel, welche die [musik] Flut nicht überwältigen kann. 10:34 Die Toren und Unwissenden sind unachtsam und achten niemals. Doch du bewache deine Achtsamkeit als deinen kostbarsten Schatz. 10:49 Verliere dich nicht in Unachtsamkeit und [musik] gib nicht im Verlangen nach. Lebe achtsam, übe die Vertiefung der Meditation 10:59 und entdecke so das wahre Glück. Wenn der Weise durch Achtsamkeit die Unachtsamkeit überwunden hat, so schaut 11:13 er vom Turm der Weisheit, wissend auf die unwissenden Toren, leid befreit auf die Leiden der Wesen wie vom Berggipfel. auf die Menschen im Tal. 11:30 Der Weise, achtsam unter den Nachlässigen, wach unter den Schlafenden, eilt dahin wie ein Rennpferd und lässt die langsamen hinter 11:41 sich. Durch Achtsamkeit war es, dass Indra die Vorrangstellung unter den Göttern 11:51 gewann. Die Götter preisen die Achtsamen und verachten stets die Unachtsamkeit. 12:03 Der Mönch, der sich der Achtsamkeit erfreut [musik] und die Gefahren der Unachtsamkeit erkennt, er brennt alle Fesseln durch, ob groß, 12:13 ob klein, wie ein alles verbrennendes Feuer. Der Mönch, [musik] der sich der Achtsamkeit erfreut und die Gefahren der 12:27 Unachtsamkeit erkennt, er fällt nicht mehr zurück. und befindet sich nahe beim Nirvana. 12:41 Kapitel 3. Der Geist. Wie der Pfeilmacher seine Pfeile zurecht schnitzt und gerade macht, so richtet er Weise seine unruhigen und schwer zu 12:55 zügelnden [musik] Gedanken aus. Wie ein Fisch dem Wasser entrissen und am Ufer gestrandet, 13:06 so windet und kämpft der Gedanke, um sich zu befreien aus der Macht des Todes. 13:16 Schwer zu zügeln ist der Geist. Er wandert nach seinem Belieben. Es [musik] ist gut, ihn zu bewachen und ihn zu zähmen. Führt zum Glück. 13:33 Schwer zu erkennen ist der Geist. Er wandert nach seinem Belieben. Es ist weise ihn zu behüten. Denn ein wohlbehüteter Gedanke [musik] ist eine 13:44 Quelle unermesslicher Freude. [musik] Dieser umherwandernde Geist im Körper wohnend und auch nicht fassbar. 13:57 Wer diesen Geist in [musik] Harmonie bringt, wird frei von Maras fesseln. Ein Mensch, der unsht, ist im [musik] Geist, ohne Vertrauen und ohne Klarheit. 14:12 Und der die edle Lehre nicht versteht, der wird niemals die Fülle der Weisheit erreichen. 14:23 Doch wer seine Gedanken sanft unter Kontrolle hält, ist frei vom Verlangen der Begierten. Und wer sich [musik] über Gut und Böse 14:33 erhoben hat, ist erwacht und kennt keine Furcht. Erkenne deinen Körper als ein zerbrechliches Gefäß. Stärke deinen 14:47 Gedanken wie eine Festung und kämpfe die große Schlacht gegen Mara, gegen alle bösen [musik] Versuchungen und gib dein Anhaften auf. 15:02 Denn gar bald wird dieser Körper auf der Erde legen, weggeworfen und ohne [musik] Bewusstsein, so wie ein nutzloses Stück Holz. 15:15 Dein schlimmster Feind und jene, die dich hassen, vermögen dir niemals so sehr zu schaden wie dein eigener Geist, wenn du ihn auf das Unheilsame richtest. 15:31 Dein Vater, deine Mutter und jene, die dich lieben, vermögen dir niemals so sehr zu helfen wie deine recht ausgerichteten [musik] Gedanken, wenn du 15:42 sie auf das Heilsame richtest. Kapitel 4: Die Blumen des Lebens. 15:57 Wer wird diese Welt bezwingen? Die Welt der Götter und auch die Welt Jamas, der des Todes und des [musik] Leidens. Wer wird den Damapada finden, den klaren 16:10 Pfad der Vollkommenheit? So wie ein Mensch, der Blumen sucht, die Schönste findet. Der hingebungsvolle Jünger wird diese 16:20 Welt bezwingen, die der Götter und auch die Jamas, des Todes und des Leidens. Der hingebungsvolle Jünger wird den Damapada finden, den klaren Pfad der 16:35 Vollkommenheit, so wie ein Mensch, der Blumen sucht, die Schönste findet. 16:45 Sie wie der Körper einer Schaumblase gleicht, einer flüchtigen Spiegelung in der Luft. Entferne die blügeschmückten Pfeile 16:55 Maras und verlasse unsichtbar dies Reich des Todes. Wenn du immer all diese Blumen pflücken willst, wenn dein Herz immer voll des 17:11 Verlangens ist, so wird dich der Tod plötzlich überraschen, gleich wie die Flutwelle, ein schlafendes Dorf. 17:22 Wenn du immer all diese Blumen pflücken willst, wenn dein Herz immer voll des Verlangens ist, so werden deine Sinne nie gestillt sein und du verfällst der 17:33 Macht des Todes. Wie die Biene den Nektar einer Blume sammelt und davon fliegt, ohne ihre 17:44 Schönheit und ihren Duft zu zerstören. So soll auch der Weise durch dieses Leben gehen. 17:55 Schau nicht auf die Fehler anderer, was sie getan haben oder unterlassen. Schau, was du selbst getan und was du unterlassen [musik] hast. 18:10 Wie eine wunderschöne Blüte, [musik] leuchtend und doch ohne Duft, so bringt ein wohlgesprochenes Budwort, dem, der [musik] es nicht befolgt, auch keine 18:21 Frucht. Wie eine wunderschöne Blüte leuchtend und auch voller Duft, so bringt ein 18:32 wohlgesprochenes Buddha Wort, dem der es selbst befolgt, auch gute Frucht. die sich aus einem Berg von Blumen gar vielerlei Blumengirlanten flechten 18:48 lassen. So Gestalte aus deinem Leben gar vielerlei gute Handlungen. Der Duft der Blüten von Sandel, Oleander und Jasmin, er verbreitet sich nicht 19:05 gegen den Wind. Doch selbst dem Wind entgegen verbreitet sich der Duft der guten Menschen, alle Himmelsrichtungen erfüllend. 19:20 Der Duft von Sandel und Oleander, von blauem Lotus und Jasmin. All dies wird übertroffen weit vom unvergleichlichen Duft der Sittlichkeit. 19:38 Der Duft von Sandel und Oleander, er gelangt nicht weit, aber der Duft der Sittlichkeit erhebt sich bis zu den Himmeln. 19:52 Wer sittlich vollkommen lebt, stets in Achtsamkeit verweilt und in rechter Erkenntnis Befreiung erlangt, 20:02 unauffindbar ist dessen Weg für Mara. So wie auf einer Müllkippe am Straßenrand ein Lotus zu erblühen vermag 20:16 und mit seinem reinen Duft die Herzen erfreut. So vermag inmitten [musik] blinder Menschenmassen ein Schüler des 20:25 Vollkommen erwachten mit dem Licht seiner Weisheit diese ganze Welt zu überstrahlen. 20:38 Kapitel 5: Der unwissende. Wie lang ist die Nacht für den Wachenden? 20:48 Wie lang der Weg für den müden Wanderer, wie endlos das Wandern in Samsara für den Unwissenden, der die edle Lehre nicht versteht. 21:03 Wenn du auf deiner Wanderung keinen edlen Freund findest, [musik] so gehe lieber allein weiter, denn die Begleitung eines Toren bringt nur 21:13 Unheil. Meine Kinder, mein Besitz. So sorgt sich der Unwissende. 21:24 Aber wie besäße er denn Kinder oder Besitz, wo er noch nicht einmal ein eigenes Selbst besitzt? 21:36 Ein Unwissender, der sich für Töricht hält, ist in gewisser Weise schon ein Weiser. Ein Unwissender, der sich für Weise 21:45 hält, ist wirklich ein Tor. Der Löffel kennt den Geschmack der Suppe nicht. 21:57 So mag ein Unwissender sein Leben lang in der Nähe eines Weisen verweilen und dennoch die Lehren nicht begreifen. 22:09 Die Zunge dagegen kennt den [musik] Geschmack der Suppe. So mag ein Verständiger nur kurze Zeit in [musik] der Gegenwart eines Weisen 22:18 verbringen und sofort erfasst er die Lehre. Der unverständige [musik] Unwissende ist sein eigener Feind, denn sein 22:33 schlechtes Handeln trägt bittere Früchte. Warum tust du Dinge, [musik] die du später tief bereuen wirst, die dir 22:45 Tränen und Schmerz bringen, wenn dein Tun Früchte trägt? Tue vielmehr nur solche Dinge, die du später nicht bereuen wirst, die dir 22:59 Glück und inneren Frieden schenken, wenn dein Handeln Früchte trägt. Süß wie Honig erscheint es dem Unwissenden, solange sein unheils Tun 23:14 noch keine Früchte zeigt. Doch wenn sie gereift sind, erfährt er tiefstes Leid. 23:25 Mag auch der Unwissende monatelang fasten [musik] und nur von einem Grashalm leben. So ist all dies nur wenig wert. Verglichen mit dem 23:35 Nachdenken über die Lehre. Fresche Milch braucht Zeit, [musik] um sauer zu werden und unheilsames Tun 23:47 braucht Zeit, um zu reifen. So schwälen im Unwissenden die Folgen seines Handelns wie unter Asche verborgene Glut. 24:02 Auch wenn er Verstand und Wissen besitzt, nutzt der Unwissende sie nur zum Schaden. So zerstört er sein eigenes Glück und 24:12 die Möglichkeit zu wahrem Erkennen. Und obwohl er den [musik] Geist nicht entfaltet hat, strebt er nach Vorrang 24:23 unter den Mönchen, nach Einfluss und Macht in der Gemeinschaft, nach Verehrung und Geschenken von den Leinen. 