Französisch · Klasse 5–8 · aktualisiert
Adverbialpronomen en und y richtig verwenden
Du lernst, welche Ergänzungen „y“ und „en“ ersetzen, wie du Mengen und Personen behandelst und wo die Formen im Satz stehen.
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Kurz gesagt
„Y“ ersetzt bestimmte Ortsangaben und bestimmte Ergänzungen mit „à“, die eine Sache meinen. „En“ ersetzt unter anderem Ergänzungen mit „de“ und Mengenbezüge. Im Aussagesatz stehen beide vor dem zugehörigen Verb, dem Wort für eine Tätigkeit oder einen Zustand.
Du willst auf Französisch antworten, ohne dieselben Wörter zu wiederholen? Dafür helfen dir „y“ und „en“. Entscheidend ist, was du ersetzen möchtest und zu welchem Verb die Ergänzung gehört.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Ein Pronomen ersetzt hier einen schon genannten Satzteil. Die Adverbialpronomen „y“ und „en“ sind solche Ersatzformen. Ihr Bezug muss im Gespräch oder Text klar sein. Eine Präposition ist ein Verhältniswort wie „à“ oder „de“.
„Y“ ersetzt Ortsangaben mit „à“, „en“, „dans“, „devant“, „derrière“, „sous“ oder „sur“. Auch „chez“ mit einem Personennamen kann einen Ort bezeichnen: „chez Paul“ bedeutet „bei Paul“. Diese Ortsangabe lässt sich durch „y“ ersetzen. Ein Personenname schließt „y“ also nicht schon aus.
„Y“ kann auch eine Sache oder einen Gedanken ersetzen. Das gilt etwa bei „penser à“, also „an etwas denken“, und „réfléchir à“, also „über etwas nachdenken“. Hier bezeichnet „à“ keinen Ort. Prüfe deshalb die Verbindung mit dem jeweiligen Verb. Ein Verb ist ein Wort für eine Tätigkeit oder einen Zustand.
„En“ ersetzt unter anderem Ergänzungen mit „de“, etwa bei „parler de“: „über etwas sprechen“. Bei „venir de“ und „revenir de“ kann es die Herkunft ersetzen: „von einem Ort kommen“ oder „zurückkommen“. Auch Mengenbezüge mit „du“, „de la“, „de l’“ oder „des“ lassen sich durch „en“ ersetzen. Bei Personen musst du genauer prüfen; das lernst du im nächsten Abschnitt.
Die deutsche Übersetzung hängt vom Zusammenhang ab. „Y“ kann etwa „dort“, „dorthin“ oder „daran“ bedeuten, „en“ etwa „davon“ oder „von dort“. Es gibt keine einzige deutsche Übersetzung, die überall passt.
Definition
Adverbialpronomen
Die Ersatzformen „y“ und „en“ beziehen sich auf eine erkennbare Ergänzung, zum Beispiel einen zuvor genannten Ort oder eine Menge.
Beispiel: Erfundenes Beispiel: der Weg zur Sporthalle
- 1„Tu vas au gymnase ?“ bedeutet: „Gehst du zur Sporthalle?“
- 2„Au gymnase“ nennt den Ort, zu dem du gehst.
- 3„Oui, j’y vais.“ bedeutet: „Ja, ich gehe dorthin.“ „Y“ ersetzt „au gymnase“.
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Wenn „en“ einen Mengenbezug ersetzt, bleibt die Zahl oder das Mengenwort erhalten. „Assez“ heißt „genug“, „pain“ heißt „Brot“. Im erfundenen Beispiel wird aus „J’ai assez de pain.“ („Ich habe genug Brot.“) der Satz „J’en ai assez.“ („Ich habe genug davon.“). „En“ ersetzt den Bezug auf Brot; „assez“ bleibt. Auch eine Angabe wie „une tranche“, also „eine Scheibe“, bleibt erhalten.
Personen verlangen einen genauen Blick auf das Verb. Bei „penser à“ mit einer Person übst du „à lui“ für einen männlichen und „à elle“ für einen weiblichen Bezug. Das sind betonte Personalpronomen: selbständige Formen, die hier nach einem Verhältniswort stehen. Bei „parler de“ mit einer Person übst du entsprechend „de lui“ für einen männlichen und „d’elle“ für einen weiblichen Bezug. Diese Formen sind die hier eingeübte Standardlösung; daraus folgt kein Verbot sämtlicher Verwendungen von „en“ mit Personen.
