Französisch · Klasse 5–7 · aktualisiert
Französischer Aussagesatz: Wortstellung verstehen
Du lernst, Aussagen von Fragen und Aufforderungen zu unterscheiden, Wörter anzuordnen, Zeitangaben zu setzen und wichtige Satzteile hervorzuheben.
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Kurz gesagt
Ein französischer Aussagesatz teilt in seiner typischen Verwendung etwas mit. Im Grundmuster ohne besondere Betonung steht das Subjekt, über das etwas ausgesagt wird, vor dem Verb, dem Tätigkeits- oder Zustandswort. Welche Ergänzungen dazugehören, hängt vom Verb ab.
Wer handelt, und was passiert? Die Reihenfolge der Wörter hilft dir, eine französische Aussage zu verstehen. Du lernst auch, wie du eine Zeitangabe ergänzt und die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Satzteil lenkst.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
3 Abschnitte
Ein Aussagesatz teilt in seiner typischen Verwendung etwas mit, etwa eine Beobachtung. Eine direkte Frage verlangt eine Antwort. Eine Aufforderung soll jemanden zum Handeln bringen. Sie kann auch eine Bitte, ein Rat oder eine Einladung sein.
Im Grundmuster ohne besondere Betonung steht das Subjekt vor dem Verb. Über das Subjekt wird etwas ausgesagt. Das Verb ist das Tätigkeits- oder Zustandswort. Am Ende steht meist ein Punkt. Eine direkte geschriebene Frage endet mit einem Fragezeichen. Der Imperativ ist die Befehlsform des Verbs. Er hat normalerweise kein ausdrücklich genanntes Subjekt und kann mit Punkt oder Ausrufezeichen enden. Ein Ausrufezeichen allein beweist deshalb keine Aufforderung.
Die folgenden Beispiele sind erfunden. Léa ist ein erfundener Name. „Fermer“ bedeutet „schließen“; diese unveränderte Form heißt Grundform. „Ferme“ bedeutet hier „schließt“ oder als Befehl „schließe“. „La porte“ heißt „die Tür“. „Est-ce que“ leitet eine Frage ein; dafür brauchst du in der deutschen Übersetzung kein eigenes Wort.
Achte auch darauf, was der Sprecher erreichen will. Die Wortfolge eines Aussagesatzes kann mit passendem Ton und Fragezeichen zum Fragen dienen. Auch eine Aussageform kann im Gespräch eine Aufforderung ausdrücken. Wortfolge und Absicht passen also nicht in jedem Fall eindeutig zusammen. Eine Verneinung allein macht aus einer Aussage ebenfalls keinen anderen Satztyp.
Definition
Aussagesatz
Ein Aussagesatz dient in seiner typischen Verwendung dazu, etwas mitzuteilen.
Beispiel: Erfundene Beispiele an einer Tür
- 1Jemand berichtet eine Beobachtung: „Léa ferme la porte.“ – Léa schließt die Tür.
- 2Jemand möchte eine Antwort erfahren: „Est-ce que Léa ferme la porte ?“ – Schließt Léa die Tür?
- 3Jemand fordert die angesprochene Person zum Handeln auf: „Ferme la porte !“ – Mach die Tür zu!
Teste dich
Ein Satzglied ist ein Wort oder eine Wortgruppe mit einer Aufgabe im Satz. Das Subjekt ist das Satzglied, über das etwas ausgesagt wird. In unseren einfachen Beispielen handelt es. Als Prädikat bezeichnen wir hier den verbalen Kern, also das Verb oder die zusammengehörigen Verbformen. Ergänzungen bestimmen wir daneben einzeln. Die gebeugte Verbform ist die an das Subjekt angepasste Form. Wir üben Aussagen in der Gegenwart, also darüber, was jetzt geschieht.
Erfundenes Beispiel: „Mila donne le livre à Paul.“ – Mila gibt Paul das Buch. Mila und Paul sind erfundene Namen. „Donner“ heißt „geben“, „donne“ hier „gibt“, „le livre“ heißt „das Buch“. „À Paul“ bezeichnet hier Paul als Empfänger: „an Paul“. Mila ist das Subjekt, donne das Prädikat. Le livre ist das direkte Objekt: Es ergänzt das Verb ohne einleitende Präposition. Eine Präposition ist ein Verbindungswort wie „à“, hier „an“. À Paul ist das indirekte Objekt: In solchen Beispielen verbindet eine zum Verb gehörende Präposition das Verb mit seiner Ergänzung.
Für diesen Satz lernst du die neutrale Folge: Subjekt – Verb – direktes Objekt – indirektes Objekt. Die Objekte sind dabei ausgeschriebene Namen oder Wortgruppen mit einem Nomen, also einem Namenwort wie „Buch“. Diese Folge ist kein starres Gesetz für alle Sätze. Ein indirektes Objekt muss keine Person bezeichnen. Auch ist nicht jede Wortgruppe mit einer Präposition ein Objekt. Prüfe, welchen Anschluss das französische Verb verlangt; die deutsche Frage „wem?“ allein reicht dafür nicht.
Ein Satz braucht nicht unbedingt ein Objekt. Erfundenes Beispiel: „Léa dort.“ – Léa schläft. „Dormir“ heißt „schlafen“, „dort“ heißt hier „schläft“. Der Satz ist vollständig: Léa ist das Subjekt, dort das Prädikat. Andere Verben haben andere Anschlüsse: „Regarder“ heißt „anschauen“, „regarde“ hier „schaut an“. Es schließt sein direktes Objekt ohne Präposition an. In der erfundenen Aussage „Paul regarde Mila.“ schaut Paul Mila an. „Mila regarde Paul.“ berichtet dagegen, dass Mila Paul anschaut. Beide Sätze sind möglich, aber die Rollen unterscheiden sich.
Ein weiterer erfundener Fall ist „Paul téléphone à Léa.“ – Paul telefoniert mit Léa. „Téléphone“ bedeutet hier „telefoniert“, „à Léa“ entspricht hier „mit Léa“. Dieses französische Verb schließt den Gesprächspartner mit „à“ an. Deshalb ist „à Léa“ hier das indirekte Objekt; Paul ist das Subjekt.
Kurze Stellvertreter heißen Pronomen. Sie haben eigene Plätze. Im erfundenen Satz „Mila le donne à Paul.“ – Mila gibt es Paul – ersetzt „le“ das Buch und bedeutet hier „es“. In einer einfachen bejahten Gegenwartsaussage steht dieser Stellvertreter vor dem Verb. Übertrage die Reihenfolge der ausgeschriebenen Objekte deshalb nicht auf solche kurzen Ersatzwörter.
| Satzteil | Aufgabe im Beispielsatz |
|---|---|
| Mila | Subjekt: Sie gibt etwas. |
| donne | Prädikat: der verbale Kern. |
| le livre | Direktes Objekt: die gegebene Sache, ohne einleitende Präposition. |
| à Paul | Indirektes Objekt: der Empfänger, mit der Präposition „à“. |
Merke: Prüfe das französische Verb und seine Anschlüsse. Nicht jeder Satz braucht ein Objekt, und nicht jedes indirekte Objekt bezeichnet eine Person.
Teste dich
Eine adverbiale Angabe ergänzt hier eine Information zu Zeit, Ort oder Grund. Wir üben bewegliche Angaben zum ganzen Satz. Solche Angaben lassen sich oft als Gruppe verschieben oder weglassen, während ein grammatisch vollständiger Satz bleibt. Das gilt nicht für jedes Wort, das etwas über Zeit oder Ort sagt.