24:36 Mögen alle meine Arbeit kennen, bleihen Mönche [musik] und Nonnen und mögen sich in allem stets meinem Willen beugen. 24:47 denkt und wünscht der Unwissende und sein Stolz wächst unaufhörlich. Ein Weg führt zu Gewinn, ein anderer zum Ziel des Nirvaners. 25:05 Ein Schüler und Mönch des Buddha, der dies klar erkennt, sollte sich nicht an Gastfreundschaft und Ehren erfreuen. 25:19 Kapitel 6: Der Weise. Der Weise zeigt dir deine Fehler, gleich kostbaren verborgenen Schätzen. 25:31 Pflege den Umgang mit solchen Weisen, die dich ermahnen und unterweisen. Es dient doch deinem eigenen Vorteil. 25:44 Auch du selbst sollst ermahnen und unterweisen, um andere vor Unheil zu bewahren. Und wenn dich schlechte Menschen dafür 25:53 ablehnen, so werden gute Menschen dich dennoch lieben. [musik] 26:02 Suche nicht die Gemeinschaft mit schlechten oder Menschen von niedriger Gesinnung. Suche dir viel mehr wahre, edle Freunde, 26:11 Menschen von hoher Natur. Koste von der Lehre und lebe in Freude, rein und klar im Geist. 26:23 Erfreue dich an der Lehre, die von den Erwachten verkündet wurde. Der Bauer leitet das Wasser aufs Feld. Der Pfeilmacher schnitzt den Pfeil, der 26:38 Zimmermann bearbeitet das Holz und der Weise zügelt seinen [musik] Geist. Wie ein fester Felsen nicht erschüttert wird vom Wind, so bleibt auch der Weise 26:55 unbewegt durch Lob und Tadel. Wie ein tiefer See, klar. und unberührt ruht, so bleibt auch der Weise klar, 27:09 wenn er die Lehre hört. Wenn in dir Verlangen entsteht, übe Entsagung und Schweige. 27:22 Wenn Freude und Leid dich berühren, verweile gelassen, frei und unberührt. Verlange nicht nach Kindern. Reichtum oder Macht, weder für dich noch für 27:38 andere. Suche nicht durch falsche Wege Erfolg. Lebe sitzam, voller Einsicht und auf rechte Weise. 27:52 Nur wenige Menschen gelangen bis zum anderen Ufer. Die vielen anderen jedoch irren nur an diesem Ufer auf und ab. 28:05 Lebst du nach der Lehre, die recht verkündet wurde, so erreichst du das andere Ufer und gehst jenseits [musik] des so schwer zu überquerenden Reichs 28:16 des Todes. Der Weise lässt das Üble los und entfaltet [musik] das Gute. 28:27 Er verlässt das Hausleben und erfreut sich an der Entsagung. Mag es dir auch schwer fallen, Freude an der Entsagung zu finden. So lasse 28:42 dennoch alles Verlangen los und befreie Herz und Geist von allen Befleckungen. Wenn du deinen Geist entfaltet hast in den sieben Gliedern der Erleuchtung, 28:59 wenn du dich von allem Verlangen gelöst hast und die Freiheit des nicht anhaftens genießt, wenn deine Leidenschaften vollkommen 29:08 versiegt sind und du in klarer Einsicht verwalst, dann bist du jenseits dieser Welt gegangen. 29:23 Kapitel 7, Die Befreiung. Wer den Pfad vollendet hat, der ist vollkommen befreit, frei von Kummer, frei von Fesseln, frei vom Fieber des 29:38 Lebens. Diejenigen, die den Weg der Achtsamkeit gehen, haften nicht an Orten, Menschen 29:49 oder Dingen. Wie Schwäne, die sich vom See erheben, lassen sie Orte, Menschen und Dinge los. 30:03 Die, die nichts mehr anhäufen, die alles klar durchschauen, die in Leerheit, Zeichenlosigkeit und Erlösung verweilen, deren Spur ist nicht zu finden, wie die 30:16 der Vögel in der Luft. Jene, deren Triebe versiegt sind, die sich auf nichts mehr stützen, die in 30:28 Lehrheit, Zeichenlosigkeit und Erlösung verweilen, deren Spur ist nicht zu finden, wie die der Vögel in der Luft. 30:43 Wer all seine Sinne beruhigt hat, gezähmt wie Pferde durch den Wagenlenker, wer frei ist von Stolz und 30:52 Geistesgiften, sogar die Götter beneiden ihn. Wer nicht mehr wiederstrebt, gleichmütig wie die Erde, wer fest 31:07 gegründet [musik] ist wie die heilige Säule am Stadttor, wer klar und rein verwalt wie ein tiefer See, der ist frei von allem Wandern 31:19 durch Samsara. Wer in Weisheit erlöst, verweilt, beruhigt ist. und zur Ruhe gekommen, 31:31 dessen Geist ist voller Frieden, dessen Worte sind voller Frieden, dessen Handeln ist voller Frieden. 31:44 Wer allen Glauben abgelegt hat, [musik] weil er selbst das Unerschaffene kennt. Wer die Mauern durchbrochen und sich von allen Fesseln gelöst hat, wer jedes 31:57 Verlangen hinter sich ließ, der gilt [musik] als der Höchste unter den Menschen. 32:07 Und wo immer ein Heiliger Verwalt, sei es im Dorf, im Wald, auf dem Berg oder im [musik] Tal, ein jeder solcher Ort ist ihm lieblich. 32:23 Ja, lieblich sind die Wälder. Nur jene, die frei von Gear sind, erfreuen sich dort, fernabon Vergnügungen der Massen, die nach 32:33 Sinneslust und Genuss [musik] verlangen. Kapitel 8, Besser als 1000. 32:49 Mehr Wert als tausend Reden voll lehrer Worte ist ein einziges wahres Wort, das dem Erkenntnis [musik] Frieden schenkt. 33:03 Mehr Wert als tausend Verse voll nutzloser Worte ist eine einzige Zeile, die dem hörer Erkenntnis bringt. 33:15 Mehr Wert als 100 gesprochene Verse voll nutzloser Worte ist ein einziger Satz der Lehre, der dem höher Erkenntnis [musik] schenkt. 33:30 Größer als tausend Krieger zu besiegen in einer einzigen Schlacht ist der Sieg über das eigene Selbst. Nur wer sich selbst überwindet, 33:42 ist wahrhaft Sieger. Denn besser ist es, dich selbst [musik] zu bezwingen als alle Menschen ringsum. 33:54 Bezähme dich selbst, beherrsche dich selbst. Lebst du auf diese Weise, dann kann kein Gott, kein Wesen des Himmels, kein Marer 34:08 und nicht einmal Brah, dir deinen [musik] Sieg jemals entreißen. Besser als hundert Jahre lang jeden Monat tausend Opfer dazubringen, ist ein 34:22 einziger Augenblick der Verehrung eines Menschen, der sich selbst gemeistert hat. 34:32 Besser als 100 Jahre lang im Wald eine heilige Flamme zu hüten ist ein einziger Augenblick der Verehrung eines Menschen, der sich selbst gemeistert hat. 34:48 Mehr als alles geben dieser Welt, um Tugend oder Verdienst zu sammeln, ist ein einziger Moment der Verehrung eines Menschen, der heilig wandelt. 35:04 Denn wer einen solchen Menschen ehrt, einen in Weisheit und Sittlichkeit gereiften, [musik] der empfängt vier Segnungen. Langes 35:14 Leben, Schönheit, Glück und Kraft. Besser als hundert Jahre zu leben ohne Tugend und innere Ruhe ist ein einziger 35:29 Tag in Sittlichkeit. Und in der Sammlung der Meditation. Besser als 100 Jahre zu leben ohne Einsicht und ohne Ruhe des Geistes 35:43 [musik] ist ein einziger Tag in Klarheit verbracht und in der Sammlung der Meditation. 35:55 Besser als hundert Jahre zu leben ohne Bemühen und ohne Willenskraft ist ein einziger Tag in Ausdauer und rechtem Bemühen verbracht. 36:09 Besser als 100 Jahre zu leben, ohne die Vergänglichkeit zu sehen, ist ein einziger Tag des Erkennens, wie alles entsteht und vergeht. 36:24 Besser als hundert Jahre zu leben, ohne das Todlose zu schauen, ist ein einziger Tag der Erkenntnis, [musik] was jenseits von Leben und Tod liegt. 36:39 Besser als 100 Jahre zu leben, ohne das höchste Gesetz [musik] zu erkennen, ist ein einziger Tag eines Menschen, der das höchste Gesetz geschaut hat. 36:56 Kapitel 9: Das Gute und das Böse. Eile dich Gutes zu tun und halte deinen Geist fern [musik] vom Bösen. Zögerst 37:08 du, so erfreut sich dein Herz bald am Bösen. Hast du etwas Böses getan, so tue es nicht noch einmal. 37:20 Lass den Wunsch danach vergehen, denn alles Böse bringt dir Leid. Hast du etwas Gutes getan, so wiederhole es immer wieder. Erwecke die Freude 37:36 daran, denn alles Gute bringt dir Glück. Auch ein böser Mensch mag eine Zeit lang Gutes erfahren, solange die Frucht 37:50 seines Bösen noch nicht gereift ist. Doch wenn die Frucht reift, erfährt er Böses. 38:02 Auch ein guter Mensch mag eine Zeitlang Leid erfahren, solange die Frucht des Guten noch nicht gereift ist. Doch wenn die Frucht reift, erfährt er 38:13 Gutes. Unterschätze nicht dein böses Tun und denke nicht, das hat ja keine Folgen für 38:25 mich. Tropfen um Tropfen füllt sich ein Krug. So füllt sich auch das Herz des [musik] Toren nach und nach mit Bösem. 