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Zirkumpolar (Geographie)
In der Siedlungsgeographie und Kulturanthropologie wird der Begriff als zusammenfassende Bezeichnung der indigenen Völker der Arktis und Subarktis verwendet …
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Bedeutung in Geographie und Biologie
„Zirkumpolar“ bezeichnet in Geographie und Biologie Phänomene und Lebensformen, die weltweit in einem bestimmten Radius um die Pole verbreitet sind. Dazu gehören der Permafrostboden, die Vegetation der Arktis und Subarktis – die Tundra –, die zirkumpolare Luftströmung (Westwinddrift) und der Zirkumpolarstrom rund um die Antarktis.
Menschen und Kulturen
In der Siedlungsgeographie und Kulturanthropologie dient „zirkumpolar“ als zusammenfassende Bezeichnung für die indigenen Völker der Arktis und Subarktis. Ihre Kulturen weisen gemeinsame Merkmale auf, darunter teilweise hoch spezialisierte Formen der Jagd oder Tierzucht sowie Schamanismus mit Bärentanz.
Erweiterte biogeographische Bedeutung
In der Biogeographie können auch Lebensformen und Ökosysteme zirkumpolar heißen, die innerhalb einer Geo- oder Klimazone auf mehreren Kontinenten oder weltweit verbreitet sind. Der Begriff ist hier daher nicht auf Polar- und Subpolarregionen beschränkt. Die Verbreitung liegt zwischen bestimmten Breitengraden und kann regional durch Höhenlage, Ozeanität oder Kontinentalität, Temperatur und Wasserverfügbarkeit verändert sein.
Beispiele sind die Wasserhyazinthe in äquatorialen Gewässern, das Raue Hornblatt und die Sturmmöwe etwa zwischen 50 und 70 Grad nördlicher Breite sowie die Napfschnecke Nacella polaris im Antarktischen Zirkumpolarstrom.