Biologie · Klasse 7–10 · aktualisiert
Krankheitserreger: Bakterien und Viren verstehen
Krankheitserreger können Infektionen auslösen. Verknüpfe Erregertyp, Eintrittsweg, Abwehr und passende Schutzmaßnahmen.
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Kurz gesagt
Krankheitserreger sind biologische Einheiten oder Organismen, die Infektionskrankheiten auslösen können. Dazu gehören manche Bakterien, Viren und Parasiten. Haut und Schleimhäute erschweren den Eintritt; nach einer Infektion wirken weitere Abwehrstufen.
Manche biologische Einheiten können in den Körper gelangen und Infektionen auslösen. Bakterien und Viren vermehren sich dabei auf unterschiedliche Weise. Hier lernst du, Erregertypen, Eintrittswege, Abwehr und passende Schutzmaßnahmen miteinander zu verbinden.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Krankheitserreger sind biologische Einheiten oder Organismen, die Infektionskrankheiten auslösen können. Dazu gehören manche Bakterien, Viren und Parasiten. Nicht jedes Bakterium und nicht jedes Virus macht krank. Viele Bakterien auf Haut und im Darm tragen zum Schutz des Körpers bei. Deshalb bedeutet „Mikroorganismus gefunden“ nicht „Krankheitserreger nachgewiesen“.
Auf dem Nährmedium einer Abklatschprobe können sichtbare Kolonien wachsen. Ihre Anzahl erlaubt einen begrenzten Vergleich verschiedener Oberflächen unter den Versuchsbedingungen. Ohne weitere Untersuchung verrät die Probe weder die Bakterienart noch deren Gefährlichkeit.
Definition
Infektion
Eine Infektion liegt vor, wenn ein Krankheitserreger in einen Organismus gelangt und sich dort vermehrt. Beschwerden können zunächst fehlen.
Merke: Eine gewachsene Kolonie weist unter den Versuchsbedingungen auf Wachstum hin. Ob ihr Erreger krank machen kann, muss gesondert geprüft werden.
Teste dich
Bakterien sind einzellige Lebewesen mit eigenem Stoffwechsel. Sie können sich selbstständig durch Zellteilung vermehren. Viren sind keine Zellen und besitzen keinen eigenen Stoffwechsel. Sie enthalten Erbsubstanz in einer oder mehreren Proteinhüllen und lassen neue Viren nur mithilfe einer passenden Wirtszelle herstellen.
Ob Viren als Lebewesen gelten, wird unterschiedlich eingeordnet. Für die Infektion ist entscheidend: Ohne passende Wirtszelle können sie sich nicht vermehren. Gegen empfindliche Bakterien können Antibiotika wirken; gegen Viren nicht.
| Merkmal | Bakterien | Viren |
|---|---|---|
| Aufbau | einzelne Zelle | Erbsubstanz und Proteinhülle beziehungsweise Proteinhüllen |
| Stoffwechsel | eigener Stoffwechsel | kein eigener Stoffwechsel |
| Vermehrung | selbstständige Zellteilung | nur mithilfe einer Wirtszelle |
| Antibiotika | können gegen empfindliche Bakterien wirken | wirken nicht gegen Viren |
Beispiel
- 1Bei einer bakteriellen Blasenentzündung kann ein geeignetes Antibiotikum helfen.
- 2Bei einer Viruserkrankung greift dasselbe Antibiotikum den Erreger nicht an. Viren fehlt sowohl die bakterielle Zellwand als auch ein eigener bakterieller Stoffwechsel.
Teste dich
Natürliche Barrieren erschweren Krankheitserregern den Eintritt. Unverletzte Haut bildet eine Grenze. Schleimhäute fangen Erreger ab; ihre Sekrete können Mikroorganismen abwehren. In den Atemwegen hält Schleim eingeatmete Teilchen fest. Flimmerhärchen, auch Zilien genannt, transportieren Schleim von der Lunge weg.
Tränenflüssigkeit enthält Lysozym, das Bakterien angreifen kann. Harnfluss spült eingedrungene Mikroorganismen aus. Nützliche Bakterien auf Haut und Schleimhäuten können die Ausbreitung schädlicher Arten erschweren. Eine Verletzung kann die Hautbarriere öffnen, während die weitere Immunabwehr aktiv bleibt.
