Französisch · Klasse 5–10 · aktualisiert
Französische Aussprache: Regeln und Übungen
Du lernst, wie du ou, oi, au, Nasalvokale, Liaison, Akzente und stumme Endbuchstaben im Französischen richtig aussprichst.
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Kurz gesagt
Im Französischen sprichst du viele Buchstaben anders aus, als du sie liest: ou klingt wie [u], oi wie [wa], an und on sind Nasalvokale. Am Wortende sind Buchstaben wie t oder s oft stumm, ein e meist auch. Bei der Liaison hörst du vor einem Vokal einen sonst stummen Konsonanten.
Im Französischen schreibst du tout und sprichst [tu]. Das wirkt am Anfang seltsam. Die Aussprache folgt aber recht einfachen Regeln. Mit diesen Regeln liest du viele Wörter richtig laut.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Im Französischen sieht ein Wort oft anders aus, als es klingt. Die Aussprache folgt aber recht einfachen Regeln. Einige Buchstabengruppen haben einen eigenen Laut. Die Lautschrift in eckigen Klammern zeigt, wie man das Wort spricht.
Diese Gruppen musst du kennen: ou klingt wie [u] in tout (ganz). oi klingt wie [wa] in moi (ich). au klingt wie [o] in gauche (links). Bei oi gibt es eine Ausnahme: Gehört das i zur Buchstabengruppe ill, gilt [wa] nicht.
Dazu kommen die Nasalvokale. Das sind Vokale (a, e, i, o, u), bei denen ein Teil der Luft durch die Nase entweicht. Solche Laute kennt das Deutsche kaum. Ein Nasalvokal entsteht, wenn nach dem Vokal ein m oder n steht und danach ein anderer Konsonant (Mitlaut wie t oder s) oder das Wortende. Das m oder n zeigt dann nur die nasale Aussprache an. So klingt an wie [ɑ̃] in sans (ohne) und on wie [ɔ̃] in bon (gut).
Folgt dem m oder n derselbe Konsonant oder ein Vokal, gibt es keinen Nasalvokal: pomme [pɔm] (Apfel), Anne [an], une [yn] (eine).
Definition
Nasalvokal
Ein Nasalvokal ist ein Vokal, bei dem ein Teil der Luft durch die Nase entweicht. In der Lautschrift zeigt eine Tilde (~) über dem Vokal das an, zum Beispiel [ɔ̃].
| Buchstaben | Laut | Beispiel |
|---|---|---|
| ou | [u] | tout (ganz) |
| oi | [wa] | moi (ich) |
| au | [o] | gauche (links) |
| an | [ɑ̃] | sans (ohne) |
| on | [ɔ̃] | bon (gut) |
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Viele französische Wörter enden auf einen Konsonanten, den man sonst nicht spricht. Beginnt das nächste Wort mit einem Vokal, hörst du ihn in bestimmten Wortverbindungen aber doch. Das nennt man Liaison (französisch für „Bindung“). Beide Wörter werden dann zusammenhängend gesprochen. Bei les amis (die Freunde) hörst du deshalb ein z: [lez‿ami]. Auch bei nous avons (wir haben) wird das s gesprochen: [nuz‿avɔ̃].
Bei der Elision fällt ein Vokal am Wortende weg. Dafür schreibst du einen Apostroph (’). Das ist ein kleines Zeichen oben in der Zeile. In l’ami (der Freund) fehlt der Vokal des Artikels, an seiner Stelle steht der Apostroph. Aus je wird j’ in j’ai (ich habe). Das klingt wie [ʒe].
Merke den Unterschied: Bei der Liaison kommt ein Konsonant dazu, den du hörst. Bei der Elision fällt ein Vokal weg.
Definition
Liaison
Die Liaison ist die Bindung zweier Wörter: Ein sonst stummer Konsonant am Wortende wird gesprochen, wenn das nächste Wort mit einem Vokal beginnt.
Beispiel: Liaison und Elision hören
- 1les amis → [lez‿ami]: Das s wird gesprochen (Liaison).
- 2l’ami → [lami]: Der Vokal des Artikels fällt weg, ein Apostroph steht (Elision).
- 3j’ai → [ʒe]: je wird zu j’ (Elision).
Merke: Liaison: Ein stummer Endkonsonant wird gesprochen. Elision: Ein Vokal fällt weg, ein Apostroph steht an seiner Stelle.
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Die Zeichen é, è und ê heißen accent aigu, accent grave und accent circonflexe. Der Name kommt vom französischen accent („Akzent“). Sie zeigen aber nicht, welche Silbe betont wird. Sie verändern den Klang des Buchstabens e.
é klingt meist wie ein geschlossenes e [e], etwa in été (Sommer). Dieses e klingt wie in „Lee“. Es gibt Ausnahmen: In médecin zum Beispiel klingt é wie [ɛ]. è und ê klingen wie ein offenes e [ɛ] wie in „Messer“, zum Beispiel in règle (Regel) und être (sein).
Das ç ist ein c mit Cedille. Ein ç vor a, o und u wird nicht wie [k] gesprochen, sondern wie [s]. So spricht man auch ein c vor e und i. Beispiel: ça (das) klingt [sa].
| Zeichen | Laut | Beispiel |
|---|---|---|
| é | [e] (meist) | été (Sommer) |
| è und ê | [ɛ] | règle (Regel), être (sein) |
| ç vor a, o, u | [s] | ça (das) |
Merke: Ein Akzent verändert den Klang des e. Er zeigt nicht die betonte Silbe. Das ç vor a, o und u klingt wie [s].
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Das Französische hat sehr viele stumme Buchstaben, besonders am Wortende. Der Grund liegt in der Geschichte: Die Aussprache hat sich teilweise deutlich verändert, die Schreibweise kaum. Am Wortende können sogar ganze Buchstabengruppen stumm bleiben.
Diese Endungen sprichst du nicht: ein t am Wortende (außer nach s), zum Beispiel in haut [o] (hoch). Ein grammatisch bedingtes s, zum Beispiel in suis [sɥi] (ich bin). Ein x wie in peux [pø] (ich kann). Die Verbendung -nt, zum Beispiel in donnent [dɔn] (sie geben). In Ortsnamen sind s und x am Ende ebenfalls stumm, etwa in Paris und Bordeaux. Bei Verben auf -dre ist die Endung -d stumm. Steht vor so einem stummen Endbuchstaben noch ein p, t, c, k, b oder d, ist auch dieser Buchstabe stumm.
Auch ein e am Wortende ist zumeist stumm. Der Konsonant davor wird dagegen gesprochen: haut [o] (männliche Form), haute [ot] (weibliche Form), beide bedeuten „hoch“. Denk auch an die Liaison: Vor einem Vokal kann ein stummer Endkonsonant wieder hörbar werden.
Beispiel: Vier Wortenden hören
- 1haut → [o]: Das t am Ende ist stumm.
- 2haute → [ot]: Das e ist stumm, das t davor klingt.
- 3suis → [sɥi]: Das s am Ende ist stumm.
- 4donnent → [dɔn]: Die Endung -nt ist stumm.
Merke: Ein e am Wortende ist zumeist stumm. Der Konsonant davor wird gesprochen.
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Alles auf einen Blick
Französische Aussprache
Buchstabengruppen
ou klingt wie [u], oi wie [wa] und au wie [o].
Nasalvokale
Auf den Vokal folgen m oder n und dann ein anderer Konsonant oder das Wortende, zum Beispiel on [ɔ̃] in bon.
Liaison und Elision
Bei der Liaison wird ein sonst stummer Endkonsonant vor einem Vokal gesprochen. Bei der Elision fällt ein Vokal weg und ein Apostroph steht.
Akzente
é klingt meist wie [e], è und ê klingen wie [ɛ]. Das ç vor a, o und u klingt wie [s].
Stumme Endbuchstaben
Das t in haut, das s in suis und die Endung -nt in donnent sind stumm, ein e am Wortende zumeist auch.
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Erfundene Musteraufgabe: Drei Wortenden lesen
- 1Aufgabe: Wie sprichst du Paris, Bordeaux und attend aus?
- 2Paris: Das s am Ende ist in Ortsnamen stumm. Du sprichst [paʁi].
- 3Bordeaux: Das x am Ende ist in Ortsnamen stumm. Du sprichst [bɔʁdo].
- 4attend: Das d am Ende ist hier die stumme Endung -d eines Verbs auf -dre. Das e vor n und d ergibt einen Nasalvokal. Du sprichst [atɑ̃].
Fehler finden
Prüfe die Aussagen zu Lauten und Wortenden In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Vor einem Vokal wird das s hier gesprochen, das ist eine Liaison. Richtig: nous avons [nuz‿avɔ̃].
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Bei der hörst du einen sonst stummen Endkonsonanten, wenn das nächste Wort mit einem Vokal beginnt. Das é klingt meist wie ein e, zum Beispiel in été. Ein Nasalvokal entsteht, wenn auf den Vokal ein m oder n und dann ein anderer oder das Wortende folgt.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback