Feudalismus erklärt I Regierungsformen I Geschichte MrWissen2go Geschichte | Terra X https://www.youtube.com/watch?v=-9qf8spzcsc Transkript (automatisch erstellt) 0:00 Feudalismus, Lehnswesen und Vasallentum. Drei Begriffe, eine Erklärung jetzt. Das lateinische Wort Feudum, das heißt Lehen. Der Feudalismus ist also die 0:16 Lehnsherrschaft oder auch das Lehnswesen. Da schließt sich natürlich direkt die Frage an, was bedeutet denn Lehen? Na ja, im Mittelalter braucht der 0:23 König die Hilfe der Fürsten und der Bischöfe, um sein Reich regieren und kontrollieren zu können, sodass seine Befehle auch eingehalten werden. 0:31 Und wenn der König in den Krieg zieht, dann stellen sich ihm die adligen Fürsten als seine Krieger zur Verfügung. Als Gegenleistung dafür gibt ihm der 0:39 König nicht nur bestimmte Rechte, sondern auch Ämter oder vor allen Dingen Ländereien. Und das ist wirklich interessant. Der Adlige bekommt nicht 0:47 nur die Ländereien, sondern hat auch das Recht, über die dort lebenden Untertanen zu verfügen. 0:54 Und wenn der Adlige stirbt, dann gehen der Grund und das Recht über die dort lebenden Untertanen bestimmt zu dürfen, wieder an den König zurück. Es ist also 1:02 nur geliehen. Ein Lehen ist also etwas, das der König für Dienste seiner Adligen verleiht. Der König ist damit der Lehnsherr und der Adlige der Lehnsmann. 1:13 So einen Lehnsmann nennt man auch Vasall. So wie der König sich die Dienste der Fürsten sichert, das sind Herzöge, 1:23 Grafen oder Bischöfe und Äbte, so versichern diese sich wiederum der Dienste niedriger Adliger, wie der Ritter. Und leihen Teile ihres Lehens 1:32 weiter. Der Obere verspricht Schutz und gibt ein Lehen, der Untere verspricht Hilfe und Treue. Es geht hier also nicht um Befehl und Gehorsam, sondern um eine 1:42 wechselseitige Verpflichtung. Wer mit einem Lehen belehnt wird, der darf das, was in dem Lehen erwirtschaftet wird, auch nutzen. Er ist 1:52 der Herr der Bevölkerung, also der Herr der Bauern und sonstigen Menschen, die auf seinem Land leben. Die wiederum haben fast gar keine Rechte. Wie gesagt, 2:01 das Lehen ist nur geliehen. Aber jetzt will natürlich ein Fürst oder ein Ritter das Lehen an seine Kinder vererben. Der König will die Familie an sich binden 2:08 und belehnt tatsächlich die Kinder, meist den ältesten Sohn. Im Laufe der Jahrhunderte entwickeln sich aus der Gewohnheit bestimmte Rechte. Und so 2:18 entsteht ein völlig kompliziertes Beziehungsgeflecht, ein Netz aus gegenseitigen Abhängigkeiten, Rechten und Pflichten. Mehr zur Gesellschaft im 2:25 Mittelalter findet ihr in unserem Video zur Ständegesellschaft, wenn ihr oben auf das I klickt. Also, es gibt im Mittelalter keine Verfassung und es gibt 2:34 keinen Staat im modernen Sinne, sondern die einzelnen Beteiligten sind untereinander durch eine Vielzahl persönlicher Beziehungen verbunden. Das 2:42 Feudalsystem sorgt so für eine gemeinsame Herrschaft von König und Adel über die Untertanen. Es besteht, mit so ein paar Anpassungen, über Jahrhunderte 2:51 hinweg. Hierbei musst du wissen, Geschichte findet ihr auch noch weitere Videos rund um das Mittelalter und natürlich könnt ihr uns auch Fragen 2:59 stellen zu diesem Thema oder zu anderen Themen. Tut einfach unten in die Kommentare posten und wir kümmern uns dann darum. Und natürlich nicht 3:04 vergessen, diesen Kanal hier zu abonnieren. Danke euch dafür, danke fürs Zuschauen und bis zum nächsten Mal.