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Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Athenische Demokratie: Aufbau und Grenzen

Du lernst, wie Athens Demokratie entstand, wer Entscheidungen traf und warum viele Bewohner nicht mitbestimmen durften.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Athenische Demokratie: Aufbau und Grenzen

Kurz gesagt

In Athens Demokratie entschieden die berechtigten Bürger selbst über wichtige Fragen. Losverfahren und Kontrollen sollten persönliche Macht begrenzen. Frauen, Sklaven und ansässige Fremde ohne Bürgerrecht waren politisch ausgeschlossen.

Wer darf mitentscheiden, wenn eine Entscheidung alle betrifft? In Athen konnten berechtigte Bürger selbst reden und abstimmen. Du lernst, wie diese Ordnung entstand und warum trotzdem viele Bewohner keine politische Stimme hatten.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Athen war ein griechischer Stadtstaat: Zur Stadt gehörte auch das Umland Attika. Zunächst führten dort Adelsfamilien, also Familien mit besonderen Vorrechten, die politischen Geschäfte. Zugleich verloren Menschen wegen ihrer Schulden ihre Freiheit. Manche wurden als Sklaven, also unfreie Menschen, ins Ausland verkauft.

Solon, ein athenischer Politiker, wurde 594/93 v. Chr. als Vermittler im Streit berufen. Die Abkürzung „v. Chr.“ bedeutet „vor Christus“ und bezeichnet Jahre vor dem Beginn unserer Zeitrechnung. Er ließ Schulden aufheben und beseitigte die Schuldknechtschaft: Niemand sollte künftig wegen Schulden mit seiner eigenen Freiheit haften. Er wollte Vorrechte alter Adelsfamilien abbauen und mehr Bürger beteiligen. Eine Demokratie war dabei nicht sein Ziel. Welche Ämter, also festen öffentlichen Aufgaben, ein Bürger übernehmen durfte, hing weiterhin von seinem Vermögen ab. Die ärmste Bürgergruppe durfte keine Ämter übernehmen. Sie durfte aber in der Volksversammlung, dem Treffen der berechtigten Bürger, und im Volksgericht mitwirken. Im Volksgericht entschieden Bürger über Streitfälle und Anklagen.

Kleisthenes, ein späterer athenischer Politiker, veränderte ab 508 v. Chr. die politische Einteilung der Bürgerschaft. Er verband Bürger aus Stadtgebiet, Binnenland und Küstengebiet in neuen Gruppen. Binnenland meint das Gebiet im Landesinneren, abseits der Küste. So sollten Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenarbeiten. Das schwächte den Einfluss der bisher führenden Adelsfamilien. Jede neue Gruppe stellte Mitglieder für den Rat der 500, der politische Entscheidungen vorbereitete.

Beide Politiker schufen wichtige Voraussetzungen. Die Demokratie entstand aber über gut zwei Jahrhunderte hinweg, mit Unterbrechungen und ohne festes Ziel von Anfang an. Ihre vollständige Form erreichte sie im 5. Jahrhundert v. Chr.

Definition

Schuldknechtschaft

Menschen mussten für ihre Schulden mit ihrer Freiheit haften. In Athen wurden Betroffene teils zu Sklaven. Solon beseitigte diese Regelung.

Merke: Solon erweiterte die Beteiligung der Bürger. Kleisthenes verband Bürger aus verschiedenen Gebieten. Die fertige Demokratie entstand nicht mit einer einzigen Veränderung.

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MittelWas wollte Solon mit seinen Veränderungen erreichen?

Alles auf einen Blick

Athenische Demokratie

  • Entstehung

    Solon und Kleisthenes bereiteten die Demokratie durch unterschiedliche Veränderungen vor.

  • Aufgaben

    Die Volksversammlung entschied, der Rat bereitete vor, Gerichte urteilten und Amtsträger übernahmen öffentliche Aufgaben.

  • Machtbegrenzung

    Losverfahren, häufige Wechsel und Kontrollen sollten dauerhafte persönliche Macht begrenzen.

  • Ausnahme

    Strategen, die militärischen Befehlshaber, wurden gewählt und konnten jährlich wiedergewählt werden.

  • Grenzen

    Berechtigte Bürger bestimmten mit; Frauen, Sklaven und ansässige Fremde ohne Bürgerrecht waren ausgeschlossen.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Solons Umgang mit Schulden Schritt für Schritt erklären

  1. 1Aufgabe: Erkläre, welches Problem Solon mit der Beseitigung der Schuldknechtschaft anging.
  2. 2Problem benennen: Menschen verloren wegen ihrer Schulden die Freiheit. Manche wurden als Sklaven ins Ausland verkauft.
  3. 3Maßnahme erklären: Solon ließ Schulden aufheben und schloss aus, künftig für Schulden mit der eigenen Freiheit zu haften.
  4. 4Bedeutung festhalten: Die Veränderung sollte die Freiheit der betroffenen Bürger sichern.
  5. 5Grenze nennen: Daraus entstand noch keine fertige Demokratie. Der Zugang zu Ämtern blieb vom Vermögen abhängig.

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Solon wurde als Vermittler im Streit berufen. Mitglieder des Rates der 500 mussten mindestens Jahre alt sein. Die Stellen der Strategen, der militärischen Befehlshaber, wurden durch vergeben.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Athenische Demokratie

LeichtWelche Veränderung geht auf Kleisthenes zurück?
MittelWie entschieden die Richter im Volksgericht über die Schuldfrage?
SchwerWelches Urteil über Athens Demokratie berücksichtigt Beteiligung und Ausschluss?

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