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Biologie · Klasse 12–13 · aktualisiert

Synthetische Evolutionstheorie einfach erklärt

Sechs Evolutionsfaktoren erklären, wie sich Allelhäufigkeiten in Populationen verändern.

0 von 12 Aufgaben gelöst

Synthetische Evolutionstheorie einfach erklärt

Kurz gesagt

Die Synthetische Evolutionstheorie verbindet natürliche Selektion mit Genetik und Populationsbiologie. Evolution zeigt sich als Veränderung von Allelhäufigkeiten über Generationen. Mutation, Rekombination, Selektion, Gendrift, Genfluss und Isolation können zusammenwirken; Artbildung ist eine mögliche Folge.

Die Synthetische Evolutionstheorie verbindet Darwins Erklärung der Selektion mit Genetik, Ökologie und Systematik. Sie betrachtet Evolution als Veränderung von Allelhäufigkeiten in Populationen über Generationen. Hier lernst du, sechs Faktoren und ihr Zusammenwirken bis zu möglicher Artbildung zu erklären.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Evolution zeigt sich an Populationen über Generationen, nicht an der bewussten Veränderung eines einzelnen Lebewesens. Eine Variante eines Gens heißt Allel. Der Genpool umfasst die Gene und Allele einer Population. Die Allelfrequenz gibt an, wie häufig ein Allel darin vorkommt. Ändert sich diese Häufigkeit über Generationen, liegt Evolution im populationsgenetischen Sinn vor.

Sechs Faktoren können dazu beitragen: Mutation kann neue Allele hervorbringen. Rekombination kombiniert bei der Bildung von Keimzellen und bei der Fortpflanzung vorhandene Allele zu neuen Genotypen. Selektion verschiebt Häufigkeiten, wenn erbliche Merkmale unter bestimmten Bedingungen den Fortpflanzungserfolg beeinflussen. Gendrift verschiebt Allelhäufigkeiten zufällig, besonders in kleinen Populationen. Genfluss überträgt Allele zwischen Populationen, wenn Individuen wandern und sich in der neuen Population fortpflanzen. Isolation schränkt diesen Austausch ein oder beendet ihn. Manche Darstellungen zählen Genfluss nicht gesondert und nennen fünf Faktoren; entscheidend sind ihre unterschiedlichen Wirkungen.

Ein neues Allel kann durch Mutation entstehen und durch Rekombination in verschiedene Genotypen gelangen. Selektion, Zufall, Wanderung und Isolation können seine spätere Häufigkeit beeinflussen.

Definition

Population

Eine Population umfasst Individuen derselben Art, die im selben Gebiet leben und sich miteinander fortpflanzen können.

Beispiel: Häufigkeit eines Federfarben-Allels

  1. 1In einer Vogelpopulation kommen Allele für rote und gelbe Federfarbe vor.
  2. 2Werden über mehrere Generationen die Allele für gelbe Federn häufiger, hat sich die Allelhäufigkeit im Genpool verändert.
  3. 3Das ist Evolution auf Populationsebene – unabhängig davon, ob bereits eine neue Art entstanden ist.

Merke: Ein einzelner Vogel entwickelt nicht gezielt eine neue erblich bedingte Federfarbe. Evolution beschreibt Veränderungen in Populationen über Generationen.

Teste dich

LeichtWelche Beobachtung belegt unmittelbar eine evolutionäre Veränderung im populationsgenetischen Sinn?
MittelIn einer Population taucht erstmals ein neues Allel auf. Welcher Faktor kann es unmittelbar erzeugt haben?

Alles auf einen Blick

Synthetische Evolutionstheorie

  • Population

    Evolution zeigt sich an veränderten Allelfrequenzen über Generationen

  • Mutation

    neue Allele können entstehen

  • Rekombination

    vorhandene Allele werden neu kombiniert

  • Selektion

    erbliche Merkmale beeinflussen den Fortpflanzungserfolg

  • Gendrift

    Zufall verschiebt Allelfrequenzen

  • Genfluss und Isolation

    Wanderung verbindet Genpools, Isolation trennt sie

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Evolutionsfaktoren in einem Schneckenmodell zuordnen

  1. 1Eine Überschwemmung verkleinert eine Schneckenpopulation zufällig. Danach wandern Tiere aus einer Nachbarpopulation zu und pflanzen sich dort fort. Später haben Tiere mit einem erblichen Merkmal mehr Nachkommen. Welche Faktoren wirken?
  2. 2Die zufällige Verkleinerung mit geänderten Allelhäufigkeiten ist Gendrift durch einen Flaschenhals.
  3. 3Die zugewanderten Tiere geben beim Fortpflanzen Allele weiter: Das ist Genfluss.
  4. 4Der spätere Vorteil des erblichen Merkmals beim Fortpflanzungserfolg spricht für Selektion. Aus dem Ergebnis allein wäre der Faktor nicht zu erkennen.

Fehler finden

Welche Kraft veränderte den Genpool? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Eine kann ein neues Allel hervorbringen. Die kombiniert vorhandene Allele neu. Eine zufällige Verschiebung von Allelhäufigkeiten in einer kleinen Population heißt .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Synthetische Evolutionstheorie

LeichtWas ist die populationsgenetische Kernaussage der Synthetischen Evolutionstheorie?
MittelIn einer Population entstehen neue Allele. Einige werden neu kombiniert und ihre Träger haben in einer bestimmten Umwelt mehr Nachkommen. Welche Reihenfolge passt?
SchwerZwei kleine Populationen werden räumlich getrennt. In einer verschiebt ein Zufallsereignis die Allelhäufigkeiten; später begünstigt eine Umweltänderung ein erbliches Merkmal. Welche Zuordnung ist richtig?

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