Bei „parler à“ mit einer Person steht dagegen „lui“ vor dem Verb. „Lui“ kann dort „ihm“ oder „ihr“ bedeuten. Ein Objekt ist eine Ergänzung zum Verb. Ein Objektpronomen ersetzt eine solche Ergänzung; hier ersetzt „lui“ den Gesprächspartner. Übertrage das Muster von „parler à“ nicht ungeprüft auf „penser à“.
Auch Personen können zu einer unbestimmten Menge gehören. „Des footballeurs“ bedeutet „Fußballspieler“. Wenn gefragt wird, ob es dort Fußballspieler gibt, kann die Antwort „Il y en a.“ lauten: „Es gibt dort welche.“ Hier bezieht sich „en“ auf die genannte Gruppe.
Beispiel: Erfundenes Beispiel: Lina denkt und spricht
- 1„Lina pense à Paul.“ bedeutet: „Lina denkt an Paul.“
- 2Mit Ersatzform: „Lina pense à lui.“ Das Verhältniswort „à“ bleibt.
- 3„Lina parle à Paul.“ bedeutet: „Lina spricht mit Paul.“
- 4Mit Ersatzform: „Lina lui parle.“ Hier steht „lui“ vor dem Verb.
Merke: Bei Mengen bleibt die Mengenangabe stehen. Bei Personen prüfst du das Verb und die Bedeutung der Ergänzung.
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Die Grundform eines Verbs heißt Infinitiv. Sie nennt eine Tätigkeit oder einen Zustand, ohne selbst zu zeigen, wer gemeint ist: „aller“ heißt „gehen“, „vouloir“ heißt „wollen“. Eine konjugierte Verbform ist an den Satz angepasst: an die Person, an eine oder mehrere Personen und an die Zeitform. Bei „je vais“ („ich gehe“) ist „vais“ die angepasste Form von „aller“. Sie kann sich stark von der Grundform unterscheiden.
In den hier geübten Aussagesätzen stehen „y“ und „en“ vor dem Verb, zu dem sie gehören. Erfundene Anwendungen: „J’y vais.“ heißt „Ich gehe dorthin“, bezogen auf einen zuvor genannten Ort. „J’en veux.“ heißt beim Angebot von Suppe „Ich möchte welche“. „Veux“ ist die angepasste Form von „vouloir“. Die deutsche Übersetzung „möchte“ passt hier zum Angebot.
Für eine Verneinung mit „ne … pas“ steht „pas“ hinter der konjugierten Verbform. Ersatzformen, die zu dieser Verbform gehören, stehen zwischen „ne“ und der Verbform. Steht „ne“ unmittelbar vor „y“ oder „en“, wird es zu „n’“: „Je n’y vais pas.“ heißt „Ich gehe nicht dorthin“. „Je n’en veux pas.“ heißt beim Suppenangebot „Ich möchte keine“.
Gehört „y“ oder „en“ zu einer Grundform, steht es unmittelbar vor dieser Grundform. Erfundene Anwendung mit einem bekannten Ziel: „Je veux y aller.“ heißt „Ich will dorthin gehen“. „Y“ gehört zu „aller“, weil es sagt, wohin ich gehen will. Verneint heißt es „Je ne veux pas y aller.“ „Ne“ und „pas“ umgeben „veux“; „y“ bleibt vor „aller“.
Ein Hilfsverb hilft einem anderen Verb, eine Zeitform zu bilden. Dafür verwendet man oft „avoir“ („haben“) oder „être“ („sein“). Im erfundenen Beispiel „Lina a écouté de la musique.“ („Lina hat Musik gehört.“) bilden „a“ und „écouté“ gemeinsam die Vergangenheitsform. „A“ ist die angepasste Form des Hilfsverbs „avoir“. „Écouté“ ist eine besondere Form von „écouter“ („hören“). Sie heißt Partizip der Vergangenheit. Eine Zeitform aus einem Hilfsverb und einer solchen Verbform nennt man zusammengesetzte Zeitform.
Bei einer solchen Zeitform stehen „y“ und „en“ vor dem Hilfsverb. Für die folgende erfundene Anwendung ist „ai parlé“ („habe gesprochen“) vorgegeben. „Ai“ ist die angepasste Form von „avoir“; „parlé“ ist das Partizip der Vergangenheit von „parler“ („sprechen“). Zu einem zuvor genannten Thema kannst du sagen: „Je n’en ai pas parlé.“ Das heißt „Ich habe nicht darüber gesprochen“. „En“ steht vor „ai“, „pas“ dahinter. „Parlé“ bleibt danach stehen. Befehle ohne Verneinung haben ein anderes Stellungsmuster; sie gehören nicht zu diesen Übungen.
| Fall | Stellung |
|---|---|
| Bezug auf die angepasste Verbform | „y“ oder „en“ vor dieser Verbform |
| Bezug auf eine Grundform | „y“ oder „en“ unmittelbar vor dieser Grundform |
| Eine zusammengesetzte Zeitform | „y“ oder „en“ vor dem Hilfsverb |
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Wenn mehrere Ersatzformen vor demselben Verb stehen, haben sie feste Plätze. Zum Sortieren gibt dir die Aufgabe die passenden Formen vor. Die Reihenfolge lautet: „me“, „te“, „se“, „nous“ oder „vous“ zuerst; danach „le“, „la“ oder „les“; danach „lui“ oder „leur“; danach „y“; zuletzt „en“. Die Wörter innerhalb einer Gruppe stehen als Auswahl nebeneinander. Du setzt nicht einfach alle Formen zusammen: Die Verbindung muss zum Satz und zu seinen Ergänzungen passen.
Für diese Lektion sind zwei Regeln besonders hilfreich: Andere passende Ersatzformen stehen vor „y“ und „en“. Wenn „y“ und „en“ zusammen vorkommen, steht „y“ vor „en“. Das Muster „il y a“ bedeutet „es gibt“. Mit „en“ wird daraus „il y en a“.
Erfundene Anwendung: Du sprichst mit einem schon genannten Gesprächspartner über eine schon genannte Sache. „Lui“ ersetzt den Gesprächspartner und kann hier „ihm“ oder „ihr“ entsprechen. „En“ ersetzt das Gesprächsthema. Der Satz lautet „Je lui en parle.“: „Ich spreche mit ihm oder ihr darüber.“ Die Reihenfolge ist „lui“ vor „en“, beide stehen vor „parle“.
Die hier geübte Rangfolge ordnet passende Formen vor demselben Verb. Sie ist keine Anleitung für Befehle ohne Verneinung und auch keine Erlaubnis, beliebige Formen miteinander zu verbinden.
| Platz vor dem Verb | Form oder Auswahl |
|---|---|
| Zuerst | me / te / se / nous / vous |
| Danach | le / la / les |
| Danach | lui / leur |
| Danach | y |
| Zuletzt | en |
Merke: Sortiere nur Formen, die zum Satz passen und vor demselben Verb stehen. Dabei kommt „y“ vor „en“.
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Alles auf einen Blick
Adverbialpronomen en und y
Bezug
Der ersetzte Ort, die Sache oder die Menge muss aus dem Zusammenhang klar sein.
Auswahl
„Y“ ersetzt bestimmte Ortsangaben und bestimmte sachbezogene Ergänzungen mit „à“; „en“ unter anderem Ergänzungen mit „de“.
Mengen und Personen
Mengenangaben bleiben erhalten. Bei Personen prüfst du die Verbindung mit dem Verb.
Stellung
In den geübten Aussagesätzen stehen „y“ und „en“ vor dem zugehörigen Verb, der zugehörigen Grundform oder dem Hilfsverb.
Reihenfolge
Vor demselben Verb stehen andere passende Ersatzformen vor „y“ und „en“; „y“ steht vor „en“.
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Erfundene Musteraufgabe: ein Suppenangebot ablehnen
- 1Ausgangsfrage: „Tu veux de la soupe ?“ bedeutet „Möchtest du Suppe?“ Antworte mit „en“, dass du keine möchtest.
- 2Bestimme den Bezug: „de la soupe“ bezeichnet die angebotene Suppe. Diese Ergänzung ersetzt du durch „en“.
- 3Die vorgegebene Verbform für deine Antwort ist „veux“. Setze „en“ davor: „J’en veux.“
- 4Verneine die Antwort. Vor „en“ steht „n’“, hinter „veux“ steht „pas“: „Je n’en veux pas.“
- 5Kontrolle: „en“ ersetzt den Suppenbezug. Die Antwort bedeutet hier „Ich möchte keine“.
Fehler finden
Prüfe die erfundene Umformung zum Musikhören In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 2Die Stellung zum Hilfsverb ist falsch. Richtig: „En“ steht vor dem Hilfsverb „a“: „Lina en a écouté.“
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Wenn „venir de“ die Herkunft von einem schon genannten Ort ausdrückt, ersetzt du die Ortsgruppe durch . In einer erfundenen Antwort mit „en“ soll die Mengenangabe weiterhin genau „eine Scheibe“ bedeuten. Dafür bleibt stehen. In „Je ne veux pas y aller.“ steht „pas“ direkt hinter .
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback