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Jüdisch Christlicher Dialog mti Pinchas Lapide
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 336 Zeilen
- [Musik] liebe zuschauer guten abend christlich jüdische zusammenarbeit
- jüdisch christlichen dialog das sind einige jahrzehnte eine schwierigen weges die aber nie abgerissen ist die vier gesprächspartner die ich heute abend ins
- studio gebeten habe sind zeitzeugen einer entwicklung und auch garanten dafür dass dieser dialog nie abgerissen ist zu meiner rechten professor dr
- pinchas lapide ist jüdischer theologie und nach einem schweren lebensbedrohenden unfall sind sie wieder da in alter stärke ich freue mich dass
- sie gekommen sind neben ihm leibl rosenberg er ist publizist und arbeitet ganz kräftig in einer münchner loge mit in der nähe
- friedman orange und hat dort vor allem einen offenen kreis also einen kreis in dem begegnung stattfindet zu meiner linken professor franz mußner er ist
- neutestamentler schon irritiert an der universität regensburg an der katholischen fakultät hat er geleert und eine reihe von büchern über die juden
- das judentum geschrieben ganz stark involviert in diesen dialog er ist auch träger der buber-rosenzweig-medaille neben ihm als evangelischer theologe
- professor doktor wolfhart pannenberg er ist systematischer theologe an der evangelisch-theologischen fakultät der universität münchen
- meine herren das christlich jüdische verhältnis dieser dialog ist ein wenig in schwierigkeiten geraten in den letzten tagen oder wochen
- so könnte man sagen es gibt eine äußerung aus new york von einer sehr hohen jüdischen stelle vom präsidenten des jüdischen weltkongresses
- er hat dem vatikan eine ganze reihe von sünden aufgerechnet und erst kürzlich hatte schwierigkeiten mit einer äußerung kardinal ratzinger gegeben der gesagt
- hat für die christen findet das judentum im christentum seine vollendung geht also seine findet seinen seine seinen letzten weg
- in dieser christlichen situation nun finden sie dass dadurch durch solche äußerungen das verhältnis belastet sein kann es ist ja
- so weit gekommen dass ein vereinbartes gespräch über die situation von katholischer kirche und juden im dritten reich abgesagt worden
- ist wie steht's mit der aktuellen situation ich muss sagen ich bin nicht über beeindruckt von der absaugung eines
- meetings obwohl ich es gerne stattfinden hätte sehen wollen aber ich bin sicher sie werden die herren werden einen neuen termin finden aber was den
- jüdischen weltkongress betrifft muss doch einmal gesagt werden da sein von sechs organen ähnlicher natur ist und keineswegs beinhaltet was sein name
- besagt er ist nicht der vertreter aller juden in dieser band er wurde nicht von all die jugend gewählt dass der name der nach von goldmann am 19 36 gewählt hat
- um die hitler entgegenzutreten der nicht aufgehört hat vom welt judentum zu schwafeln also spricht dieser herr brockmann mit aller sympathie für ihn
- nicht für alle juden americas noch israel es noch irgendwo anders er ist eine stimme unter vielen nun seine kritik ist natürlich aufgegriffen worden
- und man hat sich dazu im moment nicht allzu heftig geäußert wobei eine große deutsche tageszeitung sogar gesagt hatte sah ja eigentlich verwunderlich oder
- auch wieder verständlich dass die katholische kirche darauf kaum reagiert hätte denn sei ja so sgb im vergleich zu den vielen katholiken in amerika nur
- wenig juden dort und darum ist ja da dann kein problem der plan umfasst böses wort ich will etwas sagen seit über 1000 jahren sagt der kritiker an vatikan
- dinge haben päpste dinge über juden geschrieben kein jude je gewagt zu antworten wenn es jetzt zum ersten mal umgekehrt ist und der vatikan etwas
- befremdet ist über den ausspruch irgendeines juden ist das keineswegs eine gute sache nein er ist ein reines gewissen juden
- mit gewisse autorität aber dann werden wir an das spieß umgedreht ist das für mich als historiker ein interessantes spektakel aber ich bin überzeugt die
- auseinandersetzung ist nicht halb so ernst wie sie auch in der zeitung erscheint die herren werden sich wiederfinden wenn ich dieses jahr so
- gott will ich ja wollen wir hoffentlich ziehen in jeder muss man das also ein schwieriger ein falscher ton vielleicht jetzt in den dialog gekommen ist so
- sagen sie die zeit wird über weg gehen natürlich wird jetzt darüber hinweggehen aber es tut mir doch irgendwie leid dass die jüdisch christliche dialog ist
- damit doch etwas belastet worden aber ich hoffe nicht auf die dauer nicht so sehr sondern wir werden das werk das wir nun
- dafür 40 30 jahren begonnen haben ganz sicher fortsetzen ja sie alle werden aktiver weise haben mit wirkung eigentlich an vielleicht
- sollten wir doch einen kleinen blick auf diese angedeutet die vergangenheit werfen 1945 der einschnitt oder nicht
- einschnitt in der deutschen geschichte zaghafte versuche 1946 47 ein wenig das gespräch zu beginnen eine schwierige situation für die evangelische kirche
- auch mit den ersten äußerungen in diesen frühen jahren hermann berg haben sie darüber nachgedacht noch einmal wie das den
- seinerzeit losgegangen ist bis 1959 dann helmut gollwitzer sich ganz deutlich zu dieser frage geäußert hat wie war es in den tagen es hat sich ja in deutschland
- aus gründen die uns allen bekannt sind kaum einen dialog zwischen christen und juden geben können in der frühen nachkriegszeit
- und ich persönlich habe diesen dialog erst erlebt als ich 1963 nach amerika gereist dort war man als deutscher dann
- allerdings wie auch schon im europäischen ausland der erfahrung der begegnung mit theologisch interessierten juden und
- zwar nicht nur amerikanischen juden sondern deutschen juden ausgesetzt die unser volk vertrieben hatte und die gerade in dieser generation
- deren letzte vertreter heute einer nach dem anderen da hingehen in einer erschütternden weise an deutschland an der deutschen kultur
- an den großen repräsentanten der deutschen geistigkeit hin nichts hat mich mehr erschüttert als diese erfahrung wie trotz aller
