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Kommunikationsmodell I 5 Axiome Watzlawick I Deutsch

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Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 33 Zeilen
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  1. In diesem Video erkläre ich dir die fünf Kommunikationsaxiome von Watzlawick, und du erfährst, warum so mancher Anmachversuch nach hinten losgeht. Paul Watzlawick ist Sprachwissenschaftler.
  2. Er hat fünf Grundsätze zu Kommunikation entwickelt. Er nennt sie Sprachaxiome. Watzlawicks erstes Axiom ist das bekannteste: * Musik *
  3. Man könnte meinen, Markus würde in dieser Szene nicht kommunizieren, weil er ja nichts sagt. Falsch gedacht. Denn kommunizieren heißt nicht unbedingt sprechen.
  4. Mit allem, was wir tun, drücken wir etwas aus. Jedes Verhalten ist Kommunikation. Unser Gesicht spricht mit Mimik, unsere Hände mit Gesten und auch unser Körper kann sprechen.
  5. Wie hier eben: Markus hat sich weggedreht. Mit seinem Blick auf den Boden kommuniziert Markus: "Oh nein, bitte versuch's gar nicht erst."
  6. Indem er sich wegdreht, gibt er zu verstehen: "Du hast mir noch gefehlt." Wegdrehen und auf den Boden schauen ist ein ein Verhalten. Man kann sich also nicht nicht verhalten.
  7. Und weil jedes Verhalten etwas ausdrückt, kann man auch nicht nicht kommunizieren. Das geht einfach nicht.
  8. * Musik * Hey, Sadeet, cooles Shirt. Ist das neu?
  9. Der Inhaltsaspekt steckt hier in den Worten. In dem Satz lautet er: Wenn wir die Frage nur lesen würden, würden wir verstehen: "Saadet trägt ein cooles Shirt." Markus fragt nach, ob das Shirt neu ist.
  10. Aber das war ja nicht die Aussage. Und das liegt am Beziehungsaspekt. Der ist komplizierter. Hört mal hin. * Musik *
  11. Ey, Saadet, cooles Shirt. Ist das neu? Er versteckt sich vor allem hinter dem Tonfall.
  12. Wir drücken ihn zwischen den Zeilen aus und zeigen damit beispielsweise, ob wir das Gegenüber sympathisch finden oder nicht. Der Beziehungsaspekt, den Markus sendet, lautet:
  13. Wie siehst du denn aus? Durch ironische Betonung kann jeder Inhaltsaspekt in die gegenteilige Bedeutung umgekehrt werden.
  14. Wäre Markus' Beziehung zu Saadet besser, könnte er mit der Frage nach dem Shirt auch etwas anderes ausdrücken. Einfach indem er die gleichen Wörter anders betont.
  15. Hey, das Shirt ist echt cool! Schaut euch dazu gerne auch mein Video zum Vier-Seiten-Modell an. Da geht es um Kommunikation, die durch Missverständnisse gestört ist.
  16. "Digital" ist hier nicht, wie die Nachrichten übertragen werden: Also digital übers Handy oder den Computer zu sprechen oder zu schreiben. "Digital" heißt bei Watzlawick einfach, sich per Wort oder Schrift auszudrücken.
  17. "Analog" nennt er alle nonverbalen Signale. Zum Beispiel: Mimik oder Gestik. Am verständlichsten drückt man sich aus,
  18. wenn man digital und analog die gleichen Signale sendet. Kopfnicken und Ja sagen ist eindeutiger als Kopfschütteln und Ja sagen. Zumindest bei uns.
  19. In Gesprächen reagieren wir immer auf das, was der andere sagt oder tut. Und dieser nimmt unsere Äußerung wiederum zum Anlass, um darauf zu reagieren.
  20. Jeder Satz ist eine Reaktion auf die vorherige Äußerung und bewirkt gleichzeitig als Reiz die nächste Reaktion. Coole Party, oder?
  21. Ja. - Mir gefällt die Musik richtig gut. Geht. Saadet redet viel zu laut, findet Markus. Darum geht er etwas auf Abstand.
  22. "So versteht er mich doch nie.", denkt Saadet und kommt näher. Markus rückt weiter weg. Das veranlasst aber Saadet dazu, noch näher zu kommen.
  23. Sie befinden sich in einem Kreis aus Reiz und Reaktion. Komplementäre Kommunikation bedeutet, ein Gesprächspartner ist dem anderen übergeordnet.
  24. "Komplementär" heißt wortwörtlich "ergänzend". Das heißt, der übergeordnete Gesprächspartner ist zum Beispiel der, der mehr spricht und das Gespräch lenkt oder das Thema bestimmt.
  25. Ein Lehrer, der seine Schüler belehrt, der Arzt, der mit seinem Patienten dessen Krankheit bespricht, und die Eltern, die mit ihrem Kind schimpfen:
  26. Das sind alles Beispiele für typische komplementäre Kommunikation. Wenn ein Gespräch nicht komplementär ist, dann ist es symmetrisch. Und "symmetrisch" heißt hier "gleichrangig".
  27. Die beiden Partner kommunizieren auf Augenhöhe miteinander. Sie reden gleichviel und beide lenken und bestimmen das Gespräch im selben Maße.
  28. Keiner ist dem anderen übergeordnet. Dominiert ihn also nicht. Mit diesen fünf Kommunikationsaxiomen von Watzlawick lassen sich viele Missverständnisse oder Konflikte erklären.
  29. Sie zeigen, wie eng sprachliche Kommunikation mit Beziehung und Emotionen verbunden ist. Mit allem, was wir tun, kommunizieren wir.
  30. Mit der Betonung von Wörtern, aber auch ohne zu sprechen. Wie mit Gestik oder Mimik. Du streitest dich öfter mal mit deinen Eltern?
  31. Tja, vielleicht kommunizierst du symmetrisch, deine Eltern aber komplementär. Denk mal drüber nach.
  32. Fallen euch weitere Situationen ein? Postet sie mir gerne in die Kommentare. Und wenn euch das Video gefallen hat, freue ich mich über einen Daumen hoch. Und ein Abo natürlich auch immer. Bis zum nächsten Mal, Tschüss.
  33. Untertitel für funk im Auftrag des ZDF, 2018

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