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Geschichte · Klasse 7–10 · aktualisiert

Julikrise 1914: Der Weg in den Ersten Weltkrieg

Du lernst, wie aus dem Attentat von Sarajevo ein europäischer Krieg wurde und wie Historiker die Verantwortung dafür beurteilen.

0 von 8 Aufgaben gelöst

Julikrise 1914: Der Weg in den Ersten Weltkrieg

Kurz gesagt

Die Julikrise 1914 war die internationale Krise nach dem Attentat von Sarajevo. Aus dem Konflikt zwischen Österreich-Ungarn und Serbien wurde durch politische Entscheidungen, Kriegsvorbereitungen und Kriegserklärungen Anfang August ein europäischer Krieg.

Ein Attentat an einem Ort und wenige Wochen später Krieg zwischen Großmächten: Wie konnte das geschehen? Du unterscheidest länger bestehende Spannungen vom unmittelbaren Auslöser. Dann prüfst du, welche Entscheidungen die Krise verschärften und wie Historiker sie bewerten.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Schon vor der Julikrise konkurrierten europäische Großmächte um Macht und Einfluss. Sie rüsteten ihre Armeen auf und standen sich in zwei feindlichen Bündnisgruppen gegenüber. Der Balkan, eine Region im Südosten Europas, war spätestens 1912/13 ein Brennpunkt internationaler Konflikte. Serbiens Gebiet verdoppelte sich nach dem Zweiten Balkankrieg 1913. Seine Gegnerschaft zu Österreich-Ungarn verschärfte sich.

Der unmittelbare Auslöser war das Attentat von Sarajevo: Am 28. Juni 1914 erschoss Gavrilo Princip den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand und dessen Frau Sophie. Franz Ferdinand sollte künftig Herrscher Österreich-Ungarns werden. Österreich-Ungarn war ein Staat, in dem verschiedene Völker lebten. Seine Regierung machte Serbiens Regierung für das Attentat verantwortlich.

Davon musst du konkrete Entscheidungen unterscheiden. Deutschland sicherte Österreich-Ungarn am 5./6. Juli 1914 uneingeschränkte Unterstützung für ein offensives Vorgehen gegen Serbien zu. Diese Zusage heißt Blankoscheck. Österreich-Ungarn erwog einen Krieg, um den serbischen Nationalismus einzudämmen und sein Ansehen wiederherzustellen.

Die Spannungen erklären den Hintergrund, das Attentat löste die Krise aus, und Entscheidungen bestimmten ihren weiteren Verlauf. Ein Krieg war nicht einfach unausweichlich: Während der Balkankriege 1912/13 hatten vor allem britische und deutsche Diplomaten, also staatliche Vermittler, einen Krieg zwischen den Großmächten verhindert.

Definition

Blankoscheck

In der Julikrise bezeichnet das Wort Deutschlands Zusage uneingeschränkter Unterstützung für Österreich-Ungarns offensives Vorgehen gegen Serbien.

Beispiel: Das Attentat einordnen

  1. 1Gavrilo Princip erschoss in Sarajevo Franz Ferdinand und dessen Frau Sophie.
  2. 2Dieses Ereignis war der unmittelbare Auslöser der internationalen Krise.
  3. 3Die Aufrüstung und die Gegnerschaft der Bündnisgruppen bestanden dagegen schon vorher.

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MittelWelche Zuordnung unterscheidet Hintergrund und Entscheidung?

Alles auf einen Blick

Julikrise 1914

  • Hintergrund

    Konkurrenz um Macht, Aufrüstung und gegnerische Bündnisgruppen belasteten die Beziehungen.

  • Auslöser

    Das Attentat von Sarajevo löste die internationale Krise aus.

  • Entscheidungen

    Unterstützungszusagen, Ultimaten, Mobilmachungen und Kriegserklärungen verschärften den Konflikt.

  • Bündnisse

    Sie verbanden Staaten miteinander, bedeuteten aber nicht von selbst einen Kriegseintritt.

  • Verantwortung

    Historiker bewerten das Gewicht einzelner Entscheidungen unterschiedlich. Politische Rechtfertigungen müssen geprüft werden.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Serbiens Antwort und Österreich-Ungarns Entscheidung untersuchen

  1. 1Aufgabe: Erkläre, warum Serbiens Antwort auf das Ultimatum für ein Urteil über Österreich-Ungarns Entscheidung wichtig ist.
  2. 2Forderung bestimmen: Österreichisch-ungarische Beamte sollten an Untersuchungen in Serbien teilnehmen.
  3. 3Antwort prüfen: Serbien sagte die Erfüllung der meisten Forderungen zu, lehnte diese Teilnahme aber als Verstoß gegen seine Verfassung und seine Regeln für Strafverfahren ab.
  4. 4Entscheidung benennen: Österreich-Ungarn erklärte Serbien trotz des weitgehenden Entgegenkommens den Krieg.
  5. 5Urteil begründen: Die Behauptung, Serbien habe sämtliche Forderungen abgelehnt, kann diese Kriegserklärung nicht erklären. Für die Prüfung der Verantwortung zählt Österreich-Ungarns Entscheidung trotz des Entgegenkommens.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zu Wilhelms Rede In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Das Attentat auf Franz Ferdinand und Sophie geschah am . Deutschland sagte Österreich-Ungarn am uneingeschränkte Unterstützung für ein offensives Vorgehen gegen Serbien zu. Russland ordnete die Generalmobilmachung am an.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Julikrise 1914

LeichtWas zeigt Italiens Verhalten 1914 über Bündnisse?
MittelWie ordnest du die Gebietszunahme Serbiens nach dem Zweiten Balkankrieg 1913 ein?
SchwerWelcher Vergleich trifft Clarks und Mombauers Urteile?

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