- ereignisse in der nazizeit dann eine solche verbundenheit bei denen menschen die selber gelitten hatten oder deren nächste verwandte in auschwitz
- umgekommen waren mit deutschland deutscher kultur herrschte es gab auch dass andere es gab menschen die so tief verletzt waren dass sie nicht mehr
- gesprächsfähig waren und dafür muss man verständnis haben aber erschüttert hat mich die die andere erfahrung dass ein mann wie der große alexander
- altmann der in diesem jahr gestorben ist und sicher einer der am meisten bewunderten und geachteten jüdischen gelehrten unserer zeit gewesen
- ist ende der 60er jahre als ich in den posten kennenlernte auf mich zukam und mich umarmt was hatte
- dieser mann hinter sich in seiner familiengeschichte 1938 professor am jüdische lehrhaus in berlin das waren erlebnisse wie man sie in
- deutschland nicht machen kann ja da sind sie aber jetzt ein bisschen über die jahre hinweg gegangen wenn man die zeit kurz nach
- 1945 nimmt dann ging es in der evangelischen kirche um ein sogenanntes schuld regenten ist auch in der auseinandersetzung zwischen geschossen
- form der württembergischen bischof niemöller der sich also sehr dafür eingesetzt hat klar zu sagen das hier christen gesagt haben und der anderen
- eher zurückhaltende haltung die gesagt hat nein man kann also hier nicht einfach schulden generell übernehmen wir müssen uns ja klar machen dass es
- eigentlich keine jüdischen gemeinden mehr gegeben hat nach 1945 und das nur sehr zaghaft überhaupt die wenigen juden die noch in deutschland gewesen waren
- wieder in das öffentliche und in ihr eigenes leben zurückfinden konnten und hier war doch sehr wesentlich die reaktion der christen zu dieser zeit wie
- hat damit angefangen nun es gab ja viele ursachen jede menge ursachen schuld zu bekennen
- und im hinblick auf das was deutschland den juden angetan hatte zuallererst nur mit dem schuldbekenntnis
- wird's noch nicht eine menschliche situation bereinigt und wiederhergestellt dazu bedarf es noch schritte die darüber
- hinaus führen und das habe ich eben nicht in deutschland sondern nur bei reisen ins ausland kennen gelernt nun haben wir ja 1948 die ersten
- gesellschaften für deutsch jüdische zusammenarbeit frankfurt baden auch ein und in münchen wohl gemerkt drei kleinen zentren kann man vielleicht sagen von
- denen einiges ausgegangen es hat jemand von ihnen am tisch die die ersten jahre noch in erinnerung haben sie davon was gemerkt in weiteren diskussionen
- ja ich erinnere mich in münchen wir waren zufällig er versuche mit meiner frau hier und das war ein wagen ist ohnegleichen denn meine generation von
- juden und die h waren die gründe sie lebt bis heute zwischen traum und trauma das trauma eines völkermordes über den wenigsten sprechen müssen und der traum
- einer besseren zukunft der uns ein gestiftet das wir juden sind von geburt unverbesserliche heils optimisten gott sei dank und das ist dieser
- unverbesserliche optimismus der diese drei gründungen hervorgebracht hat sie heute in über 50 gesellschaften aus gemeldet sind und ihre anzahl wächst und
- ich musste sagen angesichts der vergangenheit auf deutschen boden den christlich-jüdischen gegeneinander 1800 jahre lang und fünf
- kontinente breit sind diese anfänge wie sie sich in den letzten 20 jahren nur entwickelt haben für mich ein wunder gottes
- dass man hier ausgerechnet hier wo der antisemitismus seine spitze erreicht hat seinem tiefpunkt wenn sie wollen dass man hier den mut hat auf jüdischer und
- auf christlicher seite und die beiden herren gehören zu den initiatoren den anwohnern und den mut geben gott sei dank hallenberg und beiden point franz
- schuster aber gott sei dank gibt es noch andere hierzu beginnen die heilung zu beginnen wo das zentrum der krankheit einst war
- und mit langsamem aber wachsen erfolg dass es für mich ein zeichen dass mein optimismus nicht ein wunschdenken ist sondern der tat realistisch auf
- realistischen fakten beruht natürlich gibt es auch schattenseiten gibt es ist nicht das leben das waren die entscheidenden stationen dieses
- dialogs diese zusammenarbeit auf der deutschen seite zweifellos das zweite vatikanische konzil mit seinem dekret über die
- nichtchristlichen religionen darin die nummer vier die sich nun ausdrücklich mit dem verhältnis der kirche zum judentum befasst hat es hat
- natürlich auch schon vor dem konzil äußerungen gegeben neuer von bischöfen sich bloß von deutschen von anderen und dann kommt mir
- schloss konferenzen aber dass der eigentliche anstoß für den christlich-jüdischen dialog ist im katholischen raum doch erst richtig
- ausgegangen von diesem dekrete des zweiten vatikanischen konzils wenn ich in diesem zusammenhang auf etwas aufmerksam machen darf einfach
- eine publikation die noch im dezember erscheinen wird und zwar im christian kaiser verlag in münchen und in verlag der bonifatius
- druckerei paderborn mit dem titel die kirchen und das judentum untertitel offizielle dokumente
- 1945 bis 1985 so sehen wir darin dass es vor 1965 auch schon eine ganze reihe von äußerungen gegeben hat diese dokumentation bringt nicht bloß
- die katholischen stimmen zu zum jüdisch christlichen dialogs sondern ebenso die evangelischen ich habe das inhaltsverzeichnis
- mitgebracht jetzt sind im ganzen 169 äußerungen katholische dabei zu einer expertin vatikanische verlautbarungen von verlautbarungen
- nicht deutscher bischöfe bischofs kommissionen bischofskonferenzen so wie es innen dann verlautbarungen deutscher bischöfe der bischofskonferenz der
- synode du bist immer deutschlands und anderer gram anderer gremien das sind mal also die katholischen dokumente die in diesem
- buch vorliegen dann die evangelischen da gibt es ökumenische verlautbarungen 22 stück verlautbarungen nichtdeutscher kirchen
- 18 und verlautbarungen aus deutschen kirchen 38 im ganzen 78 da noch gemeinsame christliche jüdische verlautbarungen einschließlich
