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Die 5 Axiome der Kommunikation nach Watzlawick - Einfach erklärt

Erzieherwissen | Erfolg in der Erzieherausbildung9:23 5.388 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 54 Zeilen
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  1. Paul Watzlerwig ist einer der bekanntesten Kommunikationswissenschaftler, Psychologen und Sozialwissenschaftler
  2. seiner Zeit. Er analysierte zwischenmenschliche Kommunikation und formulierte dabei fünf Axiome, die erklären, wie Kommunikation funktioniert
  3. und warum sie oft misslinkt. Um keine weiteren Videos zu verpassen, abonniere gern den Kanal. In diesem Video erkläre ich dir die fünf Axiome. Die fünf Axiome
  4. sind fünf grundlegende Annahmen zur Kommunikation mit dem Ziel, die zwischenmenschliche Kommunikation zu verbessern.
  5. Watzlerwig zeigt, dass Kommunikation weitaus mehr als reiner Informationsaustausch ist. Mehrere Kernaspekte bestimmen, wie Kommunikation
  6. verläuft. Diese stelle ich dir jetzt vor. Axium Nummer 1: Man kann nicht nicht kommunizieren.
  7. In einer sozialen Situation wird immer kommuniziert. Jedes Verhalten hat Mitteilungscharakter,
  8. weshalb es unmöglich ist, nicht nicht zu kommunizieren. Kommunikation verläuft auf zwei Ebenen. Verbal über Sprache, nonverbal über
  9. Mimik, Gestik und Körperhaltung. Kommunikation gelingt, wenn beide Kommunikationspartner wissen, dass sie jederzeit kommunizieren, auch dann, wenn
  10. sie nicht kommunizieren möchten. Ein Beispiel: Zwei pädagogische Fachkräfte treffen sich in der Garderobe. Beate sagt: "Guten Morgen."
  11. Tina schaut aufs Handy, sagt nichts und geht weg. Tina kommuniziert nonverbal und signalisiert Beate desinteresse.
  12. Obwohl Tina Beate ignoriert, findet Kommunikation statt. Eine Abweisung, Ignoranz und eine widerwillige Annahme der Kommunikation sind zwar keine
  13. verbalen Antworten, stellen trotzdem Reaktionen dar, in denen Kommunikation stattfindet.
  14. Axiom Nummer 2. Jede Kommunikation hat einen Inhalts und Beziehungsaspekt. In jeder Kommunikation sind diese zwei zentralen Aspekte beinhaltet.
  15. Es kommt nicht nur darauf an, was kommuniziert wird, sondern wie etwas kommuniziert wird. Das was einer Mitteilung ist der Inhaltsaspekt und
  16. stellt die sachliche Vermittlung der Information da. Das wie einer Mitteilung ist der Beziehungsaspekt.
  17. Darunter wird die Beziehung der Kommunikationspartner verstanden. Haben beide Gesprächspartner eine gute Sympathie zueinander, z.B. Mutter und
  18. Sohn, so tauschen sie sich gerne aus. Eine negative Grundstimmung zum Gesprächspartner hingegen wirkt sich oftmals negativ auf die Kommunikation
  19. aus. Ein Beispiel: Beate erklärt Tina den neuen Computer. Tina mag Beate nicht und empfindet ihre Hinweise als unwichtig
  20. und hört nicht aufmerksam zu. Später braucht sie Hilfe und bittet eine ihr sympathische Kollegin um Erklärung. Danach kann sie den Computer bedienen.
  21. Die Beziehungsebene schwingt in jeder Kommunikation mit. Die gleiche Information kann über die Beziehungsebene unterschiedlich
  22. aufgenommen werden. Eine negative Beziehung kann die Inhaltsebene blockieren durch z.B. mangelndes Zuhören, Abwehr oder Mdeutung.
  23. Axium Nummer 3: Kommunikation ist immer Ursache und Wirkung. Kommunikation verläuft immer kreisförmig. Ein Gesprächspartner löst beim anderen
  24. Gesprächspartner eine bestimmte Reaktion aus. Es gibt also kein Anfang und kein Ende. Gesprächspartner 1 teilt Gesprächspartner 2 eine Botschaft mit.
