Soziale Marktwirtschaft - einfach erklärt Wirtschaft - simpleclub https://www.youtube.com/watch?v=-zMQhicI4xo Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Moin zusammen, wisst ihr was für eine Wirtschaftsordnung wir in Deutschland haben? 0:04 Planwirtschaft oder Marktwirtschaft? Marktwirtschaft ist schon mal super! 0:07 Und jetzt die Frage, ob freie oder soziale Marktwirtschaft?! Ne kein Plan was davon richtig ist? 0:12 Dann am besten jetzt zurücklehnen und unser Video gucken. Danach bist du der Held bei jedem Deutschland Quiz! 0:17 Zumindest bei der Frage nach der Wirtschaftsordnung Ab geht’s! 0:22 Von der freien Marktwirtschaft aus dem letzten Video, Der Wirtschaftsform, wo Angebot und Nachfrage im Mittelpunkt stehen 0:30 Und es zumindest im Modell keine soziale Absicherung gibt Schwenken wir jetzt weiter zur sozialen Marktwirtschaft. 0:36 Die Schnittmenge zwischen beiden Formen ist groß. Auch die soziale Marktwirtschaft lebt vom Wettbewerb. 0:42 Sie basiert auf dem Grundgedanken der freien Marktwirtschaft. Nimmt aber soziale Aspekte mit auf. 0:48 Dabei ist diese Wirtschaftsordnung „made in Germany“. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die soziale Marktwirtschaft zur neuen Wirtschaftsordnung in Deutschland. 0:56 Umgesetzt wurde sie von Ludwig Erhard, nachdem sie von Alfred Müller-Armack aufgestellt wurde. 1:02 Und das Ding ist mittlerweile zum echten Exportschlager geworden. Denn das deutsche Modell wurde von vielen Ländern übernommen 1:08 z.B. von den meisten Ländern der EU. Gegebenenfalls wurde es etwas angepasst. 1:12 Die Soziale Marktwirtschaft nimmt dabei viel Gutes von der freien Marktwirtschaft mit auf. Hauptsächlich die starke Leistungsfähigkeit und Güterversorgung. 1:21 Dazu gehören die folgenden Punkte: Das Prinzips von Angebot und Nachfrage, welches für eine freie Preisbildung sorgt 1:28 und auch die nachgefragten Produkte und die abgesetzten Mengen bestimmt. Die freien Berufs- und Arbeitsplatzwahl. 1:34 Und das Produktionsmittel Privateigentum sind und dieses in der sozialen Marktwirtschaft geschützt ist. 1:41 Es unterliegt dem Motto „Eigentum verpflichtet“, heißt es soll dem Gemeinwohl dienen. Wenn man das Kleingedruckte liest, wo steht: 1:48 “Enteignungen im Interesse des Gemeinwohls sind mit erheblichen rechtlichen Auflagen verbunden, aber möglich“ 1:54 Dann sieht man hier aber schon einen Unterschied zur freien Marktwirtschaft. Ihr müsst euch jetzt aber keine Gedanken machen, dass euch der Staat euer Smartphone 2:02 abnimmt. So etwas wird nicht passieren. 2:04 Der Staat schafft, wie bei der freien Marktwirtschaft auch hier die Rahmenbedingungen. Heißt, er kümmert sich um ein funktionierendes Rechtssystem, 2:11 Sicherheit in Form von Polizei, Militär und Gesetzen, Ausgebaute Verkehrs- und Transportwegen, Strom- und Internetanschlüsse 2:18 Und natürlich auch um ein funktionierendes Zahlungsmittel, damit man nicht wie in der Steinzeit Tauschhandel betreiben muss. 2:25 Hinzu kommen persönliche Freiheitsrechte, wie die Gewerbe-, Konsum-, Vertrags- oder Koalitionsfreiheit, 2:30 In der sozialen Marktwirtschaft sind Gewerbe-, Konsum- und Vertragsfreiheit jedoch eingeschränkt. Die Gewerbe-, wie auch die Konsumfreiheit, damit manche Produkte, wie Drogen, Waffen 2:40 etc. nicht gehandelt werden. Und die Vertragsfreiheit ist eingeschränkt, um z.B. Wucher zu unterbinden und den Arbeitnehmern 2:47 mit Gesetzen zum Kündigungsschutz zu helfen. Denn die wirtschaftlich schwächeren Personen sollen vom Staat besonders geschützt werden. 2:54 Bis jetzt war das noch nicht wirklich viel Neues, aber das soll sich jetzt ändern. Denn bei der sozialen Marktwirtschaft greift der Staat aktiv in die Wirtschaft ein 3:02 Und bietet soziale Absicherung. Hier kommen wir zu den Punkten, wo sich freie und soziale Marktwirtschaft unterscheiden. 