- berichte über treffen von gemeinsamen kommissionen wir haben als im ganzen 169 dokumente in diesen dokumenten band er noch im dezember erscheinen wird ich
- glaube das gibt eine gute grundlage für das weitere gespräch weil man sich rasch orientieren kann was schon alles gesagt worden ist
- im jüdisch-christlichen dialog die hoffnungen macht geworden sind auch welches aufeinander zugehen bereits erfolgt ist ja er darf ich also
- sozusagen von diesen offiziellen verlautbarungen in den kleinen oder natürlichen zusammenhang einer familie gehen der rosenberg sie sind ein
- bayerischer juden judah in bayern aufgewachsen ist in bayern lebt wie sind sie denn dem christentum in ihrer jüdischen familie begegnet
- ich bin ja genauso alt wie die christlich jüdischen gesellschaft in deutschland in den jahrgang 1948 ich wusste ich habe heute abend dass diese
- parallele besteht nur damit sie sehen wie so ein leben verläuft sehr orthodoxen familie aufgewachsen sie hot dogs erzogen worden
- ich habe erst letztes jahr zum ersten mal mein leben eine katholische messe besucht und das waren nicht in münchen das war zufällig im alter und ich habe
- aber vorher jahre viele jahre gebraucht bis ich mich überhaupt getraut habe eine kirche zu betreten weil ich so erzogen worden bin dass ein jüdischer junge geht
- in keine kirche vielleicht schimmern da die alten ängste durch mann von zwangs taufe von versuchen der mission usw meine familie stammt aus
- polen und sind halt osteuropäische juden die eine ganz eigene geschichte haben und wohl auch mit einer eigenen erfahrungen ich bin erst durch
- christliche freunde erst im lauf der zeit darauf gekommen dass die möglichkeit auch wenn juden besteht sich mal hier zu orientieren und wie ich
- nach abitur nach jerusalem zum studieren gegangen bin und die jüdische geschichte studiert habe und auch bibelwissenschaften dass ich mich zum
- ersten mal sehr intensiv mit dem christentum auseinandergesetzt und hab das neue testament mehrfach von vorne bis hinten gelesen und die sie wollen
- wohin darauf wie war es in der familie als junge sind sie ja im jüdischen glauben erzogen jahren wie sie sagten es war 1948 sind sie geboren ich bin mit
- vier jahren mit vier jahren bin ich in den räder gekommen dass es die die schule für jüdische jungs wo ich gelernt habe zu lesen und zu schreiben übrig
- also ich konnte hebräisch lesen und schreiben ohne es zu verstehen wie eben die übliche osteuropäische methode war bevor ich deutsch lesen und schreiben
- konnte und war dann mit sechs jahren so weit dass ich dann auch anfangen konnte gemacht zu lernen also also teil das ging bis zum achten lebensjahr wo wir
- eben aus dem flüchtlingslager weggingen und auch manchen gegner hat sich die ganze lebenssituation verändert hat vielleicht wäre ich sonst habe ich was
- ich war in münchen die erst die begegnung mit dem christentum oder mit chris meine erste begegnung überhaupt mit kristen war der katholische
- katholische volksschullehrer der zu uns ins lager kam und sich zum ersten mal auch jemanden deutsch sprechen gehört habe und es fand natürlich kein
- katholischer religionsunterricht führung statt ich habe aber in der schule mehrere interessante dinge erlebt erst mal war ich der einzige bei uns in
- obergiesing in der schule und gymnasium wo ich war der jedes jahr weihnachten die weihnachtsgeschichte von ludwig thoma vorlesen musste
- das war das eine das andere war wir hatten ein sehr einen sehr lieben um netten katholischen religionslehrer wo ich im unterricht
- mich nach hinten gesetzt obwohl der religionsunterricht hat mich ja nicht betroffen ich bin hier fast jeden tag am nachmittag in der jüdischen
- religionsunterricht in die synagoge gegangen und das war ein sehr netter mann und wird nun als 65 sein dass man israel war habe ich ihm mitgebracht
- wasser von jordan so schön ich erinnere mich noch sehr gut an einer schönen olivenholz gefäß mit gas und der mann hat in der klasse geweint darüber dass
- war der paparazzo josef fuchs ich hoffe er lebt noch und sieht mich und das weiß dass ich noch an ihn denke das war meine begegnung mit kristen war eigentlich
- nicht von angst geprägt die tatsächliche begegnung die die hätte es gespräche über christentum war schon mit ängsten durchsetzt in der familie in welcher
- durch eine schule die christen waren für uns juden eine bedrohung wir wussten dass von den christen die gefahr für uns kam und das ist für uns wichtig ist dass
- vier als juden nicht nur unsere religion kennen lernen und unsere traditionen kennen lernen und unsere sprache sprechen jedes ihrer muttersprache
- sondern dass wir auch sozial zusammenhalten aber ich gott sei dank einer familie angehört wie es manche meinen freund passiert ist dass sie ihre
- christlichen schulfreunde nicht mit nach hause bringen darf das gab es bei uns nicht ich konnte schon meine schulfreunde mit nach hause bringen ich
- bin zu denen gekommen und ich muss sagen als einziger schüler in einem christlichen gymnasium von 1100 schülern wo ich dann auch eines tages sogar zum
- schulsprecher gebracht habe bestimmt nicht deswegen würde ich jude war habe ich keine diskriminierung empfunden aber das christentum ist für mich bis
- heute eine geschichte geblieben die nicht ganz wertvoll gesehen werden kann natürlich
- klappt sie sind in dieses deutschland zurückgekehrt mit der ganzen laster auch die ihre familie das schicksal der familie getroffen
- hatten und sie haben sich entschlossen in diesem land zu bleiben war das nicht eine irrsinnige belastung nein ich finde das ein stück judentum
- ein gelebtes jugend um das judentum ist ein glaube da seit 3000 jahren kein aberglaube ist aber ein aber dennoch glaube und da das dennoch ernst nimmt
- das heißt ich komme er zurück weil ich weiß dass es gefährlich ist dass es nicht leicht ist aber dass hier auf mich eine aufgabe die meine frauen die ich
- seit 30 jahren so gut wir können erfüllen mit viel dankbarkeit dass wir dürfen um mit gewaltigen freuden dafür nach und ich bin ganz überzeugt dass die
- 169 dokumente die mein freund franz mußner hier erwähnt hat und die bald veröffentlicht werden ein gewaltiger schritt vorwärts sind aber ich fürchte
- das wird noch 50 bis 80 jahre dauern bis sie den letzten dorfpfarrer mal gold und den letzten pass nutrition pastor in friesland erreichen werden aber ich bin
- mit dem einverstanden wenn 1800 jahre feindschaft einmal ein unerhörtes geröll von feindbildern karikaturen und gegenseitigen
- missverständnis auf gehabt haben soll 80 jahre der prozess der entfremdung dorn aber gott sei dank ihr habt ihn angefangen und ich und meine frau und
- viele tausende andere waren helfen und der lawine mehr stoßkraft zu geben und sie zu beschleunigen dass wir in dieser zeit leben dürfen und mitarbeiten dürfen
- ist für mich ein grund jeden tag im morgengebet im herrn der welt zu danken sie sind ja gerade 65 jahre altgeworden 30 jahre arbeiten sie mit in diesem
- dialog das heißt praktisch die hälfte ihres lebens ist es her rosenberg nicht für einen juden
- ein problem wenn er sieht dass ein anderer jude 30 jahre seines lebens für diesen dialog eigentlich hier nimmt durch sicher kein problem für juden
- wären sehr langen historischen atem 30 jahre sind nichts wir regen halbes leben wir regen uns heute noch auf dass man die juden aus ägypten das er aus
- ägypten weg gehen muss man dass man es als spanier vertrieb hat also diese 30 jahre sind kein problem die ausrichtung in der lebenspraxis in
- dem was wir tun wir also die die die jüdische leute in meiner generation die hier geboren aufgewachsen sind und hier ihr leben führen beruflich usw muss ich
- sagen ist nicht in erster linie eine eine die auseinandersetzung mit der außenwelt läuft nicht in erster linie über die
- religiöse schiene bei uns nicht es gibt sehr viele berufliche kontakte es gibt sehr viele soziale kontakte unser zugang zur außenwelt und das ist
- eine ganz wichtiger punkt nicht der hier eine bresche geschlagen wurde im lauf der zeit von wenigen leuten muss heute so sein und wir versuchen das jetzt zu
- tun dass wir auch die leute meiner generation warum es nicht annehmen sollte die sehr stark zurückgezogen zurückgenommen in ihrer in
- ihren familien ihren freundeskreisen leben auch in ihren organisationen leben dass die leute dieser dieser generation sich öffnen einen lernprozess mitmachen
- ängste abbauen versuchen wenigstens ängste zu überwinden um auch dem anderen dem gegenüber den ich nicht als feind sehe demgegenüber auch die möglichkeit
- geben zu geben seine ängste abzubauen was wir brauchen ist heute die division hochklappen oder überhaupt das ganze gerüst unternehmen und zu
- schauen was haben wir eigentlich gemeinsam wir haben sehr sehr viele dinge im leben gemeinsam von denen wir vor 15 jahren also leute meine
- generation nie daran gedacht hätte nicht im traum dass wir das gemeinsam machen können und wir versuchen das zu tun wie hat der dialog wie sie begonnen hatte
- vor der einzigen regionen 1938 nach dem anschluss österreichs an das dritte reich vor 30 jahren ja also viel länger da war ich 16 jahre alt und
- dank zweier christen bin ich ins konzentrationslager gekommen dank zweier anderer christen habe ich fliehen können und da habe ich begonnen nachzudenken es
- gibt getaufte den mir den erzfeind sehen und es gibt nicht weniger getaufte wehner die ihren hals riskieren um mehr zur freiheit zu verhelfen jahrzehnte
- nachher wurde ich schüler von martin buber und er war auf der seite derer die mir geholfen haben und da sagt die muss zu stärken natürlich gibt es schlechte
- christen also wir das an schlechten juden fehlen aber die guten zu unterstützen in denen du ihnen ein jude sein vor lebst dass
- alle antisemitischen propaganda lügen straft das ist eine aufgabe als jude in dieser generation nach auschwitz und wenn du
- ein paar bausteine zum brückenschlag erstellen kannst dann hast du gottes segen mit ihr diese worte des alten martin nur habe ich begleitet und sind
- wir bis heute wegweisend und ich habe keinen tag bedauert dass sie mich den brückenschlag der versöhnung und dem verständnis zwischen juden und christen
- widme und ich werde das tun solange gott mehr arten von 1 ich habe gefragt ich mich darauf zurückkommen wie ging dieser dialog los
- wie hatte begonnen nach dem krieg nachdem sie wieder in diesem land rollen sehr zögernd sehr unsicher von christlicher seite mit schuldgefühlen
- und unverständnis belastet von jüdischer seite mit einem minderwertigkeitskomplex belastet was reden wir mit den kerlen die haben doch meine großeltern und
- eltern umgebracht wie darf ich mit denen über religion reden das hat ja der lang gedauert es waren aus einer ökumene der gegenseitigen
- ignoranz eine schrittweise ökumene des zaghaften vertrauens machen konnte und von da an als das vertrauen langsam die oberhand
- gewann ist schritt für schritt vorwärts gegangen und das ist der weg den wir heute sind sie mitglied einer dieser
- deutsch-jüdischen gesellschaften geworden dieser erst ich war ein drei oder vier und späteren nicht dann den ersten brei nicht an der sich noch in
- israel und 48 an der krieg in israel und wenn ich musste wählen zwischen meinem hobby und das ist das gespräch mit kosten und der pflicht israel zum
- überleben zu verhelfen also dann ist die wahl eindeutig aber nachher als ich bei bucher studierte und israel mehr oder weniger sicher wurde also keine immer
- nicht mehr in lebensgefahr sein dasein fristen musste dann habe ich mich während er den dialog gewidmet und ich bin überzeugt wenn dieser zeit
- selbst zerfleischten welt in der wir leben ist jede unze freundschaften versöhnung nicht nur wichtig für die beiden versöhnten sprich deutsche und
- israelis oder juden und christen sondern für alle anderen völker als gutes vorbild wäre heute nicht versöhnt und nichts tut wird
- die kriegsgefahr des dritten jahrtausends anderssons schwelle wir heute stehen wie ist es geschehen sind sie auf die christen zugegangen wir
- haben die ersten gespräche stattgefunden wie war das in diesen gesellschaften
- war dann im belastung von seiten der politik vorhanden haben sie verfolgt was sich an einzeläußerungen getan hat die ersten sitzungen der in den
- jüdisch-christlichen gesellschaften wehre ich mich erinnern sie waren so überlastet mit höflichkeiten dass man keine zeit habe redlich zu sein und das
- ist verständlich aus dem zeitgeist der 50er und 60er jahre das heißt das ist nicht das war keineswegs unnütz es war ein gegenseitiges vorantasten und wer
- mein freund bleibe sagt man kommt ja aus einem klima von feindbildern das jahrhundertelang der christ als den feind dem programm anstifter dem bagger
- der ghettos gezeichnet hat und für die vielen guten christen waren denn die gottesmutter judas verräter und die bucher juden kein
- idealer anfang für einen dialog um das abzubauen eine schuld abräumung wie schmerzlich war hie und da nicht ganz gelungen ist aber darf so bedürftig über
- zehn jahre wir sind heute am ende dieser schutz abräumung sie ist noch nicht ganz fertig aber fast und jetzt beginnt erst der dialog wir fangen an zu reden über
- dinge wie trinität wie gottessohn schafft wie das kommende heil der sanität jesu ja oder nein schon damals oder erst bei seiner kommenden paar
- musik also die fragen die kein jude um kein christen miteinander je berührt haben sie werden kommen jetzt langsam tage sorgen um das thema 20 jahre lang
- tropfenweise vertrauen geschöpft hat auf beiden seiten ich glaube da wird über müssen wir sowieso noch reden was ist der
- inhalt also dieses auch theologisch christlich-jüdischen dialogs hier muss man sich an ein traktat über die juden geschrieben sie sind glaube ich der
- älteste in dieser runde sie müssten diese zeit von der herr la pete gesprochen hat ja miterlebt haben diese ersten annäherungen diese
- gesellschaften wie sind sie in diese kontakte hineingekommen ja bin ich da hineingekommen der ist ein langer weg in meinem buch traktat über die juden da
- schreibe ich ja im vorwort dass der einzige satz über die juden denen wir im religionsunterricht am gymnasium und der volksschule gehört haben der war die
- uhr nahm jesus umgebracht recht viel mehr nicht wir haben natürlich im bibel unterricht schul bibel unterricht das alte testament zum
- teil kennen gelernt das schon aber auch dann nach dem krieg als ich wie münchen hier ein promotionsstudium machte hat man doch noch verhältnismäßig wenig
- über das judentum gehört oder positives oder die eine bereitschaft gesehen in diesen dialog einzutreten mein doktorvater frieda meyer
- der früheren breslau professor war und dann mein doktorvater münchen war der hat zwar 1929 einen hervorragenden kommentar über
- römer 9 bis 11 veröffentlicht meines erachtens der beste kommen da der zu diesen kapiteln diesen sehr wichtigen kapitel des römerbrief des apostels
- paulus geschrieben worden ist ich selber bin dann allmählich hineingekommen in diese thematik dadurch dass ich einen kommentar zum
- jakobus brief geschrieben 8 da ist mir auf einmal oder allmählich besser gesagt das große geistliche erbe israels des judentums aufgegangen von
- dem nicht bloß dieser brief da erlebt man früher sogar meint es er habe eine jüdische grundschrift erarbeitet sondern
- da ist mir überhaupt das geistliche erbe das gemeinsame geistliche erbe aufgegangen dass hereingekommen ist du jesus um die uhr kirche in die kirche
- und vor dem wir bis heute leben denn wir können ja nur genuin christlich denken sage ich immer wenn wir in jüdischen kategorien denken um einen ausdruck von
- gershom scholem zu gebrauchen einem großen jüdischen gelehrten das heißt wir beten sprechen denken genuin christlich nur wenn wir es in den
- jüdischen kategorien tun also in den begriffen die uns das judentum in seiner heiligen schrift in den heiligen schriften israels
- bereitgestellt hat die ja jesus übernommen hatte er ein jude war und ganz und gar in jüdischen begriffen gepredigt und gedacht hat und gebetet
- hat wenn wir zb nur denken an das vaterunser das ja auch ein jude ohne weiteres mit beten kann er hat die psalmen gebetet er war ein jude und
- seine mutter war eine jüdin und die apostel waren juden und so bin ich gerade durch die kommentierung des jakobus briefes
- allmählich auf dieses große geistliche erbe israels gestoßen von dem dann auch das dekret most rate des zweiten vatikanischen konzils ausdrücklich redet
- ich bin dann erneut mit dem judentum konfrontiert worden als ich dann einen kommentar zum galaterbrief schritt also diese brief des paulus von dem zoom
- ihren jüdischen freund sagte oh dieser galaterbrief was hat der für ein unheil in der geschichte angerichtet war es nun den christlichen antijudaismus angeht
- und man gibt ja manchen manche theologen dem paulus bis heute die schuld und dem verursacher den hauptverursacher des
- des christlichen antijudaismus aber hat er sein problem für sich ich bin dann allmählich auch durch
- meine aufenthalte in israel selber meine vorlesungs tätigkeit in jerusalem bei der ich auch meinen freund pincus zum ersten mal gesehen kennengelernt
- habe da bin ich allmählich überhaupt doch nun auf von den vom ort her auf das phänomen judentum gestoßen wo
- man nun ja laufen täglich nicht wahr den juden begegnet und so ist allmählich als frucht dieses buch daraus erwachsen traktat über die juden
- und ich sehe das darf man wohl sagen bekennen ich sehe darin doch eine führung der vorsehung die mich diesen weg geführt hat in meinem theologischen
- weg hin zu diesen traktat über die juden der ja nun auch in fünf welt sprachen übersetzt worden ist demnächst in zweiter auflage erscheint
- und für mich ist da eine ganz neue welt aufgegangen und die china hinein in immer mehr hinein wachsen
- und das ist für mich heute unbegreiflich wie ich in einem juden meinen feind sehen könnte sony kann nur meinen freund meinen älteren bruder
- sehen der papst hat das ausdrücklich in seiner bar seine reden dass synagoge in rom gesagt dass er juden unsere älteren brüder seit und paulus sagt dass wir
- das ist mal ist er später aufgegangen das sagt dem römerbrief kapitel 11 dass wir nicht hochmütig denken soll er meint über den juden auch wenn der jude das