Beispiel
- 1Eine unverletzte Haut bildet eine mechanische Barriere.
- 2Bei einer Schnittwunde ist diese Grenze geöffnet: Bakterien können leichter ins Gewebe gelangen.
- 3Reinigen und Abdecken der Wunde unterstützt die äußere Schutzbarriere.
Teste dich
Nach dem Eindringen arbeiten mehrere Abwehrstufen zusammen. Geschädigtes Gewebe setzt Botenstoffe frei. Höhere Durchblutung führt zu Rötung und Wärme; durchlässigere Gefäße lassen Flüssigkeit und weiße Blutkörperchen ins Gewebe gelangen. Das erklärt Schwellung. Gereizte Nerven können Schmerz auslösen. Immunzellen greifen Erreger an, räumen beschädigtes Gewebe ab und unterstützen die Reparatur. Sie entstehen im Knochenmark und werden über Blut transportiert.
Die spezifische Immunabwehr richtet sich gegen bestimmte Erregermerkmale. B-Zellen sind an der Bildung von Antikörpern beteiligt. Antikörper binden passende Antigene auf freien Erregern oder Erregerbestandteilen. Bei Virusinfektionen können passende T-Killerzellen infizierte Körperzellen erkennen und zerstören. Gedächtniszellen ermöglichen bei erneutem Kontakt eine schnellere spezifische Abwehr.
Schutz hängt vom Übertragungsweg ab. Händewaschen, Wundschutz, geeigneter Mund- oder Handschutz und Kondome können je nach Situation Übertragungswege unterbrechen oder Körpergrenzen schützen. Eine aktive Schutzimpfung kann eine spezifische Immunreaktion auslösen, ohne dass die entsprechende Krankheit durchlaufen werden soll; dabei können Gedächtniszellen entstehen.
Antibiotika greifen bakterielle Zellwand-, Protein- oder Nukleinsäuresynthese an, nicht Viren. Resistente Bakterien können ein bestimmtes Antibiotikum überleben und sich gegenüber empfindlichen Bakterien stärker vermehren. Unsachgemäßer und massenhafter Einsatz fördert die Ausbreitung von Resistenzen. Welche Behandlung oder Schutzmaßnahme im Einzelfall passt, muss medizinisch beurteilt werden.
Definition
Antigen und Antikörper
Ein Antigen ist ein Merkmal, an dem die Immunabwehr einen Erreger oder eine infizierte Zelle erkennen kann. Ein Antikörper ist ein Abwehrmolekül, das an ein dazu passendes Antigen bindet.
Beispiel: Fragen vor einer Schutzmaßnahme
- 1Bestimme zuerst, welcher Erregertyp beteiligt sein könnte.
- 2Prüfe, wie er übertragen wird oder in den Körper gelangt.
- 3Wähle eine Maßnahme, die diesen Weg unterbricht oder die Abwehr gezielt unterstützt.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Krankheitserreger
Erregertyp
Bakterium, Virus oder Parasit
Eintritt
beschädigte Haut oder Schleimhaut
Erste Abwehr
Haut, Schleim, Sekrete und nützliche Bakterien
Weitere Abwehr
Entzündung, Immunzellen und Antikörper
Virusabwehr
freie Viren binden, infizierte Zellen beseitigen
Prävention
Übertragungsweg unterbrechen oder Immunabwehr vorbereiten
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Erregertyp, Eintritt und Abwehr verbinden
- 1Ein Erreger gelangt beim Einatmen an eine Atemwegsschleimhaut.
- 2Schleim kann Teilchen festhalten; Flimmerhärchen transportieren ihn von der Lunge weg.
- 3Überwindet ein Erreger diese Grenze, können Entzündung und spezifische Abwehr einsetzen.
- 4Die geeignete Schutzmaßnahme hängt vom Übertragungsweg und Erregertyp ab.
Fehler finden
Eine gerötete Wunde deuten In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Richtig: Rötung und Wärme sind Entzündungszeichen, belegen aber keinen bestimmten Erregertyp. Dafür braucht es weitere Untersuchung.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Bei einer Infektion dringt ein ein und vermehrt sich. Die unverletzte Haut wirkt als . Antikörper binden passende .
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback