Der Gletscher-Check | Reportage für Kinder | Checker Tobi CHECKER WELT https://www.youtube.com/watch?v=38uwXUX0Nag Transkript (automatisch erstellt) 0:01 Untertitelung: BR 2014 (Titelsong) - Achtung! Hier kommt Checker Tobi. 0:06 Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. Der, der immer fragt. Der die Action mag. 0:12 Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. 0:20 Der, der ständig rennt. Der, der niemals pennt. Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt. 0:26 Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi! Hey Leute, ihr glaubt nicht, wo ich gerade steh. 0:34 In 3000 m Höhe und unter mir, der Gletscher. Guckt mal. Krass. 0:39 Seht ihr mich? Hier bin ich. Heftig, wie riesig der ist. Voll cool. 0:46 Darum geht's heute: um Gletscher. Gletscher sind riesige Eismassen, 0:51 die sich aus dem Gebirge ins Tal wälzen. Sie können kilometerlang sein, ihr Eis kann Hunderte Meter dick sein. 0:58 Gletscher sehen nicht nur toll aus, sie sind auch superwichtig für unseren Planeten. 1:04 Ihre Eismassen formten über Jahrhunderte unsere Landschaft. Ohne Gletscher gäbe es viele unserer Täler und Seen nicht. 1:11 Gletscher sind auch riesige Süßwasserspeicher und so eine Art Fieberthermometer unseres Planeten. 1:18 Wenn die Gletscher schmelzen, zeigt uns das, dass es auf unserem Planeten dauerhaft zu warm ist. 1:24 Dann besteht die Gefahr, dass sie eines Tages ganz verschwinden. Und das wäre nicht so gut. 1:32 Ich check heute, warum das so ist und warum Gletscher so wichtig sind. Dafür erforsche ich einen Gletscher in 3000 m Höhe, 1:40 schau mir das Gletschereis mal ganz genau an und ich seile mich in eine tiefe Gletscherspalte ab. 1:48 Also, Steigeisen anschnallen und los geht's. Hier kommt: 1:58 Und jetzt die Checker-Fragen: Das check ich für euch. 2:16 Ich will heute ins Hochgebirge, genauer gesagt auf den Theodul-Gletscher in der Schweiz. 2:22 Damit ich ins Gletschereis komme, muss ich mit dem Helikopter fliegen. Das ist mein Bergführer: Andi. Und das ist unser Pilot: Jan. 2:42 Wir fliegen auf den Gletscher? Jawohl, auf den Gletscher, wir landen auf dem Eis. 2:47 Wichtig ist, dass ihr nahe am Helikopter bleibt, bis ich weg bin. Auf keinen Fall hochlaufen. 2:53 Wenn ansteigendes Gelände ist, auf dem Eis, kommt man dem Rotor sehr nahe, das wäre gefährlich. 2:59 Ihr müsst nahe beim Helikopter bleiben, bis der Helikopter wieder weg ist. 3:04 Hast du das schon mal gemacht? Bist du schon mal mit so einem Teil geflogen? 3:09 Ja, klar. Schon. Wie ist das so? Na, wirst du gleich erfahren. Vielen Dank auch. 3:14 Der hat leicht reden. Ich bin noch nie Helikopter geflogen. 3:29 Krass, wir heben ab. Und los geht's. 3:34 Das Ding kann über 270 km/h schnell fliegen. Wir schrauben uns heute hoch auf 3000 m. 3:41 Für unseren Heli aber kein Problem, der schafft auch über 6000 m. Gleich sehen wir den Gletscher. 3:57 Das, was da weiß anfängt, das ist Gletscher? Das ist Eis, ja. 4:04 Krass, guckt mal, wie toll das aussieht. Das Eis ist im Sommer 4:09 durch Steine und Staub stellenweise grau gefärbt. Siehst du die Gletscherspalten? Wo? 4:16 Vorne, die ganzen Risse sind Gletscherspalten. Wie faltige Haut sieht das aus. 4:25 Guckt mal, von nah kann man noch besser sehen, wie tief die Spalten ins Eis gehen. 