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Die 5 Axiome der Kommunikation nach Watzlawick - Einfach erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 54 Zeilen
- Paul Watzlerwig ist einer der bekanntesten Kommunikationswissenschaftler, Psychologen und Sozialwissenschaftler
- seiner Zeit. Er analysierte zwischenmenschliche Kommunikation und formulierte dabei fünf Axiome, die erklären, wie Kommunikation funktioniert
- und warum sie oft misslinkt. Um keine weiteren Videos zu verpassen, abonniere gern den Kanal. In diesem Video erkläre ich dir die fünf Axiome. Die fünf Axiome
- sind fünf grundlegende Annahmen zur Kommunikation mit dem Ziel, die zwischenmenschliche Kommunikation zu verbessern.
- Watzlerwig zeigt, dass Kommunikation weitaus mehr als reiner Informationsaustausch ist. Mehrere Kernaspekte bestimmen, wie Kommunikation
- verläuft. Diese stelle ich dir jetzt vor. Axium Nummer 1: Man kann nicht nicht kommunizieren.
- In einer sozialen Situation wird immer kommuniziert. Jedes Verhalten hat Mitteilungscharakter,
- weshalb es unmöglich ist, nicht nicht zu kommunizieren. Kommunikation verläuft auf zwei Ebenen. Verbal über Sprache, nonverbal über
- Mimik, Gestik und Körperhaltung. Kommunikation gelingt, wenn beide Kommunikationspartner wissen, dass sie jederzeit kommunizieren, auch dann, wenn
- sie nicht kommunizieren möchten. Ein Beispiel: Zwei pädagogische Fachkräfte treffen sich in der Garderobe. Beate sagt: "Guten Morgen."
- Tina schaut aufs Handy, sagt nichts und geht weg. Tina kommuniziert nonverbal und signalisiert Beate desinteresse.
- Obwohl Tina Beate ignoriert, findet Kommunikation statt. Eine Abweisung, Ignoranz und eine widerwillige Annahme der Kommunikation sind zwar keine
- verbalen Antworten, stellen trotzdem Reaktionen dar, in denen Kommunikation stattfindet.
- Axiom Nummer 2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts und Beziehungsaspekt. In jeder Kommunikation sind diese zwei zentralen Aspekte beinhaltet.
- Es kommt nicht nur darauf an, was kommuniziert wird, sondern wie etwas kommuniziert wird. Das was einer Mitteilung ist der Inhaltsaspekt und
- stellt die sachliche Vermittlung der Information da. Das wie einer Mitteilung ist der Beziehungsaspekt.
- Darunter wird die Beziehung der Kommunikationspartner verstanden. Haben beide Gesprächspartner eine gute Sympathie zueinander, z.B. Mutter und
- Sohn, so tauschen sie sich gerne aus. Eine negative Grundstimmung zum Gesprächspartner hingegen wirkt sich oftmals negativ auf die Kommunikation
- aus. Ein Beispiel: Beate erklärt Tina den neuen Computer. Tina mag Beate nicht und empfindet ihre Hinweise als unwichtig
- und hört nicht aufmerksam zu. Später braucht sie Hilfe und bittet eine ihr sympathische Kollegin um Erklärung. Danach kann sie den Computer bedienen.
- Die Beziehungsebene schwingt in jeder Kommunikation mit. Die gleiche Information kann über die Beziehungsebene unterschiedlich
- aufgenommen werden. Eine negative Beziehung kann die Inhaltsebene blockieren durch z.B. mangelndes Zuhören, Abwehr oder Mdeutung.
- Axium Nummer 3: Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung. Kommunikation verläuft immer kreisförmig. Ein Gesprächspartner löst beim anderen
- Gesprächspartner eine bestimmte Reaktion aus. Es gibt also kein Anfang und kein Ende. Gesprächspartner 1 teilt Gesprächspartner 2 eine Botschaft mit.
- Die Botschaft wird zur Ursache der Reaktion von Gesprächspartner 2. Jede Reaktion ist zugleich Wirkung auf die vorherige Botschaft und zugleich Ursache
- für die nächste Botschaft. Ein Beispiel: Tina und Beate sitzen am Tisch und sprechen über ihre pädagogische Arbeit. Tina schimpft mit
- Beate. Das ist die Ursache. Beate vertritt einen anderen Standpunkt und verdreht ihre Augen. Das ist die Wirkung. Tina wird wütend und schimpft
- Beate erneut, woraufhin Beate wieder ihre Augen verdreht. Im Gespräch beeinflussen sie sich gegenseitig und jede Reaktion ist Antwort auf die
- vorherige Botschaft und Auslöser für die nächste. Tina und Beate bewerten Ursache und Wirkung jeweils anders. Daraus entsteht
- ein Konflikt mit wechselseitigen Schuldzuweisungen. Beide glauben im Recht zu sein. Kommunikation hat kein Anfang und kein
- Ende. Axium Nummer 4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten.