38:40 Unterschätze nicht dein gutes Tun und denke nicht, das hat ja keine Folgen für mich. Tropfen um Tropfen füllt sich ein Krug. 38:50 So füllt sich auch das Herz des Weisen nach und nach mit gutem. Ein wohlhabender Händler, kaum beschützt, meidet die gefährlichen Wege. 39:06 Und wer sein Leben lebt, vermeidet das Gift. So hüte auch du dich vor jeglichem Bösen Tun. 39:19 In eine unverletzte Hand [musik] dringt kein Gift ein und schadet nicht. In einen achtsam bewachten Geist dringt Böses nicht ein und schadet nicht. 39:36 Wer einem unschuldigen reinen Menschenleid zufügt, auf den fällt sein eigenes Tun [musik] zurück, sowie feiner Staub gegen den Wind geworfen, am Ende 39:47 in das eigene Gesicht zurückkehrt. Manche werden in dieser Welt wiedergeboren. 39:58 Die Übeltäter in den Bereichen des Leidens, die Guten steigen auf zu den Himmeln. Doch wer seine Triebe vollkommen 40:07 erloschen hat, kehrt nicht mehr zurück. [musik] Nirgends, weder im Himmel, noch mitten im Meer, noch in den Tiefen der Berge, 40:20 gibt es einen Ort, an dem man den Folgen schlechter Taten entkommen könnte. Nirgends, weder im Himmel, noch mit Neher, noch in den Tiefen der Berge, 40:35 gibt [musik] es einen Ort, an dem der Tod erreichen würde. 40:47 Kapitel 10: Das Leben. Alle Wesen fürchten Gewalt. Alle Wesen [musik] fürchten den Tod. 40:58 Erkenne dich selbst in anderen und töte nicht. Verletze nicht. Alle Wesen fürchten Gewalt, alle Wesen lieben das Leben. 41:14 Erkenne dich selbst in anderen und töte nicht, verletze [musik] nicht. Wer nach seinem eigenen Glück strebt und dabei Gewalt übt, andere verletzt, die 41:29 ebenso nach Glück verlangen, der wird im Jenseits kein [musik] Glück finden. 41:40 Wer nach seinem eigenen Glück strebt, doch niemals Gewalt anwendet oder andere Wesen verletzt, die ebenso nach Glück verlangen, 41:50 der wird im Jenseits Glück finden. Sprich keine harten Worte, denn sie kehren zu dir zurück. 42:02 Verletzende Rede bringt dir Leid, [musik] denn wer verletzt ist, schlägt zurück. 42:13 Wie ein zerbrochener Bronzetrommelgong. Bleibe ruhig, bleibe schweigsam. So wirst du das Nirvana erfahren. Und stolz wie Zorn lösen sich auf. 42:31 So wie Hirten ihre Rinder vor sich her auf die Weide treiben, so treiben Alter und Tod Leben aller Wesen vor sich her. 42:44 Doch der Unwissende erkennt nicht die Folgen seines Bösen Tuns. So entzündet er das Feuer, indem er selbst verbrennt. 42:57 Wer den Gewaltlosen Gewalt zufügt, wer den Schuldlosen verletzt, den treffen in naher Zeit zehnfaches Unheil. Bald dieses, bald jenes. 43:11 Schmerz und Qual, Wunden und Verlust, schwere Krankheit oder Wahnsinn, Verfolgung und falsche Anklage, der Verlust der Familie, der Verlust von 43:24 Wohlstand und Freude. Feuer mag sein Haus zerstören und wenn sein Körper zerfällt, findet er sich 43:35 wieder in den Abgründen des Leidens. Nicht Nacktheit, nicht geflochtenes Haar, nicht [musik] sich mit Schlamm 43:46 beschmieren, nicht Fasten oder schlafen auf hartem Boden und auch nicht andere quälende Übungen machen einen Menschen rein, der den Zweifeln noch verhaftet 43:57 ist. Doch wer aufrichtig lebt, friedlich, beherrscht und slich, wer keinem Wesen Leid zufügt, 44:09 der gilt selbst in kostbaren Kleidern als Brahmane, Asket oder Bikun. Das edle Pferd spürt nur selten den Schlag der Peitsche. 44:26 Ebenso selten ist in dieser Welt ein Mensch voll Schamgefühl und Selbstzsucht. [musik] 44:36 Wie ein edles Pferd, das die Peitsche spürt, so sei auch du wach und schnell. durch Vertrauen, Sittlichkeit und Stärke, durch Sammlung und Erforschung 44:49 der Lehre, durch Einsicht und achtsames Handeln, so befreie dich von allem Leiden. [musik] 45:01 Der Bauer leitet Wasser auf sein Feld, der Pfeilmacher schnitzt seinen Pfeil, der Zimmermann bearbeitet sein Holz und der Weise zügelt seinen Geist. 45:19 Kapitel 11: Vergänglichkeit. Du lachst und vergnügst dich, doch sie, die Welt steht in Flammen. Du lebst tief in der Dunkelheit. 45:32 Warum suchst du nicht nach dem Licht? Betrachte deinen Körper voll von Wunden, zusammengehalten von Knochen, krank, 45:45 schwach, getrieben von zahllosen Wünschen und Gedanken. Ein Körper ohne Dauer, ohne Bestand. 45:56 Dieser Körper altert zerbrechlich und schwach. Er ist die Städte vieler Krankheiten. Schon bald verwest und zerfällt er, denn 46:06 jedes Leben endet im Tod. Schau auf die weggeworfenen Knochen, taubengrau, verstreut im Herbstwind, wie kleine Kürbisse. 46:19 Wie kannst du dabei noch Freude empfinden? Du bist ein Haus aus Knochen, verputzt mit Fleisch und Blut. Doch darin wohnen 46:32 Stolz und Heuchelei, Verfall und Tod. Die prächtigen Wagen der Könige zerfallen und auch dein Körper eilt dem Verfall entgegen. 46:45 Doch der Weg der Edlen vergeht nicht, denn edle belehren die Edlen. Der Unwissende, [musik] blind im Geist, gleicht einem jungen 46:59 Ochsen. Er wächst [musik] nur an Körperfülle, nicht aber an Weisheit. 47:09 Durch so viele Leben im Samsara wanderte ich auf der Suche nach dem Erbauer meines Hauses. Doch vergeblich [musik] ich fand ihn nicht. 47:20 Immer wieder lebenvoller Leid. Nun aber habe ich dich erkannt, du Erbauer des Hauses. 47:30 Nie mehr wirst du ein Haus für mich errichten. Die Balken der Begierde sind zerbrochen. Der Fürst der Unwissenheit ist entfernt. Die Ströme der Gedanken 47:41 [musik] sind versiegt. Das Verlangen ist erlachen. [musik] Wer weder ein heiliges Leben geführt, noch in der Jugend Wohlstand 47:54 gesammelt hat, der gleicht einem alten Flügellen Reihe an einem ausgetrockneten fischlosen Teich. 48:06 Wer weder ein heiliges Leben geführt, noch in der Jugend Wohlstand geschaffen hat, der blickt am Ende seines Lebens mit Weglagen zurück, wenn sein Pfeil dem 48:17 Ziel entgegenschießt. Kapitel 12, die Selbstbeherrschung. 48:32 Wenn dir dein eigenes Wohl am Herzen legt, dann hüte dich selbst sorgsam und bist [musik] du weise, so widme eine der drei Nachtwachen der Übung der 48:44 Achtsamkeit. Zuerst festige dich selbst auf dem rechten Weg. 48:53 Dann erst lehre andere, so wirst du keinem schaden. Handle du selbst so, wie du es die anderen lehrst. Beherrscht magst du die 49:06 anderen führen, doch schwerer noch ist es, sich selbst zu bezähmen. Du bist dein eigener Hüter. Wer sonst könnte dich behüten? Wenn du dich selbst 49:22 bezähmst, erlangst du den Schutz, der so schwer zu finden ist. [musik] Du allein begehst das unheilsame Tun. Aus deinem eigenen Wollen erwächst es. 49:38 Durch deinen eigenen Unverstand zerstörst du dich, wie ein Diamant, den Kristall zerschlägt. 49:48 Durch deine eigene Sitternlosigkeit zerstörst [musik] du dich, wie Efeu den Baum ersteckt. So bringst du dich [musik] selbst 49:57 zugunde, wie es kein Feind schlimmer wünschen könnte. Das Unheilsame, das Böse, es ist so leicht getan, das Heilsame, das Gute, es 50:15 ist oft schwer zu vollbringen. Wenn du in deinem Unverstand und durch enge Ansichten die Lehre der Erwachten 50:25 verachtest und jene, die der heiligen Lehre folgen, dann endest du wie der Bambus, der an seinen eigenen Früchten zugrunde geht. 50:39 Du selbst vollbringst das Unheilsame und nur durch dich selbst [musik] erfährst du die Unreinheit. Du selbst unterlässt das Unheilsame und 50:50 nur durch dich selbst erfährst du die Reinheit. Du allein bist die Quelle von Reinheit und Unreinheit. 51:00 Kein Mensch kann den anderen läutern. Vernachlässige nicht deine eigene Aufgabe, selbst nicht um des Wohles 51:11 andere Willen. Erkenne deine eigene Pflicht und vollbringe sie. Das ist dein Weg. 51:25 Kapitel 13: Die Welt [musik] und die Wachsamkeit. Wende dich nicht den kleinen Dingen zu. Lebe nicht unachtsam. 51:36 Hänge nicht an falschen Ansichten. Klammere dich nicht an diese [musik] Welt. Rechte dich auf. Sei wachsam. Verweile 51:47 nicht in Nachlässigkeit. In rechtem Wandel folge der Lehre. So wirst [musik] du glücklich leben in dieser Welt und auch in der nächsten. 52:01 Gehe den Pfad des rechten Wandels, nicht den Weg des Schlechten. So wirst du glücklich leben in dieser Welt und auch in der nächsten. 52:15 Sieh diese ganze Welt wie eine Blase auf dem Wasser, wie ein Spiegelbild in der Luft. So gehst du hinaus über das Reich des 52:26 Todes. Komm und betrachte die Welt. Sie glänzt wie der Wagen eines Königs. Doch 52:37 erfreuen sich nur die Unwissenden daran. Wer versteht, [musik] hängt nicht an ihr. 52:47 Wer einstachtlos lebte und dies nun überwindet, der strahlt über diese Welt wie der klare Mond am wolkenlosen Himmel. 