4:30 Wo sollen wir da landen? Wo gehen wir hin? Wieso musst du mich anseilen? 4:48 Weil's sicherer ist. Wo willst du mit mir hin? Hier über den schmalen Grad. 4:54 Da willst du drüberlaufen? Ja, klar. Da rutscht man doch runter. Nein, dafür hast du Steigeisen an. 5:00 Damit ich sicher stehe, aber doch nicht, damit ich über so ein schmales Feldchen laufe. 5:06 Auf der Straße läufst du doch auch auf einem halben Meter. So, gehen wir. 5:11 Ey, mach die Leine ab jetzt. Guck, so wird das aussehen. Ah. Wie soll ich dahin kommen? Mit einem großen Schritt. 5:22 Das geht richtig runter hier. Wenn ich jetzt falle, dann zieht's dich doch mit runter? 5:28 Nein, dann halt ich dich. Ach so, weil du der Muskelmann bist. Du stürzt nicht wirklich. 5:34 Ich hab dich so eng, dass ich spür, was du machst. Wenn du nur ein bisschen das Gleichgewicht verlierst, 5:40 kann ich dich gleich halten. Boah, geschafft! 5:45 Wir wollen den Gletscher runter bis zu seinem Ende wandern, bis das Eis aufhört. 5:54 Wahnsinn, guckt mal, das sieht aus wie eine Wüste aus Eis. Wie weit wir kommen, seht ihr gleich. 6:04 Jetzt eine Frage an euch. Alter, ist das kalt hier. 6:27 Checkt mal, ob ihr die Antwort entdeckt. Die Lösung gibt's zum Schluss. 6:33 Weiter geht's den Gletscher runter. Was für eine Aussicht! Das sind alles Gletscher, oder was? Ja, genau. 6:43 Ja, da siehst du schön, wo der Gletscher anfängt, an den Berggipfeln, wo das Nährgebiet des Gletschers ist. 6:50 Alles, was weiß ist, ist Schnee, das ist das Nährgebiet. Da wächst er nach unten, wo es so gräulich wird, 6:57 da siehst du noch das Zehrgebiet. Also Nährgebiet, da wächst der Gletscher, ganz oben. 7:02 Zehrgebiet, da läuft er aus und wächst nicht mehr nach, sondern schmilzt wahrscheinlich. Genau. 7:08 So entstehen Gletscher: Oben in den Bergen ist es so kalt, dass es auch im Sommer schneit. 7:14 Der Schnee bleibt liegen und darauf landet immer neuer Schnee. Die oberen Schneemassen pressen die unteren zusammen 7:22 und die verwandeln sich dadurch in so eine Art Schnee-Eis oder Firn. Noch mehr Schnee fällt oben drauf 7:28 und der Firn wird noch fester zusammengepresst und wird zu Eis. Irgendwann ist die Eisschicht so schwer, dass sie ins Tal fließt. 7:36 Auch wenn man das nicht sieht, kann der Gletscher sich bis zu mehrere Meter pro Tag nach unten bewegen. 7:42 Unten ist es wärmer und das Eis schmilzt. Oben fällt neuer Schnee und wird wieder zu Eis. 7:48 Unten im Zehrgebiet zehrt also die Wärme den Gletscher auf. Oben, im Nährgebiet, ernährt er sich von neuem Schnee. 7:55 So bewegt er sich quasi diesen Berg runter? Ja, das ganze Tal hier so runter 8:01 und hier unten siehst du nachher dann die Gletscherzunge. Die Zunge ist das Ende des Gletschers. 8:07 Die sieht ein bisschen wie eine Zunge aus. Da hört der Gletscher dann auf. 8:12 Also ist die Gletscherzunge von unserem Berg das da unten? Ja, da vor dem See. Unter dem Geröll ist auch Gletscher. 