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Der Judentum-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 188 Zeilen
- . Untertitelung: BR 2018
- * Titelsong: Checker Tobi * ♪ Achtung! Hier kommt Checker Tobi.
- ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. ♪ Der, der immer fragt. Der die Action mag.
- ♪ Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt. ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy.
- ♪ Der, der ständig rennt. Der, der niemals pennt. ♪ Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt.
- ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi! Hi, Leute.
- Ich steh in einer Synagoge, das ist das jüdische Gotteshaus. Hallo.
- Das sind Alon und Julien. Sagt mal Hallo. Hallo. - Schalom.
- Die beiden holen gerade die Thora aus dem Schrank. Was das genau ist, das seht ihr in der Sendung.
- Weil heute geht's ums Judentum. Stimmt's? - Genau. Jawoll.
- Auf der Welt gibt es ungefähr 14 Millionen Juden. Die meisten leben in Amerika und Israel.
- Israel ist das Gelobte Land der Juden. Dort, in Jerusalem, steht die Klagemauer.
- Für die Juden ist das ein heiliger Ort. Juden können so aussehen, oder so, oder auch so.
- Sie alle glauben, dass Gott die Welt erschaffen hat. Das glauben auch die Christen und die Muslime.
- Aus Respekt sprechen die Juden den Namen von Gott niemals aus. Sie sagen meist "Der Herr" oder "Der Allmächtige".
- In Deutschland leben mehr als 100.000 Juden und fünf davon begleite ich ein paar Tage.
- Familie Meyer aus Frankfurt. Die Meyers zeigen mir, wie sie leben.
- Ich darf mit in die Synagoge, wo wir aus der Thora lesen. Das ist die Heilige Schrift der Juden.
- Und wir feiern zusammen Schabbat, ein Feiertag so ähnlich wie unser Sonntag.
- Und natürlich haben wir eine Menge Spaß zusammen. Also, seid ihr bereit? Hier kommt:
- Und jetzt die Checker-Fragen: Das check ich für euch.
- Los geht's in Frankfurt. Hier lebt die jüdische Familie Meyer. Die, die mir gleich die Tür aufmacht, ist die älteste Tochter Laura.
- Hallo, Tobi. - Hallo, Laura. Sie ist vierzehn und das ist ihr kleiner Bruder Marlon, der ist neun.
- Und die Mittlere. Rosa, sie ist zwölf. Dann gibt's noch den Papa Alon und die Mama Melanie.
- Ach, und nicht zu vergessen: Bella. Ich verbringe ein paar Tage mit den Meyers
- und finde raus, wie sie als Juden leben. Und eine Sache ist mir gleich aufgefallen:
- Sie reden manchmal in einer anderen Sprache: Hebräisch. Le Chaim. - Le Chaim.
- Das heißt Prost? - Auf das Leben. Hebräisch ist die Sprache der jüdischen Vorfahren.
- In Israel spricht man heute ein modernes Hebräisch. Von dort kommt auch die Oma von Marlon, Rosa und Laura.
- Wie würde man sagen: Mein Name ist Tobi? * Sie spricht hebräisch. * - Ich heiße Tobi.
- * Marlon spricht hebräisch * Was heißt denn das, was du gesagt hast?
- Ich geb dir eine Ohrfeige auf den Po. Bitte nicht.
- Wie würde ich Hallo sagen? - Schalom. Schalom ist hebräisch für Hallo?
- Es bedeutet Hallo und Tschüss und Frieden. Ihr fünf seid alle Juden, richtig?
- Woran glaubt ihr denn als jüdische Familie oder als Juden? An Gott. - Wir glauben nur an einen Gott.
- So wie im Christentum oder im Islam, die glauben auch an einen Gott. Wir haben alle den gleichen Gott, an den wir glauben.
- Die Juden glauben an Gott. Sie dürfen sich aber kein Bild von diesem Gott machen.
- Deshalb weiß man nicht, wie er aussieht. In ihrer Vorstellung ist Gott allmächtig.
- Er hat die ganze Welt erschaffen, in sechs Tagen. Am siebten Tag hat er sich davon ausgeruht.
- Der Erste, der an diesen Gott geglaubt hat, war Abraham. Er hat vor rund 4000 Jahren gelebt.
- Die Juden heute glauben, dass sie die Urururururururururenkel von Abraham sind.
- Abraham soll mit Gott einen Bund geschlossen haben. So eine Art Schwur.
- Er sollte sich an die Gesetze halten, die Gott ihm gibt, und ihn verehren.
- Dafür hat Gott versprochen, dass er sich immer um Abraham, seine Familie und seine Nachfahren kümmert.
- Die Juden sehen sich deshalb als von Gott auserwähltes Volk. Nach unserem Frühstück gehen Laura, Rosa und Marlon in die Schule.
- Die jüdische Schule in Frankfurt. Juden und Nichtjuden haben zusammen Mathe, Deutsch und Bio,
- aber auch Hebräisch. Am Nachmittag spielen wir Tennis, da bin ich super drin.
- Na ja, vielleicht doch nicht. Danach zeigt mir Papa Alon die Synagoge.
- Synagoge bedeutet "Haus der Versammlung" und ist für die Juden so was ähnliches
- wie für die Christen die Kirche oder die Moschee für die Muslime. Hier müssen wir anhalten, weil wir eine Kippa anziehen müssen.
- Eine was? - Eine Kippa, eine Kopfbedeckung. Bitte sehr. - Danke sehr.
- Streng Religiöse tragen das den ganzen Tag. Nicht so Religiöse spätestens bevor sie in einer Synagoge gehen,
- dort ist es Pflicht, sie zu tragen. - Warum trägt man das? Wir stellen uns nicht mit dem Allmächtigen auf eine Ebene.
- Das bringt zum Ausdruck, dass zwischen uns etwas dazwischen liegt. Das machen alle?
- In der Synagoge musst du eine Kopfbedeckung anhaben als Mann. Und Frauen?
- Frauen müssen keine Kopfbedeckung haben, Männer müssen. Okay, wenn wir reingehen, braucht mein Team auch noch eine Kippa?
- Genauso, wir sind gut vorbereitet. - Hast du noch welche dabei? Bitte setzt eure Kippa auf, Tim und Hans.
- Judith du brauchst keine. - Du bist davon befreit. Sollen wir rein? - Jawoll.
- Die Westend-Synagoge ist schon mehr als hundert Jahre alt. Guckt mal, wie schön die aussieht.
- Hier treffen sich die Gläubigen zum Gottesdienst. Manchmal hält auch der Rabbiner eine Rede.
- Wer das ist, und was der sonst noch macht, check ich jetzt. Hallo. Tobi. - Julien.
- Freut mich. - Freut mich auch. Du bist hier der Rabbiner? - Richtig.
- Was machst du, was sind deine Aufgaben? Man sorgt für das religiöse Leben in einer Gemeinde:
- Dass der Gottesdienst funktioniert, dass wir genug Gebetsbücher haben. Für alles, was ich tue, habe ich die Frage, wie macht man das jüdisch?
- Wenn jemand kommt, könnte er mit jeder Frage zu mir kommen. Mit Familienproblemen und anderen Dingen.
- Deshalb versuch ich Rat zu geben für Entscheidungen. Ich versuche zu helfen.
- Wie funktioniert ein Gottesdienst? Wir haben Gebete, die sind festgelegt und immer auf Hebräisch.
- Wir lesen jeden Samstag aus der Thora immer einen Abschnitt, sodass man einmal im Jahr ganz rum ist.
- Können wir uns die Thora angucken? - Ja, können wir. Die Thora ist die Heilige Schrift der Juden.
- Der Text steht auf Schriftrollen, die hinter diesem Vorhang aufbewahrt werden.
- Denn die Thora ist das Heiligste, was es in der Synagoge gibt. Deswegen küssen sie sie auch.
- Die Thora ist so heilig, weil darin das Wichtigste über den jüdischen Glauben steht.
- Die Thora ist mehr als nur ein Buch. Wir tanzen mit ihr, wir küssen sie. Wir haben eine Art Liebesverhältnis, weil sie das Geschenk von Gott ist.
- Die Heilige Schrift. - Ganz genau. Wow, darf ich mal gucken? - Natürlich.
- Die Thora ist auf Hebräisch. Das sind uralte Schriftzeichen. Hebräisch liest man von rechts nach links, also andersrum als bei uns.
- Die Schriftrolle wurde mit einer Feder geschrieben. Die kleine Zeiger-Hand benutzt Julien,
- damit die Buchstaben nicht zerkratzen. In der Thora stehen viele alte Geschichten,
- die sich die Juden immer wieder erzählen und an die sie glauben. Zum Beispiel die von Moses.
