Der Judentum-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi CHECKER WELT https://www.youtube.com/watch?v=I1bA-uUvBao Transkript (automatisch erstellt) 0:00 . Untertitelung: BR 2018 0:02 * Titelsong: Checker Tobi * ♪ Achtung! Hier kommt Checker Tobi. 0:06 ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. ♪ Der, der immer fragt. Der die Action mag. 0:12 ♪ Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt. ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. 0:20 ♪ Der, der ständig rennt. Der, der niemals pennt. ♪ Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt. 0:26 ♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi! Hi, Leute. 0:32 Ich steh in einer Synagoge, das ist das jüdische Gotteshaus. Hallo. 0:38 Das sind Alon und Julien. Sagt mal Hallo. Hallo. - Schalom. 0:44 Die beiden holen gerade die Thora aus dem Schrank. Was das genau ist, das seht ihr in der Sendung. 0:51 Weil heute geht's ums Judentum. Stimmt's? - Genau. Jawoll. 0:57 Auf der Welt gibt es ungefähr 14 Millionen Juden. Die meisten leben in Amerika und Israel. 1:05 Israel ist das Gelobte Land der Juden. Dort, in Jerusalem, steht die Klagemauer. 1:10 Für die Juden ist das ein heiliger Ort. Juden können so aussehen, oder so, oder auch so. 1:22 Sie alle glauben, dass Gott die Welt erschaffen hat. Das glauben auch die Christen und die Muslime. 1:28 Aus Respekt sprechen die Juden den Namen von Gott niemals aus. Sie sagen meist "Der Herr" oder "Der Allmächtige". 1:37 In Deutschland leben mehr als 100.000 Juden und fünf davon begleite ich ein paar Tage. 1:43 Familie Meyer aus Frankfurt. Die Meyers zeigen mir, wie sie leben. 1:47 Ich darf mit in die Synagoge, wo wir aus der Thora lesen. Das ist die Heilige Schrift der Juden. 1:53 Und wir feiern zusammen Schabbat, ein Feiertag so ähnlich wie unser Sonntag. 1:58 Und natürlich haben wir eine Menge Spaß zusammen. Also, seid ihr bereit? Hier kommt: 2:08 Und jetzt die Checker-Fragen: Das check ich für euch. 2:27 Los geht's in Frankfurt. Hier lebt die jüdische Familie Meyer. Die, die mir gleich die Tür aufmacht, ist die älteste Tochter Laura. 2:35 Hallo, Tobi. - Hallo, Laura. Sie ist vierzehn und das ist ihr kleiner Bruder Marlon, der ist neun. 2:45 Und die Mittlere. Rosa, sie ist zwölf. Dann gibt's noch den Papa Alon und die Mama Melanie. 2:54 Ach, und nicht zu vergessen: Bella. Ich verbringe ein paar Tage mit den Meyers 3:03 und finde raus, wie sie als Juden leben. Und eine Sache ist mir gleich aufgefallen: 3:09 Sie reden manchmal in einer anderen Sprache: Hebräisch. Le Chaim. - Le Chaim. 3:15 Das heißt Prost? - Auf das Leben. Hebräisch ist die Sprache der jüdischen Vorfahren. 3:21 In Israel spricht man heute ein modernes Hebräisch. Von dort kommt auch die Oma von Marlon, Rosa und Laura. 3:28 Wie würde man sagen: Mein Name ist Tobi? * Sie spricht hebräisch. * - Ich heiße Tobi. 3:36 * Marlon spricht hebräisch * Was heißt denn das, was du gesagt hast? 3:46 Ich geb dir eine Ohrfeige auf den Po. Bitte nicht. 3:52 Wie würde ich Hallo sagen? - Schalom. Schalom ist hebräisch für Hallo? 3:58 Es bedeutet Hallo und Tschüss und Frieden. Ihr fünf seid alle Juden, richtig? 4:05 Woran glaubt ihr denn als jüdische Familie oder als Juden? An Gott. - Wir glauben nur an einen Gott. 4:13 So wie im Christentum oder im Islam, die glauben auch an einen Gott. Wir haben alle den gleichen Gott, an den wir glauben. 4:21 Die Juden glauben an Gott. Sie dürfen sich aber kein Bild von diesem Gott machen. 4:26 Deshalb weiß man nicht, wie er aussieht. In ihrer Vorstellung ist Gott allmächtig. 4:31 Er hat die ganze Welt erschaffen, in sechs Tagen. Am siebten Tag hat er sich davon ausgeruht. 4:37 Der Erste, der an diesen Gott geglaubt hat, war Abraham. Er hat vor rund 4000 Jahren gelebt. 4:43 Die Juden heute glauben, dass sie die Urururururururururenkel von Abraham sind. 4:53 Abraham soll mit Gott einen Bund geschlossen haben. So eine Art Schwur. 4:58 Er sollte sich an die Gesetze halten, die Gott ihm gibt, und ihn verehren. 5:03 Dafür hat Gott versprochen, dass er sich immer um Abraham, seine Familie und seine Nachfahren kümmert. 5:09 Die Juden sehen sich deshalb als von Gott auserwähltes Volk. Nach unserem Frühstück gehen Laura, Rosa und Marlon in die Schule. 5:18 Die jüdische Schule in Frankfurt. Juden und Nichtjuden haben zusammen Mathe, Deutsch und Bio, 5:24 aber auch Hebräisch. Am Nachmittag spielen wir Tennis, da bin ich super drin. 5:30 Na ja, vielleicht doch nicht. Danach zeigt mir Papa Alon die Synagoge. 5:37 Synagoge bedeutet "Haus der Versammlung" und ist für die Juden so was ähnliches 5:43 wie für die Christen die Kirche oder die Moschee für die Muslime. Hier müssen wir anhalten, weil wir eine Kippa anziehen müssen. 5:51 Eine was? - Eine Kippa, eine Kopfbedeckung. Bitte sehr. - Danke sehr. 5:55 Streng Religiöse tragen das den ganzen Tag. Nicht so Religiöse spätestens bevor sie in einer Synagoge gehen, 6:03 dort ist es Pflicht, sie zu tragen. - Warum trägt man das? Wir stellen uns nicht mit dem Allmächtigen auf eine Ebene. 6:10 Das bringt zum Ausdruck, dass zwischen uns etwas dazwischen liegt. Das machen alle? 6:18 In der Synagoge musst du eine Kopfbedeckung anhaben als Mann. Und Frauen? 6:23 Frauen müssen keine Kopfbedeckung haben, Männer müssen. Okay, wenn wir reingehen, braucht mein Team auch noch eine Kippa? 6:34 Genauso, wir sind gut vorbereitet. - Hast du noch welche dabei? Bitte setzt eure Kippa auf, Tim und Hans. 6:42 Judith du brauchst keine. - Du bist davon befreit. Sollen wir rein? - Jawoll. 6:49 Die Westend-Synagoge ist schon mehr als hundert Jahre alt. Guckt mal, wie schön die aussieht. 6:55 Hier treffen sich die Gläubigen zum Gottesdienst. Manchmal hält auch der Rabbiner eine Rede. 7:01 Wer das ist, und was der sonst noch macht, check ich jetzt. Hallo. Tobi. - Julien. 7:11 Freut mich. - Freut mich auch. Du bist hier der Rabbiner? - Richtig. 7:15 Was machst du, was sind deine Aufgaben? Man sorgt für das religiöse Leben in einer Gemeinde: 7:21 Dass der Gottesdienst funktioniert, dass wir genug Gebetsbücher haben. Für alles, was ich tue, habe ich die Frage, wie macht man das jüdisch? 7:32 Wenn jemand kommt, könnte er mit jeder Frage zu mir kommen. Mit Familienproblemen und anderen Dingen. 7:39 Deshalb versuch ich Rat zu geben für Entscheidungen. Ich versuche zu helfen. 7:45 Wie funktioniert ein Gottesdienst? Wir haben Gebete, die sind festgelegt und immer auf Hebräisch. 7:54 Wir lesen jeden Samstag aus der Thora immer einen Abschnitt, sodass man einmal im Jahr ganz rum ist. 8:02 Können wir uns die Thora angucken? - Ja, können wir. Die Thora ist die Heilige Schrift der Juden. 8:09 Der Text steht auf Schriftrollen, die hinter diesem Vorhang aufbewahrt werden. 8:14 Denn die Thora ist das Heiligste, was es in der Synagoge gibt. Deswegen küssen sie sie auch. 8:24 Die Thora ist so heilig, weil darin das Wichtigste über den jüdischen Glauben steht. 8:32 Die Thora ist mehr als nur ein Buch. Wir tanzen mit ihr, wir küssen sie. Wir haben eine Art Liebesverhältnis, weil sie das Geschenk von Gott ist. 8:46 Die Heilige Schrift. - Ganz genau. Wow, darf ich mal gucken? - Natürlich. 8:53 Die Thora ist auf Hebräisch. Das sind uralte Schriftzeichen. Hebräisch liest man von rechts nach links, also andersrum als bei uns. 9:02 Die Schriftrolle wurde mit einer Feder geschrieben. Die kleine Zeiger-Hand benutzt Julien, 9:07 damit die Buchstaben nicht zerkratzen. In der Thora stehen viele alte Geschichten, 9:12 die sich die Juden immer wieder erzählen und an die sie glauben. Zum Beispiel die von Moses. 9:18 Für die Juden ist er ein Held. Seine Geschichte geht so: Eine Zeit lang mussten die Juden in Ägypten als Sklaven leben. 9:26 Aber Moses hat es mit der Hilfe von Gott geschafft, die Juden aus der Sklaverei zu befreien. 9:32 Mit Moses als Anführer haben sich die Juden auf den langen beschwerlichen Weg nach Hause gemacht, ins Land Kanaan. 9:39 40 Jahre lang mussten sie durch die Wüste wandern, am Berg Sinai vorbei. Moses ist auf den Gipfel gestiegen und da ist ihm Gott erschienen. 9:49 Gott gab ihm zwei Tafeln, auf denen Regeln standen, an die sich alle Juden halten sollen: Die zehn Gebote. 9:57 An diese Regeln halten sich die Juden heute noch. Es sind ziemlich gute Regeln, zum Beispiel: 10:03 Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht lügen. Du sollst deine Eltern ehren. Du sollst nicht morden. 10:09 Das sind die gleichen Regeln, an die sich auch Christen halten, und die Muslime auch. 10:15 Die drei Religionen sind eng miteinander verwandt. Wenn ein gläubiger Jude diese Regeln und Gesetze kennt und auch einhält, 10:24 wozu soll das in eurem Glauben führen? Wir haben ein Ziel, dass am Ende der Zeit der Messias kommt, der Erlöser. 10:32 Dann gibt es eine Welt, wo es keinen Krieg und nichts Böses gibt. Bis dahin gilt es, ein gutes Leben zu leben, 10:41 aber nicht nur Juden unter sich, sondern in der ganzen Welt. Kannst du daraus was vorlesen? - Gerne. 10:50 * Er liest und singt auf Hebräisch. * Wieso hast du dabei so einen Klang in der Stimme? 11:06 Wer religiöse heilige Texte liest, hat immer einen bestimmten Gesang. Geschichten hören wir alle gerne. 11:14 Wenn sie von Gott kommen, sind sie besonders. Da darf man auch singen. 11:20 Der Rabbiner ist der Chef in der Synagoge und kümmert sich um den Gottesdienst. 11:25 Außerdem ist er ein Lebensberater für seine Gemeinde. Jetzt eine Frage an euch: 11:41 Checkt, ob ihr die Antwort entdeckt. Die Lösung gibt's zum Schluss. Das war ein spannender Tag, aber jetzt ist Schlafenszeit. 11:51 Wie sagt man auf Hebräisch: Gute Nacht? Lai-la tov. - Also dann, lai-la tov. 11:56 Noch nicht, wir singen noch. * Sie singen auf Hebräisch. * 12:13 Das Lied ist das wichtigste Gebet im Judentum. Marlon und Rosa singen jeden Abend, 12:18 dass sie an Gott glauben und ihn lieben. Bye bye, schlaft gut. - Schlaft gut. Lai-la tov. 12:28 Gute Nacht. * Pups. * 12:34 Hat einer von euch gepupst? - Ja, ich. Marlon, das zieht alles durch die Matratze zu mir runter. 12:42 Weißt du, wie es hier riecht? Hör mal bitte auf zu furzen, okay? - Ja, okay. 12:48 Jetzt aber, gute Nacht. Lai-la tov. - Gute Nacht. Nach dem Aufstehen bin ich mit Melanie 13:01 fürs Abendessen einkaufen gegangen Heute Abend beginnt nämlich der Schabbat. 13:06 Der ist einmal pro Woche, von Freitagabend bis Samstagabend. Was am Schabbat genau passiert, seht ihr gleich noch. 13:13 Erst mal machen Melanie und ich ein traditionelles Schabbat-Gebäck: Zwei Hefezöpfe, die Challot. 13:23 Was machen wir außer den Hefezöpfen sonst noch? Wir bereiten Vorspeisen vor. 13:29 Es gibt Hühnersuppe und mediterranes Hähnchen. An Schabbat wird kein Schweinefleisch gegessen, 13:37 das ist nicht koscher. Koscher hab ich schon mal gehört und das ist auch eine Checker-Frage: 13:48 Es gibt Speisegesetze. Du darfst Milch und Fleisch nicht zusammen essen. 13:57 Käse mit Fleisch geht auch nicht zusammen? Das geht auch nicht zusammen. 14:01 Das ist ganz strikt, daran muss sich jeder Jude halten. Nicht koscher sind auch Schweine. 14:08 Deshalb ist Salami-Pizza doppelt verboten. Salami ist aus Schwein und es ist Käse drauf, 14:14 der wird aus Milch gemacht. Auch nicht koscher: Scampi und alle Meeresfrüchte. 14:19 Vielleicht gehen Gummibärchen? Nein? Schade. In Gummibärchen ist Gelatine und die besteht meistens aus Schweineknochen. 14:28 Es gibt im Judentum Regeln, an die hält man sich. Und wenn man alle Regeln einhält, dann nennt man das koscher. 14:36 Koscher ist alles, was nach jüdischen Regeln erlaubt ist, nicht nur beim Essen. 14:42 Die Regeln stehen in der Thora. Wer sie befolgt, ehrt damit Gott. Manche Juden halten sich sehr genau an die Regeln, manche weniger. 14:50 Koscher bedeutet "erlaubt nach jüdischen Regeln". Fürs Essen heißt koscher zum Beispiel: 14:56 Kein Schwein und kein Fleisch mit Milch. Mittags hol ich Laura von der Schule ab. 15:02 Vor dem Schulgebäude stehen Polizisten, komisch. Ich frag Laura mal, wieso das so ist. 15:10 Wieso hat eure Schule Sicherheitstüren und die Polizei steht dahinten? 15:16 Leider gibt es Leute, die uns Juden nicht mögen. Manche Leute möchten uns angreifen, deshalb müssen wir uns schützen. 15:26 Ich versteh selber nicht, warum die das machen, aber solche gibt's. Darum sind die Polizisten hier, damit sie auf uns aufpassen. 15:37 Die Juden hatten es in der Geschichte oft sehr schwer. Schon vor Jahrhunderten wurden sie von Christen 15:43 wegen ihrer Religion verfolgt. Im Mittelalter mussten die Juden in eigenen Stadtteilen leben, 15:49 sogenannten Ghettos. Diesen Hass gegenüber Juden nennt man Antisemitismus. 15:54 Am schlimmsten war der Hass vor ungefähr 80 Jahren. Damals gab's in Deutschland einen Mann, 16:00 der die ganze Macht hatte: Adolf Hitler. Unter seiner Herrschaft wurden in ganz Europa 16:05 Juden verfolgt und getötet. Und ganz viele Deutsche haben dabei mitgemacht. 16:10 Die Juden wurden verhaftet und mit Zügen in Lager gebracht. Da wurden sie entweder gleich umgebracht, 16:17 oder sie mussten so lange arbeiten, bis sie gestorben sind, weil sie so hungrig und erschöpft waren. 16:23 Sechs Millionen Juden sind zu der Zeit getötet worden. Das sind so viele 16:28 wie alle Einwohner von Berlin, Hamburg und Frankfurt zusammen. Einige wenige haben überlebt und konnten danach davon berichten, 16:36 wie schlimm diese Zeit war. Auch die Familie von Alon hat damals geliebte Menschen verloren. 16:42 Was damals genau passiert ist, erzählt mir Alon jetzt. Und zwar an einem seiner Lieblingsplätze in Frankfurt: 16:51 Am Ufer des Mains. Mein Vater ist 1928 in Berlin geboren, sein Vater war Arzt. 17:01 Als mein Vater acht war, hat er gesagt: Wir müssen weg. Sie sind am nächsten Morgen geflohen. 17:10 Mein Großvater hatte drei Geschwister. Zwei davon sind nicht mitgekommen und gestorben. 17:17 Das ist unvorstellbar, oder? - Man kriegt Gänsehaut. Das soll uns alle warnen, dass so etwas nie wieder passiert. 17:25 Ist dir das schon mal passiert, dass du angegriffen wurdest? Ich wurde schon öfter angeschrien und angepöbelt. 17:32 Ich hab mich als Kind geschlagen, nur weil ich Jude war. Zum Glück hatte ich viele Freunde, auch nicht-jüdische, die mir halfen. 17:41 Was kann jeder Einzelne tun, damit die Wut gegen Juden weniger wird und am besten sofort aufhört? 17:50 Wenn man hört, dass jemand aufgrund seiner Religion fertiggemacht wird, gehänselt wird, dass man dagegen etwas sagt: 17:58 Warum lacht ihr über ihn? Das ist ein Mensch genauso wie wir. Absolut, lass uns weitergehen. 18:18 Das hier ist eine sogenannte Menora, eins der wichtigsten Symbole im Judentum. 18:24 Jede der Kerzen steht für einen Tag, an dem Gott die Welt erschaffen hat. Die siebte Kerze, die steht für Schabbat, den Ruhetag. 18:32 Wisst ihr noch? Der wird immer von Freitagabend bis Samstagabend gefeiert. 18:37 Aber die Juden haben noch viel mehr Feiertage. Im Winter feiern die Juden nicht Weihnachten, sondern Chanukka. 18:44 Da zünden sie einen speziellen Chanukka-Kerzen-Leuchter an und die Kinder kriegen Geschenke, acht Tage lang. 18:55 Ups. Im Februar ist Purim, der lustigste Feiertag. 19:02 An Purim verkleiden sich die Juden und feiern wilde Partys. Ungefähr wenn bei uns Ostern ist, feiern die Juden Pessach. 19:14 Sie erinnern sich an die Geschichte mit Moses. Habt ihr vorhin schon mal gehört. 19:20 Er floh mit dem jüdischen Volk aus Ägypten. Sie wanderten durch die Wüste, waren erschöpft, müde und hungrig. 