8:19 Es ist nicht nur das Weiße. Da ist auch das Gletscher-Tor. 8:24 Es bildet sich ein Tor, eine Eishöhle, und da fließt das Wasser, das im Gletscher schmilzt, raus. 8:31 So sieht das Tor von unten aus. Da fließt das Schmelzwasser des Gletschers raus. 8:39 Unter dem Geröll ist Eis. Aus der Nähe kann man es besser erkennen. 8:43 Die Felsen und Steine, die der Gletscher mit ins Tal schleift, nennt man Moränen. 8:48 Das Geröll, das sich an der Seite ablagert, heißt Seitenmoräne. Treffen zwei Gletscher aufeinander, entsteht eine Mittelmoräne. 8:56 Das Eis hat viel Kraft, wenn es ins Tal fließt. Was diese Kraft mit der Landschaft anstellt, darum geht es jetzt. 9:08 Auf der Erde gibt es immer wieder Zeiten, in denen es Hunderttausende Jahre lang kalt ist. 9:14 Die letzte Eiszeit in Europa begann vor etwa 110.000 Jahren und endete vor knapp 12.000 Jahren. 9:20 Damals lagen riesige Gebiete unter gigantischen Eisblöcken, richtige Riesengletscher waren das. 9:26 Z.B. hier in den Alpen. Und hier in Nordeuropa. Einen Riesengletscher könnt ihr euch so vorstellen. 9:38 Die fließen im Schneckentempo ins Tal. Die riesigen Eismassen haben so ein Gewicht, 9:44 dass sie Felsspitzen abschleifen können. Sie schieben Mengen an Geröll vor sich her. 9:50 Runter ins Tal. Da türmen sie sie zu Hügeln auf. Wenn der Gletscher zurückgeht, bleiben die Hügel bestehen. 10:01 Wissenschaftler nennen sie Endmoräne. Die können Hunderte Meter hoch werden. 10:06 Man kann sie heute noch sehen. Z.B. im Voralpenland. 10:10 Da sind die aber längst bewachsen. Nach der Eiszeit ging der Riesengletscher zurück. 10:20 Das Gletschereis hatte über Jahrtausende so viel Gestein mitgeschleppt und abgetragen, 10:25 dass Gebirgstäler entstanden. In manchen Furchen und Vertiefungen sammelte sich Wasser. 10:31 Viele Seen gäbe es ohne den riesigen Gletscher der Eiszeit nicht. In der Eiszeit schoben Gletscher Gesteinsmassen vor sich her. 10:43 Als das Eis schmolz, blieben Hügel, Täler und Seen übrig. Rund 5000 Gletscher gibt es in den Alpen, 10:49 200.000 auf der ganzen Welt. Doch seit einiger Zeit schmelzen sie sehr stark ab. 10:59 Sehr gut beobachten kann man das an einem Gletscher, den ich mir jetzt genauer ansehe: Dem Rhonegletscher in der Schweiz. 11:08 Das ist Jogy. Er ist Klimaforscher am Paul-Scherrer-Institut und weiß viel über Gletscher und über deren Verschwinden. 11:23 Das Wasser da, kommt das alles vom Gletscher? Ja, das ist das Schmelzwasser, das vom Gletscher abfließt. 11:29 Den See gibt's erst seit zehn Jahren. Vor 100 Jahren ist der Gletscher hier über die Kante gelaufen. 11:36 Seit Kurzem haben sich der See und der Bach geformt, weil die Felsstufe da war. 11:41 Wenn hier Eis war vor 100 Jahren, wie weit ging der Gletscher runter? Der ist über die Kante geflossen, 11:48 fast bis zu den Bäumen, die du da siehst. Zum Vergleich: So sah der Gletscher vor über 100 Jahren aus. 11:55 Und heute so. Warum ist das passiert? Checker-Frage an Jogy. 12:06 Die Gletscher sind wie ein Thermometer. Die reagieren sensibel darauf, wie warm es ist auf der Erde. 12:12 So sind die Gletscher über Jahrtausende gewachsen und geschrumpft. 12:18 Der Prozess ist immer passiert, es wurde mal wärmer, mal kälter. Jetzt gerade gehen die Gletscher ganz schnell zurück. 12:28 Unser Klima erwärmt sich sehr schnell. Denn der Mensch verändert das Klima. Das ist die Klima-Erwärmung. 12:35 Es sind v.a. die Abgase, die wir produzieren, wenn wir Öl verbrennen, Benzin, 12:40 all das benützen mit unseren Autos, mit unseren Fabriken. Die Abgase steigen in die Luft und bilden eine Art Gewächshaus. 12:48 Das Sonnenlicht fällt rein und dadurch, dass mehr von diesen Abgasen in der Luft sind, 12:54 kann das Sonnenlicht nicht so gut ins All zurückgehen, es bleibt in der Erde gefangen. 13:00 Dadurch erhitzt es die Erde mehr, deswegen nennt man's auch Treibhauseffekt. 13:05 Nicht nur Autos und Fabriken, sondern auch Flugzeuge und die vielen Kühe durch ihre Pupse geben Gase in die Luft ab, 13:12 die über der Erde eine Art Kuppel bilden. Eines dieser Gase nennt man CO2. 13:17 Durch die Gaskuppel kommen Sonnenstrahlen auf die Erde und wärmen sie auf. 13:22 Die Wärme der Erde strahlt nach oben, kommt da aber nicht mehr durch die Gaskuppel durch. 13:27 Die Wärme bleibt in der Kuppel und heizt den Planeten auf. Das passiert nicht von heute auf morgen, 13:33 aber in den letzten Jahren immer schneller. Durch die Klimaerwärmung bleibt auf dem Gletscher 13:39 immer weniger Schnee liegen und es bildet sich weniger Eis. Unten schmilzt immer mehr Eis weg. 13:45 So verschwindet der Gletscher nach und nach ganz. In weniger als 100 Jahren könnte es 13:50 keine Gletscher mehr in den Alpen geben. Was passiert, wenn alle Gletscher auf der Welt schmelzen, check ich. 13:57 Die größten Gletscher der Welt liegen nicht bei uns in den Alpen, sondern z.B. hier, in der Antarktis oder hier in Grönland. 14:05 Wenn diese Gletscher verschwinden, haben wir auf der Erde ein Problem. 14:10 Dann steigt der Meeresspiegel so sehr, dass ganze Städte überschwemmt werden. 14:15 Stellt euch vor, der Eisblock ist unser Gletscher. Das ist ein gigantischer gefrorener Wasserspeicher. 14:22 Normalerweise schmilzt der langsam ab und fließt gemächlich in unser Meer hier. 14:32 Da drin hab ich jetzt die gleiche Menge Wasser, die wir vorhin in unserem Gletscher hatten, 14:39 nur nicht mehr als Eis. Was glaubt ihr, passiert mit unserer Insel, 14:43 wenn ich das alles auf einmal in unser Meer kippe? Probieren wir es aus. 14:51 Insel komplett überschwemmt. Schmelzen die Gletscher durch die Klimaerwärmung zu schnell ab, 14:57 gibt's krasse Überschwemmungen, auf die sich die Menschen nicht schnell genug vorbereiten können. 15:04 Durch den Treibhauseffekt erwärmt sich die Erde. Auf den Gletschern bildet sich weniger Eis, als unten wegschmilzt. 15:11 Die Gletscher verschwinden. Weiter geht's, rauf auf den Rhonegletscher. 15:23 Ganz schön dreckig hier das Eis. Und ich brauch mal neue Steigeisen. Oben sägt das Team vom Paul-Scherrer-Institut 15:31 Proben aus dem Eis. Ich frag mal, warum. Erklär mir mal, warum ihr so Vierecke ins Eis sägt. 15:39 Wir wollen uns die Oberfläche vom Gletscher anschauen und verstehen, wie die Farben und Ablagerungen 15:46 auf der Oberfläche das Schmelzen vom Gletscher beeinflussen. Was kann die Farbe der Oberfläche mit dem Schmelzen zu tun haben? 15:54 Wenn du eine schwarze Jacke anhast, schwitzt du viel, weil das Licht und die Energie von der Sonne absorbiert werden. 16:03 So hat der Gletscher "das dunklere Kleid" an, nimmt mehr Energie auf, wird wärmer und schmilzt schneller. 16:10 Was ist das schwarze Zeug? V.a. Staub aus der Umgebung. 16:15 Ein großer Teil ist wohl Ruß, der aus Fabriken und Autos kommt und über die Luft hierher getragen wird, 16:22 abschneit oder abregnet und das sammelt sich. Weil der Gletscher das auf seiner Oberfläche hat 16:29 und dunkler wird, erhitzt die Sonne den Gletscher mehr und er schmilzt schneller. 16:34 Ich nehm auch eine Probe mit der Killersäge. Na gut, ist eine Mini-Elektrosäge. 16:39 Hat aber auch einen Sinn, denn wenn die mit Benzinmotor laufen würde, könnten ihre Abgase unsere Probe verfälschen. 16:46 Ich hämmer uns ein schönes Viereck aus dem Eis. Das sind wahrscheinlich mehrere Stücke, 16:52 wir nehmen jetzt mal, was wir haben. Du machst das mit Handschuhen, 16:57 damit du keine Veränderung an der Probe vornimmst? - Exakt. Es ist auch gut, dass das Ding gerade 17:03 nicht in die Probe reingerutscht ist. Mach mal ganz fest zu. Meine erste Gletscherprobe. 17:11 Sollte ein Stück sein, ein großes Viereck, aber geht, glaub ich, auch. 17:20 Im Labor schmelzen die Wissenschaftler meine Eisprobe. Im Wasser sind die Stoffe von der Eisoberfläche gelöst. 17:28 Spezialmaschinen analysieren, welche Stoffe dazu beitragen, dass der Gletscher schneller schmilzt. 17:35 Die Forscher untersuchen nicht nur Eis von der Oberfläche. Sie bohren tief ins Gletschereis rein. 17:41 So wie hier, auf 4600 m Höhe. Mehrere Hundert Meter tief können sie bohren 17:46 und holen Eis hoch, das z.T. Jahrtausende alt ist. Um das Alter des Eises zu bestimmen, haben die Forscher einen Trick. 17:54 Staub, der mit Regen, Schnee, Wind etc. auf den Gletscher kommt, ist im Eis sichtbar. 18:00 Im Sommer landet mehr Staub auf dem Gletscher als im Winter. So können die Forscher zurückzählen. 18:06 Ein Ring mit mehr Staub, ist ein Sommer, zehn Ringe sind zehn Sommer, also zehn Jahre. 18:13 Wenn die Forscher wissen, wie alt das Eis ist, können sie z.B. berechnen, 18:18 wie viel Dreck, Ruß und Staub vor 500 Jahren im Eis waren und wie viel vor 100 Jahren und ob's mehr geworden ist. 18:25 Auch wie viel CO2 im Eis ist, kann man bestimmen und wie viel mehr es geworden ist. 18:30 Und sie können sehen, wie warm oder kalt es auf der Erde vor Tausenden von Jahren war. 18:35 Also lange, bevor die Menschen das Thermometer erfunden haben. Das hilft z.B. dabei, zu berechnen, 18:42 in welchem Tempo sich unsere Erde erwärmt. Ich bin wieder mit Andi auf dem Theodul-Gletscher. 18:48 Ich will es ja schaffen, den ganzen Gletscher bis zum Ende hinunterzusteigen. 18:53 Das Problem: Es wird immer steiler und die Gletscherspalten immer tiefer. 