- Für die Juden ist er ein Held. Seine Geschichte geht so: Eine Zeit lang mussten die Juden in Ägypten als Sklaven leben.
- Aber Moses hat es mit der Hilfe von Gott geschafft, die Juden aus der Sklaverei zu befreien.
- Mit Moses als Anführer haben sich die Juden auf den langen beschwerlichen Weg nach Hause gemacht, ins Land Kanaan.
- 40 Jahre lang mussten sie durch die Wüste wandern, am Berg Sinai vorbei. Moses ist auf den Gipfel gestiegen und da ist ihm Gott erschienen.
- Gott gab ihm zwei Tafeln, auf denen Regeln standen, an die sich alle Juden halten sollen: Die zehn Gebote.
- An diese Regeln halten sich die Juden heute noch. Es sind ziemlich gute Regeln, zum Beispiel:
- Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht lügen. Du sollst deine Eltern ehren. Du sollst nicht morden.
- Das sind die gleichen Regeln, an die sich auch Christen halten, und die Muslime auch.
- Die drei Religionen sind eng miteinander verwandt. Wenn ein gläubiger Jude diese Regeln und Gesetze kennt und auch einhält,
- wozu soll das in eurem Glauben führen? Wir haben ein Ziel, dass am Ende der Zeit der Messias kommt, der Erlöser.
- Dann gibt es eine Welt, wo es keinen Krieg und nichts Böses gibt. Bis dahin gilt es, ein gutes Leben zu leben,
- aber nicht nur Juden unter sich, sondern in der ganzen Welt. Kannst du daraus was vorlesen? - Gerne.
- * Er liest und singt auf Hebräisch. * Wieso hast du dabei so einen Klang in der Stimme?
- Wer religiöse heilige Texte liest, hat immer einen bestimmten Gesang. Geschichten hören wir alle gerne.
- Wenn sie von Gott kommen, sind sie besonders. Da darf man auch singen.
- Der Rabbiner ist der Chef in der Synagoge und kümmert sich um den Gottesdienst.
- Außerdem ist er ein Lebensberater für seine Gemeinde. Jetzt eine Frage an euch:
- Checkt, ob ihr die Antwort entdeckt. Die Lösung gibt's zum Schluss. Das war ein spannender Tag, aber jetzt ist Schlafenszeit.
- Wie sagt man auf Hebräisch: Gute Nacht? Lai-la tov. - Also dann, lai-la tov.
- Noch nicht, wir singen noch. * Sie singen auf Hebräisch. *
- Das Lied ist das wichtigste Gebet im Judentum. Marlon und Rosa singen jeden Abend,
- dass sie an Gott glauben und ihn lieben. Bye bye, schlaft gut. - Schlaft gut. Lai-la tov.
- Gute Nacht. * Pups. *
- Hat einer von euch gepupst? - Ja, ich. Marlon, das zieht alles durch die Matratze zu mir runter.
- Weißt du, wie es hier riecht? Hör mal bitte auf zu furzen, okay? - Ja, okay.
- Jetzt aber, gute Nacht. Lai-la tov. - Gute Nacht. Nach dem Aufstehen bin ich mit Melanie
- fürs Abendessen einkaufen gegangen Heute Abend beginnt nämlich der Schabbat.
- Der ist einmal pro Woche, von Freitagabend bis Samstagabend. Was am Schabbat genau passiert, seht ihr gleich noch.
- Erst mal machen Melanie und ich ein traditionelles Schabbat-Gebäck: Zwei Hefezöpfe, die Challot.
- Was machen wir außer den Hefezöpfen sonst noch? Wir bereiten Vorspeisen vor.
- Es gibt Hühnersuppe und mediterranes Hähnchen. An Schabbat wird kein Schweinefleisch gegessen,
- das ist nicht koscher. Koscher hab ich schon mal gehört und das ist auch eine Checker-Frage:
- Es gibt Speisegesetze. Du darfst Milch und Fleisch nicht zusammen essen.
- Käse mit Fleisch geht auch nicht zusammen? Das geht auch nicht zusammen.
- Das ist ganz strikt, daran muss sich jeder Jude halten. Nicht koscher sind auch Schweine.
- Deshalb ist Salami-Pizza doppelt verboten. Salami ist aus Schwein und es ist Käse drauf,
- der wird aus Milch gemacht. Auch nicht koscher: Scampi und alle Meeresfrüchte.
- Vielleicht gehen Gummibärchen? Nein? Schade. In Gummibärchen ist Gelatine und die besteht meistens aus Schweineknochen.
- Es gibt im Judentum Regeln, an die hält man sich. Und wenn man alle Regeln einhält, dann nennt man das koscher.
- Koscher ist alles, was nach jüdischen Regeln erlaubt ist, nicht nur beim Essen.
- Die Regeln stehen in der Thora. Wer sie befolgt, ehrt damit Gott. Manche Juden halten sich sehr genau an die Regeln, manche weniger.
- Koscher bedeutet "erlaubt nach jüdischen Regeln". Fürs Essen heißt koscher zum Beispiel:
- Kein Schwein und kein Fleisch mit Milch. Mittags hol ich Laura von der Schule ab.
- Vor dem Schulgebäude stehen Polizisten, komisch. Ich frag Laura mal, wieso das so ist.
- Wieso hat eure Schule Sicherheitstüren und die Polizei steht dahinten?
- Leider gibt es Leute, die uns Juden nicht mögen. Manche Leute möchten uns angreifen, deshalb müssen wir uns schützen.
- Ich versteh selber nicht, warum die das machen, aber solche gibt's. Darum sind die Polizisten hier, damit sie auf uns aufpassen.
- Die Juden hatten es in der Geschichte oft sehr schwer. Schon vor Jahrhunderten wurden sie von Christen
- wegen ihrer Religion verfolgt. Im Mittelalter mussten die Juden in eigenen Stadtteilen leben,
- sogenannten Ghettos. Diesen Hass gegenüber Juden nennt man Antisemitismus.
- Am schlimmsten war der Hass vor ungefähr 80 Jahren. Damals gab's in Deutschland einen Mann,
- der die ganze Macht hatte: Adolf Hitler. Unter seiner Herrschaft wurden in ganz Europa
- Juden verfolgt und getötet. Und ganz viele Deutsche haben dabei mitgemacht.
- Die Juden wurden verhaftet und mit Zügen in Lager gebracht. Da wurden sie entweder gleich umgebracht,
- oder sie mussten so lange arbeiten, bis sie gestorben sind, weil sie so hungrig und erschöpft waren.
- Sechs Millionen Juden sind zu der Zeit getötet worden. Das sind so viele
- wie alle Einwohner von Berlin, Hamburg und Frankfurt zusammen. Einige wenige haben überlebt und konnten danach davon berichten,
- wie schlimm diese Zeit war. Auch die Familie von Alon hat damals geliebte Menschen verloren.
- Was damals genau passiert ist, erzählt mir Alon jetzt. Und zwar an einem seiner Lieblingsplätze in Frankfurt:
- Am Ufer des Mains. Mein Vater ist 1928 in Berlin geboren, sein Vater war Arzt.
- Als mein Vater acht war, hat er gesagt: Wir müssen weg. Sie sind am nächsten Morgen geflohen.
- Mein Großvater hatte drei Geschwister. Zwei davon sind nicht mitgekommen und gestorben.
- Das ist unvorstellbar, oder? - Man kriegt Gänsehaut. Das soll uns alle warnen, dass so etwas nie wieder passiert.
- Ist dir das schon mal passiert, dass du angegriffen wurdest? Ich wurde schon öfter angeschrien und angepöbelt.
- Ich hab mich als Kind geschlagen, nur weil ich Jude war. Zum Glück hatte ich viele Freunde, auch nicht-jüdische, die mir halfen.
- Was kann jeder Einzelne tun, damit die Wut gegen Juden weniger wird und am besten sofort aufhört?
- Wenn man hört, dass jemand aufgrund seiner Religion fertiggemacht wird, gehänselt wird, dass man dagegen etwas sagt:
- Warum lacht ihr über ihn? Das ist ein Mensch genauso wie wir. Absolut, lass uns weitergehen.
- Das hier ist eine sogenannte Menora, eins der wichtigsten Symbole im Judentum.
- Jede der Kerzen steht für einen Tag, an dem Gott die Welt erschaffen hat. Die siebte Kerze, die steht für Schabbat, den Ruhetag.
- Wisst ihr noch? Der wird immer von Freitagabend bis Samstagabend gefeiert.
- Aber die Juden haben noch viel mehr Feiertage. Im Winter feiern die Juden nicht Weihnachten, sondern Chanukka.
- Da zünden sie einen speziellen Chanukka-Kerzen-Leuchter an und die Kinder kriegen Geschenke, acht Tage lang.
- Ups. Im Februar ist Purim, der lustigste Feiertag.
- An Purim verkleiden sich die Juden und feiern wilde Partys. Ungefähr wenn bei uns Ostern ist, feiern die Juden Pessach.
- Sie erinnern sich an die Geschichte mit Moses. Habt ihr vorhin schon mal gehört.
- Er floh mit dem jüdischen Volk aus Ägypten. Sie wanderten durch die Wüste, waren erschöpft, müde und hungrig.
- Gott soll sie damals mit einer Extraportion Brot gerettet haben. An Pessach erzählen sich die Juden die alte Geschichte
- und essen ein spezielles Brot. Immer im Herbst ist ein ernster Feiertag: Jom Kippur.
- An dem Tag sollen die Juden fasten. Nichts essen und nichts trinken, mehr als 24 Stunden lang. Das ist echt hart.
- Es ist so weit: Gleich beginnt Schabbat, der jüdische Ruhetag.
- Melanie und ich bereiten noch alles vor und ich klär dabei meine letzte Checker-Frage:
- Wenn Schabbat der Ruhetag ist, gibt es dann Regeln? Man darf nichts produzieren, nicht arbeiten, nicht Auto fahren,
- oder keine U-Bahn fahren, keine Elektrizität benutzen. Seid ihr dann den ganzen Tag im Dunkeln?
- Wir dürfen vor Schabbat Licht anlassen, aber das muss bis Schabbat-Ausgang an bleiben.
- Einen Schalter betätigen ... - Dürfen wir nicht. Wann geht's los?
- Sobald die Sterne zu sehen sind, beginnt der Schabbat. Wenn die Sonne untergeht? - Genau.
- Heute um 18.30 Uhr. - Das ist bald. In einer halben Stunde, dann müssen wir uns ranhalten.
- Tobi, kannst du mir mal helfen? Wie sieht's denn hier aus?
- Weil man am Schabbat nicht arbeiten darf und Aufräumen auch Arbeit wäre, machen wir das jetzt noch schnell.
- Wichtige Nachrichten müssen jetzt noch verschickt werden und die Hausaufgaben müssen auch fertig sein.
- Drinnen ist alles vorbereitet. Jetzt geht gleich die Sonne unter und dann beginnt Schabbat.
- Das Problem ist nur, dass an Schabbat niemand mehr arbeiten darf. Wir alle auch nicht.
- Aber ich will wissen, wie eine jüdische Familie Schabbat feiert und ihr wahrscheinlich auch.
- Deshalb haben wir das Ganze an einem anderen Tag nachgespielt. Hallo. Schabbat Schalom. - Hallo. Schabbat Schalom.
- Schabbat Shalom heißt so viel wie: Schönen Schabbat. Es werden immer zwei Schabbat-Kerzen angezündet und eine für jedes Kind.
- * Sie beten auf Hebräisch. * Das Gebet handelt von den Kerzen.
- Sie sind das letzte Licht, das noch angezündet werden durfte. Jetzt beginnt Schabbat.
- Dann segnet Alon seine Kinder. Er bittet Gott darum, gut auf sie aufzupassen.
- Mit dem Schabbat-Wein danken alle Gott für den Feiertag. Für die Kinder gibt's Traubensaft.
- Alle müssen sich noch symbolisch die Hände waschen. Danach gibt es die Hefezöpfe, die Melanie und ich gebacken haben.
- Die sind immer das Erste, was an Schabbat gegessen wird. Lecker.
- Guten Appetit. Auf Hebräisch? - Bete'avon. Schabbat ist der wöchentliche Ruhetag der Juden. Arbeit ist da verboten.
- Die Familie zündet Kerzen an und isst gemeinsam. Und jetzt noch die Antwort auf die Mitmach-Frage:
- Na, habt ihr die Lösung entdeckt? Guckt mal: Im Frühling feiern die Juden Pessach.
- Sie erinnern sich an die Wanderung durch die Wüste und essen ein spezielles Brot. Richtig ist also Antwort C.
- Pessach ist ein jüdisches Fest. Leute, das war's vom Judentum.
- Wir feiern hier noch ein bisschen und danach ruhen wir uns aus, weil Ruhetag ist. Macht's gut, bis zum nächsten Mal.
- Tschüss, zum Wohl. - Zum Wohl. Le Chaim. - Le Chaim.
- Untertitelung: BR 2018
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