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Soziale Marktwirtschaft - einfach erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 58 Zeilen
- Moin zusammen, wisst ihr was für eine Wirtschaftsordnung wir in Deutschland haben?
- Planwirtschaft oder Marktwirtschaft? Marktwirtschaft ist schon mal super!
- Und jetzt die Frage, ob freie oder soziale Marktwirtschaft?! Ne kein Plan was davon richtig ist?
- Dann am besten jetzt zurücklehnen und unser Video gucken. Danach bist du der Held bei jedem Deutschland Quiz!
- Zumindest bei der Frage nach der Wirtschaftsordnung Ab geht’s!
- Von der freien Marktwirtschaft aus dem letzten Video, Der Wirtschaftsform, wo Angebot und Nachfrage im Mittelpunkt stehen
- Und es zumindest im Modell keine soziale Absicherung gibt Schwenken wir jetzt weiter zur sozialen Marktwirtschaft.
- Die Schnittmenge zwischen beiden Formen ist groß. Auch die soziale Marktwirtschaft lebt vom Wettbewerb.
- Sie basiert auf dem Grundgedanken der freien Marktwirtschaft. Nimmt aber soziale Aspekte mit auf.
- Dabei ist diese Wirtschaftsordnung „made in Germany“. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die soziale Marktwirtschaft zur neuen Wirtschaftsordnung in Deutschland.
- Umgesetzt wurde sie von Ludwig Erhard, nachdem sie von Alfred Müller-Armack aufgestellt wurde.
- Und das Ding ist mittlerweile zum echten Exportschlager geworden. Denn das deutsche Modell wurde von vielen Ländern übernommen
- z.B. von den meisten Ländern der EU. Gegebenenfalls wurde es etwas angepasst.
- Die Soziale Marktwirtschaft nimmt dabei viel Gutes von der freien Marktwirtschaft mit auf. Hauptsächlich die starke Leistungsfähigkeit und Güterversorgung.
- Dazu gehören die folgenden Punkte: Das Prinzips von Angebot und Nachfrage, welches für eine freie Preisbildung sorgt
- und auch die nachgefragten Produkte und die abgesetzten Mengen bestimmt. Die freien Berufs- und Arbeitsplatzwahl.
- Und das Produktionsmittel Privateigentum sind und dieses in der sozialen Marktwirtschaft geschützt ist.
- Es unterliegt dem Motto „Eigentum verpflichtet“, heißt es soll dem Gemeinwohl dienen. Wenn man das Kleingedruckte liest, wo steht:
- “Enteignungen im Interesse des Gemeinwohls sind mit erheblichen rechtlichen Auflagen verbunden, aber möglich“
- Dann sieht man hier aber schon einen Unterschied zur freien Marktwirtschaft. Ihr müsst euch jetzt aber keine Gedanken machen, dass euch der Staat euer Smartphone
- abnimmt. So etwas wird nicht passieren.
- Der Staat schafft, wie bei der freien Marktwirtschaft auch hier die Rahmenbedingungen. Heißt, er kümmert sich um ein funktionierendes Rechtssystem,
- Sicherheit in Form von Polizei, Militär und Gesetzen, Ausgebaute Verkehrs- und Transportwegen, Strom- und Internetanschlüsse
- Und natürlich auch um ein funktionierendes Zahlungsmittel, damit man nicht wie in der Steinzeit Tauschhandel betreiben muss.
- Hinzu kommen persönliche Freiheitsrechte, wie die Gewerbe-, Konsum-, Vertrags- oder Koalitionsfreiheit,
- In der sozialen Marktwirtschaft sind Gewerbe-, Konsum- und Vertragsfreiheit jedoch eingeschränkt. Die Gewerbe-, wie auch die Konsumfreiheit, damit manche Produkte, wie Drogen, Waffen
- etc. nicht gehandelt werden. Und die Vertragsfreiheit ist eingeschränkt, um z.B. Wucher zu unterbinden und den Arbeitnehmern
- mit Gesetzen zum Kündigungsschutz zu helfen. Denn die wirtschaftlich schwächeren Personen sollen vom Staat besonders geschützt werden.
- Bis jetzt war das noch nicht wirklich viel Neues, aber das soll sich jetzt ändern. Denn bei der sozialen Marktwirtschaft greift der Staat aktiv in die Wirtschaft ein
- Und bietet soziale Absicherung. Hier kommen wir zu den Punkten, wo sich freie und soziale Marktwirtschaft unterscheiden.
