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Biologie · Klasse 7–10 · aktualisiert

Antibiotika: Wirkung und Resistenz einfach erklärt

Antibiotika greifen Bakterien an, nicht Viren. Du lernst ihre Wirkorte und wie resistente Bakterien häufiger werden.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Antibiotika: Wirkung und Resistenz einfach erklärt

Kurz gesagt

Antibiotika sind Medikamente, die Bakterien hemmen oder abtöten. Sie greifen zum Beispiel deren Zellwand oder Ribosomen an; Viren haben diese bakteriellen Ziele nicht. Resistenzen verbreiten sich, wenn widerstandsfähige Bakterien unter Behandlung häufiger überleben und sich vermehren.

Antibiotika hemmen oder töten Bakterien, indem sie passende bakterielle Strukturen und Prozesse treffen. Gegen Viren wirken sie nicht. Resistenzmerkmale können durch Mutationen oder übertragene Gene entstehen; unter Behandlung können widerstandsfähige Varianten häufiger werden.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Bakterien sind Zellen: Sie bauen Bestandteile auf, stellen Proteine her und teilen sich. Antibiotika können lebenswichtige Strukturen oder Abläufe dieser Zellen treffen. Viren vermehren sich dagegen mithilfe von Wirtszellen und besitzen solche bakteriellen Ziele nicht. Darum behandeln Antibiotika die meist virusbedingte Erkältung oder Grippe nicht.

Fieber und andere Beschwerden oder erhöhte Entzündungswerte allein zeigen nicht sicher, dass Bakterien die Ursache sind. Ob ein Antibiotikum geeignet ist, muss medizinisch geklärt werden.

Definition

Antibiotikum

Ein Antibiotikum ist ein Medikament gegen Bakterien. Es hemmt ihre Vermehrung oder tötet sie ab.

Beispiel

  1. 1Bei einer bakteriellen Blasenentzündung kann ein passendes Antibiotikum Bakterien hemmen oder abtöten.
  2. 2Bei einer virusbedingten Erkältung fehlt dagegen das passende Ziel: Das Antibiotikum bekämpft die Viren nicht.

Teste dich

LeichtWarum wirkt ein Antibiotikum nicht gegen ein Erkältungsvirus?

Alles auf einen Blick

Antibiotika

  • Wirkung

    Antibiotika hemmen oder töten Bakterien, nicht Viren

  • Angriffspunkte

    Zellwand, Ribosomen, Membran, Erbgut oder Stoffwechsel

  • Wirkungsart

    bakteriostatisch hemmt Vermehrung; bakterizid tötet ab

  • Selektion

    resistente Varianten überleben unter passendem Antibiotikum häufiger

  • Weitergabe

    Resistenzen können an Nachkommen oder andere Bakterien gelangen

  • MRSA

    Besiedlung ohne Beschwerden ist von einer Infektion zu unterscheiden

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Was folgt, wenn ein Wirkstoff den Folsäureweg hemmt?

  1. 1Ein Bakterium benötigt seinen Folsäurestoffwechsel für Bausteine des Erbguts.
  2. 2Ein passendes Antibiotikum blockiert diesen bakteriellen Stoffwechselweg.
  3. 3Damit fehlen Bausteine für die Bildung des Erbguts; die Vermehrung wird gestört.
  4. 4Das Beispiel betrifft einen bakteriellen Prozess. Viren besitzen diesen Stoffwechselweg nicht.

Fehler finden

Wer ist nach der Behandlung resistent? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Antibiotika greifen an. Eine resistente Variante hat bei passendem Selektionsdruck eher einen . Ihr Anteil kann durch zunehmen.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Antibiotika

LeichtWelche Aussage über Antibiotika stimmt?
MittelIn einer Population überlebt eine resistente Variante eine Antibiotikabehandlung häufiger. Was folgt daraus wahrscheinlich?
SchwerEin neues Antibiotikum hemmt ein Enzym, das die untersuchten Bakterien für einen lebenswichtigen Stoffwechselweg benötigen. Einige Bakterien besitzen bereits einen funktionsfähigen Umgehungsweg. Welche Entwicklung ist unter der Behandlung zu erwarten?

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