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Geschichte · Klasse 5–10 · aktualisiert

Demokratiegeschichte: Rechte und Wendepunkte

Du lernst, wie Menschen politische Rechte gewannen, warum Rechte wieder verloren gingen und wie du demokratische Fortschritte beurteilst.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Demokratiegeschichte: Rechte und Wendepunkte

Kurz gesagt

Demokratiegeschichte beschreibt den Wandel politischer Mitbestimmung und Rechte. Menschen erkämpften mehr Einfluss, wurden aber auch ausgeschlossen oder verloren Rechte wieder. Deshalb führt dieser Weg nicht sicher zu immer mehr Demokratie.

Wer darf mitentscheiden, und wer bleibt ausgeschlossen? Diese Frage wurde in der Geschichte unterschiedlich beantwortet. Du prüfst, was Menschen versprochen wurde und wie viel Einfluss sie tatsächlich hatten.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Demokratie bedeutet Herrschaft des Volkes. Menschen wirken an politischen Entscheidungen mit, etwa durch Wahlen oder eigene Abstimmungen. In heutigen Demokratien gehören freie Wahlen, geschützte Rechte und die Kontrolle der Regierung zusammen. Ein Parlament ist eine Versammlung von Volksvertretern, die über Gesetze entscheidet.

Menschen hatten und haben unterschiedliche Interessen. Sie streiten zum Beispiel darüber, wer wählen darf und wie viel Macht eine Regierung haben soll. Rechte können ausgeweitet, aber auch eingeschränkt werden. Demokratiegeschichte ist deshalb offen: Ein erreichter Fortschritt bleibt nicht von selbst erhalten.

Auch die Bezeichnung eines Staates beweist wenig. In einer Republik soll die Macht im Staat vom Volk ausgehen, nicht von einem Monarchen, also einem König oder Kaiser. Trotzdem kann eine Republik eine Demokratie oder eine Diktatur sein. In einer Diktatur herrscht ein Einzelner, eine Gruppe oder eine Partei mit Gewalt und ohne wirksame Begrenzung der Macht.

Ein Beispiel für einen demokratischen Fortschritt bieten die Vereinigten Staaten von Amerika, kurz USA: Dort gelang 1800/01 erstmals ein Regierungswechsel durch eine Präsidentschaftswahl in einem System mit gewählten Volksvertretern. Bei dieser Wahl geht es um das Amt des Präsidenten, der die Regierung leitet. Ein Wechsel der Regierung konnte also durch eine Wahl erfolgen.

Definition

Politische Teilhabe

Politische Teilhabe bedeutet, an politischen Entscheidungen mitzuwirken, zum Beispiel durch Wahlen oder Abstimmungen.

Beispiel: Ein Regierungswechsel durch eine Wahl

  1. 1In den USA gelang 1800/01 erstmals ein Regierungswechsel durch eine Präsidentschaftswahl in einem System mit gewählten Volksvertretern.
  2. 2Das Beispiel zeigt eine Möglichkeit, die Regierung durch eine Wahl zu wechseln.
  3. 3Ob eine Ordnung demokratisch ist, hängt daneben auch von geschützten Rechten und der Kontrolle der Regierung ab.

Teste dich

LeichtWarum bleibt die Entwicklung der Demokratie offen?

Alles auf einen Blick

Demokratiegeschichte

  • Offener Weg

    Demokratische Rechte können gewonnen und wieder eingeschränkt werden.

  • Wendepunkte

    Ein Versprechen, eine neue Staatsform und ein erweitertes Wahlrecht verändern jeweils etwas anderes.

  • Genau prüfen

    Anspruch, sichernde Regeln und tatsächliche Teilhabe sind zu unterscheiden.

  • Beteiligung

    Regeln zur Mitbestimmung können bestehen, obwohl Gruppen ausgeschlossen bleiben.

  • Urteilen

    Ein begründetes Urteil braucht einen Maßstab, passende Tatsachen und einen Blick auf Grenzen.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Die Schweizer Veränderung von 1891 beurteilen

  1. 1Aufgabe klären: War die neue Möglichkeit, die Verfassung zu ändern, ein demokratischer Fortschritt?
  2. 2Maßstab wählen: Prüfe, ob die Möglichkeiten direkter Mitbestimmung zunahmen.
  3. 3Tatsache nennen: Seit 1891 konnte das Volk Verfassungsänderungen auch gegen den Willen von Parlament und Regierung beschließen.
  4. 4Grenze prüfen: Bis zur Einführung des Frauenwahlrechts 1971 waren diese Beteiligungsrechte allein der männlichen Bevölkerung vorbehalten.
  5. 5Urteil formulieren: Gemessen an direkter Mitbestimmung war die Veränderung ein Fortschritt. Er blieb begrenzt, weil Frauen ausgeschlossen waren.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zu Frankreich 1793 In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Die französische Verfassung von sah allgemeines Wahlrecht und direkte Mitbestimmung vor, trat aber nicht in Kraft. In den USA gelang erstmals ein Regierungswechsel durch eine Präsidentschaftswahl in einem System mit gewählten Volksvertretern. In der Schweiz erhielten Frauen das Wahlrecht.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Demokratiegeschichte

LeichtWas sagt die Bezeichnung Republik über einen Staat aus?
MittelWelcher Wandel gehört in Deutschland zu 1989/90?
SchwerWas belegt der Frauenanteil von stets unter zehn Prozent im deutschen Reichstag und Bundestag bis 1986?

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