- evangelium nicht anzunehmen vermag sondern fürchte dich weil gott dich genauso wie daraus bauen könnte aus dem rahmen denn du eingepflanzt bis zum
- paulus sagt dass israel die kirche trägt und es nicht umgekehrt ist das nicht wichtig dass youtube sozusagen mit schleppern sondern
- nicht du trägst die wurzeln und die wurzeln israel trägt dich und er sagt wir sind nur die kirche ist nur mit teilhaber an der fetten wurzeln so
- formuliert er wörtlich im römerbrief das ist mir alles erst in diesem langen lernprozess allmählich aufgegangen vielen dank wir sind ja mittendrin fast
- den theologischen disput also jetzt die frage was ist eigentlich gegenstand dieses christlich-jüdischen dialogs was müssen die themen sein und wohin führen
- diese themen darüber sollten wir miteinander reden ich würde 23 auf werfen weil ganz kurz vor polen natürlich die liste sechs seiten langes
- aber wenn wir erst einmal damit beginnen dass das alte testament und das neue testament unzertrennlich zusammenhängen
- dass man das neue nicht lesen kann ohne das alte zu berücksichtigen auf schritt und tritt das in keinem beiden testamente eine
- hälfte des gottesvolkes verworfen wird noch wird dem anderen oder anderen hälfte das ewige heil zugesagt wird oder den juden nach den christen wir sind
- beide unterwegs wir juden zum bewerten und hier christen zur christ wertung wenn man das mit demut akzeptiert dass wir beide unterwegs sind noch lange
- nicht das ziel erreicht haben dass wir gesprächspartner sein müssten ideale mit alldem pro und contra so dass nicht die eignung oder die vereinigung unser ziel
- ist weil das absurd ist wohl aber eintracht in der gottgewollten versöhnten vielfalt und wenn das einmal akzeptiert wird ergibt sich alles andere
- fast von selbst es ist eine erfahrung im ökumenischen dialog ja auch zwischen den kirchen dass dieses ziel nicht erreicht werden kann
- dadurch dass man die heißen eisen sozusagen ausklammert nicht und es ist ja nicht so dass es da keine schwierigkeiten gebe sie halbiert haben
- mit recht gesagt dass auch meine erfahrung diese sogar in amerika noch in den 60er jahren das christlich-jüdische
- konferenzen eigentlich darin bestand dass man irgendwie überhaupt menschlich beieinander sein konnte man stellte das
- gemeinsame möglichst heraus man sprach möglich nicht über das trennende noch in den späten 60er jahren habe ich das empfunden wenn man das trennende
- ansprach dann war das ein tabubruch und hatte furchtbare folgen auf beiden seiten vor allem aber wenn von seiten der christen aus
- dazu gesprochen wurde ich meine es ist wichtig dass sie über diese phase hinaus kommen dass man in aller ruhe auch die gegenseitigen herausforderungen
- aussprechen kann erst im laufe der zeit ist meiner generation ich bin 1928 geboren ich habe
- nach dem krieg mein studium begonnen deutlich geworden welche herausforderung nicht nur das alte testament sondern auch das lebendige judentum für das
- christentum darstellt als ich studierte da sprach man ja noch im neuen testament liche evangelischen wissenschaft vom spät judentum das spät
- judentum war das judentum der zeit jesu so dass allein diese ausdrucksweise nahe legen musste inzwischen gibt es das judentum nicht mehr nicht das war zu
- spät judentum danach war schluss die tatsache dass ist ein lebendiges zu judentum gibt hat man trotz aller schuld erklärung damals nicht zur kenntnis
- genommen und von daher geht es natürlich ich habe das wie gesagt erst in amerika erfahren eine herausforderung für den christen aus
- nicht zu akzeptieren ja ja und auch also die erinnerung an die jüdischen wurzeln des christentums die anfrage ob wir christen uns nicht
- vielleicht nur als eine der jüdischen sekte unter anderem zu verstehen hätten ich kann mich dazu nicht verstehen aber es
- ist das bestandteil der herausforderung die vom judentum her uns entgegenkommt es gibt aber auch eine umgekehrte herausforderung die hängt gerade damit
- zusammen dass jesus jude war und sehr oft wird gerade von den jüdischen autoren die nun jesus und seine verkündigung heimholen ins
- judentum wie man gesagt hat ihn als einen der vielen jüdischen denker unter anderen behandeln diese herausforderungen unterschätzt nicht
- dass jesus in seiner verkündigung die im traditionen seines volkes in einer äußersten weise herausgefordert hat die ja dann auch kontroversen erzeugt haben
- es gibt ja eine literatur von jüdischer seite zum prozess jesu über den wir in den evangelien hören und da gibt es eine
- tendenz alle berichte der evangelien als unglaubwürdig hinzustellen wonach auch juden bei dem prozess jesu eine rolle
- gespielt haben das scheint mir eine voreingenommene tendenz zu sein die noch ein stand des christlich-jüdischen gespräches
- zeigt wo man nicht wagt den dingen unbefangen ins auge zu sehen es ist ja nicht so dass wenn juden bei dem prozess auf der gegenseite gegen
- jesus eine rolle gespielt haben sogar jüdischer amtsträger deshalb die alten thesen von gottes wort gültigkeit haben müssten keineswegs
- nicht das muss man weit auseinander halten aber aus diesem grund darf man auch nicht zu ängstlich sein man darf nicht
- dieses thema ganz verdrängen sollen wir müssen mehr unbefangen heute gewinnen diese fragen zu erörtern jetzt haben wir drei theologen wie der
- geräte wir haben einen hinrunde jetzt war auch ein wenig theologie in jerusalem studiert hat in israel aber doch mehr auf der praktischen seite
- tätig ist diese herausforderungen spüren sie die an ich spüre permanent ohne dabei paranoid sogar
- spieler permanent dass das friedliche und gedeihliche zusammenleben von menschen nicht nur verschiedene religionen verschiedenen er kommt zu
- einer verschiedene zugang zum selben phänomen dass dieses dass diese situation bedroht ist nicht nur in unserem land geherrscht wer keine
- lebensbedrohlichen zuständen aber es gibt bedrohungen es gibt feindschaften die die gegen juden die der jüdische feind der feind des juden ist heute