19:27 Gott soll sie damals mit einer Extraportion Brot gerettet haben. An Pessach erzählen sich die Juden die alte Geschichte 19:34 und essen ein spezielles Brot. Immer im Herbst ist ein ernster Feiertag: Jom Kippur. 19:43 An dem Tag sollen die Juden fasten. Nichts essen und nichts trinken, mehr als 24 Stunden lang. Das ist echt hart. 19:55 Es ist so weit: Gleich beginnt Schabbat, der jüdische Ruhetag. 19:59 Melanie und ich bereiten noch alles vor und ich klär dabei meine letzte Checker-Frage: 20:09 Wenn Schabbat der Ruhetag ist, gibt es dann Regeln? Man darf nichts produzieren, nicht arbeiten, nicht Auto fahren, 20:21 oder keine U-Bahn fahren, keine Elektrizität benutzen. Seid ihr dann den ganzen Tag im Dunkeln? 20:29 Wir dürfen vor Schabbat Licht anlassen, aber das muss bis Schabbat-Ausgang an bleiben. 20:38 Einen Schalter betätigen ... - Dürfen wir nicht. Wann geht's los? 20:44 Sobald die Sterne zu sehen sind, beginnt der Schabbat. Wenn die Sonne untergeht? - Genau. 20:50 Heute um 18.30 Uhr. - Das ist bald. In einer halben Stunde, dann müssen wir uns ranhalten. 20:58 Tobi, kannst du mir mal helfen? Wie sieht's denn hier aus? 21:05 Weil man am Schabbat nicht arbeiten darf und Aufräumen auch Arbeit wäre, machen wir das jetzt noch schnell. 21:12 Wichtige Nachrichten müssen jetzt noch verschickt werden und die Hausaufgaben müssen auch fertig sein. 21:24 Drinnen ist alles vorbereitet. Jetzt geht gleich die Sonne unter und dann beginnt Schabbat. 21:30 Das Problem ist nur, dass an Schabbat niemand mehr arbeiten darf. Wir alle auch nicht. 21:38 Aber ich will wissen, wie eine jüdische Familie Schabbat feiert und ihr wahrscheinlich auch. 21:44 Deshalb haben wir das Ganze an einem anderen Tag nachgespielt. Hallo. Schabbat Schalom. - Hallo. Schabbat Schalom. 21:51 Schabbat Shalom heißt so viel wie: Schönen Schabbat. Es werden immer zwei Schabbat-Kerzen angezündet und eine für jedes Kind. 21:59 * Sie beten auf Hebräisch. * Das Gebet handelt von den Kerzen. 22:05 Sie sind das letzte Licht, das noch angezündet werden durfte. Jetzt beginnt Schabbat. 22:14 Dann segnet Alon seine Kinder. Er bittet Gott darum, gut auf sie aufzupassen. 22:19 Mit dem Schabbat-Wein danken alle Gott für den Feiertag. Für die Kinder gibt's Traubensaft. 22:28 Alle müssen sich noch symbolisch die Hände waschen. Danach gibt es die Hefezöpfe, die Melanie und ich gebacken haben. 22:36 Die sind immer das Erste, was an Schabbat gegessen wird. Lecker. 22:47 Guten Appetit. Auf Hebräisch? - Bete'avon. Schabbat ist der wöchentliche Ruhetag der Juden. Arbeit ist da verboten. 23:02 Die Familie zündet Kerzen an und isst gemeinsam. Und jetzt noch die Antwort auf die Mitmach-Frage: 23:20 Na, habt ihr die Lösung entdeckt? Guckt mal: Im Frühling feiern die Juden Pessach. 23:26 Sie erinnern sich an die Wanderung durch die Wüste und essen ein spezielles Brot. Richtig ist also Antwort C. 23:33 Pessach ist ein jüdisches Fest. Leute, das war's vom Judentum. 23:39 Wir feiern hier noch ein bisschen und danach ruhen wir uns aus, weil Ruhetag ist. Macht's gut, bis zum nächsten Mal. 23:47 Tschüss, zum Wohl. - Zum Wohl. Le Chaim. - Le Chaim. 23:57 Untertitelung: BR 2018