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Geschichte · Klasse 9–10 · aktualisiert

Machtübertragung 1933: Weg in die NS-Diktatur

Du lernst, wer Hitler 1933 zur Macht verhalf und wie Gewalt, Gesetze und Unterstützung aus Teilen der Gesellschaft die Diktatur ermöglichten.

0 von 8 Aufgaben gelöst

Machtübertragung 1933: Weg in die NS-Diktatur

Kurz gesagt

Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Hindenburg Hitler zum Reichskanzler. Konservative Politiker halfen dabei. Die unbeschränkte Diktatur entstand erst in weiteren Schritten durch Entrechtung, Gewalt und die Ausschaltung politischer Konkurrenz.

Ein Regierungsamt zu erhalten und unbeschränkt zu herrschen ist nicht dasselbe. An Hitlers Ernennung und dem Aufbau der Diktatur waren verschiedene Akteure beteiligt. Du untersuchst ihre Entscheidungen und unterscheidest dabei zwischen Zwang, Anpassung und Zustimmung.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Am 30. Januar 1933 ernannte Hindenburg, der deutsche Reichspräsident, Hitler zum Reichskanzler und damit zum Regierungschef. Konservative Politiker um Papen ermöglichten diese Ernennung. Sie glaubten, Hitler politisch einrahmen, also seinen Handlungsspielraum begrenzen zu können.

Das Wort Machtübertragung macht diese Mitverantwortung sichtbar: Hitler erhielt das Regierungsamt durch die Entscheidung Hindenburgs und die Mithilfe konservativer Politiker. Das nationalsozialistische Schlagwort „Machtergreifung“ verdeckt diese Beteiligung, wenn du es ohne Erklärung verwendest.

Die Ernennung machte Hitler noch nicht sofort zum unbeschränkten Diktator. Der weitere Aufbau der Diktatur hing von konkreten Entscheidungen und Handlungen ab. Er war keine zwangsläufige Entwicklung.

Definition

Machtübertragung

Der Begriff bezeichnet hier die Übertragung des Regierungsamts an Hitler. Er hebt die Mitverantwortung der Politiker hervor, die seine Ernennung ermöglichten.

Merke: Unterscheide den Zugang zur Regierung von den späteren Schritten zur unbeschränkten Diktatur.

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MittelWas macht der Begriff Machtübertragung besonders deutlich?

Alles auf einen Blick

Machtübertragung 1933

  • Machtübertragung

    Hindenburg ernannte Hitler; konservative Politiker ermöglichten den Zugang zur Regierung.

  • Schritte

    Regierungszugang, Aufhebung zentraler Grundrechte, Entmachtung des Parlaments und Ausschaltung anderer Parteien hatten unterschiedliche Funktionen.

  • Gesetzesform

    Eine Maßnahme ist nicht schon deshalb demokratisch oder rechtsstaatlich, weil sie als Gesetz beschlossen wurde.

  • Herrschaftsmittel

    Gewalt, politische Werbung und staatliche Machtmittel wirkten zusammen.

  • Gesellschaft

    Anpassung und Zustimmung von Teilen der Gesellschaft erleichterten die Diktatur. Das bedeutet keine Zustimmung aller Deutschen.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Werbung und Gewalt Anfang Mai gemeinsam erklären

  1. 1Aufgabe: Erkläre das Zusammenspiel zweier Maßnahmen Anfang Mai 1933. Die folgenden Schritte sind eine redaktionelle Auswertung der Ereignisse.
  2. 2Ereignisse festhalten: Am 1. Mai inszenierte das Regime einen nationalen Feiertag. Am 2. Mai besetzten SA und SS Gewerkschaftshäuser und verhafteten Funktionäre.
  3. 3Funktionen unterscheiden: Der Feiertag warb für Gemeinschaft. Die Angriffe schalteten selbständige Interessenvertretung gewaltsam aus.
  4. 4Zusammenhang erklären: Werbung und Gewalt waren miteinander vereinbare Herrschaftsmittel. Aus der Werbung für Gemeinschaft folgt nicht, dass die Gesellschaft geschlossen zustimmte.

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Hindenburg ernannte Hitler am zum Reichskanzler. Das Verbot der SPD erfolgte am . SA und SS besetzten Gewerkschaftshäuser am .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Machtübertragung 1933

LeichtWelche Rolle spielten konservative Politiker um Papen bei Hitlers Ernennung?
MittelWie ist das Ergebnis der NSDAP bei der Wahl vom 5. März 1933 einzuordnen?
SchwerWarum belegt die Gesetzesform des Ermächtigungsgesetzes keine demokratische Rechtfertigung?

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