- nicht der christ der feind des juden- und ich glaube auch der feind des christen ist der mensch der zum beispiel religiöse argumente
- religiöse auseinandersetzungen religiöse probleme dazu benutzt um zwietracht zu säen wie zum beispiel der autor dieses kurzen aber doch auffälligen artikel
- sind da der sonst sehr geschätzten frankfurter allgemeinen zeitung der eben hier wieder ausspielen möchte juden und katholiken ohne glaube ich dass sie
- überhaupt im entferntesten interessiert wie juden und christen letztlich miteinander umgehen wir dürfen uns ja nicht täuschen die probleme die wir
- haben in der berührung zwischen juden und christen nicht nur der bundesrepublik in der berührung sozialer art politischer art weltanschaulicher
- art kultureller art gesellschaftlicher art das diese probleme nur peripher zu tun haben mit einem theologischen christlich-jüdischen gespräch wir haben
- heute wir sind in einer situation natürlich nicht der seite ist der 87 wo wir den inhalt des christlich-jüdischen gespräches meiner ansicht nach auch
- darauf ausrichten müssen dass wir eine situation schaffen eine gesellschaftliche eine menschliche situation wo wir solche theologischen
- diskussionen überhaupt führen können die bedrohung für diesen dialog die kommt nicht daher dass da ein orthodoxer besonders orthodoxe rabbiner ist der
- dass fernanda team erhält wenn man den namen jesus nennen oder umgekehrt von den leuten die auf wallfahrt gehen zum anderen von rinn interessanterweise
- immer noch praktiziert wird die bedrohung für das dass wir hier zusammensitzen können und und gemeinsam man nicht nur über die vergangenheit
- wenn wir bei den christus reden und über juden dann reden wir natürlich auch über die zukunft und die bedrohung kommt von anderer seite ich glaube dass wir hier
- jetzt lernen müssen endlich ich meine der faschismus ist jetzt eine gewisse zeit lang vorbei und wir können jetzt auch historische lehren ziehen müssen
- jetzt lernen dass das wir gemeinsam bedroht sind von interessen von kräften die eben nicht wollen dass leute dass menschen einfach sagen ich bin ein
- gläubiger mensch jeder auf seine art und weise ich suche meinen weg zu gott und wenn ich mein weg zu gott suchen stört mich ein anderer der seinen weg zu gott
- zu keineswegs mich stören oder andere wenn ich einen anderen weg suchen nicht den weg zu gott damit möchte ich sagen dass innerhalb der jüdischen bevölkerung
- in den jüdischen gemeinden oder in unserer organisation die sich gibt riet hat sicher seid seit 150 jahren dem ziel verschrieben das judentum zu stärken
- nicht um stärker zu sein wie die christen nicht um sie zu belehren sondern das judentum bei den juden zu stärken damit wir stark genug sind um
- ihnen um uns öffnen zu können um ihnen ausgehen zu können um den anderen menschen was zeigen zu können und von denen was gezeigt zu bekommen diese
- situation die ich hier als bedrohte empfinde die können wir nur versuchen zu bessern und das alles menschenwerk ist stückwerk bekanntlich nicht wenn
- hier nicht vergessen dass es ein politisches umfeld gibt ein soziales umfeld gibt das dem christlich-jüdischen dialog nicht so wahnsinnig gut gesonnen
- ist bei allem respekt vor dem was geschehen ist was sie geleistet wurde gerade von den herren mit denen ich heute die ehre habe zusammenzusitzen
- bis wissen wir drehen uns mal so um dass der papst an der synagoge war in rom für dich toll ich warte noch darauf dass der fahrer
- von der kirche die in am st josefs platz in münchen ist er zu uns in die loge konnten die georgenstraße und uns besuchen und über der loge ist ja die
- sorgen der georgenstraße und einfach am ganz normalen gottesdienst teilnimmt vom soll er halt am neujahr kommen oder wir haben jetzt eben extra joker unser
- lichterfest soll er kommt wenn wissen sie wenn alle pfarrer und pastoren von sich aus sagen es gehört zu meinem
- theologischen menschlichen tun dazu dass sich auch die jüdischen synagoge besuchen wenn unsere rabbiner derselbe ton wird bei den kirchen ich glaube dann
- hätte man mehr davon als wenn der papst einmal in der synagoge war und der kardinal ratzinger war unruhig und gar keiner weise und ich möchte nochmal
- aufgaben aus der pro-version abgesagt hat da braucht man spricht nicht für professor beat er spricht nicht für mich wir sind ein sehr antiautoritäres volk
- hat sich wie gott sei dank mit anarchischen zügen wir sprechen jeder spricht er sich selber und ich glaube wir sollten auch in zukunft wenn wir
- christen und juden zusammen kommen wir sollten schauen wie können wir unsere kräfte zusammen schmeißen wir haben gemeinsam etwas zu verteidigen was sich
- über den glauben hinausgeht sie haben schon die letzte runde eingeläutet wenn ich zu sagen darf weil sie von den zielen dieses dialogs schon gesprochen
- haben wobei sie eingangs ja beinahe schon ein sehr positives gemälde begonnen haben zu skizzieren wenn wir das erreicht hätten oder haben dann
- wären diese 30 jahren nicht umsonst gewesen wohin soll dieser dialog den führen sie uns darüber noch reden ich würde sagen
- stichwortartig der jüdisch christlichen beziehungen 2000 jahre alt kann man in vier perioden einfallen es begann mit einer entgegnung
- die dann im mittelalter zu einer verlegen um geführt hat nur mit dem dritten reich zu einer zeichnung zu führen die mörderische war ohne kleid
- ihres gleichen er beginne nach 30 jahren jüdisch christlicher zusammenarbeit die vierte periode der begegnung die den sprachlichen vorteil hat
- konstruktiv zu sein man ist noch immer einander gegenüber aber wenn das scheint noch als ketzer oder verteufelt feind oder gegnern sondern als einer der
- zusammen mit mir sucht und wenn wir uns center erinnern das augustinus uns gelehrt hat dass alle theologie ein doktorand cad ist eine gewagte
- unwissenheit von gott dann hören wir auf im dialog wie es mir passiert das mit schöffen traten und professoren auf gewisse dinge zu pochen und
- ziehen die brüderlichkeit mit dem anderen vor anstatt alter paragrafen die zwar geheiligt und ehrwürdig sind aber doch
- papier geblieben sind wären da bereits mensch aus fleisch und blut ist auch wenn der user ist oder für mich auch wenn der katholisch evangelisch ist wenn
- diese brüderlichkeit den vorrang bekommt vor allem dogmen wie geheiligt sind aber der mensch mehr zählt wie für jesus der mensch mehr gezählt hat als alle
- paragraphen aus jerusalem dann glaube ich hier wird der dialog das ziel erreichen dass uns dreien und mit uns so gott will 100.000 andern seit
- langem vorschwebt das ist meine feste sichere hoffnung das ziel dieses dialogs er muss ja das ziel des dialogs überhaupt zwischen
- juden und christen beschäftigt mich und ich habe heute vormittag noch an meinem schreibtisch darüber nachgedacht und habe
- ist das ziel in sechs in sieben punkten zum formulieren versucht vielleicht darf ich das vortragen
- das ziel ist zunächst das gegenseitige verstehen dass man den anderen ab versteht wichtig war sehr denkt man so sagen ich mache
- ist was er gesagt hat ein zweites ziel würdig nennen den abbau der christlichen vorurteile gegenüber
- den juden wie sie sich im christlichen antijudaismus manifestiert haben
- ein weiteres ziel ist und damit zusammenhängen die gerechte rede über das judentum dass wir endlich aufhören das judentum zu verteufeln
- ein weiteres ziel möchte ich so nennen und die möchte ich als theologischer wiedergutmachung in der exegese und überhaupt in der theologie nein
- ich denke da weil ich ja einen kommentar über den galaterbrief geschrieben habe und andere alte kommentare dabei zurate gezogen habe
- dass da doch nun in einem falsch verstandenen paulus dieser brief benutzt wurde um das judentum zu verteufeln ihm das heil
- abzusprechen das paulusjahr gerade nicht getan hat so dass wir der theologie die aufgabe wir haben einer theologischen wieder gutmachen
- weiteres ziel schreibt mehr was ich schon erwähnt habe die besinnung auf das große geistliche erbe israels zu sein das ist ja doch ein prozess der noch
- keineswegs abgeschlossen ist sondern erst richtig läuft ein ziel ein weiteres ziel schreibt mir der aufbau einer theologie nach auschwitz zu sein
- eine theologie nach auschwitz die katniss einmal kenntnis nimmt von auschwitz an all dem furchtbaren das damit zusammenhängt die aber anstöße
- impulse von diesem furchtbaren geschehen nimmt und einfließen lässt nun in die theologie und ich glaube theologie nach auschwitz christliche theologie nur mit
- hilfe des juden aufbau sie bedarf dabei des juden- und dies was auch schon angesprochen wurden ist
- von herrn rosenberg vor allem glaube ich ist die gemeinsame verantwortung für die zukunft der welt ich denke dass gerade ein jude ein jüdischer gelehrter mit dem
- ich schon einmal im fernsehen aufgetreten bin damals ging es um koran nämlich hans jonas dass der nun gerade dieses buch
- geschrieben hat prinzip verantwortung und mit größter sorge eben diese die weltsituation betrachtet und nun juden
- und christen auch fordert eben sich ihre verantwortung für die zukunft der welt bewusst ich glaube das ist ein versuch von mir ziele dieses dialogs zu
- formulieren der ja nicht etwa mit diesem heute im bayerischen fernsehen beendet sein kann es wird noch viele jahre in der gus und nötigste
- japan energie sehen sie die zukunft ich erhoffe mir von dem christlich-jüdischen dialog in seiner nächsten phase dass wir lernen einander
- in unserer eigenen art gelten zu lassen ohne das judentum nur als vorgeschichte des
- christentums zu nehmen aber auch ohne das christentum nur als eine spielart der welt wirkung der schüler schon
- zu betrachten dass wir die eigenart des anderen gelten lassen samt den herausforderungen das eine das
- eigene die darin stecken ihm das erfordert dass wir auch in gegenseitigem verständnis die unterschiede die differenzen die
- zwischen uns bestehen besprechen können als christlicher theologen kann ich nicht darauf verzichten zu sagen dass jesus christus auch der messias des
- jüdischen volkes ist sogar zuerst der massiert es würde schon folge sind und ich kann auch nicht aufhören zu bedauern wie es seitdem urchristentum der fall
- gewesen ist dass das jüdische volk bis jetzt in seiner gesamtheit das noch nicht erkennen kann aber ich lese ja beim apostel paulus dass er auf eine
- zeit wartet mit der vollendung aller dinge die gemeinsamkeit zwischen der kirche und dem jüdischen volk in der anbetung
- desselben gottes zustande kommen wird man kann in einer weise über unterschiede sprechen die zugleich das
- gemeinsame bewusster macht und das erhoffe ich mir von der zukunft es ist eine ganz andere situation als im dialog mit außer biblischen region aber
- auch ganz anders als im dialog mit dem islam der sehr viel schwieriger ist es ist sehr viel schwieriger mit muslimen sich darüber zu verständigen dass wir
- denselben gott bekennen ich glaube das ist heute im gespräch mit dem judentum möglich wenn wir von beiden seiten die nötige
- aufgeschlossenheit fertig bringen können wir ohne unsere differenzen zu verschweigen ohne zu verschweigen damit auch dass wir
- noch nicht in der vollendung der geschichte leben dennoch uns gemeinsam bewusstsein dass und dass wir denselben gott bekennen
- damit wollen wir diese runde schließen ich bedanke mich für diese station im dialog zwischen juden und christen liebe zuschauer ich hoffe dass sie für
- das eigene nachdenken aus dieser runde einige anstöße mitgenommen haben und wünsche ihnen noch eine gute nacht [Musik]
Zum Nachlesen
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Nostra aetateNostra aetate (lat. für „In unserer Zeit“) heißt nach ihren Anfangsworten die Erklärung über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen, …
Antijudaismus im Neuen TestamentUnter Antijudaismus im Neuen Testament (NT) versteht man eine judenfeindliche Einstellung, die hinter manchen neutestamentlichen Aussagen vermutet wird (zum …
Interreligiöser DialogDer interreligiöse Dialog kann mehrere Religionen gleichzeitig einbeziehen, häufiger sind jedoch Begegnungen zwischen zwei Religionen. Die Religionstheologie …