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Biologie · Klasse 9–10 · aktualisiert

Natürliche Selektion: Evolution verständlich erklärt

Erbliche Unterschiede, Umwelt und Fortpflanzungserfolg erklären natürliche Selektion.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Natürliche Selektion: Evolution verständlich erklärt

Kurz gesagt

Natürliche Selektion verändert über Generationen die Häufigkeit erblicher Merkmale in einer Population. Unter bestimmten Umweltbedingungen haben Träger mancher Varianten im Durchschnitt mehr fortpflanzungsfähige Nachkommen. So kann etwa eine besser getarnte Färbung häufiger werden.

In einer Population unterscheiden sich Lebewesen in vererbbaren Merkmalen. Je nach Umwelt haben manche deshalb mehr fortpflanzungsfähige Nachkommen. Diese Varianten können über Generationen häufiger werden; ein einzelnes Lebewesen passt seine Gene dabei nicht absichtlich an.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Natürliche Selektion kann nur wirken, wenn sich die Individuen einer Population unterscheiden. Eine Population umfasst Individuen derselben Art, die zur gleichen Zeit in einem Gebiet leben und sich miteinander fortpflanzen können. Mutation und Rekombination erzeugen beziehungsweise kombinieren genetische Varianten. Dadurch können unterschiedliche Merkmalsausprägungen entstehen, zum Beispiel eine hellere oder dunklere Färbung.

Definition

Phänotyp

Der Phänotyp umfasst die beobachtbaren Merkmale eines Individuums. Die Umwelt wirkt unmittelbar auf diese Merkmalsausprägungen. Über die Fortpflanzung werden die zugrunde liegenden erblichen Varianten unterschiedlich häufig weitergegeben.

Merke: Variation entsteht nicht, weil ein Lebewesen ein bestimmtes Merkmal benötigt. Sie ist bereits vorhanden oder entsteht ungerichtet. Erst danach wirkt die Selektion.

Beispiel: Für natürliche Selektion sind drei Punkte entscheidend

  1. 1In einer Population gibt es unterschiedliche Merkmalsausprägungen.
  2. 2Mindestens ein Teil dieser Unterschiede ist erblich.
  3. 3Die Merkmale beeinflussen unter den herrschenden Bedingungen den Fortpflanzungserfolg.

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Alles auf einen Blick

Natürliche Selektion

  • Voraussetzung

    erbliche Variation

  • Umweltwirkung

    Selektionsfaktoren und Selektionsdruck

  • Ergebnis

    unterschiedlicher Fortpflanzungserfolg

  • Population

    Merkmals- und Allelhäufigkeiten verändern sich

  • Stabilisierend

    Mitte wird begünstigt

  • Gerichtet

    Verteilung verschiebt sich

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Selektion beim Birkenspanner erklären

  1. 1Auf hellen Baumstämmen leben helle und dunkle Birkenspanner. Vögel entdecken die dunklen Falter häufiger. Was ist bei erblicher Färbung zu erwarten?
  2. 2Die vorhandene Farbvariation ist erblich; die Sichtbarkeit für Fressfeinde ist der Selektionsfaktor.
  3. 3Helle Falter können im Durchschnitt häufiger überleben und sich fortpflanzen.
  4. 4Dadurch kann die helle Variante über Generationen häufiger werden. Verdunkelt der Untergrund, kann sich der Vorteil der Färbung umkehren.

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Lückentext

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Natürliche Selektion benötigt erbliche . Ein beeinflusst unter bestimmten Bedingungen den Fortpflanzungserfolg. Haben Träger einer Variante im Durchschnitt mehr Nachkommen, kann diese Variante über häufiger werden.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Natürliche Selektion

LeichtWas verändert sich bei natürlicher Selektion unmittelbar über Generationen?
MittelWelche vollständige Erklärung beschreibt natürliche Selektion?
SchwerIn einer Vogelpopulation gibt es dünne, mittlere und kräftige Schnäbel. Nach einer Umweltveränderung bleiben nur weiche Insekten als Nahrung. Dünne Schnäbel ermöglichen nun den höchsten Fortpflanzungserfolg. Welche Entwicklung ist am plausibelsten?

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