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Zurück in die Zukunft (Film)

Zurück in die Zukunft (Originaltitel Back to the Future) ist eine Science-Fiction-Filmkomödie des Regisseurs Robert Zemeckis, die am 3. Juli 1985 in die …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Film und Grundidee
  2. 2. Zeitreise und Rettung der Familiengeschichte
  3. 3. Entstehung, Drehbuch und Besetzung
  4. 4. Zeitmaschine, Zeitlogik und Gestaltung
  5. 5. Musik, Veröffentlichung und Wirkung
  6. 6. Bewertung und Auszeichnungen

Film und Grundidee

„Zurück in die Zukunft“ (Originaltitel „Back to the Future“) ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Filmkomödie aus dem Jahr 1985 und der erste Teil einer Trilogie. Regie führte Robert Zemeckis, der das Drehbuch gemeinsam mit Bob Gale schrieb. Der 116 Minuten lange Film wurde von Amblin Entertainment in Zusammenarbeit mit Universal Pictures produziert, die Musik komponierte Alan Silvestri. In den Hauptrollen spielen Michael J. Fox den Schüler Marty McFly und Christopher Lloyd den Wissenschaftler Dr. Emmett „Doc“ Brown.

Der Film verbindet eine Zeitreisehandlung mit Familienkomödie: Marty reist versehentlich aus dem Jahr 1985 in das Jahr 1955. Dort verändert er das Kennenlernen seiner Eltern, wodurch seine eigene Geburt und damit seine Existenz bedroht werden. Er muss dafür sorgen, dass sich seine Eltern ineinander verlieben, und zugleich einen Weg zurück nach 1985 finden.

Der US-Kinostart war am 3. Juli 1985, der westdeutsche Kinostart am 3. Oktober 1985. „Zurück in die Zukunft II“ erschien 1989, „Zurück in die Zukunft III“ 1990.

Zeitreise und Rettung der Familiengeschichte

Marty McFly lebt 1985 in Hill Valley, Kalifornien, mit seinen Geschwistern und seinen Eltern George und Lorraine. George ist unsicher und wird von seinem Vorgesetzten Biff Tannen unterdrückt. Martys Freund Doc Brown führt ihm eine Zeitmaschine vor, die in einen DeLorean-Sportwagen eingebaut ist. Die benötigte Energie liefert ein mit Plutonium betriebener Kernreaktor.

Doc Brown hat libysche Terroristen um das Plutonium betrogen. Als sie ihn erschießen und Marty verfolgen, flieht Marty im DeLorean und aktiviert unbeabsichtigt die Zeitmaschine. Sie bringt ihn zum 5. November 1955, dem Tag, an dem Doc nach eigener Aussage die entscheidende Idee für die Zeitmaschine hatte.

Marty begegnet seinen jugendlichen Eltern. Als er George vor einem Auto rettet und selbst angefahren wird, nimmt er ungewollt dessen Platz ein: Lorraine kümmert sich um Marty und verliebt sich in ihn statt in George. Dadurch beginnt Marty auf einem Familienfoto zu verschwinden. Seine Existenz hängt nun davon ab, dass George und Lorraine doch noch ein Paar werden.

Der Doc Brown des Jahres 1955 glaubt Marty schließlich und will ihm helfen. Da kein neues Plutonium beschafft werden kann, soll ein vorhergesagter Blitz die nötige Energie liefern. Marty weiß, dass dieser am folgenden Samstag um 22:04 Uhr in die Rathausuhr einschlagen wird.

Marty plant, Lorraine bei einem Schulball scheinbar zu belästigen, damit George sie retten kann. Der Plan verändert sich, als Biffs Freunde Marty einsperren und Biff Lorraine tatsächlich bedrängt. George stellt sich ihm entgegen, schlägt ihn nieder und gewinnt Lorraines Zuneigung. Beim ersten Kuss von George und Lorraine wird Martys Existenz gesichert.

Marty warnt Doc in einem Brief vor dem Anschlag von 1985. Doc zerreißt ihn zunächst aus Angst vor Folgen für das Raum-Zeit-Kontinuum. Anschließend leitet er die Energie des Blitzes in den DeLorean, sodass Marty zurückreisen kann. Marty kommt einige Minuten vor dem Anschlag an, verhindert ihn aber nicht. Doc hat den Brief jedoch wieder zusammengesetzt und überlebt dank einer schusssicheren Weste.

Die Eingriffe in die Vergangenheit haben 1985 verändert: Das Einkaufszentrum heißt „Lone Pine Mall“ statt „Twin Pines Mall“, weil Marty 1955 eine von zwei Kiefern umgefahren hat. George ist nun selbstbewusst und ein erfolgreicher Buchautor, während Biff als unterwürfiger Autopflege-Dienstleister arbeitet. Am Ende kehrt Doc mit dem weiterentwickelten DeLorean aus der Zukunft zurück und nimmt Marty und dessen Freundin Jennifer mit, weil ihre Kinder Hilfe benötigen.

Entstehung, Drehbuch und Besetzung

Die Arbeiten am Drehbuch begannen im September 1980. Bob Gale wurde durch die Frage angeregt, ob er mit seinem Vater befreundet gewesen wäre, wenn beide dieselbe Schule besucht hätten. Mehrere Studios lehnten das Projekt zunächst ab. Steven Spielberg erklärte sich zur Produktion bereit; verwirklicht wurde der Film aber erst, nachdem Zemeckis mit „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ Erfolg gehabt hatte.

Eine besondere Schwierigkeit war, die Verliebtheit Lorraines in ihren eigenen Sohn glaubwürdig zu beenden. Die Lösung bestand darin, dass sich der Kuss für Lorraine selbst falsch anfühlt. Der geplante Höhepunkt auf einem Atomtestgelände wurde aus Kostengründen durch den Blitzeinschlag in die Rathausuhr ersetzt. Trotz des offenen Endes war zunächst keine Fortsetzung vorgesehen.

Die Dreharbeiten liefen vom 26. November 1984 bis zum 20. April 1985; für die Postproduktion blieben neun Wochen. Die Kosten wurden auf rund 19 Millionen US-Dollar geschätzt. Weltweit spielte der Film rund 381 Millionen US-Dollar ein, davon etwa 210 Millionen US-Dollar in den USA. Dort war er der erfolgreichste Film des Jahres 1985.

Michael J. Fox war Zemeckis’ Wunschbesetzung für Marty, stand aber zunächst wegen der Serie „Familienbande“ nicht zur Verfügung. Deshalb begann Eric Stoltz in der Rolle. Nach fünf Drehwochen entschieden die Produzenten, dass seine Darstellung zu dramatisch sei. Fox übernahm, und seine Szenen wurden neu gedreht. Umstritten ist, wie viele Einstellungen mit Stoltz im fertigen Film verblieben; Aussagen von Beteiligten nennen einzelne Aufnahmen, darunter seine Faust in einer Auseinandersetzung mit Biff. Fox arbeitete parallel an Serie und Film teilweise bis zu 20 Stunden täglich.

Christopher Lloyd gestaltete Doc Browns überschwängliche Bewegungen nach dem Dirigenten Leopold Stokowski und ließ sich außerdem von Albert Einstein inspirieren. Lea Thompson und Crispin Glover spielten Lorraine und George sowohl 1955 als auch, mithilfe von Make-up und Kostümen gealtert, 1985. Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Berliner Synchron unter Dialogregisseur Andreas Pollak; Sven Hasper sprach Marty und Ernst Jacobi Doc Brown.

Zeitmaschine, Zeitlogik und Gestaltung

Die Zeitmaschine war zunächst als fest installierte Laservorrichtung und danach als begehbarer Kühlschrank geplant. Die Kühlschrankidee wurde verworfen, weil Kinder zum Hineinklettern angeregt werden könnten. Schließlich wählten die Filmemacher den DeLorean DMC-12: Eine mobile Maschine erleichtert innerhalb der Handlung die Rückkehr, und das ungewöhnliche Auto kann 1955 für ein außerirdisches Raumschiff gehalten werden.

Der „Fluxkompensator“ – im Original „flux capacitor“, wörtlich eher „Flusskondensator“ – ist Doc Browns fiktive Erfindung, die Zeitreisen ermöglicht. Nach dem Vorbild von H. G. Wells’ „Die Zeitmaschine“ kann das Fahrzeug nur durch die Zeit, nicht zugleich durch den Raum reisen. Der Übergang zwischen den Zeiten wurde bewusst ohne ausführliche Darstellung eines Raum-Zeit-Kontinuums inszeniert. Drei Fahrzeuge dienten unterschiedlichen Zwecken: Fahraufnahmen, Szenen beim Ein- und Aussteigen sowie Innenaufnahmen.

Die Handlung verwendet Zeitparadoxa spielerisch. Martys Gefährdung durch die verhinderte Beziehung seiner Eltern entspricht dem Großvaterparadoxon: Wer die eigene Familiengeschichte so verändert, dass er nicht geboren wird, könnte die Veränderung selbst nicht ausgelöst haben. Außerdem erhält Brown Informationen aus der Zukunft, die später keinen eindeutigen ursprünglichen Urheber mehr besitzen. Als Marty 1955 „Johnny B. Goode“ spielt, empfiehlt Marvin Berry das Lied telefonisch seinem Cousin Chuck Berry, dem tatsächlichen Komponisten und Originalinterpreten. Trotz sichtbarer Veränderungen der Zukunft bleiben die Folgen begrenzt; ein weitreichender Schmetterlingseffekt tritt nicht auf, und Martys Erinnerungen bleiben erhalten.

Hauptdrehort für Hill Valley war der Courthouse Square der Universal Studios. An das dortige Gebäude wurde die Rathausuhr angebaut, die bis 2003 noch 22:04 Uhr zeigte. Weitere Aufnahmen entstanden in Pasadena, Burbank, Arleta und Whittier.

Musik, Veröffentlichung und Wirkung

Alan Silvestris Filmmusik wurde von einem 98-köpfigen Orchester eingespielt, dem damals größten, das Universal für einen Film zusammengestellt hatte. Das Soundtrack-Album enthält zehn Titel. Dazu gehören „The Power of Love“ und „Back in Time“ von Huey Lewis sowie Lieder von Eric Clapton, Etta James und Lindsey Buckingham. „The Power of Love“ erreichte Platz 1 der Billboard Hot 100 und wurde für einen Oscar nominiert. Huey Lewis tritt zudem als Juror auf, der Martys Band wegen ihrer Lautstärke abweist.

Beim Auftritt mit „Johnny B. Goode“ stammt der Gesang von Mark Campbell, die Gitarrenriffs spielte Tim May. Fox übte vier Wochen Gitarre, damit die Szene glaubwürdig wirkt. Seine Bewegungen orientieren sich an Pete Townshend, Chuck Berry und Jimi Hendrix.

Nach Testvorführungen wurden ungefähr sechs Minuten entfernt, weil übererklärende Szenen das Tempo verlangsamten. In Deutschland sahen etwa 4,8 Millionen Menschen den Film im Kino. Ab dem 1. Dezember 1986 erschien er auf VHS; dort wurde als Hinweis auf eine Fortsetzung der Schriftzug „Fortsetzung folgt …“ ergänzt. Die erste deutsche Fernsehausstrahlung erfolgte am 26. März 1989 im Ersten, die DVD-Veröffentlichung am 26. September 2002. Gale und Zemeckis lehnten spätere digitale Überarbeitungen weitgehend ab, weil ein Film als Produkt seiner Zeit erkennbar bleiben solle.

Der Film führte zu einer Zeichentrickserie, Comics, Videospielen und Attraktionen in Universal-Themenparks. Ronald Reagan zitierte 1986 in seiner State of the Union Address den Satz „Where we’re going, we don’t need roads.“

Bewertung und Auszeichnungen

Der Film wurde überwiegend sehr positiv bewertet. Rotten Tomatoes weist 92 Prozent aus, Metacritic 88 von 100 Punkten; die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh das Prädikat „Wertvoll“. Gelobt wurden besonders die Mischung aus Science-Fiction, romantischer Komödie und Humor, die Darstellungen von Michael J. Fox und Christopher Lloyd sowie der DeLorean als ungewöhnliche Zeitmaschine.

Kritische Stimmen beanstandeten unter anderem die glatte, stark auf ein Mainstream-Publikum zugeschnittene Gestaltung. Einige europäische Rezensionen kritisierten außerdem, dass die verbesserte Zukunft der Familie McFly stark durch materiellen Wohlstand dargestellt werde. Pauline Kael sah darin eine reaktionäre Vorstellung vom Glück der 1980er Jahre.

Bei der Oscarverleihung 1986 gewann „Zurück in die Zukunft“ den Preis für den besten Tonschnitt. Weitere Oscar-Nominierungen gab es für das beste Originaldrehbuch, den besten Filmsong und den besten Ton. Bei den Golden Globe Awards 1986 war der Film unter anderem als beste Komödie beziehungsweise bestes Musical nominiert; Michael J. Fox erhielt eine Hauptdarsteller-Nominierung.

Bei den Saturn Awards 1986 gewann Fox als bester Hauptdarsteller. Der Film wurde außerdem als bester Science-Fiction-Film und für die besten Spezialeffekte ausgezeichnet. In Deutschland erhielt er 1985 den Jupiter als bester Film und 1986 die Goldene Leinwand. 2007 wurde er in das National Film Registry aufgenommen. 2021 erschien der 52-minütige Arte-Dokumentarfilm „Zurück in die Zukunft – Wie ein Film zeitlos wurde“ unter der Regie von Nathalie Amsellem.

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Will Hare Will T. Hare (* 30. März 1916 in Elkins, West Virginia; † 31. August 1997 in New York City) war ein US-amerikanischer Schauspieler. Zurück in die Zukunft Zurück in die Zukunft (im englischen Original Back to the Future) ist der Name einer Science-Fiction-Film-Trilogie aus den Jahren 1985, 1989 und 1990. Kalifornien Der 1848 einsetzende Goldrausch in Kalifornien führte zu sozialen sowie demografischen Veränderungen, einschließlich der Entvölkerung der indigenen Stämme, und … Droge Drogen sind also Substanzen, die in einem lebenden Organismus Funktionen zu verändern vermögen. Dies betrifft immer Funktionen der Psyche und meistens auch … Albert Einstein „Das Gedächtnis, die Kapazität, Neues zu versuchen und die Möglichkeit, mündlich zu kommunizieren ... Nach Albert Einstein benannt wurden das chemische Element … Wer die Nachtigall stört (Film) Wer die Nachtigall stört (Originaltitel To Kill a Mockingbird) ist eine unter der Regie von Robert Mulligan entstandene Literaturverfilmung aus dem Jahr … Filmmusik Paraphrasierung: „Als paraphrasierend bezeichne ich eine Musik, deren Charakter sich direkt aus dem Charakter der Bilder, aus den Bildinhalten, ableitet.“ Raumzeit Kausalität und Abstandsbegriff. Bearbeiten. Auch bei einer Kopplung von Raum und Zeit muss, falls Ereignis A das Ereignis B hervorruft, diese „Kausalität“ in … Kausalität Kausalität (von lateinisch causa, „Ursache“, und causalis, „ursächlich, kausal“) ist die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung. Sie betrifft die Abfolge …