Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Wie man die Bibel liest: Die Gleichnisse von Jesus

BibleProject - Deutsch5:17 94.739 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 37 Zeilen
Herunterladen
  1. Jesus von Nazaret war ein Lehrmeister. Ein paar seiner bekanntesten Lehren werden in kurzen Geschichten erzählt, die man Gleichnisse nennt.
  2. Ja! wie zum Beispiel: Das himmlische Königreich ist wie ein Händler, der nach Perlen sucht. Und als er die schönste Perle gefunden hat,
  3. verkaufte er alles, was er hatte, damit er sie kaufen konnte. Das muss eine ziemlich schöne Perle gewesen sein. Oder: das Königreich Gottes ist wie ein winziges
  4. Senfkorn, das ein Bauer in seinem Garten pflanzte. Es wuchs und wurde zu einem großen Baum. Vögel kamen, um in seinen Ästen zu sitzen. Das ist ein schönes Bild. Aber was bedeutet es?
  5. Ganz genau. Jesus erzählte keine Gleichnisse, damit alles klar war. Er wollte eher die Vorstellungskraft
  6. wecken und die Menschen dazu einladen, aus einer neuen Perspektive zu sehen, was Gott in der Welt tut. Also lass uns darüber sprechen,
  7. wie man die Gleichnisse von Jesus liest … Es gibt viele große Lehrer, die durch die Geschichte hinweg Erzählungen nutzten, um Schüler über Moral,
  8. Religion und Philosophie zu unterrichten. Aber Jesus benutzte seine Gleichnisse nicht, um abstrakte, religiöse oder moralische Ideale zu lehren.
  9. Er sagte, dass es in seinen Gleichnissen um ihn selbst und seinen Auftrag ging. Sein Auftrag, also die Ankündigung, dass Gottes Königreich auf die Erde kommt,
  10. so wie es im Himmel ist. Genau! Zur Zeit Jesu regierte das römische Reich über die Israeliten. Aber ihre Schriften enthielten das Versprechen,
  11. dass eines Tages ihr Gott kommen, und sein Volk als König regieren würde. Und deshalb wollten sich viele Israeliten gegen Rom auflehnen und für ihre Freiheit kämpfen.
  12. Und ein paar Leute dachten, das sei das Königreich Gottes. Genau! Aber Jesus war ein armer,
  13. reisender Prophet, der die Kranken heilte und die Menschen einlud, ihm nachzufolgen. Und er sagte, dass das die Ankunft von Gottes Königreich war. Das passte nicht zu den Erwartungen der Menschen.
  14. Richtig. Und so nutzte Jesus ein paar Gleichnisse, um den Menschen verstehen zu helfen, dass diese kleine Bewegung die Ankunft von Gottes Königreich war.
  15. Ah ja, wie das Gleichnis vom Königreich Gottes, das wie Hefe ist, die in einem Klumpen Teig versteckt ist. Du siehst zwar ihren Einfluss nicht,
  16. aber sie wird alles verändern. Jesus erzählte auch Gleichnisse über die umgedrehten Werte von Gottes Königreich. Darüber, dass die unwichtigsten Menschen
  17. der Welt Gott die wichtigsten Menschen sind; gerade die Armen und die von geringem Stand. Ja, wie das Gleichnis über den Geschäftsmann, der über den Tag verteilt Arbeiter einstellte: am
  18. Morgen, später am Tag und sogar gegen Tagesende. Als es dann Zeit war, sie alle zu bezahlen, gab er allen den gleichen Lohn. Genau. Jesus zeigt, dass Geld und
  19. Status für Gott irrelevant sind. Denn er bietet jedem (gleichermaßen) seine großzügige Gnade an. Aber nicht alle Gleichnisse haben ein gutes Ende. Einige sind echt heftig.
  20. Ja, Jesus stand in der Tradition der israelitischen Propheten, die auch Gleichnisse erzählten, um die israelitischen Anführer zu kritisieren. Denn diese hielten ihr Königreich
  21. für Gottes Reich. Jesus warnte die Anführer seiner Zeit: Wenn sie sein Angebot zu Gottes Königreich nicht annahmen, wäre das ihr Untergang. Ja, wie das Gleichnis von einem Grundbesitzer,
  22. der einen wunderschönen Weinberg pflanzte. Und er erwartete, dass er Frucht bringt. Ja, Jesus hatte dieses Gleichnis vom Propheten Jesaja, aber er passte es an.
  23. Genau. Der Grundbesitzer stellt Verwalter ein, die sich um den Weinberg kümmern sollen. Zur Erntezeit schickt er Knechte, um die Frucht einzusammeln. Aber
  24. die Verwalter töten die Knechte. Und so schickt der Grundbesitzer seinen eigenen Sohn, um die Verwalter zu konfrontieren. Und sie töten auch ihn.
  25. Jesus fragt die Menschen um ihn herum: „Was glaubt ihr, soll dieser Grundbesitzer tun?“ Er wird diese Verwalter bestrafen und neue einstellen.
  26. Jesus wusste, wenn Israel auf seinem aktuellen Weg bliebe, würde es von Rom zerstört werden. Und durch Gleichnisse wie dieses führte er die Menschen dazu, eine Entscheidung
  27. zu seinem Angebot von Gottes Königreich zu treffen. Werden die Menschen ihn abweisen? Ihn ignorieren? Oder - ihm vertrauen und nachfolgen?
  28. Aber wenn diese Nachricht von Gottes Königreich so wichtig ist, warum verpackt er sie in Gleichnissen? Warum ist er nicht klarer?
  29. Durch Rätsel und Gleichnisse konnte Jesus sehr ehrliche Aussagen treffen, die den aufgeschlossenen Menschen Wahrheit preisgaben. Die Ohren haben, zu hören. Sie können
  30. es abwägen und tiefer eintauchen. Aber die Gleichnisse verschleierten seine Botschaft auch vor seinen Gegnern. Das gab ihm mehr Zeit.
  31. Mehr Zeit? Wofür? Jesus bereitete seine engsten Nachfolger auf seine bisher größte Überraschung vor. Er sagte, dass Israels Gott kommen würde,
  32. um über sein Volk zu herrschen. Nicht durch Zwang oder gewaltvolle Macht. Sondern durch großzügige Liebe, indem er für ihre Sünden starb. Aber sein Tod war nicht das Ende.
  33. Richtig. Er sagte, dass sein Tod wie ein kleiner Same ist, der im Boden vergraben wird. Aber er wird wachsen und zu einer Frucht mit vielen Samen werden.
  34. Also diese Gleichnisse erklären, wer Jesus war und um was es ihm ging. Und die Autoren des Evangeliums bewahrten diese Gleichnisse,
  35. damit jede Generation von Jesus-Nachfolgern sie lesen und darüber nachdenken kann. Und stell dir vor, wie Gottes Königreich sogar heute noch arbeitet.
  36. Ja, diese alten Gleichnisse sind immer noch voller neuer Überraschungen und Herausforderungen. Sie sind wie ein Warenhaus voller Schätze – einige sind alt, einige sind neu.
  37. Und alles wartet nur darauf, entdeckt zu werden.

Zum Nachlesen