„Aujourd’hui“ bedeutet „heute“. Zwei erfundene Fassungen sind möglich: „Aujourd’hui, Mila donne le livre à Paul.“ und „Mila donne le livre à Paul aujourd’hui.“ Beide bedeuten: Heute gibt Mila Paul das Buch. Am Anfang nennt die Zeitangabe gleich den zeitlichen Rahmen. Am Ende folgt sie nach der berichteten Handlung. Nach der vorangestellten Zeitangabe bleibt die Folge „Mila donne“ erhalten. Übertrage also nicht die deutsche Reihenfolge „Heute gibt Mila …“ auf das Französische.
Hervorheben heißt, die Aufmerksamkeit besonders auf etwas zu lenken. Dafür lernst du zwei zusammengehörige Rahmen. Mit „c’est … qui“ hebst du hier das Subjekt hervor. Erfundenes Beispiel: „C’est Mila qui donne le livre à Paul.“ – Mila ist es, die Paul das Buch gibt. „C’est“ bedeutet in diesem Zusammenhang „es ist“; „qui“ steht hier für das hervorgehobene Subjekt und entspricht in der Übersetzung „die“.
Mit „c’est … que“ hebst du hier das direkte Objekt hervor. Erfundenes Beispiel: „C’est le livre que Mila donne à Paul.“ – Das Buch ist es, das Mila Paul gibt. „Que“ entspricht hier dem deutschen „das“ nach dem Komma. Das Buch bleibt das direkte Objekt; Mila bleibt das Subjekt von donne. Wähle den Rahmen nach der Aufgabe des hervorgehobenen Satzglieds. Qui und que sind in diesen beiden Mustern nicht austauschbar.
Merke: Bei den geübten Hervorhebungen erhält das Subjekt den Rahmen „c’est … qui“, das direkte Objekt den Rahmen „c’est … que“.
| Dein Ziel | Deine Möglichkeit im geübten Muster |
|---|---|
| Den Zeitpunkt ergänzen | „Aujourd’hui“ kann im geübten Satz am Anfang oder am Ende stehen. |
| Das Subjekt hervorheben | „C’est … qui“ um das Subjekt setzen. |
| Das direkte Objekt hervorheben | „C’est … que“ um das direkte Objekt setzen. |
Teste dich
Alles auf einen Blick
Aussagesatz
Absicht
Ein Aussagesatz teilt typischerweise etwas mit. Achte zusätzlich auf Satzzeichen und Gesprächszusammenhang.
Grundmuster
Im neutralen Aussagesatz steht das Subjekt vor dem Verb.
Objekte
Der Anschluss hängt vom französischen Verb ab. Ein Satz braucht nicht unbedingt ein Objekt.
Zeitangabe
„Aujourd’hui“ kann im geübten Satz am Anfang oder am Ende stehen.
Hervorhebung
Für das Subjekt übst du „c’est … qui“, für das direkte Objekt „c’est … que“.
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Erfundene Musteraufgabe: Paul gibt Léa heute das Buch
- 1Gewünschte Mitteilung: Paul gibt Léa heute das Buch. Bausteine: „Paul / donne / le livre / à Léa / aujourd’hui“.
- 2Bestimme das Subjekt: Paul handelt. Setze danach das Prädikat „donne“.
- 3Ergänze die gegebene Sache „le livre“ ohne Präposition und den Empfänger „à Léa“ mit „à“.
- 4Setze die Zeitangabe ans Ende: „Paul donne le livre à Léa aujourd’hui.“
- 5Auch der Anfang ist möglich: „Aujourd’hui, Paul donne le livre à Léa.“ Nach der Zeitangabe bleibt „Paul donne“ erhalten.
Fehler finden
Prüfe die erfundene Aussage über Mila und Léa In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 2Die Aufgabe von Mila wurde verwechselt. Richtig: Mila ist in diesem Satz das Subjekt. Über Mila wird ausgesagt, dass sie Léa anschaut.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Im neutralen Grundmuster steht das Satzglied, über das etwas ausgesagt wird, dem Verb. Die ohne Präposition angeschlossene gegebene Sache ist bei „donner“ das Objekt. Soll im geübten Hervorhebungsmuster das handelnde Subjekt besonders auffallen, lautet der Rahmen „c’est … “.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback