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Was ist eine Differentialgleichung? - Einführung

Mathe - simpleclub6:34 690.900 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 44 Zeilen
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  1. Differential. Differenzial. Da bimmelt's doch. Was gab's da auch gleich damit? Shit, stimmt. Den Differentialquotient. Also die Steigung von der Funktion an
  2. der Stelle. Aber was soll jetzt eine Differentialgleichung sein? Differentialgleichungen braucht man ziemlich oft. In der Unimatte werden die
  3. Dinger andauernd durchgekraut. Die Teile sind aber auch so echt praktisch. meistens, wenn man weiß, was es ist und wie man sie löst. Aus der Schule kennt
  4. ihr vielleicht noch ganz dunkel den ganzen Kram zu Wachstum. Exponentiell, beschränkt, logistisch und bla. Wenn nicht, hier haben wir dazu mal was
  5. gemacht. Beim Wachstum war es immer so, da hat man ja eine Menge an irgendwas oder generell einfach eine Funktion von der Variablen, irgendwelche Tiere in dem
  6. See oder Temperaturen irgendwo oder weiß Gott was noch. Wir nehmen einfach mal eine Menge Kannickel, die den ganzen Tag rumknattern. also sich vermehren. Man
  7. hat sich dann auch angeguckt, wie sich die Menge verändert. Also z.B. wie viele Tiere pro Tag dazu kommen. Beim Wachstum haben wir immer gesagt, wie viel neu
  8. dazu kommt, hängt davon ab, wie viel schon da ist. F von T ist meine Änderung der Menge und F t halt die Menge, die schon da ist. Also, wenn ich vier Tiere
  9. im Gehege habe, dann kriegen die natürlich weniger Kinder als wenn ich 40 fortpflanzungswütige etwasse darumlungern hab. Euer Wachstum hängt
  10. also vom Bestand selbst ab. Das ist wichtig. Merkt euch das. Wenn ihr einen größeren Bestand an Hasen habt, dann wächst dieser Bestand auch schneller.
  11. Dieses Wachstum ist ja gerade die Änderung der Funktion. Also Ding Dong, die Ableitung nach der Variablen. Manchmal gibt's dann noch so Gepress mit
  12. einer Schranke oder bla, aber eins gilt bei Wachstum immer. Wenn man eine Funktion von der Variablen hat, dann hängt die Ableitung von der Funktion
  13. nach der Variablen von dem Funktionswert selbst ab. Das Ganze ist das klassische Beispiel für, ihr habt's euch gedacht oder vielleicht noch gewusst, eine
  14. Differentialgleichung. Natürlich gibt's noch viel viel mehr Differentialgleichungen. Shit. Allgemein hat man so eine
  15. Differentialgleichung immer, wenn in der Gleichung eine Funktion und eine oder mehrere Ableitungen gleichzeitig vorkommen. Es ist dabei auch egal, wie
  16. vielte Ableitungen da drin sind. Unser Wachstumsteil ist auch eine Differentialgleichung. Warum? Na ja, da stecken ja zum einen die Ableitungen
  17. drin. Hier vorne das f t und die Funktion selbst steckt auch drin. Hier hinten f von t. Achtung, beim Wachstum ist es so, man weiß allein aus der
  18. Differentialgleichung noch lang nicht, wie viele Tiere gibt's denn zu einem Zeitpunkt t. Man weiß nur, wie das Wachstum und der Bestand zusammenhängen.
  19. Also aus der Differentialgleichung könnt ihr nicht direkt die Funktion in Abhängigkeit von der Variablen ablesen. Ihr könnt mir nicht so einfach sagen,
  20. wie die Funktion f von t hier wirklich aussieht. Ihr wisst nur, ah, okay, die Ableitung hängt so von der Funktion ab. Übrigens noch ein Nebenfakt. Wir sagen,
  21. unsere Definitionsmengeht heute nur aus einer Variablen. Theoretisch kann man da auch mehrere verknüpfte Mengen reinpacken, aber so einen Kack wollen
  22. wir heute nicht. Also nichts mit Vektoren oder sonstigem Mängelf Elefanz in diesem Video, einfach nur eine unbekannte Zahl. Solche einfacheren
  23. Teile heißen dann gewöhnliche Differentialgleichungen. Gibt von den gewöhnlichen Gleichungen zwei Typen. Zum einen die expliziten.