- Watzlerweg beschreibt zwei Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren. Die digitale Kommunikation beschreibt die verbale Kommunikation.
- Diese steht für den Inhalt, der verbal durch Worte sprachlich ausgedrückt wird. Die analoge Kommunikation beschreibt die nonverbale Kommunikation und wird durch
- Mimik, Gestik und Körperhaltung ausgedrückt. Digitale Kommunikation ist eindeutig, da sie durch Worte klar ist. Analoge
- Kommunikation kann mehrdeutig sein, da sie durch Körpersprache mehr Interpretationsspielraum lässt. Die nonverbale Botschaft ist also weniger
- eindeutig als die verbale Botschaft. Beispiel 1: Tina sitzt weinend am Tisch. Durch ihre Mimik lässt sich darauf schließen, dass sie traurig ist. Die ihr
- sympathische Kollegin Pia fragt sie: "Was ist los?" Tina antwortet: "Ich habe mich mit Beate gestritten."
- Die digitale Botschaft Ich habe mit Beate gestritten, stimmt mit der analogen Botschaft überein. Ihr trauriger Gesichtsausdruck.
- Kommunikation ist eindeutig und klar. Beispiel 2. Tina sitzt weinend am Tisch. Beata geht vorbei und fragt: "Wie geht's?" Tina antwortet: "Mir geht es
- gut. Die analoge Modalität, das Weinen, stimmt nicht mit der digitalen Modalität ihrer Sprache überein.
- Dadurch kann es zu Missverständnissen und Konflikten kommen. Stimmen Wort und Körpersprache überein, wird Kommunikation klarer.
- Bei Widerspruch dominiert oft die analoge Ebene. Das Risiko für Missverständnisse erhöht sich. Axium Nummer 5: Kommunikation ist
- symmetrisch oder komplementär. Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe verlaufen symmetrisch oder komplementär.
- Symmetrische Kommunikation meint ein Kommunizieren auf Augenhöhe beider Gesprächspartner. Beide hören sich gegenseitig zu, haben
- Einfluss und entscheiden gemeinsam. Es herrscht ein Gleichgewicht in der Kommunikation.
- Ein Beispiel: Tina und Pia gestalten den nächsten Wochenplan für den Kindergarten. Beide bringen ihre Vorschläge mit ein
- und treffen gemeinsame Entscheidungen. Komplementäre Kommunikation bedeutet, dass Rollen und Einfluss ungleich verteilt sind.
- Die Unterschiede beider Gesprächspartner tragen zu einem Ungleichgewicht in der Kommunikation bei. Gesprächspartner können sich ergänzen oder einer
- dominiert den anderen. Ein Beispiel: In der Elternkindbeziehung führen die Eltern. Kinder ordnen sich vor allem in jungen Jahren unter. Die
- Rollen ergänzen sich gegenseitig. Grenzwertig wird es, wenn sich Kinder widersetzen und Eltern mit Unverständnis reagieren.
- Mit wachsender Selbständigkeit benötigen Kinder, Führung und Beteiligung. Eltern müssen daher ihre komplementäre Rollenverteilung lockern, da sonst
- Machtkämpfe drohen. Dies wird auch als symmetrische Eskalation bezeichnet. Die Axiome von Watzlawig erklären, warum Kommunikation gelingt. Weitere Ebenen
- beeinflussen den Kommunikationsablauf. Diese stelle ich dir im Video Vier Ohrenmodell von Schulz von Tun vor. Du hast zu diesem Thema schon sicher eigene
- Erfahrungen gesammelt. Teile diese doch gern in den Kommentaren. Bis bald. Ja.
Zum Nachlesen
Metakommunikatives Axiom1 Die fünf Axiome. 1.1 Nicht kommunizieren ist unmöglich; 1.2 Inhalt und Beziehung; 1.3 Interpunktion; 1.4 Digital und analog; 1.5 Symmetrisch oder komplementär.
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