Zum Inhalt springen
L

Biologie · Klasse 7–10 · aktualisiert

Antikörper: Aufbau, Bindung und Funktion

Antikörper binden an passende Antigene. Du lernst ihren Aufbau, ihre Bildung und ihre Wirkung bei der Abwehr kennen.

0 von 13 Aufgaben gelöst

Antikörper: Aufbau, Bindung und Funktion

Kurz gesagt

Antikörper sind Proteine der spezifischen Abwehr. Ihre variablen Bindungsstellen passen zu bestimmten Antigenen. Nach der Bindung können sie Ziele blockieren, vernetzen oder weitere Abwehrschritte erleichtern; Plasmazellen bilden sie.

Antikörper sind Eiweißmoleküle der gezielten Abwehr. Ihre Bindungsstellen erkennen passende Antigenstrukturen. Nach der Bindung können sie ein Ziel blockieren, mit anderen Zielen vernetzen oder weitere Abwehrvorgänge unterstützen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Ein Antigen ist eine erkennbare Struktur, an die ein dazu passender Antikörper binden kann. Solche Strukturen können Teil eines Bakteriums oder Virus sein. Ein Antikörper ist dagegen ein körpereigenes Abwehrprotein.

Für eine stabile Bindung müssen die räumlichen Formen von Antigen und Bindungsstelle zusammenpassen. Das Schlüssel-Schloss-Bild hilft dabei. Es geht um die Antigenstruktur, nicht um die Erkennung des Erregers als Ganzes.

Definition

Antikörper

Antikörper, auch Immunglobuline genannt, sind Proteine der spezifischen Immunabwehr. Sie binden mit ihren Bindungsstellen an passende Antigene.

Beispiel

  1. 1Auf der Oberfläche eines Erregers befindet sich ein bestimmtes Antigen.
  2. 2Ein Antikörper mit passender Bindungsstelle kann daran binden.
  3. 3Ein Antikörper mit anders geformter Bindungsstelle passt nicht und bindet daher nicht spezifisch an dieses Antigen.

Merke: Das Antigen ist das Ziel der Bindung. Der Antikörper ist das passende Abwehrprotein.

Teste dich

LeichtWelche Aussage unterscheidet Antigen und Antikörper richtig?
MittelZwei Antikörper besitzen unterschiedlich geformte Bindungsstellen. Was folgt daraus am ehesten?

Alles auf einen Blick

Antikörper

  • Aufbau

    zwei leichte und zwei schwere Ketten; variable und konstante Regionen

  • Entstehung

    passende B-Zelle wird aktiviert; Plasmazelle schüttet Antikörper aus

  • Bindung

    variable Region passt zum Antigen; Antigen-Antikörper-Komplex entsteht

  • Wirkungen

    Neutralisation; Agglutination und Präzipitation; Komplementaktivierung

  • Immunisierung

    aktiv: Antigene und Gedächtniszellen; passiv: fertige Antikörper

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Wie kann ein Antikörper ein gelöstes Antigen binden?

  1. 1Im Blut befinden sich gelöste Antigene mit derselben passenden Struktur.
  2. 2Passende Antikörper binden mit ihren variablen Regionen an diese Antigene.
  3. 3Die Antikörper vernetzen mehrere gelöste Antigene; das heißt Präzipitation.
  4. 4Fresszellen können die entstandenen Komplexe anschließend aufnehmen.

Fehler finden

Welche Aussage zur Bindung ist falsch? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Ein Antikörper bindet mit seiner Region an ein passendes Antigen. Eine aktivierte B-Zelle kann zur werden. Bei der Immunisierung werden fertige Antikörper gegeben.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Antikörper

LeichtWas gehört zum vereinfachten Aufbau eines Antikörpers?
MittelEin Antikörper bindet nicht an ein bestimmtes Antigen. Welche Erklärung passt am besten?
SchwerEin Stoff blockiert die Bindungsstellen eines Antikörpers. Welche direkte Folge ist zu erwarten?

Weiterlesen in Biologie