19:01 Da geht's richtig rein. Gute 15 m und weiter links geht's sicher noch tiefer, gute 20 m. 19:08 Aber woher kommen diese Riesengräben im Eis? Unterm Gletscher wird eine Kuppe sein, ein Geländeübergang, 19:21 und da muss der Gletscher sich im Gelände anpassen. Durch die Schwerkraft wird er nach unten gezogen 19:27 und über dem Übergang muss er auf der Kante aufreißen, damit er weiterfließen kann. 19:34 Das kann man sich ungefähr so vorstellen: Wenn der Gletscher über eine Kuppe fließt, 19:39 kann sich das Eis nicht so schnell anpassen und bricht an der Oberfläche auf. 19:48 Andi meint, er könnte mich da runter abseilen und mich dabei von oben sichern. Oh Mann. 19:54 Soll ich das wirklich machen? Aber er hat gesagt, er passt auf. Meinst du nicht, das macht vielleicht ein bisschen Spaß? 20:02 Ach komm, lass mich doch da runter. Komm sag ja, okay super. Dann mach ich's. 20:08 Wird's doch noch was. Stark. Solche Eis-Schrauben werden auch beim Eisklettern verwendet. 20:15 Sie können mehrere Hundert Kilo locker halten, sagt zumindest Andi, hoffentlich. Gut. 20:23 Gucken wir mal, wie tief das da runtergeht. Oh Gott. 20:50 Geschafft. Gut gemacht. Danke. 20:56 Überall um mich rum Eis. Da oben ist unser Kameramann, wink mal. Jawohl. 21:06 Da unten ist eine Höhle. Ja. Da geht's rein. 21:10 Das guck ich mir genauer an. Langsam. Alles sehr brüchig hier. 21:23 Da unten geht's locker noch mal 100 m weiter rein, aber das trau ich mich echt nicht. 21:28 Vor allem: oben drüber nur Eis. Hier geht's für mich nicht weiter. 21:38 Im Inneren können Gletscherhöhlen so aussehen wie die hier, im Stubaier Gletscher in Österreich. 21:44 Die können sich kilometerlang durch den Gletscher ziehen. Sie entstehen z.B., wenn auf eine Gletscherspalte neuer Schnee fällt, 21:52 der wieder zu Eis wird und so ein Dach bildet. Auf geht's zurück. Unter dem Schnee könnte es überall tief runtergehen. 21:59 Andi kann mich nicht an der Wand hochziehen, deswegen muss ich mich auf der anderen Seite 22:05 mit den Eispickeln hochziehen und Andi kommt mir entgegen. Tobi. Entschuldigung, geschafft. 22:14 Gletscherspalten entstehen, wenn die Eisdecke des Gletschers über eine Kuppe fließt 22:19 und dabei aufbricht. Letzte Station unserer Gletscherreise: Das Gletschertor. 22:28 Ich bin so platt, ich muss mich erst mal abkühlen. Und jetzt, die Antwort auf die Mitmachfrage. 22:45 Ich wollte von euch wissen: Habt ihr die Antwort entdeckt? Richtig ist B. 23:02 Moränen sind Geröllmassen, die der Gletscher ins Tal trägt. Das kann er, weil sich das Gletschereis immerzu bewegt, 23:09 teilweise sogar mehrere Meter pro Tag. Übrigens: der aalartige Fisch heißt nicht Moräne, sondern Muräne. 23:20 Na, Leute, seht ihr mich? Ne, nicht da drüben. Leute, da auch nicht. Hey, hier bin ich. 23:26 So, ich sag schon mal Tschüss, bis zum nächsten Mal und ich geh jetzt mal weiter den Berg runter. Tschau. 23:33 Sieht rutschig aus. Wie komm ich denn jetzt da ... Ah! Alles gut, nix passiert. Au. 23:40 (Titelsong) - Achtung! Hier kommt Checker Tobi. Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. 23:50 Der, der immer fragt. Der die Action mag. Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt. 23:56 Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. Der, der ständig rennt. Der, der niemals pennt. 24:03 Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt. Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi! 24:09 Untertitelung: BR 2014