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Geschichte · Klasse 8–10 · aktualisiert

Frauenwahlrecht in Deutschland: Der Weg bis 1919

Du lernst, wie Frauen das Wahlrecht erkämpften, was sich 1918/19 änderte und warum gleiche Rechte noch keine gleiche Beteiligung bedeuteten.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Frauenwahlrecht in Deutschland: Der Weg bis 1919

Kurz gesagt

Frauenwahlrecht bedeutet, dass Frauen wählen und selbst gewählt werden dürfen. In Deutschland wurde es reichsweit im November 1918 eingeführt. Bei der Wahl zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919 konnten Frauen es erstmals reichsweit ausüben.

Einen Stimmzettel abgeben und selbst für ein Parlament antreten: Das sind zwei verschiedene Rechte. Frauen mussten in Deutschland lange darum kämpfen. Du untersuchst, wie ihre Bewegung und die Novemberrevolution den Durchbruch ermöglichten.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Das aktive Frauenwahlrecht erlaubt Frauen, bei einer Wahl ihre Stimme abzugeben. Sie entscheiden damit mit, wer gewählt wird. Das passive Frauenwahlrecht erlaubt Frauen, selbst zu kandidieren, also sich zur Wahl zu stellen und gewählt zu werden.

Beide Rechte betreffen politische Mitbestimmung. Das passive Wahlrecht garantiert aber keinen Sitz im Parlament, also in der gewählten Volksvertretung. Es erlaubt die Kandidatur und die Wahl einer Person.

Definition

Aktives und passives Wahlrecht

Aktiv bedeutet: Du darfst wählen. Passiv bedeutet: Du darfst dich zur Wahl stellen und gewählt werden.

Beispiel: Beispieltext, ausgedacht: Zwei Frauen bei einer Wahl

  1. 1Eine wahlberechtigte Frau gibt ihre Stimme ab. Sie nutzt ihr aktives Wahlrecht.
  2. 2Eine andere Frau stellt sich zur Wahl. Dafür braucht sie das passive Wahlrecht.
  3. 3Ob die zweite Frau einen Sitz erhält, steht mit ihrer Kandidatur noch nicht fest.

Teste dich

LeichtWas erlaubt das aktive Wahlrecht?

Alles auf einen Blick

Frauenwahlrecht

  • Zwei Rechte

    Aktives Wahlrecht erlaubt die Stimmabgabe, passives Wahlrecht die Kandidatur und das Gewähltwerden.

  • Langer Einsatz

    Frauenbewegungen machten ihre Forderungen über Jahrzehnte öffentlich.

  • Politischer Durchbruch

    Die Novemberrevolution und die Arbeit der Frauenbewegung gehören beide zur Erklärung.

  • Drei Schritte

    Auf die Verkündung am 12. November 1918 folgten die Verordnung am 30. November und die erste reichsweite Ausübung am 19. Januar 1919.

  • Grenzen der Gleichstellung

    Gleiche Wahlrechte bedeuteten noch keine gleich starke Vertretung im Parlament.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Hedwig Dohms Begründung Schritt für Schritt erklären

  1. 1Aufgabe: Erkläre, wie die Schriftstellerin Hedwig Dohm 1876 ihre Forderung nach dem Frauenstimmrecht begründete.
  2. 2Ausgangspunkt bestimmen: Für Dohm war das Frauenstimmrecht ein Recht, das Frauen von Natur aus zustehe.
  3. 3Bedingung für eine Einschränkung erkennen: Gegner sollten beweisen, dass dieses Recht dem Wohl des Staates schade.
  4. 4Schluss erklären: Ohne einen solchen Beweis sah Dohm keinen sachlichen Grund, Frauen vom Wahlrecht auszuschließen.

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Frauen durften in Deutschland seit auch Parteien beitreten. Bei der Wahl zur Nationalversammlung 1919 mussten deutsche Männer und Frauen am Wahltag mindestens Jahre alt sein, um wählen zu dürfen. Der Anteil der Frauen an den Abgeordneten dieser Nationalversammlung lag bei knapp %.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Frauenwahlrecht

LeichtWann konnten Frauen bei einer reichsweiten Wahl erstmals ihr Wahlrecht ausüben?
MittelWie unterscheiden sich Zetkins Deutung und die neuere historische Forschung?
SchwerWas zeigt die Mitarbeit weiblicher Abgeordneter an Verfassungsartikeln?

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