52:58 Wer eins Böses tat und dies nun überwindet, der strahlt über diese Welt wie der klare Mond am wolkenlosen Himmel. 53:12 Diese Welt ist blind und unwissend. Wenige nur haben Augen, die sehen. Wenige erheben sich zum Himmel, wie wenige Vögel, die dem Netz entrennen. 53:29 Der Schwann steigt empor zur Sonne. Der Yogi schwebt durch die Luft. Doch der Weise überwindet die Herscharen Maras und entkommt dieser Welt. 53:44 Sprichst du Lügen und achtest die Lehre nicht, so verlierst du [musik] die nächste Welt. Und wo endet dann dein böses Tun? 53:58 Die Selbstsüchtigen erfahren nie das Glück himmlischer Welten. Sie verlachen die Großzügigkeit. Der Weise aber findet Freude im Geben 54:10 und so wird ihm auch künftiges Glück erwachsen. Besser als Macht über die ganze Erde, besser als in den Himmel zu gelangen und 54:23 besser als Herrschaft über alle Welten, ist die Freude des Menschen, der in den Strom des Lebens eintritt, der zum Nirvana führt. 54:39 Kapitel 14. Boda, der Erwachte. Der Erwachte, dessen Sieg niemals verloren geht, der von dieser Welt nicht 54:50 mehr überwältigt wird, frei von allen Grenzen, ohne Spur. Wer könnte wohl seinem Pfad folgen? 55:01 Der erwachte, gelöst aus dem Netz von Anhaftung und Verlangen, das in neues Leid führt, frei von allen Grenzen, ohne Spur. 55:13 Wer könnte wohl seinem Pfad folgen? Die Weisen, die die Vertiefung der Meditation üben, die Freude finden in 55:24 der Stille der Entsagung, die erwachten achtsam verweilend. Selbst von den Göttern [musik] werden sie beneidet. 55:36 Schwer erlangt man dieses Menschen Dasein. Schwer lebt man dann als ein Sterblicher. Schwer hört man die edle Lehre. 55:47 Schwer erscheint ein Erwachter in der Welt. Höre auf Böses zu tun. [musik] Wende dich dem Guten zu. Läutere Herz 55:59 und Geist. Dies ist die Lehre [musik] des Buddha. Die höchsten Übungen sind Geduld und Vergeben. 56:12 Das höchste Ziel ist das Nirvana, so wie es die Erwachten gewesen haben. Wer andere verletzt oder ihnen Leid zufügt, der ist kein wahrer 56:24 Weltentsagender und Wandermönch. Also kritisiere und verletze niemanden. Übe dich im Befolgen der 56:35 Ordensrichtlinien. Sei maßvoll und bescheiden beim Essen. Suche dir einen abgeschiedenen Wohnort. Bemühe dich mit ganzer Kraft um Herz und 56:46 Geist. Dies ist die Lehre des Buddha. Selbst nicht, wenn es Gold regnet, findet das Verlangen Befriedigung. 57:00 Unbefriedigend und leidvoll ist das Verlangen nach Sinnesfreuden. Der Weise erkennt dies [musik] klar. Und selbst nach himmlischem Entzücken 57:13 verspürt er kein Verlangen mehr. So führt den Schüler des Vollkommen erwachten das Erlöschen des Verlangens zum Glücklich [musik] sein. 57:28 In Angst und Schrecken sucht der Mensch Zuflucht bei Bergen und Wäldern, bei heiligen Heinen und Grabhügeln. Doch solche Zufluchten schenken keinen 57:41 Frieden. Sie sind nicht die höchste Zuflucht. Sie führen nicht zur Befreiung von allem Leiden. 57:50 Wer jedoch Zuflucht nimmt zu Buddha, Damma und Sanga, wer die vier edlen Wahrheiten mit klarem Verstehen erkennt, dies ist das Leiden, dies sein Ursprung, 58:05 dies sein Überwinden, dies der edle achtfache Pfad, der zum Erlöschen des Leidens führt. Das ist die wahre Zuflucht. 58:17 Das ist die höchste Zuflucht, die führt zur Befreiung von allem Leiden. Ein edler Mensch ist schwer zu finden und nicht überall wird er geboren. 58:34 Doch da, wo ein Weiser geboren wird, dort entsteht und wächst das Glück. Ein Glück ist das Erscheinen eines Erwachten. 58:45 Ein Glück ist das Aufzeigen der edlen Lehre. Ein Glück ist das Zusammenkommen der Sanga. Ein Glück ist die Harmonie unter 58:55 den Übenden. Wer die Verehrungswürdigen verehrt, die Erwachten und ihre Schüler, die jenseits aller Illusionen gegangen sind, jenseits 59:08 von Sorge, Kummer und Jammer, die friedvoll leben und nichts mehr fürchten. Der solch weise Menschen verehrt, 59:18 vollkommen unmöglich ist es, dessen Tugend und Verdienste zu ermessen. Kapitel 15: Das Glück. 59:35 Wie glücklich wir doch leben, frei von Hass unter den Hassenden. Selbst mitten unter Hass erfüllten Menschen verweilen wir ohne Hass. 59:50 Wie glücklich wir doch leben, frei von Leid unter [musik] den Leidenden. Selbst mitten unterleidenden Menschen verweilen wir ohne Leid. 1:00:05 Wie glücklich wir doch leben, frei von Gier unter den Gierigen. Selbst mittenunter gierigen Menschen verweilen wir ohne Gier. 1:00:18 Wie glücklich wir doch leben, frei von allem anhaften. Unsere Nahrung ist Freude, gleich den leuchtenden Göttern. 1:00:32 Der Sieger nährt den Hass. Der Besiegte leidet. Lass Sieg und Niederlage los. Finde das Glück des inneren Friedens. 1:00:47 Es gibt kein Feuer wie die G, kein Übel wie den Hass, kein Leiden wie die Daseinslast, kein Glück [musik] wie den Frieden. 1:01:01 Hunger ist die schlimmste Krankheit. Die Gebilde [musik] des Geistes sind das schwerste Leiden. Wer dies erkennt, erfährt Nirvana als 1:01:12 das höchste [musik] Glück. Gesundheit ist der größte Reichtum. Zufriedenheit der größte Besitz. 1:01:23 Zuversicht [musik] der beste Freund und Nirvana das höchste Glück. Freue dich an der Einsamkeit. Freue dich an friedvollem Verweilen. 1:01:40 Befreit von Verlangen und Abneigung erfährst du [musik] das Glück dieses Weges. 1:01:49 Ein großes Glück ist es, den Erwachten zu begegnen und anstatt mit Toren mit Weisen zusammenzuleben. Das ist wahres Glück. 1:02:03 Wer die Gesellschaft von Toren sucht, beklagt sich [musik] lange Zeit. Wer mit Toren zusammenlebt, erfährt viel Leid, wie unter Feinden. 1:02:15 Doch wer mit weisen Umgang pflegt, erfährt das Glück einer guten Familie. Darum folge den klarblickenden, den weisen, den wissensreichen, sittlichen 1:02:30 und edlen. Folge solch guten und verstehenden Menschen, wie der Mond Sterne folgt. 1:02:45 Kapitel 16, das Vergnügen. Lass dich nicht durch Vergnügen ablenken von der Übung in Sittlichkeit und 1:02:56 Meditation. Denn wenn du dich dem Vergnügen hingibst, statt dem Pfad, wirst du es später bereuen. 1:03:07 Befreie dich von angenehmem und unangenehmem, denn getrennt zu sein vom Angenehmen und verbunden mit dem Unangenehmen, 1:03:18 in beidem liegt Leid. Binde dein Herz an nichts, damit dich kein Verlust schmerzt. 1:03:28 Gehe jenseits von Zuneigung und Abneigung und du bist frei von allen Fesseln. 1:03:38 Aus dem Angenehmen entsteht Schmerz. Aus dem Angenehmen entsteht Angst. Löse dich vom Haften am Angenehmen und du bist frei von Schmerz. und Angst. 1:03:55 Aus der Zuneigung entsteht Schmerz. Aus der Zuneigung entsteht Angst. Löse dich vom Haften an Zuneigung und du bist frei von Schmerz und Angst. 1:04:10 Aus dem Vergnügen entsteht Schmerz. Aus dem Vergnügen entsteht Angst. Löse dich vom harften am Vergnügen und du bist frei von Schmerz und Angst. 1:04:27 Aus der Sinnlichkeit entsteht Schmerz. Aus der Sinnlichkeit entsteht Angst. Löse dich vom Haften Ansinnlichkeit und du bist frei von Schmerz und Angst. 1:04:43 Aus der Lebensgier entsteht Schmerz. Aus der Lebensgar [musik] entsteht Angst. Löse dich von aller Gier nach Leben und 1:04:54 du bist frei von Schmerz und Angst. Wer in Sittlichkeit und Einsicht verweilt, wer die Lehre lebt, die 1:05:07 Wahrheit erkennt und so seine eigene Aufgabe erfüllt, der wird von allen Wesen geehrt. Wer nach dem Namenlosen verlangt mit 1:05:19 entschlossenem Geist und wunschlosem Herzen, den nennt man einen, der Strom aufwärts geht. 1:05:31 Wenn einer von einer langen Reise zurück nach Hause kommt, mit welcher Freude empfangen ihn Familie und Freunde? So auch wenn du diese Welt verlässt und 1:05:44 in die nächste gehst, mit welcher Freude empfangen dich dort deine guten [musik] Taten, wie treue Freunde. 1:05:58 Kapitel 17 Befreiung vom Zorn. Lass Ärger los und auch den Stolz. Befreie dich von allen Fesseln. 1:06:10 Wenn du nicht mehr an Körper und Geist haftest, gehst du jenseits [musik] des Leitens. 1:06:18 Wer den aufsteigenden Zorn bändigt, wie ein Wagenlenker das stürmische Gespann, der mag wahrhaft Wagenlenker heißen. Die anderen halten nur die Zügel. 1:06:35 Mit Sanftmut überwinde den Zorn. Mit Güte überwinde den Hass. Mit Großzügigkeit überwinde die Selbstsucht. Mit Wahrheit überwinde die Lüge. 1:06:50 Sprich die Wahrheit, werde nicht hornig. Und wenn dich jemand bittet, gib, selbst wenn es nur wenig ist. Diese drei Wege führen dich in die Nähe 1:07:03 der Götter. Die Weisen fügen niemandem Schaden zu. Sie sind beherrscht in ihrem Tun. Sie 1:07:14 gehen über den Tod hinaus. Sie gehen über das Leiden hinaus. Verweile achtsam. Übe dich bei Tag wie bei Nacht. 1:07:28 Suche wirklich das Nirvana, dann verlöschen alle Triebe. Höre Atula, dies ist nichts Neues, sondern ein altes Sprichwort. 1:07:43 Man tadelt den, der schweigt, man tadelt den, der viel redet und man tadelt den, der maßvoll spricht. Kurz, niemand entgeht den Tadel. 1:07:56 So war es von jeher. So wird es wohl bleiben. Kein Mensch erhält nur Lob. Kein Mensch erhält nur Tadel. 1:08:09 Doch wenn einsichtige jemanden loben, der Tag für Tag betrachtet wird, dessen Leben frei ist von Tadel, gegründet [musik] in Weisheit und Sittlichkeit. 1:08:22 Ein solcher Weiser, glänzend wie reines Gold. Wer könnte ihn tadeln? Selbst die Götter preisen ihn und Brahma verkündet sein Lob. 1:08:36 Hüte dich vor Ärger in deinem Handeln. Bezähme dein Ton. Beende das Unheilsame und übe das Heilsame. 1:08:49 Hüte dich vor Ärger in deinen Worten. Bezähme deine Rede. Beende das Unheilsame und übe das Heilsame. 1:09:00 [musik] Hüte dich vor Ärger in deinem Geist. Bezähme dein Denken, beende das Unheilsame 1:09:10 und übe das Heilsame. Die Weisen sind gezügelt in ihrem Handeln, gezügelt in ihren Worten, 1:09:20 gezügelt in ihrem Geist. Und so sind sie gänzlich bezähmt. Kapitel 18. Die Unreinheit. 1:09:38 Du gleich einem Welkenblatt und die Boten des Todes warten schon. Du stehst an der Schwelle, doch du hast keinen Proviant für die Reise. 1:09:53 Baue dir deine eigene Insel, schaffe dir Zuflucht, sei eilig, sei bemüht, entwickle Weisheit, befreie dich von allen Markeln. 1:10:05 So erreichst du himmlische Gefilde. Deine Lebenszeit neigt sich dem Ende. Bald stehst du vor dem Herrn des Todes. 1:10:18 Auf jenem Weg gibt es weder Rast noch Vorrat. Nichts, das dich trägt. Baue dir deine eigene Insel. Schaffe dir Zuflucht. Sei eilig. Sei [musik] bemüht. 1:10:34 Entwickle Weisheit, befreie dich von allen Markeln und überwinde entstehen und vergehen. 1:10:45 Wie Silber Schritt für Schritt vom Schmutz gereinigt wird, so reinigt der Weise nach und nach, Stufe um Stufe, seinen Geist [musik] von 1:10:56 allen Makeln. Wie Rost das Eisen selbst zerfrisst, so zerstört ein lasterhaftes Leben den, der 1:11:07 es führt und macht seinen Weg leidvoll. Ein Markel ist es, die Lehre [musik] nicht zu üben. Ein Makel ist es, im Haus 1:11:18 träge zu sein. [musik] Ein Makel ist es, das Äußere zu vernachlässigen. Ein Makel ist es, [musik] im Tun 1:11:28 unachtsam zu sein. Ein Markel ist es, treulos zu leben. Ein Markel ist es, eigennützig zu geben. Ein Markel ist es, unheilsam zu handeln 1:11:43 in dieser [musik] wie in der nächsten Welt. Doch [musik] der größte Makel von allen ist die Unwissenheit. 1:11:53 Überwindet diesen Makel, ihr Mönche, und lebt ohne Tadel. Leicht ist das Leben für Menschen ohne Schamgefühl, für die Frechen, die 1:12:08 Spötter, für die Eingebildeten, die Rücksichtslosen, für jene, die verdorben leben. Schwer ist das Leben für Menschen mit 1:12:18 Schamgefühl, für die, die nach Reinheit streben, für die Bescheidenen, die Losgelösten, die ein reines Leben führen und klar 1:12:28 erkennen. Wer tötet und Leben zerstört, wer die Unwahrheit spricht, wer stielt, 1:12:39 wer zur Frau eines anderen geht, wer Rauschmittel trinkt und Drogen nimmt, ein solcher Mensch zerstört schon in dieser [musik] Welt seine eigenen 1:12:51 Lebenswurzeln. Verstehe dies gut, mein Freund. Wer Böses tut, ist [musik] nicht bei 1:13:00 Verstand. Mögest du nie durch Gier und Trug für lange Zeit ins Leiden stürzen. 1:13:10 [musik] Die Menschen geben Gaben nach ihrem Vertrauen und ihrer Neigung. Wenn du dich daran störst, was andere empfangen, wirst du niemals am Tag oder 1:13:22 in der Nacht zur Sammlung des Geistes gelangen. Doch wenn du Verlangen und Abneigung fallen lässt, mit der Wurzel 1:13:32 abschneidest, dann kannst du Tag und Nacht die Sammlung des Geistes erlangen. 1:13:42 Es gibt kein Feuer wie die G. Keine Fessel wie den Hass, kein Netz wie die Verblendung, keinen Strom wie das Verlangen. 1:13:54 Die Fehler der anderen erkennst du leicht, doch die eigenen siehst du kaum. Die Fehler der anderen deckst du auf, wie man Spreu vom Korn trennt. 1:14:07 Die eigenen Fehler aber verbirgst du wie ein Spieler einen schlechten Wurf. Wenn du ständig die Fehler der anderen suchst, immer wieder ihre Vergehen 1:14:20 anklagst, so wachsen nur deine eigenen Gifte und du entfernst dich weiter vom Erlöschen der Triebe. 1:14:33 Keine Spur findest du in der Luft und außerhalb dieser Lehre findest du keinen Mönch auf dem Pfad. Die Menschen begehren die Täuschung 1:14:44 dieser Welt, doch die Erwachten entsagen der Täuschung. Keine Spur findest du in der Luft und außerhalb dieser Lehre findest du keinen 1:14:57 Mönch auf dem Pfad. Alles Dasein ist vergänglich und dies verkünden alle Buddha. 1:15:12 Kapitel 19 Dschaffenheit. Nicht weil du einen Streitfall streng entscheidest, bist du schon [musik] in 1:15:23 der Lehre gegründet. Doch wenn du beide Seiten weise abwächst, das Wahre wie auch das falsche, 1:15:32 wenn du unpartei urteilst, gemäßte Lehre, achtsam entscheidest und mit Weisheit der Wahrheit folgst, dann gilst du wirklich als Fest [musik] 1:15:45 in der Lehre gegründet. Nicht weil du die Lehre wohlklingend erklären kannst, bist du schon ein 1:15:55 Weiser. Doch wenn du friedlich verweilst, voll Güte und frei von Furcht, dann gilst du wahrlich als ein Weiser. 1:16:08 Nicht weil du die Lehre redegewandt wiedergeben kannst, [musik] bist du ein Träger der Lehre. Doch wenn du selbst mit wenig Wissen die 1:16:18 Lehre tief verstehst und nach ihr lebst, dann gst du wirklich als ein Träger der Lehre. 1:16:30 Nicht weil dein Haar ergraut ist, bist du schon ein Ehrwürdiger. Auch wenn dein Leben sich neigt, so magst du doch umsonst alt geworden sein. 1:16:44 Doch wer Lehre und Wirklichkeit tief erfasst, wer gewaltlos [musik] lebt, selbst beherrscht und bezähmt, frei von Makeln und standhaft ist, der 1:16:57 gilt wahrhaft. als ein Ehrwürdiger. Nicht weil du wohlredend bist, gut aussiehst und von guter Familie kommst, 1:17:08 bist du schon ein guter Mensch, wenn dein Herz voller Neid, Gier und Unwahrheit ist. Doch wer all dies ablegt, es mit der 1:17:20 Wurzel ausreißt, wer Hass loslässt und weise lebt, der gilt wahrhaft als ein guter Mensch. 1:17:32 Nicht weil dein Haupt geschoren ist, bist du schon ein Mönch, wenn du die Regeln brichst, lügst und von Gierfüllt [musik] bist. 1:17:43 Doch jedes Unheilsame tun, ob groß oder klein, beendet und innerlich zur Ruhe kommt, der gilt wahrhaft als ein Mönch. 1:17:56 Nicht weil du mit der Schale bettelst, bist du schon ein Buddha Mönch. Folg dein Weg den krummen Pferden, so bist du keiner. 1:18:07 Doch wer gut und böse hinter sich lässt, wer als Entsagender durch diese Welt der Formen wandert, der gilt wahrhaft als ein Buddha Mönch. 1:18:20 Nicht weil du schweigst, bist du schon ein schweigender Weise. Denn wenn du wie ein Tor [musik] nichts mehr sprichst, ist das kein Zeichen von 1:18:30 Weisheit. Doch wenn du weise prüfst und wählst, das Gute tust und das Böse meidest, wenn du tiefer stehst und beide Welten 1:18:42 durchschaust, dann gilt du wahrhaft als ein schweigender Weise. 1:18:52 Nicht weil du Gewalt ausübst und anderen Leid zufügst, bist du schon ein Herrscher. Doch wer keinem Wesen Schaden zufügt, 1:19:03 der gilt wahrhaft als ein edler Herr. Nicht durch Werke und Rituale, nicht durch große Gelehrsamkeit, nicht durch das Erlangen von Sammlung, nicht durch 1:19:16 ein abgesondertes Leben habe ich das Glück des Hinübergegangenseins erreicht. jenes Glück, das gewöhnliche Menschen 1:19:26 niemals erfahren. Ihr Mönche, seid euch nicht zu sicher, bevor nicht wirklich alle eure Triebe versiegt sind. 1:19:40 [musik] Kapitel 19: Der edle Pfad. 1:19:49 Der höchste Pfad ist der edle achtfache Pfad. Die höchste Wahrheit sind die vier edlen Wahrheiten. Das höchste [musik] ist die Loslösung 1:20:01 und der höchste Mensch ist der Weise, der erkennt. Kein anderer Weg führt zu Reinheit und wahrem Verstehen. 1:20:12 Folge diesem Pfad und du entkommst Mara. Gehe diesen Weg und beende so alles Leiden. Ich habe das Erlöschen des Leidens 1:20:24 erkannt und diesen Weg habe ich gelehrt. Du selbst musst dich mit Kraft bemühen, denn die Erwachten zeigen nur den Weg. Folge ihm, vertiefe die Sammlung und 1:20:39 befreie dich von den Fesseln Maras. Vergänglich sind alle Dinge. Erkenne dies mit tiefer Einsicht und du wirst 1:20:50 [musik] dich vom Leiden lösen. Dies ist der Pfad zur Reinheit. Leidvoll sind alle Dinge. Erkenne dies mit tiefer Einsicht und du wirst dich 1:21:05 vom Leiden lösen. Dies ist der Pfad [musik] zur Reinheit. Lehr von einem Selbst [musik] sind alle Dinge. 1:21:16 Erkenne dies mit tiefer Einsicht und du wirst dich vom Leiden lösen. Dies ist der Pfad zur Reinheit. 1:21:28 Erhebe dich und gehe rechtzeitig auf den Weg, wenn du jung, kräftig und gesund bist [musik] und dennoch träge, unentschlossen, geistig unbewegt 1:21:39 bleibst. So wirst du den [musik] Pfad des Verstehens nie finden. 1:21:48 Handle nicht unheilsam mit Körper, mit Rede oder mit Geist. Reinige diese drei Bereiche deines Tuns und erlange den Weg, den die Weisen 1:22:00 verkündet haben. Durch Übung wächst das tiefe Verstehen. Ohne Übung verfällt es. 1:22:11 Erkenne diese beiden Wege, Wachstum und Verfall und festige dich in der Übung, damit dein Verstehen anwächst. 1:22:25 Rode den ganzen Dschungel der Begierden, nicht nur einen einzelnen Baum. Denn aus diesem Dickicht erwächst Gefahr. 1:22:35 Rode den Wald der Begierden, Mönch, und werde frei von allem Verlangen. Solange auch nur ein kleines Geströpptes Begehrens in dir bleibt, sei es zwischen 1:22:50 Mann und Frau, [musik] so lange sind Herz und Geist gebunden wie ein Kalb an seine [musik] Mutter. 1:23:00 Laßer Anhaftungen los. Entwurzele sie, wie man Herbst Lotos Blumen ausreißt. Übe den Weg des Friedens und erlange Nirvana, wie es der Satata [musik] 1:23:13 verkündet hat. Hier werde ich in der Regenzeit leben. Hier im Sommer, dort im Winter. So plant der unwissende Tor, blind für 1:23:26 Unsicherheiten und Gefahren. Wenn du voll Begeisterung dein Herz an Kinder und Besitz [musik] hängst, wird 1:23:37 dich der Tod unerwartet ereilen, wie eine Flutwelle ein schlafendes Dorf überrollt. Weder Kinder noch Eltern, weder 1:23:48 Verwandte noch Freunde können dir Zuflucht gewähren, wenn dein Leben zu Ende geht. Erkenne dies klar. Lebe weise, gezügelt 1:23:59 und [musik] sitzam und suche rasch den Weg zum Nirvana. Kapitel 21: Die Wachsamkeit. 1:24:15 Wenn du durch Verzicht auf ein kleines Glück das erhabene Glück erlangen kannst, dann sei weise und gib das geringere auf, um das Höchste zu 1:24:26 erkennen. Wenn du auf der Suche nach eigenem Glück, anderen Leid zufügst, verstrickst 1:24:35 du dich in Hass und findest niemals Befreiung. Du meidest nicht, was dir nützt. sondern tuust, was dir schadet. 1:24:47 Bist du wild, überheblich und unachtsam, so wachsen nur die Gifte deines Geistes. Übe tief, freudig und beständig die Achtsamkeit auf den Körper. 1:25:02 Vermeide das Unheilse. Halte deine Praxis aufrecht. Erkennst du klar die Wirklichkeit? Erlöschen alle Triebe in dir. 1:25:17 Er tötete in sich Mutter und Vater, das herrschende Königspaar, das ganze Reich und seine Mächtigen. So wandelt der Weise, befreit vom Leid. 1:25:31 Er tötete in sich Mutter und Vater, das herrschende Königspaar, und den Tiger, das fünfte Hindernis. So wandelt der Weise, befreit vom Leid. 1:25:46 Erwacht und glücklich verweilen sie die Schüler des Gotama, stets achtsam bei Tag und bei Nacht, versenkt im Kontemplieren des Buddha. 1:26:00 Erwacht und glücklich verweilen sie die Schüler des Gotama, stets achtsam bei Tag und Nacht, versenkt im Kontemplieren des Dammer. 1:26:15 Erwacht und glücklich verweilen Sie die Schüler des Gotama, stets achtsam bei Tag und bei Nacht, versenkt im Kontemplieren der Sanga. 1:26:30 Erwacht und glücklich verweilen sie die Schüler des Gotama, stets achtsam bei Tag und bei Nacht, vertieft im Betrachten des Körpers. 1:26:46 Erwacht und glücklich verweilen Sie die Schüler des Gutama, stets achtsam bei Tag und bei Nacht, erfreut am milden, friedlichen Geist. 1:27:01 Erwacht und glücklich verweilen sie die Schüler des Gotama, stets achtsam bei Tag und bei Nacht. freudig in der Entfaltung des Geistes. [musik] 1:27:17 Schwer ist es, der Welt zu entsagen und nicht leicht findet man daran Freude. Doch auch das Hausleben ist schwer und voller Schmerz. 1:27:29 Leidvoll ist das Zusammenleben, doch leidvoll auch das Umherwandern. Darum beende dein Wandern und beende dein Leiden. 1:27:43 Wer voll Vertrauen und Sittlichkeit lebt, wer bekannt ist für seine guten Taten, der wird überall geehrt, der wird überall geschätzt. 1:27:58 Die friedvollen und gestillten strahlen weithin wie die schneebedeckten Berge des Himalaya. Doch die unruhigen, gleichen 1:28:08 unsichtbaren Pfeilen in der Nacht. Sitze allein, lege allein, gehe allein, übe unermüdlich 1:28:22 und zügle dich selbst. Vorner Freude verweilst du in der Einsamkeit der Wälder. 1:28:36 Kapitel 22. Die Hölle. Der eine verleugnet die Wahrheit, der andere seine eigenen Taten. 1:28:49 Beide fallen nach dem Tod in die Abgründe des Leidens. Viele tragen wohl die gelbe Rube, doch zügeln nicht ihr unheilsames Tun. 1:29:03 Und so führt ihr Handeln sie in die Abgründe des Leidens. [musik] Das Schlucken einer glühenden Eisenkugel 1:29:14 bringt großes Leid. Doch für einen Mönch, der nicht sittlich lebt, ist selbst die Almosenspeise noch größeres Leid. 1:29:28 Verstrickst du dich in unheilsame Beziehungen, so wirst du viel Mühsal erfahren, schlechten Schlaf, Verlust deines [musik] guten Rufes und den Weg 1:29:39 in die Abgründe des Leidens. Ja, du wirst große Schwierigkeiten erfahren und auf einen üblen, leidvollen Pfad geraten. 1:29:50 Denn die Lust ist nur kurz, doch die Angst ist groß und hart die Strafe des Herrschers. Darum verstrecke dich nicht in 1:30:01 unheilsame Beziehungen. Fass du das Cousargras falsch an, schneidest du dir in die Hand. 1:30:13 So auch lebst du das Leben eines Mönchs falsch, führt es dich in die Abgründe des Leidens. Wenn du durch nachlässiges Handeln deine 1:30:25 Ordensregeln beschmutzt und als Entsagender ein zweifelhaftes Leben führst, so bringt dir das keine Frucht. Tu, was getan werden muss, entschlossen 1:30:39 und mit vollem Herzen. Lebst du als hausloser achtlos? Häufst du nur Schmutz auf Schmutz. 1:30:50 Besser ist es, nichts Böses zu tun, denn Böses [musik] wird dich später quälen. Besser ist es, Gutes zu tun, denn Gutes wird dir niemals Leid bringen. 1:31:07 Wie eine Grenzstadt innen und außen gut bewacht wird, so beschütze auch du dich selbst und verliere keine Zeit. Wer diese kostbare Gelegenheit versäumt, 1:31:22 den wird tiefe Reue quälen in den Abgründen des Leidens. Wenn du Scham empfindest, wo [musik] es keinen Grund dazu gibt und keine Scham 1:31:36 empfindest, wo es Grund dazu gäbe, wenn du falschen Ansichten anhängst, führt dich das auf einen leidvollen Weg. 1:31:48 Wenn du Angst empfindest, wo es keinen Grund dazu gibt und keine Angst empfindest, wo sie angebracht wäre, wenn du falschen Ansichten anhängst, 1:32:00 [musik] führt dich das auf einen leidvollen Weg. Wenn du für schlecht hältst, was dir in Wahrheit nützt und für gut hältst, was 1:32:14 dir in Wahrheit schadet. Wenn du falschen Ansichten anhängst, führt dich das auf einen leidvollen Weg. 1:32:25 Doch wenn du als schlecht erkennst, was wirklich schlecht ist und als gut erkennst, was wirklich gut ist, wenn du den richtigen Ansichten folgst, 1:32:38 führt dich das auf einen glücklichen Weg. Kapitel 23 Der Elefant. 1:32:54 Wie der Elefant in der Schlacht geduldig die heranfliegenden Pfeile erträgt, so will auch ich Schmähungen ertragen, denn viele Menschen handeln böse. 1:33:08 So ist auch der gezähmte Mensch der edelste, denn er erträgt geduldig alle Beschimpfungen. 1:33:20 Gut ist ein gezähmtes Maultier, gut ein edles Sindupferd, [musik] gut auch ein starker Elefant, doch am besten ist der Mensch, der sich selbst 1:33:32 bezähmt. Auf dem Rücken solcher Tiere gelangst du niemals in das unbetretene Land. 1:33:43 Darum bezähme dich selbst in rechter Weise und wandle mit anderen, die sich ebenfalls bezähmt haben. 