- Ein Staat der sozialen Marktwirtschaft betreibt zum einen Wettbewerbspolitik. Staatliche Eingriffe, wie Gesetzte und Kontrollen sollen den Wettbewerb zum einen fördern und
- zum anderen schützen. So sollen Monopolbildung und Preisabsprachen verhindert werden.
- Durch eine aktive Konjunkturpolitik soll die wirtschaftliche Lage des Staates, die Konjunktur, beeinflusst werden.
- So sollen Konjunkturschwankungen minimiert werden, um ein möglichst gleichmäßiges Wirtschaftswachstum zu schaffen.
- Einkommens- und Vermögenspolitik haben zum Ziel das Vermögen gerecht zu verteilen. Um so soziale Gerechtigkeit zu erzielen zahlen Besserverdienende mehr, also Geringverdiener.
- Deshalb auch die verschiedenen Steuerklassen. Der Staat betreibt Sozialpolitik um Bedürftige,
- die wirtschaftlich oder sozial in einer miesen Situation sind zu unterstützen. Dazu zählen Leistungen aus dem Sozialversicherungssystem, wozu Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege-, Renten-
- und Unfallversicherung gehören Bis zu Leistungen, wie Kinder- oder Wohngeld.
- Mit diesen Maßnahmen soll schwächeren Bevölkerungsmitglieder geholfen werden. Und nicht nur für schwächere Bevölkerungsmitglieder, sondern auch für schwäche Regionen und Wirtschaftszweige
- gibt es Unterstützung. So erhalten Regionen oder gefährdete Wirtschaftszweige, wie z.B. Bergbau und Landwirtschaft vom Staat
- Subventionen, um Arbeitsplätze zu schützen. Zu Letzt sind da noch die Öffentlichen Unternehmen.
- Dazu gehören unter anderem Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Theater und auch die Verkehrsbetriebe. Diese sind elementar wichtig für ein Land.
- Deshalb werden sie zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung staatlich unterstützt. So viel zu den Eingriffen des Staates und der sozialen Absicherung.
- Lasst uns jetzt mal anschauen, was der Staat damit bezwecken möchte. Sprechpause
- An oberster Stelle steht die persönliche Selbstbestimmung und Freiheit jedes Einzelnen. Nicht nur beim Wirtschaften verfügt man über Entscheidungsfreiheit, sondern auch bei allen
- anderen Entscheidungen. Weiteres wichtiges Ziel dieser Wirtschaftsordnung ist es Wohlstand für die breite Bevölkerung
- zu schaffen Und es nicht nur ein paar wenigen in die Taschen zu spülen.
- Zu diesem Punkt zählt z.B. auch das Ziel der Vollbeschäftigung. Der geschaffene Wohlstand soll zudem vermehrt werden durch stetiges Wirtschaftswachstum.
- Neben den wirtschaftlichen Zielen ist die Soziale Absicherung ein sehr wichtiges Gut! Im Fall von Arbeitslosigkeit oder Krankheit soll die Existenz nicht gefährdet sein!
- Der Staat unterstützt und sichert einen zu einem gewissen Grad ab. An diesem Punkt wird auch das große Ziel der sozialen Gerechtigkeit von Bedeutung.
- Wisst ihr noch was es mit dem Solidaritätsprinzip auf sich hat? Dabei geht es z.B. darum, dass diejenigen mit einem höheren Einkommen mehr in die Sozialversicherungskassen
- einzahlen, als diejenigen mit geringem Einkommen. Und auch das Subsidiaritätsprinzip passt in diesem Zusammenhang sehr gut rein.
- Schaut euch dazu gerne die beiden Videos von uns an ;) Was ihr euch bei diesem Video merken solltet ist,
- dass es eine große Schnittmenge zwischen freier- und sozialer Marktwirtschaft gibt und der Wettbewerb bei beiden Formen im Mittelpunkt steht.
- Es aber auch große Unterschiede gibt. Bei der sozialen Marktwirtschaft wird vom Staat in die Wirtschaft eingegriffen.
- Und zudem gibt es eine soziale Absicherung, die im Modell der freien Marktwirtschaft keine Rolle spielt.
- Das ist ganz grob das wichtigste. Die Maßnahmen zu kennen, wie der Staat in die Wirtschaft eingreift oder die soziale
- Absicherung schafft würden euch aber bestimmt zum Liebling des Lehrers machen. Jetzt müsst ihr entscheiden, was euer Plan ist
Zum Nachlesen
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