  24. Explizit heißt so eine immer, wenn sie nach der höchsten Ableitung aufgelöst ist. Dann ist die höchste Ableitung eine Funktion von allen Ableitungen drunter
  25. und der Variable selbst. Wenn z.B. ganz vorne also eine fünfte Ableitung steht, dann steht nach dem ist gleich keine höhere Ableitung mehr. Also maximal noch
  26. die vierte Ableitung. Übrigens, Ableitungen werden oft mit so Hochzahlen in Klammern geschrieben, weil man ja keine 1000 Striche machen kann. F und in
  27. Klammern eine fünf oben ist also die fünfte Ableitung. Dann gibt's noch implizite Differentialgleichungen. Implizit heißt eine
  28. Differentialgleichung, wenn es so eine Art Überfunktion gibt, die dann alle Ableitungen und die Variable auch als Variablen hat und die immer null gibt.
  29. Klingt kompliziert, ist aber einfach. Auf der einen Seite steht halt eine Null. Beispiel: Das ist die explizite Form unserer
  30. Wachstumsdifferentialgleichung. Wenn man jetzt einfach alles auf eine Seite bringt, dann haben wir die implizite Form. Merkt euch einfach,
  31. alles auf einer Seite gleich 0, dann ist ganz easy. So viiel zu implizit und explizit, damit ihr Bescheid wisst, wenn euer Proförter durch den Vorlesungssal
  32. wirft, falls ihr da manchmal seid. Wir gucken uns eher erstmal nur die expliziten Gleichungen an. Einen Begriff haben wir noch, die Ordnung. Keine Panik
  33. ist ganz easy. Die höchste Ableitung entscheidet immer, welche Ordnung so eine Differentialgleichung hat. Wenn ihr eine dritte Ableitung mit dabei habt,
  34. dritte Ordnung. Eine fünfte Ableitung, Logo, fünfte Ordnung. Also Quizfrage, ob ich es gecheckt habt. Welche Ordnung hat die Differentialgleichung f t = tri mal
  35. f von t? A2, B1, C0 oder D? 703458,89. Drückt jetzt Pause und schreibt die Lösung in die Kommentare. Geil. Grundbegriffe für die Vorlesung
  36. sind also abgehakt. Und jetzt noch die typische Frage: Und wo braucht man das im Alltag? Ist ziemlich leicht zu beantworten. Gar nicht. Ja, aber
  37. praktisch überall in der Wirtschaft. Halt falsch die Wirtschaft. Modelle dort haben manchmal solche Teile als Grundlage. In der Physik auch da ist
  38. gefühlt praktisch andauernd Differentialgleichung. Und Bio. Klar als Modell dafür, wie sich irgendwas vermehrt, aber auch wie sich
  39. Stoffe irgendwo ausbreiten. Genauso in Chemie, in Informatik auch und und. Klar, im Supermarkt oder so im normalen Alltag bringt's natürlich nichts, aber
  40. für Unimatteverhältnisse sind Differentialgleichungen schon mega allgemein nützlich. Kommen wir noch mal zurück zum Problem von vorhin. Schön und
  41. gut, wir haben jetzt eine Differentialgleichung, aber das bringt uns doch gar nichts, weil wir nicht wissen, wie dann die Funktion aussieht.
  42. Die Antwort ist doch wissen wir. Man kann nämlich aus der Differentialgleichung die richtige Funktion rauskriegen und oft auch gar
  43. nicht so schwer. Wir zeigen euch im nächsten Video, wie. Da lösen wir Sonderfälle von gewöhnlichen Differentialgleichungen erster Ordnung.
  44. einfach klicken.

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