1:33:56 Der Elefant Danapaka [musik] in der Brunft schwer zu bändigen. Gefesselt verweigerte er jede Nahrung. 1:34:06 Er sehnte sich nur nach den Elefanten im Wald. Wer töricht, [musik] faul und gefräßig ist, wer träge und 1:34:18 untätig darlegt, der gleicht einem gemesteten Schwein und tritt wieder und wieder in den Kreislauf der Daseinsformen. 1:34:31 Einst schweifte dieser Geist umher, wohin ihn verlangen trieb. Jetzt halte ich ihn achtsam zurück wie ein Wächter den wilden Elefanten. 1:34:46 Sei wachsam, freudig und achtsam. Hüte dein Herz, bewahre deinen Geist. Zieh dich selbst aus dem Morast heraus, wie der Elefant, der im Schlamm 1:34:59 feststeckt. Findest du einen weisen Freund? einen Gefährten, der recht lebt und versteht. 1:35:10 Dann überwinde mit ihm Hindernisse und wandle an seiner Seite achtsam und mit offenem Herzen. Findest du keinen weisen Freund, keinen 1:35:22 Gefährten, der recht lebt und versteht. So wandle allein wie ein König, der sein Reich aufgibt, wie der Elefant im Dschungel. 1:35:36 Allein zu wandeln ist besser als mit einem Toren an deiner Seite. Darum gehe allein, tue kein Böses und lebe frei und leicht wie der Elefant im 1:35:49 Dschungel. Glück ist es, Freunde in der Not zu haben. 1:35:58 Glück ist es in jeder Lage zufrieden zu sein. Glück ist es am Ende des Lebens die Früchte deiner Taten zu sehen. 1:36:10 Glück ist es, alles Leiden zu überwinden. Glück ist es, Mutter zu sein. Glück [musik] ist es, Vater zu sein. Glück ist 1:36:23 es als Mönch zu wandeln. Glück [musik] ist es, ein Heiliger zu sein. Glück ist es, das ganze Leben in 1:36:35 Sittlichkeit [musik] zu verbringen. Glück ist es, aus festem Vertrauen zu leben. Glück ist es, [musik] 1:36:44 tiefes Verstehen zu verwirklichen. Glück ist es, nichts Unheils zu [musik] tun. 1:36:59 Kapitel 24, das Verlangen. Lebst du unachtsam, so wächst dein Verlangen wie Efeu. 1:37:10 Von Begierde nach Früchten getrieben irrst du umher, von da sein zu Dasein wie ein Affe im Dschungel. Besiegt dich das Verlangen, das Elend 1:37:23 bringt, das dich an diese Welt bindet. So wachsen deine Sorgen wie das Gras nach dem Regen. Doch wenn du das Verlangen besiegst, 1:37:34 dies schwer zu überwindende Band der Welt, dann fallen alle Sorgen von dir ab, wie Wassertropfen vom Lotusblatt. 1:37:48 Ihr die ihr hier versammelt seid, für euer Glück lehre ich dies. Reißt die Wurzel des Verlangens aus wie die duftende Wurzel [musik] des 1:37:59 Piranagrases, damit ihr nicht wie Schilf immer wieder vom Strom Marers gebrochen werdet. Solange die Wurzel stark bleibt, wächst 1:38:11 selbst [musik] ein gefällter Baum von neuem. Solange dein Verlangen nicht entwurzelt ist, entsteht Leiden stets aufs Neue. 1:38:24 Wachsen in dir die 36 Ströme, die mächtigen Ströme des Begehrens nach angenehmem und du erkennst sie nicht. Reißen [musik] dich die Wogen deiner 1:38:36 Gier hinweg. Zu jeder Zeit, an jedem Ort, fließen diese Ströme, wächst dieser Efeu. 1:38:47 Doch wenn du das Entstehen des Verlangens erkennst, dann entferne weise diese Wurzeln. 1:38:57 Immer wieder steigt in den Menschen das verzehrende Verlangen nach Lust auf. Bist du daran gebunden, suchst nur Freude, so wirst du erneut Geburt und 1:39:09 Verfall erfahren. Menschen folgen der Gier nach Leben und sind voller Angst wie der gefangene 1:39:19 Hase. Gebunden an ihre Fesseln und Anhaftungen erleiden sie immer [musik] wieder langes Leiden. 1:39:29 Menschen folgen der Gier nach Leben und sind voller Angst wie der gefangene Hase. Doch Mönch, hör auf mit dieser Lebensgier. 1:39:40 So erfährst du die Loslösung. Dem Dschungel der Begierde entkommen willst du nun wieder zurücklaufen. 1:39:51 [musik] Mein Freund, bedenke dies gut. Schon frei geworden, verlangt es dich zurück nach den Fesseln. 1:40:03 Für den Weisen sind die stärksten Fessel nicht aus Strick, Holz [musik] oder Eisen, sondern die leidenschaftlichen Wünsche nach Juwelen, Gold, Kindern und 1:40:15 Frauen. Diese Wünsche sind die festen Fesseln, ziehend, biegsam, schwer zu lösen. Befreie dich, Entsage der Welt, [musik] 1:40:28 gib dein Suche nach Glück auf. Von Gier entflammt verstrecken sich die Menschen im Strom, wie die Spinne in 1:40:40 ihrem Netz. Befreie dich, entsage der Welt, wie es die Weisen taten. Lass das Suchen los und überwinde das Leiden. 1:40:53 Lass Vergangenheit und Zukunft los. Lass auch die Gegenwart los. Gehe jenseits dieser Welt Herz und Geist vollkommen frei. 1:41:07 So überwindest du Geburt und Verfall. Wenn deine Gedanken aufgewühlt sind, wenn du nach Schönheit verlangst, dann 1:41:19 wächst die [musik] G nach Leben und deine Fesseln werden fester. Doch wenn dein Geist friedvoll und heiter ist, wenn du achtsam das 1:41:30 Nichtschöne betrachtest, dann endet das Leiden und du befreist dich von den Fesseln Maras. 1:41:41 Wenn du das Ende des Weges erreicht hast, frei von Furcht, frei von Verlangen, nicht befleckt durch irgendetwas, 1:41:50 dann hast du die Dornen des Daseins entfernt. Dies ist dein letzter Körper. 1:42:00 Wenn du frei bist von Gier und Anhaftung, wenn du die Worte verstehst, ihre Erklärung begreifst, ihre wahre 1:42:09 Bedeutung erkennst, [musik] Anfang, Mitte und Ende durchschaust, dann, wenn dies dein letzter Körper ist, nennt man dich einen großen Weisen. 1:42:25 Alles habe ich erkannt und überwunden, an nichts mehr hoffend, durch nichts befleckt. Alles habe ich losgelassen. 1:42:34 Alles Verlangen ist versiegt. Erlöst und frei bin ich. Aus mir selbst heraus habe ich dies erkannt. Wen sollte ich da Lehrer nennen? 1:42:50 Das Geschenk des Dammer übertrifft jedes andere Geschenk. Der Geschmack des Dammer übertrifft [musik] jeden anderen Geschmack. 1:43:00 Die Freude des Dammer übertrifft jede andere Freude. Das Versiegen des Verlangens überwindet jedes Leiden. 1:43:14 Reichtum verdirbt den Unverständigen, doch nicht den, der das andere Ufer sucht. Denn mit der Gier nach Reichtum [musik] 1:43:23 zerstörst du dich selbst, als wärst du dein eigener Feind. Wie Unkraut dein Feld vernichtet, so zerstört G den Menschen. 1:43:36 Darum unterstütze jene, die frei sind von Gier. Das bringt große Frucht. 1:43:45 Wie Unkraut ein Feld vernichtet, [musik] so zerstört Hass den Menschen. Darum unterstütze jene, die frei sind von Hass. Das bringt große Frucht. 1:44:01 Wie Unkraut ein Feld vernichtet, so zerstört Verblendung den Menschen. Darum unterstütze jene, die frei sind von Verblendung. 1:44:13 Das bringt große Frucht. Wie Unkraut ein Feld vernichtet, so zerstören Begierden den Menschen. 1:44:25 Darum unterstütze jene, die frei sind von Begierten. Das bringt [musik] große Frucht. 1:44:39 Kapitel 25. Der Mönch. Gut ist es, dein Sehen zu zügeln. Gut ist es, dein Hören zu zügeln. Gut 1:44:52 ist es, dein Riechen zu zügeln. Gut ist es, dein Schmecken [musik] zu zügeln. Gut ist es, dein Handeln zu zügeln. 1:45:03 Gut ist es, [musik] deine Rede zu zügeln. Gut ist es, deinen Geist zu zügeln. Und gut ist es, dich allseitig zu 1:45:13 zügeln, denn der allseits gezügelte Mönch überwindet [musik] jedes Leiden. Achte auf Hände und Füße, auf Haltung 1:45:24 und Rede. Beruhigt und gesammelt, freudig, den Geist bewahrend, zufrieden im Alleinsein. So ist man ein wahrer Mönch. 1:45:37 Bezähme deine Zunge, oh Mönch. Werde nicht erregen. Erhelle die Lehre und ihren Sinn mit liebevollen Worten. 1:45:48 Erforsche die Lehre, freue dich an der Lehre. Bewahre und lebe die Lehre. So wirst du nicht in die Irre gehen. Weise nicht zurück, [musik] was dir 1:46:02 gegeben wird. Verlange nicht nach dem, was andere erhalten. Denn wenn du neidvoll bist, kannst du keine Sammlung des Geistes erlangen. 1:46:12 [musik] Wie wenig dir auch gegeben wird, sei dankbar und schätze es. Lebe rein und 1:46:22 achtsam. So werden selbst die Götter dich preisen. Verweile bei Körper und Geist ohne Anhaften an ich und mein. Beklage nicht 1:46:37 das Unvermeidliche, so wirst du zurecht ein Mönch genannt. Verweile in liebender Güte, oh Mönch, und im Vertrauen zur Lehre des Buddha. 1:46:51 So erreichst du den Ort [musik] des Friedens, das höchste Glück, das Ende aller Gestaltungen. 1:47:01 Schöpfe dein Boot aus, oh Mönch. Mache es leicht. Befreie es von der Last von Gie und Hass. Dann erreichst du rasch Nirvana. 1:47:15 Fünf Dinge schneide ab. Fünf Dinge lege nieder. Fünf Dinge entfache und von fünf Dingen löse dich. Dann wird man dich Flutenurchbrecher nennen. 1:47:32 Vertiefe die Sammlung und sei nicht nachlässig. Hänge nicht ständig an sinnlichen Wünschen. Sei achtsam und verschlucke nicht die 1:47:42 glühende Eisenkugel, die Jammer und Schmerz hervorbringt. Ohne Einsicht gibt es [musik] keine Sammlung. Ohne Sammlung gibt es keine 1:47:55 Einsicht. Pflege, Einsicht und Sammlung gleichermaßen. Dann bist du nahe dem Nirvana. 1:48:07 Suche die Stille Einsamkeit, oh Mönch. Beruhige Herz und Geist. Erfahre Freude jenseits der Welt und erkenne die Wahrheit. 1:48:20 Sie genau, das Entstehen und Vergehen aller Daseinsformen. Erfahre Freude und Glück jenseits von Geburt und Tod. 1:48:35 Dies ist die Grundlage für den Weisen. Bezähme deine Sinne, lebe genügsam, sei achtsam in den Regeln des Ordens. Suche dir edle Freunde, die rein und 1:48:49 achtsam leben. Sei freundlich zu allen, gewissenhaft in deinem Tun. So erfährst du Freude und überwindest Leiden. 1:49:03 Wie der Jasmin seine verwelkten Blüten fallen lässt, so wirf auch du, oh Mönch, Gier und Hass von dir. Sei friedlich in Rede und Tat. Sei 1:49:16 friedlich im gesammelten Geist. Lass tief den Durst nach Leben los. So bist du ein gestill Mönch. 1:49:28 Durch eigene Anstrengung, durch Selbstbeobachtung, durch Achtsamkeit wirst du glücklich leben. Oh Münch, 1:49:39 du selbst bist dein Meister, du selbst bist deine Zuflucht. Erziehe dich selbst wie der Pferdezüchter sein edles Ross. 1:49:52 Lebe in Freude, oh Mönch, voll Vertrauen in die Lehre des Buddha. So erreichst du den Ort des [musik] Friedens, das höchste Glück, das Ende 1:50:04 aller Gestaltungen. Wenn du als junger Mönch Lehre Buddhas eifrig übst, wirst du diese Welt 1:50:14 durchschauen und erstrahlen wie der klare wolkenlose Mond. Kapitel 26 der Brahmane. 1:50:32 Schneide mit ganzer Kraft den Strom ab, Obraane, und lass dein Verlangen los. Erkennst du das Vergehen aller Dinge, dann erkennst du auch das Unentene. 1:50:47 Wenn du die beiden Vertiefungen verwirklicht hast, Obraane, erkennst du klar und frei und wirst gelöst von allen Fesseln. 1:51:00 Wer jenseits dieses Ufers ist und jenseits des anderen Ufers, wer jenseits von beiden steht, furchtlos und losgelöst, 1:51:11 den nenne ich einen Heiligen. Der rein und klar in der Sammlung verweilt, wer getan hat, was zu tun war, 1:51:24 wer frei ist von allen Trieben und das höchste Ziel erreicht, den nenne ich einen Heiligen. 1:51:35 Die Sonne strahlt nur am Tag, der Mond strahlt nur in der Nacht. Der Krieger strahlt in seiner Rüstung, der Heilige strahlt in seiner Meditation. 1:51:48 Doch der Buddha strahlt beständig Tag und Nacht in unverlöschlichem Glanz. Ein Brahmane ist, wer das Böse meidet. Ein Samane ist, wer recht lebt und wer 1:52:07 den Makeln entsagt, der ist wahrhaft ein entsagender. Schlage keinen Brahmanen, doch selbst wenn er geschlagen wird, sollte er nicht 1:52:22 zornig werden. Ich tadle, wer einen Brahmanen schlägt, aber auch wer im Zorn aufbraust. 1:52:35 Besser ist es, Obrahman Geist von Gier und Zorn zurückzuhalten. Nur so kommt alles Leiden zu einem Ende. 1:52:48 Wer nicht mehr mit Körper, Rede und Geist Böses [musik] tut, wer sich hierin beherrscht, den nenne ich einen Heiligen. 1:53:01 Die Brahmanen verehren Feuer. Doch verneige du dich vor dem Menschen, durch den du die Lehre gehört und verstanden hast, [musik] die der Erwachte verkündet 1:53:11 hat. Nicht das Haar, nicht die Herkunft, nicht die Kaste macht dich zum 1:53:21 Brahmanen. Lebst du jedoch Wahrheit und Lehre, dann bist du rein und wahrhaft ein Heiliger. 1:53:34 Wozu verfüllstes Haar? Wozu ein Umhang aus Antilopenfell? Du schmückst dein Äußeres, doch in dir ist der Dschungel der Leidenschaften. 1:53:47 [musik] Wer das Flickengewand trägt, Mager mit hervorstehenden Adern. Wer allein im 1:53:57 Wald verweilt und die Vertiefung übt, den nenne ich einen Heiligen. Nicht Geburt oder Stolz machen einen zum Brahmanen. 1:54:12 Wer voller Anhaftung lebt, ist es nicht. Doch wer frei ist von allen Markeln und nichts mehr begehrt, den nenne ich einen Heiligen. 1:54:27 Wer alle Fesseln zerbrochen hat, nicht mehr beunruhigt ist, frei von Bindungen und Anhaftung, den nenne ich einen Heiligen. 1:54:41 Wer sich aus Nutzen und Fesseln und aus Unwissenheit befreit, wer Hindernisse überwunden hat und erwacht ist, [musik] den nenne ich einen Heiligen. 1:54:56 Wer Schläge, Beschimpfungen, Fesselung ruhig erträgt, ohne Zorn. Wer Geduld vollkommen geübt hat, den nenne ich einen Heiligen. 1:55:12 Wer liebevoll und hingebungsvoll übt, sittlich lebt, frei von Gier. Wer sich gezähmt hat und im letzten Körper verweilt. 1:55:25 Den nenne ich einen Heiligen. Wie Wasser auf dem Lotusblatt, wie ein Senfkorn auf der Nadel. So 1:55:37 haftet an ihm kein Verlangen. Den nenne ich einen Heiligen. Wer schon hier das Ende des Leidens erfährt, wer seine Bürde abgelegt hat 1:55:53 und losgelöst lebt, den nenne ich einen Heiligen. [musik] kreativ versteht, einsichtig ist, weiß, was richtig und falsch ist, wer das 1:56:09 höchste Ziel verwirklicht hat, den nenne ich einen Heiligen. Wer weder an Leihen noch an Mönchen haftet, wer bescheiden und allein 1:56:23 wandert, den nenne ich einen Heiligen. der keinem Wesen Leid zufügt, weder schwachen noch Stärken. Wer nicht mehr 1:56:37 zerstört, den nenne ich einen Heiligen. Wer unter streitenden friedlich bleibt, wer unter Kämpfenden still bleibt, wer 1:56:52 unter gierigen losgelöst bleibt, den nenne ich einen Heiligen. An wem verlangen Stolz, Hass und List, abgleiten wie Senfkörner auf einer 1:57:09 Nadel. Den nenne ich einen Heiligen. Wer sanft spricht in Einklang mit der Wahrheit, Worte, die keinen verletzen, 1:57:24 den nenne ich einen Heiligen. Der nichts nimmt, was nicht gegeben ist, groß oder klein, [musik] fein oder grob, 1:57:36 schön oder hässlich, den nenne ich einen Heiligen. Wer kein Verlangen mehr hat nach dieser wie nach der nächsten Welt, wer frei 1:57:51 [musik] und wunschlos lebt, den nenne ich einen Heiligen. Wer nirgends mehr anhaftet, klar erkennt, frei von Zweifeln, eingegangen 1:58:07 ins Todlose, den nenne ich einen Heiligen. Wer gut und böse überwunden hat, wer ohne Anhaftung rein lebt, frei von 1:58:22 Kummer und Leidenschaften, den nenne ich einen Heiligen. Wer wie der Mond ist, rein, klar, ungetrübt, in dem aller Durst versiegt 1:58:39 ist, den nenne ich einen Heiligen. [musik] Der den schmerzvollen Weg des Samsara überwunden hat, wer durch Vertiefung das 1:58:54 andere Ufer erreicht hat, frei von Wünschen und Zweifeln, ruhig und glücklich verweilend, den nenne ich einen Heiligen. 1:59:09 Der allen Durst nach Leben aufgegeben hat, wer als Hausloser wandert, wer Verlangen erlöschen ließ, den nenne ich einen Heiligen. 1:59:26 Wer alles Begehren aufgegeben hat, wer als Hausloser wandert, wer frei ist von Lebensdurst, [musik] den nenne ich einen Heiligen. 1:59:41 Wer sich von den Fesseln der Menschen löste, die Fesseln des Himmels überwand. Wer frei ist von allen Banden, den nenne ich einen Heiligen. 1:59:58 der jede Neigung zu mögen und nicht mögen aufgegeben hat. Wer kühl und wunschlos geworden ist, wer die [musik] Welt mutig überwunden hat, 2:00:12 den nenne ich einen Heiligen. Wer klar erkennt, wie die Wesen entstehen und vergehen, 2:00:24 wer frei ist von anhaften und erwacht, den nenne ich einen Heiligen. Wer auf einen Pfad geht, den niemand erkennt, kein Gott, kein Himmelswesen, 2:00:42 kein Mensch. Wer frei ist von allen Trieben und erlöst, den nenne ich einen Heiligen. [musik] 2:00:55 Wer nicht an Vergangenheit haftet, nicht an Zukunft und auch nicht an der Gegenwart. Wer frei ist von allen Makeln und an 2:01:07 nichts mehr hängt, den nenne ich einen Heiligen. Wer ein edler, starker Held ist, ein großer siegreicher Weise, ein reiner 2:01:23 vollendeter Buddha, den nenne ich einen Heiligen. Wer seine früheren Leben kennt, wer Himmel und Höllen durchschaut, wer das 2:01:38 Ende der Gestaltungen erreicht, wer vollendeter Einsicht verwirklicht hat, wer losgelöst lebt, vollkommen befreit, den nenne ich einen Heiligen.