  25. Die Botschaft wird zur Ursache der Reaktion von Gesprächspartner 2. Jede Reaktion ist zugleich Wirkung auf die vorherige Botschaft und zugleich Ursache
  26. für die nächste Botschaft. Ein Beispiel: Tina und Beate sitzen am Tisch und sprechen über ihre pädagogische Arbeit. Tina schimpft mit
  27. Beate. Das ist die Ursache. Beate vertritt einen anderen Standpunkt und verdreht ihre Augen. Das ist die Wirkung. Tina wird wütend und schimpft
  28. Beate erneut, woraufhin Beate wieder ihre Augen verdreht. Im Gespräch beeinflussen sie sich gegenseitig und jede Reaktion ist Antwort auf die
  29. vorherige Botschaft und Auslöser für die nächste. Tina und Beate bewerten Ursache und Wirkung jeweils anders. Daraus entsteht
  30. ein Konflikt mit wechselseitigen Schuldzuweisungen. Beide glauben im Recht zu sein. Kommunikation hat kein Anfang und kein
  31. Ende. Axium Nummer 4. Menschliche Kommunikation bedient sich analoger und digitaler Modalitäten.
  32. Watzlerweg beschreibt zwei Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren. Die digitale Kommunikation beschreibt die verbale Kommunikation.
  33. Diese steht für den Inhalt, der verbal durch Worte sprachlich ausgedrückt wird. Die analoge Kommunikation beschreibt die nonverbale Kommunikation und wird durch
  34. Mimik, Gestik und Körperhaltung ausgedrückt. Digitale Kommunikation ist eindeutig, da sie durch Worte klar ist. Analoge
  35. Kommunikation kann mehrdeutig sein, da sie durch Körpersprache mehr Interpretationsspielraum lässt. Die nonverbale Botschaft ist also weniger
  36. eindeutig als die verbale Botschaft. Beispiel 1: Tina sitzt weinend am Tisch. Durch ihre Mimik lässt sich darauf schließen, dass sie traurig ist. Die ihr
  37. sympathische Kollegin Pia fragt sie: "Was ist los?" Tina antwortet: "Ich habe mich mit Beate gestritten."
  38. Die digitale Botschaft Ich habe mit Beate gestritten, stimmt mit der analogen Botschaft überein. Ihr trauriger Gesichtsausdruck.
  39. Kommunikation ist eindeutig und klar. Beispiel 2. Tina sitzt weinend am Tisch. Beata geht vorbei und fragt: "Wie geht's?" Tina antwortet: "Mir geht es
  40. gut. Die analoge Modalität, das Weinen, stimmt nicht mit der digitalen Modalität ihrer Sprache überein.
  41. Dadurch kann es zu Missverständnissen und Konflikten kommen. Stimmen Wort und Körpersprache überein, wird Kommunikation klarer.
  42. Bei Widerspruch dominiert oft die analoge Ebene. Das Risiko für Missverständnisse erhöht sich. Axium Nummer 5: Kommunikation ist
  43. symmetrisch oder komplementär. Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe verlaufen symmetrisch oder komplementär.
  44. Symmetrische Kommunikation meint ein Kommunizieren auf Augenhöhe beider Gesprächspartner. Beide hören sich gegenseitig zu, haben
  45. Einfluss und entscheiden gemeinsam. Es herrscht ein Gleichgewicht in der Kommunikation.
  46. Ein Beispiel: Tina und Pia gestalten den nächsten Wochenplan für den Kindergarten. Beide bringen ihre Vorschläge mit ein
  47. und treffen gemeinsame Entscheidungen. Komplementäre Kommunikation bedeutet, dass Rollen und Einfluss ungleich verteilt sind.
  48. Die Unterschiede beider Gesprächspartner tragen zu einem Ungleichgewicht in der Kommunikation bei. Gesprächspartner können sich ergänzen oder einer
  49. dominiert den anderen. Ein Beispiel: In der Elternkindbeziehung führen die Eltern. Kinder ordnen sich vor allem in jungen Jahren unter. Die
  50. Rollen ergänzen sich gegenseitig. Grenzwertig wird es, wenn sich Kinder widersetzen und Eltern mit Unverständnis reagieren.
  51. Mit wachsender Selbständigkeit benötigen Kinder, Führung und Beteiligung. Eltern müssen daher ihre komplementäre Rollenverteilung lockern, da sonst
  52. Machtkämpfe drohen. Dies wird auch als symmetrische Eskalation bezeichnet. Die Axiome von Watzlawig erklären, warum Kommunikation gelingt. Weitere Ebenen
  53. beeinflussen den Kommunikationsablauf. Diese stelle ich dir im Video Vier Ohrenmodell von Schulz von Tun vor. Du hast zu diesem Thema schon sicher eigene
  54. Erfahrungen gesammelt. Teile diese doch gern in den Kommentaren. Bis bald. Ja.

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