3:08 Ein Staat der sozialen Marktwirtschaft betreibt zum einen Wettbewerbspolitik. Staatliche Eingriffe, wie Gesetzte und Kontrollen sollen den Wettbewerb zum einen fördern und 3:17 zum anderen schützen. So sollen Monopolbildung und Preisabsprachen verhindert werden. 3:23 Durch eine aktive Konjunkturpolitik soll die wirtschaftliche Lage des Staates, die Konjunktur, beeinflusst werden. 3:29 So sollen Konjunkturschwankungen minimiert werden, um ein möglichst gleichmäßiges Wirtschaftswachstum zu schaffen. 3:36 Einkommens- und Vermögenspolitik haben zum Ziel das Vermögen gerecht zu verteilen. Um so soziale Gerechtigkeit zu erzielen zahlen Besserverdienende mehr, also Geringverdiener. 3:46 Deshalb auch die verschiedenen Steuerklassen. Der Staat betreibt Sozialpolitik um Bedürftige, 3:51 die wirtschaftlich oder sozial in einer miesen Situation sind zu unterstützen. Dazu zählen Leistungen aus dem Sozialversicherungssystem, wozu Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege-, Renten- 4:01 und Unfallversicherung gehören Bis zu Leistungen, wie Kinder- oder Wohngeld. 4:05 Mit diesen Maßnahmen soll schwächeren Bevölkerungsmitglieder geholfen werden. Und nicht nur für schwächere Bevölkerungsmitglieder, sondern auch für schwäche Regionen und Wirtschaftszweige 4:15 gibt es Unterstützung. So erhalten Regionen oder gefährdete Wirtschaftszweige, wie z.B. Bergbau und Landwirtschaft vom Staat 4:23 Subventionen, um Arbeitsplätze zu schützen. Zu Letzt sind da noch die Öffentlichen Unternehmen. 4:28 Dazu gehören unter anderem Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Theater und auch die Verkehrsbetriebe. Diese sind elementar wichtig für ein Land. 4:37 Deshalb werden sie zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung staatlich unterstützt. So viel zu den Eingriffen des Staates und der sozialen Absicherung. 4:45 Lasst uns jetzt mal anschauen, was der Staat damit bezwecken möchte. Sprechpause 4:50 An oberster Stelle steht die persönliche Selbstbestimmung und Freiheit jedes Einzelnen. Nicht nur beim Wirtschaften verfügt man über Entscheidungsfreiheit, sondern auch bei allen 4:58 anderen Entscheidungen. Weiteres wichtiges Ziel dieser Wirtschaftsordnung ist es Wohlstand für die breite Bevölkerung 5:04 zu schaffen Und es nicht nur ein paar wenigen in die Taschen zu spülen. 5:08 Zu diesem Punkt zählt z.B. auch das Ziel der Vollbeschäftigung. Der geschaffene Wohlstand soll zudem vermehrt werden durch stetiges Wirtschaftswachstum. 5:17 Neben den wirtschaftlichen Zielen ist die Soziale Absicherung ein sehr wichtiges Gut! Im Fall von Arbeitslosigkeit oder Krankheit soll die Existenz nicht gefährdet sein! 5:26 Der Staat unterstützt und sichert einen zu einem gewissen Grad ab. An diesem Punkt wird auch das große Ziel der sozialen Gerechtigkeit von Bedeutung. 5:35 Wisst ihr noch was es mit dem Solidaritätsprinzip auf sich hat? Dabei geht es z.B. darum, dass diejenigen mit einem höheren Einkommen mehr in die Sozialversicherungskassen 5:44 einzahlen, als diejenigen mit geringem Einkommen. Und auch das Subsidiaritätsprinzip passt in diesem Zusammenhang sehr gut rein. 5:52 Schaut euch dazu gerne die beiden Videos von uns an ;) Was ihr euch bei diesem Video merken solltet ist, 5:57 dass es eine große Schnittmenge zwischen freier- und sozialer Marktwirtschaft gibt und der Wettbewerb bei beiden Formen im Mittelpunkt steht. 6:04 Es aber auch große Unterschiede gibt. Bei der sozialen Marktwirtschaft wird vom Staat in die Wirtschaft eingegriffen. 6:09 Und zudem gibt es eine soziale Absicherung, die im Modell der freien Marktwirtschaft keine Rolle spielt. 6:15 Das ist ganz grob das wichtigste. Die Maßnahmen zu kennen, wie der Staat in die Wirtschaft eingreift oder die soziale 6:22 Absicherung schafft würden euch aber bestimmt zum Liebling des Lehrers machen. Jetzt müsst ihr entscheiden, was euer Plan ist